Sonntag, 30. September 2012

Strick- und Mutti-Blogs

Verschiedene Aussagen über gewöhnliche Strick- und Mutti-Blogs. Bitte zutreffendes ankreuzen, nichtzutreffendes streichen. Vielen Dank.

... gibt es mehr als Sand am Meer. Jede, die glaubt, sie hätte der Welt etwas zu sagen, eröffnet einen Blog und notiert darin ihre Gedanken, ihr Tun, ihr wasweißich.
Besonders beliebt ist es, offen und aggressiv zuzugeben, daß frau nicht nähen kann, das überhaupt erst seit einiger Zeit (maximal 1 Jahr) tut, aber schon ein Shöppchen voller selbstgenähter Werke auf Dawanda eröfnet hat, sich bei Stoff- und Zutatenwahl nicht von gutem Geschmack sondern ihren aktuellen Gelüsten leiten läßt (grün und türkis, weinrot und grellbunt, grauweiß und knallrot, billig und billiger, Hauptsache bunt), desweiteren eine unglaubliche Zielsicherheit im Danebengreifen beweist (Stil? Ohne mich - was ist das???).
Die typische Strick- und Blog-Mutti ist eine, die Anfängerbücher gleich Dutzendweise kauft und DIY-Bücher und andere, egal welche, Literatur danach bewertet, ob sie auch anfängergeeignet sei, über die einfachsten Dinge seitenlange Tutorials verfaßt und diese 100fach weiterverlinkt, wie ein Hündchen den Blog-Stöckchen hinterherhechelt, die nur zuckersüße Kommentare verfaßt, alles toll findet, was die anderen in ihrem Dunstkreis tun, auf ihrem Blog nur x-mal liebeWorte lesen will, immer gespannt ist, was die anderen machen, sich in ihrer Entscheidung nur über eines sicher ist: daß sie nicht weiß, was sie will. Die angesagte Kleid-Mantel-Shirts mit Namen, Joana oder Johanna oder Adelia oder wie sie alle heißen deswegen nachnähen muß, weil alle anderen auch eine genäht haben. Die immer ihre Kinder, wahlweise 1, 2, 3 oder 4, als Alibi vorschickt, um eine 20. Kiga-Tasche oder 40. U-Heft-Hülle zu nähen, die selbst immer grau in grau trägt, und dafür die lieben Kleinen in grellpinkblaugrünbunt herumlaufen läßt, die immer probenäht und probestickt, sich tagelang über Stickdateien begeistert, immer der neuesten hinterherhechelt, die stolz verkündet, beim Kauf von Stoff/Essen/Krimskrams einen Euro gespart zu haben, indem sie 30 Kilometer mit dem Auto hin und 30 wieder zurückgefahren ist... Die immer einen vollen Terminkalender hat, die immer drei Sachen gleichzeitig zu erledigen hat, die immer schwer beschäftigt ist, die immer zu allem eine Meinung hat, die den anderen immer sagen muß, wo´s langgeht, die ihre eigene Auffassung und Lebensweise als erstrebenswert darstellt und von den anderen erwartet, diese Ansicht zu teilen. Die alles selbst macht, aus dem Grund, da ihr die käuflichen Dinge alle nicht gut genug seien - die mit den selbstgemachten Sachen ihren Dawanda-Online-Shop füllt und von den anderen erwartet, ebendiese Dinge zu kaufen (und was, wenn die anderen nun finden, das wiederum sei ihnen nicht gut genug?). Die anfängt, Schmuck zu häkeln, weil 100 andere Bloggerinnen das auch machen, die anfängt zu filzen, zu stricken, zu häkeln, zu sticken, zu wasweißich, nur weil es gerade Mode ist. Die sich darin gefällt, in Müby-Sprache zu reden, alles ist immer irgendwie toll, spannend, frau hüpft herum oder hinein oder hinunter oder hinauf, das Stöffchen lacht, die Maschine, pardon Näh-Ma bzw. Sticki bzw. Ovi singt, die Sachen sind alle zucker, die Farbkontraste sind hammer, die Applis brauche frau unbedingt auch, nach welcher Anleitung hast du das gemacht, das werde ich auch nachnähen oder nachbasteln oder nachhäkeln oder nachkochen oder nachbacken...
Die Strick- und Häkel-Super-Blogger-Mutti.
Diese Gedanken (obiger Text) sind mir aktuell beim Durchsehen der Beiträge (und besonders der auf den teilnehmenden Blogs verlinkten Seiten) zum gemeinsamen Wintermantelnähen bei Cat-und-Kascha gekommen. Sie waren so übermächtig, daß ich überlegte, meine Teilnahme daran zu beenden. Kann ich ohne weiteres, es gibt ja keinen Zwang bzw. eingetragene Mitgliedschaft. Es fängt an, mich es zu stören, wieviele beim Nähen mitmachen und eigentlich vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben und dies öffentlich. Vielleicht wäre eine Challenge im Advanced-Bereich eher etwas für mich...?
Das Kuh-Herde-Prinzip: eine muht und die anderen traben hinterher. Momentan geht es um die Stoffauswahl für den Mantel. Die meisten wollen einen Wintermantel nähen und haben dazu vernünftigerweise einen Wollstoff ausgewählt. Dazu planen sie noch zusätzlich zum Futter - das flauschig sein soll - eine wärmende Einlage zu verarbeiten. (Mit einer Schneiderausbildung und entsprechenden Kenntnissen in Materialkunde würde es nicht einer einfallen, zusätzlich zum Wollstoff noch Warmfutter einzunähen - was man verwendet, um Chemiefaserstoffe WOLLE-warm zu machen) Aus lauter Angst, der Mantel würde nicht warm genug werden, glauben viele den Werbeaussagen der Warmfutterhersteller bzw. folgen blind der Masse, da ja die anderen ebenfalls die Folienmembran für innendrin verwenden, kann es doch nur gut sein, nicht wahr?!
Auf Qualität des Stoffes, Farbe und Materialzusammensetzung legt wohl auch kaum eine wirklich viel Wert, zumindest jene nicht, deren Beiträge ich mir heute angesehen habe. Oder sie wollen nur 3 Euro pro Meter ausgeben (das ist lachhaft, dafür bekommt man vielleicht einen Putzlappen, aber noch nicht einmal einen mittelprächtigen Wollstoff). Hauptsache billig. Und kaum eine scheint zu realisieren, daß sie ein Kleidungsstück für sich näht - und nicht für den Wintermantel-Sew-Along. Schon bei der Schnittauswahl ist mir das aufgefallen... Die größte Angst überhaupt scheint darin zu bestehen, den teuren Stoff zu verschneiden und ihn damit unbrauchbar zu machen. Mädels, wollt ihr nun einen Mantel nähen oder nicht?!
Einer Teilnehmerin habe ich einen Tip zu Stoffwahl und Stoffpreis gegeben: wie lange wird frau den Mantel voraussichtlich tragen und was wäre es ihr pro Jahr wert geteilt durch den individuellen Schmerzgrenzenfaktor... ergibt den Stoff-Kaufpreis, bei dem es frau nicht wehtut. Beispiel: ich möchte den Mantel mindestens 10 Jahre tragen. und pro Jahr 50 Euro ausgeben, was es mir wert wäre. Ergibt ein Materialbudget von 500 Euro für meinen Mantel... :-))) Pro Mantel benötigt frau je nach Modell und Länge, zwischen 2,50 und 4,00 Meter Stoff plus Futter plus Einlage plus Zutaten. Da kann frau locker mit einem Stoffpreis von 25 bis 40 Euro pro Meter arbeiten - und gute Qualität kann wirklich zehn Jahre lang und länger getragen werden. Zum Glück gibt es auch einige, die durchaus vernünftig und rationell an die Sache herangehen, mit Logik und gesundem Menschenverstand. Was bedeutet: ich gebe der Sache noch eine Chance.
Viele Strick- und Mutti-Blogs werden von Frauen geführt, die ihre Wünsche als Frau hinter die ihrer Kinder stellen, auch wortwahlmäßig. Ich frage mich besorgt, was für Erwachsene einmal aus diesen Kindern werden sollen. Kinderzimmer in extremkunterbunt, die Mütter dazu in grau, schwarz, oliv, tarngrün, alle Wünsche der Kinder werden in "Mutti kann das" übersetzt und Mutti wetzt los und macht und tut... und wenn sie mal nicht mehr kann, dann ningelt der Nachwuchs - irgendwie auch berechtigt, denn man ist es ja gewohnt, das alles gleich nach Lustäußerung erfüllt wird...! Wohin das führt, sehe ich auf den Spielplätzen und bei Kindergeburtstagen, in Kauhäusern, Zoos und Eisdielen (da ganz besonders). Und das erschütternd ungezogene Verhalten der Sprößlinge wird später im Blog verbal bunt umhäkelt und zudem sich selbst angelastet (naja, so verkehrt ist das ja auch wieder nicht *g*), allerdings leider ohne die Konsequenzen daraus zu ziehen und eventuell in Betracht zu ziehen, etwas am eigenen Verhalten und Erziehungsstil ändern.

