Dienstag, 29. Januar 2013

(Geheime) Pharma-Tests an DDR-Bürgern

von hier:
http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/12/03/auftraggeber-aus-dem-westen-die-geheimen-pharmatests-an-ddr-burgern/  (kein Hyperlink, Text von da)

Ich wußte, daß beispielsweise für Quelle und Neckermann in der DDR Waren produziert wurden, ebenso für IKEA. Das ist nicht zum Lachen, war aber so, konnte man akzeptieren. Zähneknirschend. Aber DAS geht zu weit. Wie konnte man es wagen...!!!
Das Thema war eines der bestgehüteten zwischendeutschen Geheimnisse, außer den Funktionären der DDR und den beteiligten Pharma-Unternehmen Westdeutschlands wußte keiner Bescheid.
Ein Skandal, meine ich.

Waren und sind nicht Versuche am Menschen OHNE deren Zustimmung illegal und unethisch?! Das Problem beschäftigt mich unter anderem deswegen, weil meine erwachsene Tocher Pharmazie studiert und sich als Ziel gesetzt hat, in der Arzneimittelforschung zu arbeiten. Ich bin zutiefst besorgt, ob ähnliche Praktiken auch heute noch angewandt werden, und wenn ja, wann, wo und von wem. Gerüchteweise habe ich gehört/gelesen, daß halb Südafrika den Arzneimitteltests Israels dienen soll (ein Gerücht hoffentlich, das hoffe ich aus tiefstem Herzen)... kann denn das sein?!
Aber - bitte selbst lesen. Ich bin schockiert, was alles im Namen des Geldes in Ost und West möglich war. Ein Kapitel der Schande, eins von vielen.
Auftraggeber aus dem Westen: Die geheimen Pharmatests an DDR-Bürgern

Jahrelang hat die klamme DDR ihre Bürger verkauft – als Versuchskaninchen für Medikamententests westlicher Pharmafirmen. Nun hat ein Fernsehteam aufgedeckt, wie die Machenschaften zwischen Ost und West funktionierten.

Als hätte er es geahnt. Gerhard Lehrer, in einem DDR-Krankenhaus in Dresden wegen eines Herzinfarkts behandelt, gab die Medikamente, die man ihm gegeben hatte, nicht zurück. Drei Wochen nach der Entlassung Lehrers – dem sechzigjährigen Elektriker ging es immer schlechter statt besser – wird der Mann plötzlich von der Klinik aufgefordert, das Medikament abzusetzen, sofort. Und zurückgeben soll er alle Pillen, die er noch übrig hat. Lehrer tat das nicht. “Heb’ sie gut auf, vielleicht kannst du sie ja mal brauchen”, sagte er zu seiner Frau. Gut ein Jahr später starb er.
Seine Witwe Anneliese Lehrer hat die rote Schachtel bis heute aufgehoben. Es sei schon merkwürdig gewesen, erzählt sie, bei der Einweisung Anfang Mai 1989 hatte der behandelnde Arzt die rot-weißen Kapseln noch vollmundig gelobt. “Die bekommen sie nur bei mir”, hatte er gesagt. Als riskante Pharmatest-Praktiken in DDR-Kliniken durch einen Fernsehbericht im MDR bekannt werden, meldet sie sich beim Sender. Im pharmazeutischen Labor der Uni Leipzig werden die Kapseln analysiert. Ergebnis: Es ist kein Wirkstoff darin enthalten.
Ein Schock – und die plötzliche Gewissheit: Gerhard Lehrer war ein Versuchskaninchen bei Arzneimitteltests – in dem Teil der Studiengruppe, die ein Placebo, also ein wirkungsloses Scheinpräparat, erhielt. Einem schwer herzkranken Mann wurde eine echte Therapie vorenthalten.

Gefährliche Allianz westlicher Pharmakonzerne
Wie Recherchen der Journalisten Stefan Hoge und Carsten Opitz für ihren Film “Test und Tote” belegen, war die DDR Ende der achtziger Jahre zu einem der wichtigsten Testgebiete für neue Arzneimittel avanciert. In der Dokumentation kommen nicht nur betroffene Patienten und deren Angehörige zu Wort, auch Pharmahistoriker und ein früherer Manager des Hoechst-Konzerns erklären, wie es zu den umfangreichen Arzneimitteltests kommen konnte. Bisher unzugängliche Akten belegen die planmäßige Zusammenarbeit von staatlichen Institutionen, Ärzten und westlichen Pharmakonzernen.
Eine Nummer auf der Medikamentenschachtel von Gerhard Lehrer brachte die Journalisten auf die Spur: In lange verschollen geglaubten Unterlagen des DDR-Gesundheitsministeriums lässt sich der Arzneimitteltest zuordnen: Lehrer war ohne sein Wissen Teilnehmer einer Studie des Wirkstoffs Ramipril geworden. Der Pharmakonzern Hoechst war auf der Suche nach neuen Anwendungsgebieten für den erfolgreichen Blutdrucksenker.