Viele Strick- und Mutti-Blogs werden von Frauen geführt, die im wahren Leben tough sind, stark, geradlinig, schnellentschlossen, stilsicher, souverän, perfekte Gastgeberinnen, Ehefrauen und Mütter, gleichermaßen gutaussehend in Abendkleid und Jeans, die dreimal wöchentlich ins Fitnessstudio, zweimal zum Yoga und einmal zur Paartherapie gehen (vorbeugend natürlich), die perfekt nähen, zeichnen, designen, basteln, stricken, Häkeln, schnitzen, entwerfen können, perfekt Klavier spielen, die gute Entscheider sind, das Familiengepäck für eine 3-Monatsreise innerhalb einer halben Stunde packen können ohne etwas zu vergessen, die gleichzeitig ein 5-Gänge-Menü kochen, die Zwillinge windeln, füttern und ins Bett bringen, den Wein wohltemperiert servieren, die Waschmaschine bedienen und die Spülmaschine ausräumen, nebenbei drei Telefonate führen und die neuesten Unternehmenskrisen beheben, sich den Lidstrich nachziehen und bestrickend lächeln können - während sie in Abendkleid und Highheels ein Fotoshooting auf der Balkonbrüstung im 34. Stock machen. (Achtung: das war Ironie. Oder eher Utopie? Wer kann schon wissen, was die Mädels in 10 oder 20 Jahren alles so drauf haben!)
*LOL* Das klingt alles ein bißchen nach Heidi Klum, oder? :-)))))))))))))))))))))))))))))))))) ich glaube aber kaum, daß sie ein Mutti-Strick-Blog führt...
Ach ja, schön wär´s. Sollte es eine geben, die das alles kann, bitte melden. Ich wäre schwer beeindruckt.

Wie immer entschuldige ich mich an dieser Stelle, sollte ich jemandem zu nahe getreten sein oder sich jemand persönlich angesprochen oder gar angegriffen fühlen. Die Meinungen über dieses Thema sind halt verschieden und ich äußere hier lediglich meine eigene. Das ist eben Geschmackssache :-) .
Best regards, Sathiya

Freitag, 28. September 2012

Textilkennzeichnungsgesetz

Was alles auf das Etikett eines Textilerzeugnisses gehört - (bitte im Internet suchen bzw. google fragen) - (oder hier lesen:  http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/textilkennzg/gesamt.pdf  (kein Hyperlink) )
wenn man vom Wortlaut ausgeht und alles buchstabengetreu ausführt.
Und noch eins draufsetzt. Wenn schon - denn schon. :-))

Ich habe ein (hypothetisches) Kleiungsstück genäht - aus bunt bedrucktem Baumwolljersey mit Elasthan, des namhaften Herstellers Hilco aus Deutschland. Ich möchte es verkaufen, rein hypothetisch. Diese Angaben in blau sollen laut Textilkennzeichnungsgesetz ins Kleidungsstück hinein. (Die Angaben in lila würden mich interessieren und meine Kaufentscheidung beeinflussen.)
Mich persönlich interessiert bei einem Kleidungsstück nur: die ungefähre Material-Zusammensetzung, die Größe und die Pflegehinweise.

Die Bürokraten sehen das anders - Größe und Pflegehinweise sind vernachlässigbar (ja, daran kann frau ersehen, wer sich unter Garantie nie selbst um die Reinigung seiner Hemden kümmert...), aber die genaue Faserzusammensetzung samt Herkunft, Hersteller und chemischer Analyse - DAS ist ihnen wichtig...!!! Und Name und Adresse des Händlers, die ladungsfähige, nicht zu vergessen.
Faserarten - samt genauer botanischer bzw. biologischer bzw. chemischer Bezeichnung, mit genauer prozentualer Menge der jeweiligen Bestandteile. Im Beispiel: 95% Baumwolle, 5% Elasthan
Gewirke-Art: Strick, Gewebe, usw. mit Angabe des Herstellers samt Anschrift  Jersey von Hilco, Echterdingen, xxx g/qcm
Druck bzw. Färbung: Art und Zusammensetzung der Farbe, Anschrift der Druckerei bzw. Färberei   hier wäre die Farbart angebracht - giftig oder nicht? Leider kenne ich das Textil-Druckverfahren und die spezifischen Zusammensetzung der Farben nicht.
Nähfaden: Art des Fadens, bei synthetischen Fasern genaue chemische Analyse samt prüfendem Labor mit Namen und ladungsfähiger Anschrift, bei Naturfasern wie oben. Faden 100%Polyester (Hersteller Gütermann)
Herstellungsverfahren der Grundsubstanzen: Anbaugebiet, Pflegemethode, verwendete Pestizide und Antibiotika, Haltemethode bei Tieren, Erntemethode bzw. Schermethode, Aufbereitungsart, Syntheseart, Spinnerei, Weberei mit Namen des jeweiligen Unternehmens samt ladungsfähigen Anschriften, Herkunft der Rohstoffe (noch nicht Pflicht, wäre aber auch interessant): Ägypten (Baumwolle), Deutschland (Elasthan und Polyester), unbekannt (Farbe)
Konfektionierung: Schnittmuster mit Designer (Name und Anschrift), Näherei bzw. Konfektionsfabrik mit Bezeichnung und Anschrift, Name und Anschrift der Näherin/des Nähers, Nähmaschinentyp, Nadelstärke, ... mein Name und Anschrift - möglicherweise reicht auch ein MADE IN GERMANY
Deko-Elemente wie Ösen, Knöpfe, Sticker, Straß usw. und Zubehör wie Knöpfe und Reißverschlüsse, Haken, Schnallen usw. sind von der Deklarierung ausgenommen, außer sie enthalten Leder und/oder andere Tierbestandteile.
Etikett: Material - Papier (Hersteller, Anschrift, Öko-Zertifizierung, Altpapier, Druckfarbe, chemische Analyse samt Labor mit Namen und Anschrift), für Kordel, Sicherheitsnadel und Co. dasselbe   Kartonpapier von Leitz
Verpackung: Plastiktüte, Karton, Boxen (genaue Zusammensetzung, Druckfarbe, usw.) recycelte Plastiktüte und Schuhkarton zum Versand
Händler: Name und ladungsfähige Anschrift und evtl. Name des Lizenzgebers oder -nehmers mein Name und Anschrift, klar :-)
Ja, man kann´s auch übertreiben - und ja, das tu ich eben. :-)
Es ist zum Verrücktwerden. WOZU muß dieser ganze Quark aufs Etikett? Welcher Kunde wird das jemals lesen, wen sollte das alles jemals interessieren - außer einem irregeleiteten Bürohengst im Bürokratenwahn(sinn)?!?!?

Wenn ich das alles ausdrucke - in eben noch lesbarer Schrift - habe ich auf einem 5 cm breiten Etikett, das ich ins Shirt einnähen kann, soviel stehen, daß mein Etikett knapp 2 Meter lang würde. Am besten schreibe ich gleich noch - weil ich ja gerade dabei bin - das gesamte Textilkennzeichnungsgesetz mit drauf, damit der Kunde ja gleich sieht, woran er ist. Ach, und wenn frau sich verschrieben hat - weil ausgerechnet DIE Faserart SO nicht in der Liste der erlaubten Bezeichnungen aufgeführt ist - dann gute Nacht... dann kann sie einpacken. Am besten schreibt sie gleich noch die Adressen ihres Anwaltes und der zuständigen Gerichte mit drauf. 
Und derartige Etiketten (ja, es gab schon ganze BÜCHER in Kaufshirts... sechsseitig, jeweils 5 cm breit und 12 cm lang, unglaublich) schneide ich IMMER ab. Ungelesen, wohlgemerkt.

Ach, und noch was: wo ist eigentlich das Gesetz gegen Schadstoffe in Textilien?
Wo sind die Grenzwerte, die verbindlich für alle Hersteller gelten?
DAS wäre doch mal wichtig. WIRKLICH WICHTIG.
Und DIESEN Satz hier würde ich mit höchster Wonne in alle Textilien hineinnähen -
"Dieser Artikel entspricht den höchsten Anforderungen des Textilsicherheitsgesetzes"
Hoffen wir, daß ein solches bald kommt - und uns und unsere Kinder vor Schadstoffen in Textilien und Zubehör schützt.
Liebe Grüße, Sathiya

Zeit und Raum für mich

Dieser Beitrag ist Anlaß  für meinen heutigen Post.
http://meertjes-stuff.blogspot.de/2012/09/ein-raum-nur-fur-mich.html  (kein Hyperlink)

Gedanken dazu schwirren schon seit langem durch meinen Kopf... ich hatte mich aber nicht getraut, sie zu formulieren und gar im Blog zu veröffentlichen... frau stellt sich gern als stark dar, chaotisch, kreativ, fröhlich, sarkastisch, ironisch, verletzlich, sogar zynisch - aber niemals schwach.

Auch ich wünsche mir Raum und Zeit nur für mich.
Wo ich nur ich sein muß - sein darf, ohne eine Funktion zu erfüllen, ohne irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen, ohne schon den Speiseplan und Spielevents für die nächste Woche vorzubereiten, ohne Einkäufe und Wäscheberge bewältigen zu müssen, ohne Mutter, Tochter, Freundin, Gefährtin, sonstwen darstellen zu  müssen. Ohne Pflichten, ohne Haushalt, ohne Last...

Das wäre es. Ich säße den ganzen Tag oben auf dem Tempelchen und schaute in die Sonne. :-)
Wie ich hinaufkäme? Egal. Wie hinunter? Egal...

Vor Jahren, als meine Große klein war, habe ich sie immer im Sommer für 4 Wochen zu meinen Eltern gebracht - und war für diese 4 Wochen nur für mich selbst da. Einen Sommerurlaub hatte ich eigens danach geplant, eine Woche lang mit niemandem reden zu müssen - ich bin nach Frankreich gefahren und war nur allein mit mir ...
Vor zwei Jahren hatte ich das Glück, eine 3-wöchige Mutter-Kind-Kur absolvieren zu können... und hatte seit vielen Jahren zumindest tagsüber wieder Zeit und Kraft und Gedanken nur für mich allein.

Einen Raum nur für sich allein zu haben - das wünscht sich Meertje... vor allem aber, nur sie selbst sein zu dürfen und nicht unterzugehen im Chaos aus Müssen-Sollen-Wollen-Wünschen-Funktionieren-Akzeptieren-Begreifen-Vermitteln-Planen-Dürfen-Können. Ich wünsche mir das auch.

Im Frühjahr schon habe ich einen Blogbeitrag von Luzia Pimpinella gelesen - in dem sie darstellte und beschrieb, was alles an ihr nicht perfekt sei (wie bei allen Frauen - nahezu alles *g*), und das hat sie viel Mut gekostet. Ebenso verschiedene andere Bloggerinnen, die den Mut hatten, öffentlich sie selbst zu sein. Ich hatte den Mut dazu bisher nicht gefunden... vor allem wollte ich meine (noch wenigen) Blogleserinnen nicht vergraulen...
Ich sehe gerade erschreckt - wie oft ich die Worte "allein mit mir" bzw. "ich allein" verwendet habe.
Ja, die Sehnsucht ist groß, das Bedürfnis ansteckend und das Gefühl, gleich platzen zu müssen oder tot umzufallen, wenn es sich nicht innerhalb kurzer Zeit verwirklichen läßt, ist alarmierend.

Aber ich glaube noch etwas anderes: insgeheim sehnen wir uns danach, die Kontrolle über unser Leben abgeben zu können - zumindest für einen gewissen Zeitraum an einem geschützten Ort, der ganz allein uns gehört.
Ich habe so einen Ort bereits - in mir, während der Meditation. Aber manchmal will ich diesen Ort auch nach draußen tragen, an einen realen Ort, wo auch wirklich kein anderer eindringen kann...
Sathiya

Mittwoch, 26. September 2012

Das Hock-Klo

Ich bin auf ein leicht anrüchiges Thema gestoßen - wie so oft aus Zufall.
Anlaß war die genaue Übersetzung des japanischen Begriffes "senpai", was mich zu Wikipedia führte, über japanische Etikette zu japanischem Alltag bis zum japanischen Hock-Klo bis zu der weiter unten genannten Seite.
Was es nicht alles gibt...!!!