Mangelwirtschaft begünstigte die Deals
Begünstigt wurden die geheimen Pillentests in der DDR durch zwei Entwicklungen: Insbesondere in den achtziger Jahren entwickelte sich der sozialistische Staat zur Mangelwirtschaft. Es fehlte nicht nur an Südfrüchten und Autoersatzteilen: Auch Ärzte konnten ihren Patienten nicht immer alle benötigten Medikamente verordnen. “Es gab durchaus auch Apotheken, die 20 Prozent der Präparate nicht mehr liefern konnten, zu bestimmten Zeiten”, berichtet Pharmaziehistoriker Christoph Friedrich von der Uni Marburg. “Und das setzte sich natürlich auch in den Kliniken fort.”
Genau in dieser Phase erlebte die Pharmaindustrie die Auswirkungen des bis dahin größten Arzneimittelskandals. Weltweit kamen Anfang der sechziger Jahre mehrere tausend Neugeborene mit schweren Fehlbildungen zur Welt, deren Mütter Contergan eingenommen hatten. Ende 1961 nahm die Firma Grünenthal ihr Beruhigungsmittel vom Markt. Infolgedessen verschärfte die Regierung in Westdeutschland die Zulassungs-bedingungen für neue Medikamente. Ein wirklich neues Arzneimittelgesetz trat erst 1978 in Kraft, seitdem müssen Patienten über ihre Rechte und die Risiken in Studien aufgeklärt werden.

Westgeld für Menschentests
Die neuen gesetzlichen Auflagen zur Marktzulassung zwangen die Hersteller zu umfangreicheren klinischen Studien ihrer Präparate an großen Patientengruppen. Sie verschärften die notwendige Suche nach mehr testwilligen Ärzten und Patienten zusätzlich. Eines dieser neuen Testgebiete fanden die westdeutschen Unternehmen in der DDR.
In dem Staat waren Ende der siebziger Jahre die Klagen über Mängel im Gesund-heitssystem der Ärzte unüberhörbar geworden, berichtet Journalist Opitz aus den Stasi-Akten. Um eine schnelle Lösung jenseits der Planvorgaben zu erreichen, habe der DDR-Gesundheitsminister Ludwig Mecklinger mehrere Brandbriefe direkt an Erich Honecker geschrieben. Hierin warnt er sogar vor steigenden Zahlen ausreisewilliger Ärzte. Honecker reagiert in einer Nacht- und Nebelaktion. Er weist den Zugriff auf die für den Ernstfall gebunkerten Staatsreserven an.
In einer geheimen Sitzung mit für das Gesundheitswesen verantwortlichen Zentralkomitee-Mitgliedern werden im Frühjahr 1983 die Weichen für einen folgenschweren Deal gestellt, berichtet Historiker Friedrich. An ausgewählten Kliniken sollen Ärzte für westliche Pharmaunternehmen klinische Tests von noch nicht zugelassenen Medikamenten durchführen.
Das dafür eingenommene Westgeld sollte hauptsächlich für Investitionen in den eigenen Kliniken dienen. Zuvor wurden hier nur West-Medikamente getestet, die für den Import genehmigt werden sollten. “Sie nannten das ‘immateriellen Export’”, sagt Opitz, der für den Film in zwei Jahren zahllose Dokumente durchforstet, Experten und Zeitzeugen befragt hat.

Kopfprämie in D-Mark
Wie der Handel konkret lief, wie West-Konzerne Verträge mit der als GmbH agierenden DDR-Außenhandelsfirma schlossen, davon erzählt die Dokumentation. In monatelangen Verhandlungen wurde knallhart um Fallpauschalen für jeden erfolgreich durchgeführten Test gefeilscht. Wie gut diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit lief, belegen die Akten des Gesundheitsministeriums. Von 20 Auftragstestungen im Jahr 1983 steigt ihre Zahl auf 165 im Jahr 1988.
“Wir waren keine dummen DDR-Bürger”, sagt Hubert Bruchmüller. “Wenn das da so festgelegt ist, hat man das einfach so gemacht.” Der heutige Invalidenrentner hatte eine Sportlerkarriere einschlagen wollen, eine unentdeckte Herzkrankheit machte dem Elektromonteur einen Strich durch die Rechnung. Der damals 30-Jährige wurde ins Bezirkskrankenhaus Lostau bei Magdeburg geschickt, eine der wenigen Spezialein-richtungen im Land.
An ihm wurde – ohne sein Wissen – das Medikament Spirapril von Sandoz getestet. Während seiner Zeit im Krankenhaus erlebte er, wie sein Bettnachbar eine Herzattacke bekam – “ich habe den nie wieder gesehen”. Bis Dezember 1989 starben während dieser Auftragsstudie in Lostau sechs der 17 getesteten Menschen. Dann wurden die Ärzte gestoppt, berichten die Journalisten aus den Akten des Bundesarchivs.