Das Hock-Klo. Wahlweise mit Blickrichtung zur Tür oder zur Wand - aus Edelstahl, Porzellan, gemauert, durchdesignt, mit oder ohne Wasserspülung, mit Wasserrinne, sauber, besch..mutzt,... Benutzung immer in tiefer Hockposition, egal ob auf der Autobahnraststätte, Flughafen, Zug, Hotel, Gefängnis, Wohnung.
Ich war schockiert, ein sogenanntes modernes Hockklo zu sehen zu bekommen... da ich der Meinung war, das westeuropäische Sitz-WC wäre der Gipfel der Zivilisation und Kultiviertheit. Und ich bin schon aus Restaurants in Italien geflüchtet, wenn ich feststellen mußte, daß es dort nur ein Klo für "Wilde" gab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hocktoilette (kein Hyperlink)
Für einen ersten Eindruck...

http://www.darmhilfe.de/index.htm  (kein Hyperlink)

Wie man sich irren kann!
Nach der Lektüre der ersten Seiten der Website Darmhilfe (Adresse eine Zeile weiter oben) (dieselbe ungläubig, zähneknirschend, äußerst unwillig und peinlich berührt) muß ich das leider einräumen. Wie sehr frau/man sich irren kann.
Da glauben wir ahnungslos, das westliche moderne Wasserklosett zum Spülen und zum Benutzen in Sitzposition wäre das allerbeste und fortschrittlichste auf der Welt - und siehe da, es ist überhaupt nicht so. Was allein die unphysiologische Position des Sitzens an sich im menschlichen Körper kaputtmacht, durcheinanderbringt und aus dem Gleichgewicht bringt, ist einem schon klar - aber daß es einen bis ins Badezimmer verfolgt, hätte ich nicht gedacht.
Ich schaffe mein Klo ab...!!! :-))

Die Argumentation ist logisch, schlagend und unwiderlegbar. Desgleichen die Zunahme zivilisationsbedingter Krankheiten wie Verstopfung, Appendizitis, Darmvorfall, Krebs usw..... ich finde das erschütternd und bin schockiert, daß niemand einen darüber aufklärt. Den Kindern wird in Kindergarten und Schule ja sogar eigens beigebracht, anstelle zu laufen und zu gehen eben zu sitzen... Ich glaube, ich werde ab sofort entweder stehen und gehen oder liegen - oder, wenn ich sitzen muß, im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Oder hocken. Oder knien.
Eine Anmerkung: die alten Griechen, die so gern zitiert werden als Ahnherren der westlichen Kultur und Wissens, bevorzugten das Stehen und Gehen. Alle Statuen sind in stehender oder liegender Position, die Lehrer lehrten im Gehen (auch heute heißt es noch Lehr"gang" bzw. Studien"gang"), das Essen wurde im Liegen eingenommen ("Gelage", cool nicht?), nur der König oder Caesar oder Basileus mußte auf dem Thron sitzen... oder heutzutage der Professor auf seinem Lehrstuhl (doch: wer sitzt im Hörsaal? Eben - NICHT der Professor...)

Das ist wieder einmal ein Fall von Geschmacks-Sache - buchstäblich. Doch bei aller Peinlichkeit und Unangenehmberührtheit - vom Verschweigen wird es leider nicht besser.
Viel Vergnügen - bei der Lektüre, dem Ausprobieren, Weitvonsichweisen, Ignorieren, Zustimmen... was auch immer.  :-)) Sathiya

Genmais -Vorsicht?!

http://renegraeber.de/blog/vorsicht-genmais/    (kein Hyperlink)

Man ist, was man ißt.
Mais zu essen werden wir uns wohl abgewöhnen, ebenso wie das Fleisch von Tieren, die mit ebendiesem Mais gefüttert werden. Für Soja gilt dasgleiche - jedenfalls solange, wie der Anbau im großen Maßstab völlig unkontrolliert und allein auf möglichst raschen und möglichst hohen Profit ausgelegt stattfindet. Studien, die die Sicherheit und Unbedenklichkeit des neuen Nahrungsmittels beweisen sollen, werden leider unter Verschluß gehalten werden und im Gegenzug wird vielmehr der Verbraucher aufgefordert zu beweisen, daß eben diese Nahrungsmittel schädlich seien.
Es existieren sehr wohl Studien darüber, aber diese werden bequemerweise von den Verantwortlichen nicht anerkannt und als völig haltlos dargestellt.

Für jedes Kräutchen, das in der Apotheke angeboten werden soll, werden umfangreiche Untersuchungen verlangt, die die Unbedenklichkeit beweisen sollen - und bei Nahrungsmitteln, wie genverändertem Mais und Soja, das beides massenhaft verzehrt wird, ist das plötzlich nicht erforderlich?

Nach der Lektüre des Artikels über Genmais suchte ich nach einem Spruch, der halb vergessen durch meinen Kopf geisterte. Das hier kommt dem am nächsten.
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.
Only after the last tree has been cut down / Only after the last river has been poisoned / Only after the last fish has been caught / Then will you find that money cannot be eaten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Weissagung_der_Cree   (kein Hyperlink, Text von da)
Erst wenn das alles eingetreten ist, wenn das letzte Konto leergeräumt, der letzte Scheck geplatzt, das letzte Bier getrunken, das letzte Kind geboren, dann wird man feststellen, daß man auf dieser Erde festsitzt und zusammen mit allen anderen, die dann noch leben, untergeht.
Am erschütterndsten finde ich, daß Ratten und Mäuse und auch schon Großvieh, was mit Genmais gefüttert wurde, unfruchtbar geworden sind. Das ist alarmierend! Wieso wird sowas als nicht besorgniserregend angesehen? Müssen wir erst auf ein Mais-Contergan warten? (Obwohl - da sind ja wenigstens Kinder geboren worden...)  -Was kann ich tun?
Nachdenklich, erschüttert, mich hilflos fühlend, Sathiya

Sonntag, 23. September 2012

Designer Destroyed Jeans

Was es nicht alles gibt - heute habe ich eine Anleitung gefunden, wie frau sich selbst ihre eigenen Jeans im destroyed-Look designen kann.
Guckstu hier: http://julieoriginals.over-blog.de/article-107782423.html  (kein Hyperlink)

Man glaubt es nicht... ja gibt´s denn sowas? Seit wann braucht die Jugend denn Anleitungen zum Kaputtmachen?
Das Vorgehen ist denkbar einfach: Jeans auf Holzbrett spannen (Bügelbrett beispielsweise) und an den Stellen, die später löchrig sein sollen, mit Nagelfeile oder Bimsstein bearbeiten, bis Blut kommt - ich meine, bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Für diese Beschreibung eine halbe Seite Text zu verwenden, macht mich leicht sprachlos.

Leicht fassungslos und etwas verwirrt (ja, bin ich überhaupt im richtigen Film?!), Sathiya   
ENJOY LIFE!

Samstag, 22. September 2012

Spielzeugnorm - CE-Zertifizierung

In Antwort auf verschiedene Mails, die mich zum Thema Spielzeugnorm EN 71 und CE-Zertifizierung erreicht haben.

Liebe Damen und Herren, die sich hilfesuchend per Email an mich gewendet haben,

leider kann ich Ihnen nicht wirklich helfen, aber ich kann Ihnen einige unterstützende Worte mitgeben.