Lukratives Geschäft bis zum Mauerfall
Die Testklinik DDR schloss mit dem Mauerfall ihre Pforten – bis dahin verdiente der Staat Millionen an D-Mark. Wie viel er an jeder Auftragsstudie verdient hat, lässt sich nicht mehr herausfinden. Der Großteil der Akten ging nach der Auflösung des Gesund-heitsministeriums der DDR verloren. Einzelne Auftragsstudien mit Medikamenten haben nachweislich bis zu 860.000 DM eingebracht.
Auch die journalistischen Recherchen über die Aufklärung der Patienten bringen keine Klarheit. Trotz wiederholter Anfragen in den Archiven der Krankenhäuser und der beteiligten Pharmafirmen blieben die rechtsgültigen schriftlichen Einwilligungser-klärungen der Patienten verschollen. Natürlich habe man die Nachfolger von Hoechst und Sandoz angefragt, sagt Opitz. Sanofi-Aventis sei ganz kooperativ gewesen und hat einige Prüfakten von Gerhard Lehrer aus dem übernommenen Hoechst-Archiv geschickt.
Doch weder die Verbände der Pharmaindustrie noch die zuständigen Ministerien konnten angeblich einen einzigen Verantwortlichen finden, der Ahnung von den grenzüberschreitenden Tests hatte. Dagegen konnten die Journalisten sogar jene Mitarbeiter ausfindig machen, welche die Tests von Hoechst in der DDR tagtäglich organisierten. Auf der West- und Ost-Seite wurden Interviews vor der Kamera jedoch kategorisch abgelehnt.
Ein einziger ehemaliger DDR-Arzt war zu Aussagen über seine Auftragstestungen an den befragten Patienten bereit. Die meisten DDR-Mediziner würden ihr Gesundheitswesen gern als von politischen und wirtschaftlichen Zwängen freien Raum in Erinnerung behalten, vermutet Journalist Opitz. Dass dies keineswegs so war, zeigt seine Dokumentation.
ARD, 3. 12. 2012, 23.30 Uhr: Tests und Tote, (Deutschland, 2012, 45 min, MDR), Regie: Stefan Hoge, Carsten Opitz, Hannes Schuler.
Quellen: MdR/Neo Productions/SpiegelOnline vom 03.12.2012
Und gleich noch einen passenden Link hinterher: In Indien sieht es nicht anders aus. Ein Trost?!
Titel: Gewissenlose Pharmafirmen testen Medikamente an ahnungsloser indischer Bevölkerung.
http://pravdatvcom.wordpress.com/2012/09/13/gewissenlose-pharmafirmen-testen-medikamente-an-nichtsahnender-indischer-bevolkerung/  (kein Hyperlink)
Das ist eher trostlos... Mir fehlen die Worte. - ... -

Wie immer entschuldige ich mich an dieser Stelle für die Übernahme des kompletten Textes, und werde ich  auf Aufforderung wieder entfernen. Ich meine jedoch, das Thema sollte aktuell diskutiert werden, und deswegen die größtmögliche Verbreitung erfahren, und ich möchte dazu beitragen, soweit es mir möglich ist. 
Nicht vergessen! Nicht unter den Tisch kehren!

Kommentare:

  1. Aehem, Frage anders herum:

    ... sind wir eigentlich sicher, dass die schon auf uns 'losgelassenen' Medikamente ausreichend bis voll durchgetestet sind?
    Wenn ja: wie?
    Tiere geschuetzt, Menschen geschuetzt, Marsmaennchen sicherlich auch =
    Freiwillige vor ? Wie wird's eigentlich gemacht - richtig?
    Stellt sich mir hierbei nunmal zwangsweise 'Die Frage'.
    Gleichzeitig hoffen/brauchen wir driiingendst Koerper-Ersatzteile, weil wir sonst liebgewonnene Menschen bald in Mengen verlieren (Nierenleiden, Diabetesleiden).
    Andererseits, betreffend nicht ausreichend Sicherheit:
    Wie war das einst irgendwo in Amerika (glaube ich), wo einer Mutter vor Jahren fuer ihr sterbenskrankes Kind die entsprechende 'neueste' und (wohl noch nicht ganz durchgetestete und auch nicht genehmigte) Medikamentation auf dem Markt versagt wurde. Bei Einspruch 'servierte' sie dann das entsprechende Kind - as was - nett gekleidet den gleichen Juroren und befahl ihnen: now, YOU tell the child yourself, it has to die soon due to your stubborn decision! I'm NOT game to do so"

    LG, G.

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    1. Niemand hat diese Sicherheit, niemand.
      Das Studiendesign ist streng vorgeschrieben, es wird verbindlich festgelegt, welche Tests und Vortests abzulaufen haben, bis die eigentliche Studie beginnen darf, deren Eckpunkte vorher von einer Ethik-Kommission geprüft sein müssen. Freiwillige sind nicht vorgesehen, weil: - Du ahnst es schon - UNETHISCH. Der Wirkstoff, der getestet werden soll, könnte ja schädlich oder doch nicht so gut sein, wie erhofft. Selten so gelacht...

      Wer sagt, daß neue Arzneimittel besser helfen, daß sie überhaupt helfen?
      So leid mir die von Dir erwähnte betroffene Mutter tut (und ich hätte in vergleichbarer lage vermutlich auch nach jedem Strohhalm gegriffen), ich hätte ihr das Menikament auch versagt. Gerade in Amerika - wo jeder mit millionenschweren Klagen rechnen muß, der einem anderen auch nur auf die nicht 100%-ig richtige Weise den Zehennagel kürzt. ;-))

      Was mich an der DDR-Testklinik-Geschichte am meisten stört - ist die Anonymität, die dahintersteckt. Normalerweise MÜSSEN die Teilnehmer einer Studie vorher ihr Einverständnis dazu bekunden, samt Kenntnisnahme aller möglichen Risiken und Nebenwirkungen, und haben die Möglichkeit, jederzeit wieder auszusteigen. Diese Möglichkeit haben die Betroffenen damals nicht gehabt. Sie wußten es überwiegend noch nicht einmal, daß sie Teilnehmer einer Studie waren. Und haben es auch oft genug mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben bezahlt (siehe die Dokumente - euphemistisch Todesfall oder Studien-Wegfall genannt). Das nächste, was mich stört, ist: der Verkauf von Bürgern als Testobjekte für "westdeutsche böse kapitalistische Pharmaindustrie" (so der Slogan der DDR, ich erinnere mich genau) gegen Valute, D-Mark, Devisen, wasweißich. Das ist ein Skandal. Die DDR-Führung hat die Bürger quasi wie Leibeigene behandelt - hat sich volle Verfügungsgewalt über Leib und Leben angemaßt. Deutsche Feudalistische Republik. Ganz toll.