Häufige Fragen betreffen die CE-Zertifizierung.
Das Problem fängt ja schon bei der Materialbeschaffung an: kaum ein Hersteller rückt genaue Angaben über seine Produkte heraus - Schadstofftabelle, Labortests, Dokumentation des Herstellungsprozesses, der Lagerung, Verlagerung bzw. Transport usw. Sollte er aber - er wird aber vom Gesetz nicht dazu gezwungen. Wieso auch? Solange alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist...
Aber der Spielzeughersteller muß das alles haben. Und weil er es vom Materialhersteller nicht bekommt, muß er die entsprechenden Tests und Laboruntersuchungen selbst vornehmen und natürlich auch die Kosten tragen. Sodann - je nachdem was er fertigen möchte, muß er sich auch noch an den für seine Produktklasse geltenden Sicherheitsrichtlinien orientieren, diese strikt einhalten und auch penibel dokumentieren. Außerdem den Herstellungsprozeß planen, dokumentieren und Materialproben archivieren. Sonst noch was? Ach ja, sich von der Apotheke ein paar Zusatznerven holen... :-)
Hat er das alles getan, darf er, rein theoretisch, selbst ein CE-Zeichen draufkleben. Um sicher zu gehen, läßt er die Prüfprozess von einem anerkannten Labor oder TÜV oder anerkannter Prüfstelle für "Pipapo" (ich finde gerade keine genaue Bezeichnung - aber Google wird schon was rausrücken, wenn es lieb gefragt wird)  vornehmen - und die machen es logischerweise auch nicht umsonst. Schön wär´s ...!

Ein Konformitätszertifikat (CE-Zeichen) können Sie sich selbst erteilen, sofern Sie die Richtlinien, die für Ihr Produkt zutreffen, genau einhalten. Dazu gehört die Dokumentation des Herstellungsprozesses (Material wie Karton, Farbe, Umverpackung, Etui; Druckmethode, Versiegelung oder Folierung), entsprechende Laboruntersuchungen auf Unbedenklichkeit (schädliche Stoffe oder giftige Ausdünstungen des Materials sollten unterhalb eines gewissen Grenzwertes liegen), Sicherheitsuntersuchungen (Entflammbarkeit, Reaktion mit anderen Stoffen, Löslichkeit, Scharfkantigkeit, verschluckbare Kleinteile usw.). Das können Sie bis auf die chemischen Labortests alles selbst machen - und alles gut dokumentieren!
Eigentlich könnten Sie mit Ihrer Akte nun hingehen und einen Prüfingenieur damit beauftragen, das zu überprüfen, durchzusehen und zu unterschreiben. Das wird er leider erst dann tun, wenn er alles SELBST kontrolliert hat. Da er mit seinem Wort dafür geradesteht, daß Ihr Produkt das Prüfsiegel zu Recht verdient. Deswegen der stolze Prüfpreis von beispielsweise  2000 € für ein Kartenspiel...
Sie könnten natürlich auch ohne eine solche Prüfung in Produktion gehen und Ihr Kartenspiel vermarkten - aber bei dem ersten Verdacht müssen Sie so oder so die Labor- und Prüfkosten ausgeben - um zu beweisen, daß Ihr Produkt sicher ist und den Richtlinien buchstabengetreu entspricht.
Also - leider kommt man nicht drumrum - Gesetz ist leider Gesetz, wobei egal ist, was einem lieber wäre.

Die nächste Frage betrifft die ominösen 200 €... das scheint wirklich viele auf diese Seite gezogen zu haben, in der Hoffnung, die Kosten würden dadurch im überschaubaren Rahmen bleiben. Ich muß Sie leider enttäuschen.
Die Zahl von 200 € habe ich aus der Luft gegriffen ohne es ernst zu meinen, einfach so, um die Unverhältnismäßigkeit des Verhältnisses von Prüfkosten zu Endverkaufpreis aufzuzeigen. Die tatsächlichen Prüfkosten liegen vermutlich um einiges, wenn nicht sogar um ein Vielfaches höher, als angegeben. Logisch, daß ich derartig hohe Prüfkosten nur dann auf mich zu  nehmen bereit bin, wenn ich plane, eine gewisse Mindestzahl an genau gleich aussehenden Dingen zu produzieren. Was beispielsweise meine Pläne mit einem Kuscheldelfin und einem Kuschelsternchen ja schon selbst ad absurdum führt (siehe erster EN71-Post).

Noch einige Worte zum Thema:
Die Spielzeugnorm scheint mir dahingehend ausgelegt zu sein, daß sich die Tests, Sicherheitsuntersuchungen und das gesamte Prozedere der Zulassung bzw. Zertifizierung von Spielsachen nur für großmaßstäbliche Produktion eignen bzw. sich die Prüf-Kosten am erwarteten Gewinn für diese orientieren.
Ich glaube auch, daß die Gesetzgeber ursprünglich tatsächlich die Großfabrikanten härter in die Pflicht nehmen wollten, um die Konsumenten vor gefährlichem Spielzeug, Schadstoffen und billig hingeschlonztem Schund zu schützen.
Tja, leider ging der Schuß nach hinten los - und traf und trifft kleine Hersteller.
Den billigen Schund, der teilweise auch noch gefährlich ist, gibt es immer (oder trotzdem) noch... was man sehr schön an den vielen Rückrufaktionen für Spielzeuge sehen kann. Na, solange die Anwaltskosten aus der Portokasse bezahlt werden - und die zuständigen Gerichte in China sitzen...

Wo sind denn die kleinen Spielzeugmanufakturen hin? Wo die Puppen- und Teddyhersteller, von denen es früher Dutzende im deutschsprachigen Raum gab? Wo die kleinen Bilder- und Kinderbuchverlage? Allenfalls einige Sammlerpuppenhersteller sind übriggeblieben (wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß sie sich noch allzu lange halten - denn laut Definition ist alles als Spielzeug einzustufen, womit ein Kind spielen  kö n n t e).
Fast die gesamte Spielzeugproduktion ist ins Ausland verlagert worden - dorthin, wo die Prüfkriterien nicht so streng bzw. sogar überhaupt nicht vorhanden sind.

Was Ihre geplante Produktion angeht, liebe Leser, Hilfesuchende, künftige Spielzeughersteller - wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen die Nervenstärke und Geisteskraft, sich erfolgreich mit der vermurksten Gesetzgebung auseinanderzusetzen und als Sieger daraus hervorzugehen. Lassen Sie es mich bitte wissen, welche Fortschritte Sie erzielt haben! Und auch wie genau Sie vorgegangen sind. Diese Erkenntnisse können Sie auch sehr gut mit allen betroffenen Kleinherstellern teilen, man wird Ihnen dankbar sein.

Bitte beachten: das ist keine Rechtsberatung! Nur gesunder Menschenverstand und meine eigene Interpretation der Gesetzeslage.