      Na, ein Glück, daß zumindest DAMIT Schluß ist. Wie es in anderen Ländern abläuft - hast Du den Indien-Link gesehen?
      Ich bin mir sicher, da ich das nicht gut finde. - - -
      Wobei, irgendwann heiligt der Zweck anscheinend doch alle Mittel, und man findet, weil betroffen, nichts mehr dabei, eine Spenderniere unklarer Herkunft transplantiert zu bekommen. Vielleicht...
      So leid es mir tut, wenn ich mit Betroffenen spreche, aber ich kann für mich nicht finden, daß für mich und mein persönliches Wohlergehen ALLE Mittel erlaubt sein sollen, oder auch für das Wohlergehen meiner Kinder (an dem Punkt ist für mich Schluß). Wenn das das Kernprinzip der "westlichen Wertegemeinschaft" sein soll - will ich damit nichts zu tun haben.

      Lg, Sathiya

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    2. Zusatz: und es ist mir egal, daß es nur WENIGE gewesen sein sollen. Jeder einzelne ist EINER ZUVIEL. Nicht nur die DDR sollte sich schämen (nun, ein bißchen schwierig, wenn man nicht mehr existiert), sondern auch und vor allem die Bundesrepublik. Es kann mir keiner erzählen, daß dies nur Einzelfälle waren, wo Einzelpersonen Einzelhandlungen durchgeführt haben, die einzeln nicht ganz korrekt gewesen sein sollen. Und nun - wird versucht, es unter den Tisch zu kehren, alles zu relativieren, Akten und Dokumente sind mysteriöserweise verschwunden... und es waren ja nur WENIGE betroffen. Ganz ganz toll.
      Sorry, aber das REGT mich auf.

      Lg, Sathiya (die sich jetzt wieder abregt, sonst Herzinfarkt *g*)

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    3. Die Sache als solche ist schlimm, wenn auch nicht wirklich neu, solche Skandale gibt es seit es Medikamente und Zulassungsverfahren gibt. Heute zum Glück weniger als früher.

      Das ist einer der Punkte wo ich überzeugt bin, die IT hilft uns ungewollt.

      Konnte man nach '89 noch bergeweise Akten shreddern und damit nahezu 100% der Dokumentation solcher Schweinereien aus der Welt schaffen, geht das heute nicht mehr, weil mehr Spuren übrig bleiben.

      Heute kann jemand den Aktendeckel ruhig shreddern und seine mails löschen, aber trotzdem ist fast alles forensisch wiederbeschaffbar, wenn nötig, weil es in x Datenbanken dokumentiert ist an die man gar nicht alle denken würde und die man gar nicht alle putzen könnte. Das sind Bomben mit Langzeitzünder.

      Beim Schämen sehe ich aber hauptsächlich andere in der Pflicht als die bunte Republik: Denn die hat das bestimmt nicht aktiv angezettelt. Sondern Pharmafirmen aus D, aus CH, aus GB und vielleicht auch von jenseits des grossen Teichs waren das, weil es einfacher war als einem irgendeinem südamerikanischen Viechdoktor mit Händen und Füssen zu erklären was man da für eine linke Nummer vor hat, und was für Daten er wenigstens halbwegs sorgfältig erfassen soll für die Kohle die man ihm unterm Tisch rüber schiebt.

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    4. Ich habe es mir einfach gemacht mit "Bundesrepublik soll sich schämen", da ich kein Pharma-Unternehmen namentlich benennen kann. Es sollten sich natürlich die entsprechenden Unternehmen schämen... Tut mir leid.
      Das macht die Geschichte in meinen Augen aber nicht auch besser oder akzeptabler.
      Mir ist es letztendlich egal, wer dafür verantwortlich ist, denn das Gesamtkonzept an sich war und ist unter aller S--- (Kraftausdruck nach langer Überlegung gestrichen).

      Ja, die liebe IT. Gab es aber nicht. Zu teuer für die arme DDR.

      Na hoffentlich müssen wir das Potential der forensischen IT (gibt es diese Bezeichnung überhaupt? Wenn nicht - nehme ich hiermit das Urheberrecht für mich in Anspruch *g*) nie austesten, mit neuen Skandalen, die jemand durch Aktenvernichtung und -löschung vertuschen will, und wenn doch, möchte ich keiner von denen sein, die online und offline auf allen möglichen Speicherplätzen auf Datensuche gehen müssen.
      Meinst Du nicht auch, daß es für den armen Forensiker ein Daten-Input-Overkill-Alptraum würde, wenn er aus Trilliarden Bits und Bytes genau die wichtigen relevanten Daten heraussuchen muß? Möglichst noch zu seinen Lebzeiten? Ein Riesen-Horror-Puzzle aus allem möglichen Datenmüll, in dem versteckt EINE wichtige Information liegen KÖNNTE. Da würde ich doch lieber die Nadel im Heuhaufen suchen... und wäre vermutlich noch eher fertig. *lach*

      Viele Grüße, Sathiya

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    5. Also erst mal, den Begriff gibt es schon lange ;-) Nix copyright ;)

      Die echte Forensik in der IT ist noch angreichert um die Fähigkeit verreckte Festplatten im Reinstraum zu öffnen und die Daten runter zu klauben, oder dem abgebrannten Chip auf einem USB-Stick noch Daten zu entlocken. Aber das muss man meist ja gar nicht, es steht irgendwo offen zugänglich.

      Auch heute passieren (und werden es auch zukünftig) solche Schweinereien in der Pharmazie und überall anders. Nur hoffentlich seltener weil es keine 25 Jahre mehr dauert bis sie ans Licht kommen.

      Insofern ist es besser geworden. Ein wenig. Weil es heute schneller rauskommt. Und alleine und nur das den einen oder anderen vielleicht davon abhält. Die Moral und Ethik dahinter sind jedoch genau so beschissen wie vor 25 Jahren, da bin ich felsenfest davon überzeugt.

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  2. Antworten
    1. Du betest häufig, habe ich den Eindruck ;)

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    2. Ich möchte dazu auch am liebsten Amen sagen. Und ein "edel sei der Mensch, hilfreich und gut" als Zweitgebet hinterherschicken, auf daß es endlich mal helfen möge. Amen.

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  3. ... und noch lieber (aber auch dringend noetiger) seit ich bei Deiner 'Kuerbis-Sekte' gelandet bin!!!! :-D

    Wolltest Du nicht vielleicht endlich ins Bett gehen und mir - wieder mal - die naechtlichen deutschen Blogs alleine ueberlassen?
    An Dir kommt man wohl wirklich nur extrem schwer vorbei, hey? ;-)

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  4. @ Castagiro

    http://www.youtube.com/watch?v=9rt30W88ei8

    Ich mag wetten, er war der heimliche erste Gruender der 'Kuerbis-Sekte' - war damals nur noch nicht so ehrlich moeglich!

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  5. @ Blogbesitzerin Sathiya

    Von mir an DICH

    http://www.youtube.com/watch?v=48o-Ultylh0

    http://www.youtube.com/watch?v=6tcBgBRziXQ&list=AL94UKMTqg-9CrzusqjTpjoWuRW_AHVF06

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    1. Ich kann die Lieder leider nicht aufrufen, da sie wegen irgendwelcher Gema-Rechte in Deutschland bei youtube nicht verfügbar sind. Schade... aber ich kenne die Lieder, zum Glück. Danke.
      Wenn Du wüßtest, über wieviele Brücken ich schon gegangen bin...
      Aber hier der Link zum Original von Karat: http://www.youtube.com/watch?v=rP0vn9PZ3kU

      Liebe Grüße, Sathiya

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  6. @ Castagir: (10.00 Morgens Australien):

    Es bleibt u.a. bei meinem frueheren Gebet von " .... danke Dir fuer den kleinen Castagir!"
    ... und wenn sich ganz www und das bischen verbleibender Rest dazu jetzt entweder vor Lachen rollt oder sich die Maeuler fransig tratscht!

    Liebe Gruesse, GERLINDE

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    1. Ich liebe Tratsch. Muss mir nur noch überlegen wie ich am besten Brandbeschleuniger ins Feuer kippe ;)

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  7. ;-) Handicap: heutiger sich anbahnender Maennerschnupfen, ansonsten waer' hier schon was passendes in Bombengroesse (= so wie wir Dich kennen !)
    Ich lass mich aber gerne ueberaschen und bin voll dabei! ;-)

    LG, G.

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  8. @ Sathiya, bezueglich original Thema (=Seltenheitswert, wenn ich einst selbiges schon einmal 'vebogen' habe ;-) ):

    Deine Antwort betreffend ' ....milliooonenschwere Klagen moeglich ...' werfen bei mir ein neues Dilemma auf: Dies ist auch 'NUR' moeglich, WEIL mit/unter Einsatz von Rechts-Verdrehern, aeh, -anwaelten es machbar ist, dass eine Unterschrift ploetzlich KEINE mehr ist, auch wenn damit vorher aaalles moegliche bestaettigt/festgelegt/akzeptiert wurde !!!!
    'Die Mutter' haette naemlich mit Sicherheit aaaalles unterschrieben, auch wenn's nur temporaer geholfen haette (= ich auch !). Ob sie spaeter auch einen Rechtsstreit aus dem Zaun gebrochen haette, 'wenn ...' weiss ich/wissen wir nicht.
    Allerdings, im Falle von 'dass': warum ist ein unterschriebener Vertrag kein Vertrag mehr - nur weil was anderes vielleicht mehr oportune ist und dann auch noch mit Rechtsanwaelten endlos angefochten werden kann/darf. Raus damit (aus den Gerichtshaeusern): eine Unterschrift ist eine Besiegelung eines Vertrages = vorher ueberlegen. D.h.: jaaa, 'Selbstschuss' fuer mich auf anderem Gebiet; so be it !!!
    ABER: D U latsch' jetzt bitte Deine vorerst letzte Bruecke, BITTE !
    Manchmal weiss ich ja nicht, wovor Du mehr Angst zu haben scheinst: Bruecke oder Wasser!? Kannst Du nicht notfalls das letzte Stueck schwimmen - versuchen , wenn Du der Bruecke nicht traust (= dann wenigstens bekanntem Wasser? ;-) )

    Sorry, evtl. Ohrfeigen erst spaeter moeglich ich geh jetzt - ordentlich mich ausnahmsweise selbst besueffelt - ins Bett.