Herzlichst, Sathiya

Freitag, 21. September 2012

Online-Shop - Retouren

Aus aktuellem Anlaß ... :
Eine Freundin hatte online einen Artikel zum 50%-Sale-Preis gekauft und sich total gefreut, ein schönes Stück zum halben Preis bekommen zu haben. Der Artikel kam an - und war eine Enttäuschung - nagelneu sieht anders aus. Sie wollte vom Kaufvertrag zurücktreten und ihr Geld erstattet bekommen. Der Shopinhaber dazu: eine Rücknahme sei nicht möglich, da erstens 50% Preisnachlaß gewährt wurde und zweitens sei es bereits Retourenware. In der Artikelbeschreibung war nichts dergleichen zu finden. In Kaufhäusern ist es ja üblich, daß reduzierte Ware vom Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen ist ...
Na, sie ist sauer, läßt es aber auf sich beruhen. Verstehe ich auch nicht, aber ist ihre Entscheidung. :-)
... eine Frage:
Darf der Händler bzw. Online-Shop-Besitzer einen Artikel wieder als NEU verkaufen, der schon einmal beim Kunden war (also außer Haus) und als Rückläufer wieder zurück kam?
Kann ich als Kunde erwarten, jedesmal Neuware zu bekommen (und nicht "neuwertige Ware", also Ware, die bereits (mindestens) einmal außer Haus und damit aus dem Einflußbereich des Händlers war), habe ich ein Recht darauf?
Muß der Händler in der Artikelbeschreibung angeben, daß der Artikel ein Rückläufer war - und muß dieser vor Wiederverkauf geprüft sein - und darf der Artikel ohne weiteren Hinweis auch zum Neupreis verkauft werden?

Was ich meine: die Artikel müßten, wenn sie nach einer Rücksendung wieder angeboten werden, doch als Rückläufer gekennzeichnet sein, oder?
Ich als Kunde würde erwarten, daß ich tatsächlich NEUWARE bekommen und nicht etwas, was dem direkten Einflußbereich des Händlers entzogen war ( also schon mal irgendwo anders war und vorher durch ganz Deutschland gegondelt ist). Ich weiß, die Grenze ist schwer zu ziehen, und es gibt keine adäquate Rechtsprechung, außer vielleicht für Elektronik-Artikel... aber soviel Ehrlichkeit würde ich vom Anbieter erwarten.

Das folgende habe ich noch zum Thema gefunden. Anscheinend existiert (noch) keine Rechtssprechung zu diesem Thema oder ich finde sie nicht.

http://www.mein-shop-im-web.de/gebrauchtwaren-b-ware-2.wahl-restposten-verkauf-handel-garantie-gewaehrleistung-defekt-kaputt-shop-webshop-internetshop-onlineshop.php  (kein Hyperlink, Text von da)
Darf retournierte Ware als neu verkauft werden ?
Die Frage ist nicht pauschal zu beantworten.
Tatsache jedoch ist es, dass ein Händler kaum abschätzen kann, ob ein Artikel ausgepackt oder gar genutzt worden ist.
Kritisch beispielsweise könnte es bei Textilien werden.
Auch wenn die Bluse so aussieht, als wäre sie von der Käuferin nicht getragen worden, so kann dies jedoch nie zu 100% garantiert werden. Wenn Sie durch versiegelte Karton beispielsweise versichern können, dass ein versendeter Artikel nicht genutzt worden ist, so sollte einem Wiederverkauf als "Neuware" nichts im Wege stehen.
Klar ist die Situation, wenn der Käufer beispielsweise die Annahme verweigert hat, der Artikel also direkt an Sie zurück gegangen ist.
http://www.monero.de/geld-sparen/verbraucherrecht/gebrauchtware-statt-neuware-bekommen-das-sind-ihre-rechte.html   (kein Hyperlink, Text von da)
Schauen Sie beim Online-Händler nach, ob er auch B-Ware zu günstigeren Preisen verkauft. Darunter fallen typischerweise Rückläufer. Wenn der Online-Händler keinerlei Angebot von B-Ware hat, könnte das ein Indiz dafür sein, dass er generell Rückläufer wieder hübsch verpackt und an Sie als Neuware sendet.
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Die Kolleginnen bei Dawanda  (http://de.dawanda.com/topic/22/9579481)  sehen das teilweise etwas anders und eher aus der Sicht des Verkäufers, der plötzlich auf Retourenware sitzenzubleiben droht.

Was auch interessant ist: kaum ein Online-Shop hat in seinen AGB einen Satz über die Beschaffenheit der Artikel stehen. Mit Beschaffenheit meine ich NEU. Vor allem die ganzen Shöplein auf Dawanda, die Selbstgenähtes, -gestricktes, -gehäkeltes, -geschnitztes usw. anbieten. Absicht oder netter Zufall? Auf diese Art garantieren sie sich selber volle Handlungsfreiheit... und können völlig legal nach Lust und Laune alle Retouren ungeniert und ungekennzeichnet dem Warenkreislauf wieder zuführen.
Ich komme darauf, weil ich bei meiner WWW-Suche auf ein Suchergebnis gestoßen bin, worin es (sinngemäß) hieß: "Wir, die Kanzlei XY, erstellen Ihnen für Ihren Online-Shop AGB, mit denen Sie Retouren völlig legal als Neuware verkaufen können."
Ha! Solche AGB gibt es doch schon... man verzichte einfach darauf, das Wörtchen "Neuware" zu verwenden und alles ist in bester Ordnung...

Wer noch mehr zum Thema findet, darf mir gern schreiben. Ich finde das wichtig! Ich als Kunde meine das Recht auf einen NEUEN Artikel zu haben, der tatsächlich unbenutzt ist, vor allem, wenn ich auch den NEUPREIS bezahle. Oder nicht?

Enjoy your day, Sathiya

Donnerstag, 20. September 2012

Mode - Normalverteilung nach GAUSS

Zur vertiefenden Information siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung
ziemlich mathematiklastik, und zwar der höheren Art. Wer was davon versteht, darf mir gern schreiben und es mir erklären :-)))

Beim Schaufensterbummel, den ich ja doch hin und wieder mache (obwohl ich außer Schuhen kaum jemals was kaufe) fällt mir auf, wie häufig das darin Ausgestellte unschön, espritlos, fantasielos, einfallslos, grell, aufdringlich, farblos, beliebig wirkt. Das gilt für normale Kaufhäuser ebenso wie für Boutiquen - selten nur bleibe ich stehen und sehe mir ein Stück genauer an. Am liebsten schaue ich mir Ballkleider an - Festkleider, die mir absolut untragbar vorkommen, reinste Satinschläuche (bewegen verboten) oder Schaumtorten aus Rüschen oder bunte Alu-Wraps mit 1 Million aufgenähten Pailletten.
Ich frage mich, nach welchen Kriterien die Designer ihre Kollektionen entwerfen?
Nur gelegentlich bis selten begegnet mir ein Mensch, dessen Kleidungsstück ich schon mal gesehen habe - auf der Stange hängend oder gar im Schaufenster. Die Läden sind jedoch voll davon. Von Klamotten, die kaum einer in der Öffentlichkeit trägt. Wo kaufen die Leute nur ihre Sachen ein? Online-Shopping bei Otto, Zalando, Amazon und Co.?