    Seeya; ganz liebe Gruesse und hoffentlich/vermutlich morgen ordentlichen Tausch von Kopfschmerzen (= wenigstens weiss ich ausnahmsweise warum = auch schon mal nicht schlecht ;-) !)

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    1. Das fehlt noch ein Stück vom Text, das berücksichtigt werden muß - die sieben dunklen Jahre. Es sind erst drei vergangen... noch 4 zu überstehen. Brücken hin oder her, ja, ich würde auch schwimmen, aber die Zeit läßt sich nicht überlisten, warte ich eben noch. Dann bin ich auch so ca. naja, mal sehen ungefähr nicht älter als äähm... *grins* - wie sehr Frauen eines bestimmten Alters um ihr Alter herumeiern können, was? Dann bin ich 48. Tja. Überlebt.

      Zurück zum Originalthema: recht hast Du. Es gibt genügend Anwälte, die darauf spezialisiert sind, aus einer Unterschrift keine zu machen, was ich sehr bedenklich finde. Frei nach dem Grundsatz "was interessiert mich mein Geschwätz/Geschreibsel von gestern".
      Ich dachte immer, es gelte - "ein Mann, ein Wort" oder "eine Frau, ein Wort" und verhalte mich entsprechend. Welchen Wert haben Wort oder Unterschrift eines Menschen noch, wenn sie jederzeit aus opportunistischen Gründen angefochten werden können? Und ich denke, das gilt auch für Ausnahmesituationen, in einer solchen Lage sollte man/frau sich sowieso Hilfe und professionellen Rat holen, bevor irgendwelche schwierigen Entscheidungen getroffen werden.

      Wieder mal eine Grundsatzfrage, über die man einen Roman schreiben könnte, aber ich habe eben gerade dazu keine Lust... ;-)) vielleicht später mal.

      Liebe Grüße und bitte keine Ohrfeigen, mein Kopf tut auch so schon weh, Sathiya

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    2. ne, heute bestimmt keine Ohrfeigen; bin selbst zum Umpusten wackelig auf den Beinen.

      Damit uns aber trotzdem die taegliche Portion Lachen nicht fehlt hier ein paar Kommentare meines GoeGa's zu meinem obigen Zustand (bzw. dessen 'Ursprungs' ):

      "Na, Liebling, hast Du beim gestrigen Abendgebet den dann dringenden Zusatz vergessen 'Vater, lass den Kater mein, morgen nicht so grausam sein' " ?

      Steh' in der Kueche wie angewurzelt ihm versehentlich den Zugang zum Kuehlschrank versperrend und was kommt?
      "Wuerden die Dame mit ihren Gwoll-Schaedel und dazugehoerigem Kater sich bitte nicht so breit machen?"


      Als ich dann jetzt endlich selbststaendig stehen konnte:

      "Na, Liebling, Horizont-Erweiterung intus bezueglich 'und waehrend ich mich uebergeb' - schwoer ich mir ferngesteuert: sofern den Tag ich ueberleb' - es wird nicht mehr gefeiert!' "

      :-D - Ein ehrlicher (= und manchmal puenktlich/passend undiplomatischer ;-) ) Freund an seiner Seite ist was herrliches: braucht man sich in solchen Schwach-Situationen wenigstens nicht unter Feinde bewegen um auch diese Seite seines Lebens reell beurteilt zu bekommen, oder?! ;-)


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    3. "Ein Freund ist ein Mensch, der einen mag, obwohl er einen kennt."
      von Verfasser unbekannt.
      Es geht nichts über einen solchen Menschen, und wenn ein solcher gefunden ist, muß er festgehalten werden, als koste es das Leben.
      Was habe ich eben gelacht... Du hast aber wirklich einen gebechert, daß es Dir so schlecht ging! Mein Mitgefühl und meine Häme hast Du beides. Na, Hauptsache, es hat sich gelohnt und hat geschmeckt!

      Ich kenne meine persönliche Alkoholgrenze seit ich 19 war, und habe sie nach einigen Experimenten seitdem nie wieder überschritten. Böse Kater versauen einem nur den ganzen nächsten Tag, und das ist mir der Spaß am Vorabend einfach nicht wert.

      Manchmal muß sowas eben auch sein - erhole Dich gut! Nur die Ruhe, und ein paar hugs, vorsichtige, kriegst Du trotzdem und außerdem und überhaupt.
      Liebe Grüße, Sathiya

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  9. ;-) - na ja, die Haeme sei Dir grosszuegigst gegoennt.

    Grund fuer das Besaeufnis war kein Schoener: habe mich mit etwas uebernommen, was ich schon laengst haette machen sollen aber - nach typisch menschlicher Manier - vor mich herschob (war auch so viel schoener und praktischer ;-) !)
    Habe zwar bei anderen Leuten dasselbe immer gesehen, sowie, dass sie mit dergleichen Arbeit niiie fertig wurden. Aber da schlaegt in mir oefter mal eine Sicherung durch - speziell wenn die Taetigkeit dann zum Kloss im Magen wird.
    Da klammere ich mich dann schon gerne an den Satz von "tough times never last - tough people will" . Nachdem Du ja beim Blog 'S.& S.' von weiteren meiner gesundheitlichen Probleme gehoert hast, kannst Du Dir denken, dass ich dann zumindest immer wieder Dinge, die mir zusaetzlich Unbehagen bereiten eher 'endbearbeite' - so irgend nur von mir alleine machbar!