Jedenfalls fiel mir letztens ein 10-D-Mark-Schein in die Hände (oh wie ich die D-Mark vermisse...!!!). Darauf war die Glockenkurve nach Carl Friedrich Gauß abgebildet, die die Wahrscheinlichkeitsdichte  beschreibt. (Was, das habt ihr vergessen?!?! Nicht möglich... :-) - hier ist der Zehner. Für Mathematik bitte Wikipedia bemühen oder das Abi-Wissen rauskramen.)


Dies wahrnehmend fiel mir eine Erklärung für meine Frage von oben ein.

Die Wahrscheinlichkeit, daß irgendein beliebiges Kleidungsstück einer beliebigen Frau gefällt, paßt oder gar steht, müßte doch der Normalverteilung angelehnt sein:
maximal 5 % aller Frauen können die aktuelle Mode tragen (mit einer tolerierten minimalen Abweichung).
für maximal 5 % treffen die Maßtabellen mit einer Güte von "geben die Körpermaße einigermaßen wieder" zu
maximal 2 % können alles tragen
maximal 0,5 % sehen in allem gut aus.
Und die Krönung und der absolute Triumph der Designer und Marketingstrategen: es kaufen trotzdem ALLE. Die Leute pfeifen auf die Normalverteilung... sie kaufen es trotzdem. Ja, die Macht der Mode... und wenn es 95% aller Frauen weder paßt noch steht - dann wird doch eben das irgendwann zum Normalen, oder?

Und diese 95% - gehen in Sack und Asche, mode- und geschmacksmäßig gesehen. Oder in billigen Billigklamotten. Oder decken sich mit allem ein, was nur geht, wenn die Kaufhäuser Schlußverkauf haben... und tragen es dann - egal, ob es paßt, steht, gefällt...
Tja, das könnte doch dann ein Grund sein, wieso die Läden voller Kleidung hängen und die Leute trotzdem Sachen am Leib tragen - unattraktive zugegeben, teilweise sogar regelrechte Mißgriffe (Stil, Schnitt, Material, Größe, über Farbwahl will ich mal hinwegsehen). Aber WO kaufen sie diese Sachen nur?

Nicht ganz ernst gemeint (was habe ich heute wieder schreckliche Kopfschmerzen) und irgendwie ist der Text etwas durcheinander, aber ich habe keinen Nerv, ihn in eine logische Reihenfolge zu bringen, Sathiya

Mittwoch, 19. September 2012

Ideenklau

Hier gefunden:  http://de.dawanda.com/topic/6/9037793?page=8

Da lese ich schon eine Weile nicht mehr mit, aber heute habe ich noch einmal hineingeschaut. Die Wellen haben sich geglättet, ein vernünftiges freundschaftliches Gespräch ist in Gang gekommen.
Das neueste Thema ist: wie entstehen Trends? - Wie entwickeln sich Parallelerfindungen von zeitlich und saisonal und global bedingten Sehnsüchten, Wünschen und Ideen? Frei nach dem Motto "die Zeit ist reif"? Ich glaube schon!

Ihr habt schon recht - wenn viele eine Idee übernehmen, heißt es TREND, wenn es nur einer oder zwei tun, heißt es geklaut... :-)
Geklaut, parallel erfunden, gleichzeitige Entwicklung derselben Idee - deswegen gleich von Klauen oder Abkupfern oder Kopiern zu reden, ist irgendwie übertrieben. Anscheinend gibt es einen Wettlauf, wer seine Idee als erster in Geld umwandeln kann - und der Sieger darf die Idee dann wohl für alle Zeiten für sich beanspruchen und alle anderen des Ideenklaus bezichtigen?!

Und das ist doch anscheinend der Punkt, um den es sich dreht: wer zuerst die IDEE hatte, ihr/sein Produkt (wobei es egal ist, welches genau) bei Dawanda einzustellen und anzubieten. Ich glaube mittlerweile, daß sich vieles an Empörung und Sich-ungerecht-behandelt-fühlen genau damit zu tun hat. Gibt es denn ein Recht darauf, als einzige ein bestimmtes Design hier anbieten zu dürfen?
Auch das unfeine Wörtchen "Nachahmer", was viel zu schnell und viel zu unbedacht verwendet wird, bezieht sich wohl eher auf die IDEE des Anbietens bei D. als auf etwas anderes.

Am besten, alle beruhigen sich wieder und beherzigen den Rat eines (alten) chinesischen Meisters: Sei stolz und froh, wenn du kopiert wirst, denn nur die besten werden kopiert. Bei den zweitbesten und schlechteren ist es die Mühe nicht wert.
Auf diese Art entwickeln sich die Menschen in eine positivere, gute, bessere Richtung, als wenn das Gute und Schöne, das Beste, dem normalen Menschen verboten bleibt oder mit so hohen Lizenzgebühren belegt wird, daß es sich keiner leisten kann.
Und - das ECHTE wird sich immer durchsetzen. Mal früher, mal später. Es sei denn, die Kopie ist ebenso gut - und das kann sie nur sein, wenn nahezu ebensoviel Herzblut und Seele darin steckt wie im Original. Und dann macht es keinen Unterschied mehr.
Wer letztendlich das Geld damit verdient, ist einem wahren Meister gleichgültig.
Glück Auf, Sathiya
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Edit: In Erwiderung auf einen Beitrag im selben Thread (dort nicht veröffentlicht, weil ich keine Lust darauf habe, mich abwertend als Hobbypsychologen bezeichnen zu lassen - naja, vielleicht bin ich das ja auch :-)) - aber trotzdem)     (kursiver Text von da. Ich hoffe, die Urheberin verzeiht mir die unautorisierte Veröffentlichung ihrer Meinung auf meinem Blog.)
... Ich sehe das wirklich anders.
Keine Ahnung weshalb hier so viele mit den Achseln zucken und vom neu erfundenen Rad sprechen, mit Entspanntheit argumentieren und die asiatische Mentalität als Argumentation benutzen....
... Sobald jemand wirklich schöpferisch tätig ist, dann hat er das Recht, daß seine Idee respektiert wird und nicht einfach so nachgemacht.
Ich empfinde es überhaupt nicht als Ehre, wenn ich kopiert werde. Ich bin im Gegenteil verletzt und wütend. Ich bin nämlich kein Chinese. Und unsere Kultur ist da eben anders.
Aber ich denke daß diese Diskussion hier von vielen geführt wird, die von diesem Thema gar nicht betroffen sind, und es einfach nur gut meinen, wenn sie diese versöhnlichen Ratschläge geben....
Ich verstehe die Argumentation und stimme dem Beitrag in Teilen zu. Es geht ja mittlerweile nicht mehr um den Originalbeitrag sondern darum, wie einzelne die Sache sehen (die ich für vernünftig und gemäßigt halte und für fähig, auch über ihren eigenen Tellerrand hinwegzublicken) und darum, wie sie für sich einen Weg zu finden versuchen, mit einer möglichen Ideenverlagerung in fremdes Territorium umzugehen.