    Btw., ein 'Besaeufnis' ist bei mir eher billig: 2 Glas Rotwein und that's it! Hat frueher bei Tanzveranstaltungen als fast Erwachsene schon immer fuer Amuesement gesorgt. Das Problem der jungen Herren, welche mich 'abschleppen' wollten und vorher noch kurz einluden in die 'Bar' zu einem Orangensaft (gespickt z. Teil bis 1/4 O-Saft und der Rest Hochprozentiges ;-) = hat aber weder jemand gewusst noch geaaaahnt ;-) ;-) ).
    So und dann hatten sie seeehr schnell den 'Dreck im Schachterl', wie das bei uns so hiess: Gerlinde schlief seelig in ihren Armen ein = Pech und aellabaetsch :-D !!! Hat mir aber immer sehr leicht die Weizen von der Spreu getrennt und der Bonus war: u/Vaeter (im Wechsel meiner und der einer engen Freundin) luden uns brav und artig kurz danach in die Autos ein und gondelten uns liebevollst und sicher heim. Vorher hatte man diese 'raffinierten' (?) Kerle ja ohnehin selten zum Tanzen motivieren koennen noch sonstwas; ergo, 'Strafe': spielt man pseudo mit um denen auch ordentlich eine auszuwischen: 'Investment' geplatzt!
    Auch der aeltere Bruder einer Nachbarin war - bis ich selbst fahren konnte oefter mal dezentes unbekanntes Taxi fuer uns, welches manchen Schlingel in seinen Absichten sicher wog = denkste.
    Spaeter war's dann so, dass ich mich dann herausredete, DASS mein Vater mich abholen wuerde (ich sah zuu gruen hinter den Ohren aus um fuer volljaehrig eingeschaetzt zu werden) - ging vom Tanzsaal hinaus und schwang mich ins eigene Auto = schoen!

    Ach ja, Sturm- und Drang-Zeit: lustige Erinnerungen und laaaang lang ist's her! :-D

    Werd 'jetzt' mal zu u/Liebling schauen, das musste ich ja heute mal fluechten und 'Springbrunnen' spielen und mir selbst zusehen, wie ich in slow motion Bewustlos werden kann = neue Erfahrung zu den weit rasanteren Geschwindigkeiten bei Migraene-Attacken; echt lustig. Wenigstens kriegte ich heute dadurch noch 'die Kurve', aber es faszinierte mich die Beobachtung meiner eigenen Koerper-Reaktionen - endlich passend langsam fuer mich Tran-Suse ;-).
    Ausserdem glaube ich, dass GoeGa heute mal u/Liebling angefunkt hat, weil das Computer-Problem ihm kurz ins Auge stach waehrend ich dann schon unterwegs war.

    Liebe Gruesse, Du heute kess 'F(r)eindin' spielender Racker; aber gut: es darf gelacht werden, wenn ich mich schon mal selber umhaue. Gebrauchsanweisung wenn Du demnaechst ein 'Hmm' zu irgendwelchen Deiner Kopfschmerzen liesst, dann beiss ich mir gerade auf die Zunge, Dich nicht an diese kleine Bosheit heute zu erinnern; DU darfst das aber gerne selbst machen ;-) :-D ! Du darfst Dir aber - um Himmels willen - etwas (viiiel) mehr Zeit dazu lassen zwischen Deinen Migraene-Attacken; ich hab's absolut nicht eilig mit dem 'Hmm' und wenn ich's gar ganz vergessen sollte - so be it, geschiet mir dann auch Recht !!!!

    G.


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    1. So, jetzt bin ich neugierig, erzähl mal, was los ist/war.
      Wegen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen wie "Haarspitzenkatarrh" lache ich normalerweise und eigentlich nicht, nur wenn das Befinden wegen Eigenverschuldens gestört ist, dann schon. Zuviel Alkohol zählt meiner Auffassung nach dazu... wobei es irgendwie auch immer auf den Grund ankommt, warum man dazu greift.
      Selbst wenn man sich endlich mal beim Umkippen zuschauen möchte.

      Das erinnert mich an eine Begebenheit: ich war schwanger im 7. Monat und bin mit dem Zug gefahren. Die Luft war schlecht, so bin ich aus dem Abteil rausgegangen und habe die Zugtür aufgemacht (früher ging das noch, beim fahrenden Zug die Tür zu öffnen.) Jedenfalls wurde mir immer schummriger, und kurz danach kippte ich um. Zum Glück rückwärts... sonst wäre ich aus dem fahrenden Zug gestürzt - und dann bin ich vom Knall des auf den Boden Fallens wieder aufgewacht. Das hat mich jahrelange Furcht vor Zugfahrten gelehrt.
      Mittlerweile bekommt man ja die Türen nicht mehr auf, aber die Luft ist noch genauso schlecht wie früher...

      Wegen meiner Kopfschmerzen und Deiner geplanten "Hmms" tu Dir keinen Zwang an. Nur zu! Ich glaube aber nicht, daß Du tatsächlich hmmsen wirst, keiner tut das, wenn ein anderer mit mörderischen Schmerzen, für die er/sie nichts kann, und fast nichts dagegen außer sie abzuwarten, flachliegt. Ach, und meine nächste Migräneattacke soll sich so viel Zeit wie möglich lassen, am liebsten wäre mir erst in 40 oder 50 Jahren wieder, so lange kann ich locker OHNE auskommen. :-))

      Liebe Grüße und gute Besserung, Sathiya

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  10. ?? was ist bitte so/noch erklaerungsbedueftig? Manche Arbeiten, die man sich einbrockt, sind eben mitunter dann doch schwieriger als man vorneweg vermutete! Noch nie erlebt? Na, gut, dann bin ich auf diesem Gebiet eben wohl auch ein wenig 'Mund sehr voll nehmen' ;-)
    Nachdem mich aber nicht Ziel-Erreichung manchmal aber doch gehoerig frustrieren kann und ich bei Feststellung dessen dann nicht mehr zum Austoben in den Garten konnte (= Dunkelheit), lachte ich mir einfach die Weinflasche an.
    Die Befindlichkeitsstoerungen/Haarspitzenkatarrh waren ein reiner Nebeneffekt hiervon - landlaeufig 'Kater' genannt!
    DASS allerdings mein Koerper und ich oefter mal Meinungsverschiedenheiten haben, WIE auf ansonsten 'normale' Situationen zu reagieren ist - well, das ist eine Graulerei zwischen ihm und mir seit ich denken kann.
    Ich finde es z.B. auch nicht sehr nett von ihm, dass ich auf einen harmlosen Mozzi-Stich aussehen kann, als ob ich die Beulenpest
    bekaeme. Erfolge ihn um bessere Handhabung zu bitten - nein!

    Mach Dir bitte keine Sorgen; Dein Lacher war schon berechtigt - mein 'hmm' bei Migraene-Anfall wohl blitzschnell in eigener Panik von 'Wissen' untergegangen. D.h., wishful thinking, dass ich Dich einmal in einer mir am WE aehnlichen Sit. erwischen wuerde, hey ?


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    1. nee, nicht wirklich.
      Ich vergrabe mich in so einer Situation höchstens bis über beide Ohren in einem Buch, als mir mit Flasche und Weinglas die Kante zu geben. Ist eben meine Art von Weltflucht... und gibt nicht so viel "Katarrh" hinterher, normalerweise. :-))
      Und ich habe beim Lesen Gelegenheit, unterschwellig über das Problem nachzudenken und vielleicht so zu einer Lösung zu kommen. Da ich ja momentan keinen Garten habe, auf den ich notfalls zurückgreifen könnte, mich auszutoben... und ein Buch sowieso ein "Garten in der Tasche" sei (chinesische Weisheit auf meinem Lesezeichen), und überhaupt und außerdem gerade auch mein Wein alle ist *lach* (seit Tagen schon, ich schwöre!). Deswegen kein abendliches Rendezvous mit einer Weinflasche.

      Liebe Grüße, Sathiya

      (die jetzt müde ist, und nicht wirklich zum Witzeln und Frotzeln aufgelegt. Vielleicht morgen wieder, samt neuem Thema.)

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  11. Du, ich habe dies auch ueblicherweise NICHT als Loesungsmittel; dazu fuerchte ich beides zu sehr: die neg. Wirkung schon AM eigentlichen Tag und auch DANCH. Wobei ich selbst dies wenigstens dann daheim gemacht habe und niemand anderem (zuuu) viel Schmerz zugefuegt wurde - ausser mir selbst (= ist o.k., geschieht mir recht).
    'Das Denken' war aber genau das, WAS ich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt loswerden wollte, da vorher schon enorm viel davon vorangegangen.
    Muss ich mich eben noch einmal hinsetzen und ueberdenken vor einem Neu-Ansatz; die dazugehoerige Arbeit wurde dazwischen nicht leichter.
    Hab' eine gute Nacht und einen schoenen brandneuen Tag fuer Dich und mach' Dir bitte wirklich keine Sorgen, denn auch fuer mich gilt die alte Regel: entweder man kriegt's in Griff oder es kriegt einem in Griff.
    Wie sagte da einst eine suesse grauhaarige Dame als ich zu irgendeiner nur durchschnittlichen Leistung von Arbeit dieselbe in Perfektion fast daneben bewunderte: Didn't try hard enough!

    LG, G.



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    1. Nun ja, manchmal muß es eben sein.
      Bei mir steht zu diesem Zweck eine Flasche Whiskey. Der schmeckt so streng, daß ich ihn wirklich nur als Notfall-Gehirn-Ausschalt-Medizin nehme - ich denke dann darüber nach, wie scheußlich er ist, und schiebe den übrigen Rest beiseite. :-)))
      Das hat für mich den Vorteil: ich schaffe nur 2 cl auf einmal, höchstens. Davon bekommt niemand einen Kater. Und die Flasche reicht für mindestens noch weitere 2 Jahre.

      Alles wird gut, egal was es gewesen ist.
      Liebe Grüße, und gute Nacht (für mich jedenfalls *g*) und einen schönen Tag für Dich *kisses and hugs*, Sathiya

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  12. Hallo Sathiya,
    habe mich auf die Schnelle durch Dienen Blog durchgescrolled. Das Zitat von Peter Sloterdijk hat mir gefallen, dass der Bürger, der wählen soll, eher zu Passivität verurteilt ist. Leider finde ich solche Blogs wie Deinen zu selten, die kritisch denken.

    Gruß Dieter

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    1. Hallo Dieter,
      danke und das freut mich.
      "Suchet so werdet ihr finden" möchte ich dazu sagen.
      Es gibt kritische Blogs, durchaus. Aber viele nehmen sich furchtbar wichtig und reagieren auf anderslautende Meinungen - nun - ungehalten. :-)
      Ich würde mich über weitere Kommentare von Dir und auch Kritik freuen.

      Viele Grüße, Sathiya

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