Unsere Kultur ist durchaus nicht anders als die der Chinesen.
Es hat nämlich durchaus niemand etwas dagegen, nachgemacht und kopiert zu werden. Ich denke an das klassische Lehrer-Schüler-Verhältnis. Lehrer macht vor, Schüler ahmt nach.
Nur, sobald jemand mit seiner Erfindung, wie klein und unbedeutend oder groß und welterschütternd sie auch sein mag, GELD verdienen will, da hört die Freundschaft auf, Übrigens auch die der Chinesen, by the way :-)   Oder Ruhm und Ehre einheimsen will. Dann ist Schluß mit lustig.
Nun muß jede für sich entscheiden, wie sie/er damit umgeht. Leute, die nie selbst etwas kopieren und die Kopie als ihr eigenes verkaufen würden, raten zu Zurückhaltung und Vernunft, andere fühlen sich angegriffen.
Ich frage mich, was das über die einzelne/den einzelnen aussagt?

Es geht doch letztendlich um das Geld, was man mit seine Ideen verdienen möchte.Tja, da ist sich plötzlich jeder selbst der Nächste. Eine Kopie als eigene Erfindung auszugeben und zu verkaufen - das geht gar nicht, das gebe ich zu. Mich würde das auch stören (ist mir auch schon an anderer Stelle passiert). Aber der Nachahmer wird damit nicht glücklich, und die drei Euros gönne ich ihm.
Was mich hier stört, ist der Eindruck, den ich gewinne: daß nur eine Person allein einen bestimmten Artikel herstellen und verkaufen dürfe - ob es nun Schlüsselbänder, Handymonster, Filzblüten, Herzkissen oder Stiftmäppchen sind. Und damit auch keiner denkt, man würde den Platz kampflos der Konkurrenz überlassen, werden mal schnell die Klauen gezückt und die Konkurrenz als Ideenklauer, Nachmacher und Raubkopierer beschimpft.

Diese Einstellung stört mich wirklich. Das hat sowas unangenehmes, sowas von Futterneid und Mißgunst.
Ich wünschte mir mehr versöhnliche Menschen, denen kein Zacken aus der Krone bricht, wenn sie einem weniger kreativen Menschen eine Idee abgeben. Und ich ginge mit gutem Beispiel voran. Idee gefällig? Bitte, bedient euch! Ich habe noch genug übrig... :-)

Das Leben ist trotzdem schön, Lg, Sathiya

Dienstag, 18. September 2012

Leicht nachzuarbeiten..

... und deshalb auch für Anfänger geeignet.
Lassen wir uns von der Werbung speziell für DIY-Produkte absichtlich für dumm verkaufen?
Unseres Könnens, unseres Stolzes, unserer Motivation berauben?
Sind wir in einem virtuellen Schlaraffenland - Mund auf und alles fällt uns in den Schoß?

Jedesmal, wenn ich irgendwo lese "leicht nachzuarbeiten, daher auch für Anfänger geeignet" bekomme ich ein ungutes Gefühl. Es gefällt mir überhaupt nicht, daß auf diese Weise künstlerisch unbegabten, unausdauernden, sich nicht bemühenden, eigentlich nicht interessierten, ungeschickten Menschen suggeriert wird, sie könnten alles, was ein Künstler oder Handwerker kann, auch - und zwar ohne jede Anstrengung.

Es ist ja alles schon vorgedacht und vordesignt, das Herzblut ist schon geflossen, die Seele hat geweint - allerdings die des Künstlers - und nun muß nur noch völlig easy und ohne Nachzudenken das Blau in die runden, das Rot in die eckigen Vertiefungen getupft werden, dann ein wenig Glitzer drauf - und fertig.
Das kannst du ganz leicht auch! schreit einen die Werbung an...
"Malen nach Zahlen" mit dem Werbespruch "Jeder kann malen" hat es vorgemacht, und so quellen die Idee-Shops, Bastel- und Künstlerbedarfsläden regelrecht über von Zubehör fürs Basteln ohne Nachdenken, vordesignten Elementen, Anleitungsbüchern, buntem Schnickschnack und glitzernden Beliebigkeiten.
Es widert mich an.

Am störendsten empfinde ich dabei, daß das Gefühl der Menschen für Kunst und Kunsthandwerk dabei anscheinend vollständig verlorengeht. Wieso sollte denn ein Künstler für seine Arbeit geachtet werden, wenn man zuhause das Gleiche (oder zumindest etwas ähnliches) ganz leicht und locker mal eben aus dem Pinsel fließen läßt? Welche Wertschätzung erfährt ein Designer oder Kunsthandwerker für seine Arbeit, wenn man doch nur verschiedene Designelemente nach Lust und Laune kombinieren muß, um sogleich sein eigenes "einzigartiges Kunstwerk", ready to go, in den Händen hält? Und selbst dabei helfen einem die 101 Anleitungsbücher, Ideensammelseiten, Kreativzeitschriften usw. ...

Und noch was: anscheinend glauben viele Menschen, daß nicht sie selbst sondern die anderen für ihr Glück verantwortlich seien. Das gilt natürlich auch für Anleitungen und die gesamte DIY-Szene. Do it yourself heißt es - aber leider nicht "Denke selbst". Nein, das Denken erledigen andere und bereiten ihr Wissen derart auf, daß auch der blutigste Anfänger mit seiner Nähmaschine eine gerade Naht hinbekommt... während diejenigen, die schon nähen können, darüber nur gähnen können.

Das nächste, was mich daran stört, ist der Fun-Factor.
Alles muß und soll Spaß machen, Lust bereiten und allgemein das psychsiche Wohlbefinden erhöhen. Ein kreativer geistiger Orgasmus wird angestrebt - bei allem, was der DIY-Begeisterte so anfängt. Kein Spaß - kein DIY, so der Grundgedanke. Was, das erhöht nicht mein Lustempfinden? - dann mach ich es nicht... und was denn, nachdenken muß ich auch noch? - vergiß es, behalt deinen Krempel, kann ich eh bei T*** oder A*** oder L*** oder I*** günstiger kaufen...

Ach ja - das Kaufen, pardon "Günstigerkaufen" oder "Billigerkaufen" wird auch sehr gern herangezogen, um DIY egal welcher Art in ein monetäres Fach einzuordnen. "Lohnt es sich denn, das oder jenes selbst zu machen" hört man des öfteren. Ich finde diese Frage so absurd und banal, daß ich darauf keine Antwort weiß.
Es sind doch einfache Fertigkeiten, um die es geht, niemand verlangt doch im Ernst von irgendwem, daß er sein eigenes Eisenerz zu Stahl verhüttet, aus dem er dann das Zubehör für eine Nähmaschine herstellt, um dann eine Kuscheleule nähen zu können... aus Stoff, dessen Baumwolle er selbst angepflanzt, gepflegt, geerntet, gereinigt, gesponnen, gewebt und bedruckt hat... Es geht um Fertigkeiten im handwerklichen und Handarbeitsbereich - daß man ein Loch bohren, ein Brett zersägen, einen Nagel einschlagen, einen Knopf annähen, eine gerade Naht nähen, Schnürsenkel oder eine Kordel flechten, ein Loch stopfen, ein Messer schleifen, ein Essen kochen, eine Mütze stricken, eine Kinderwindel waschen kann usw.

Ich persönlich finde, daß es sich auf jeden Fall lohnt.  SELBST IST DIE FRAU!
Vielleicht nicht unmittelbar sofort - aber das Gefühl, etwas (egal was) mit den eigenen Fähigkeiten und Händen geschafft zu haben, ist mehr wert als jede finanzielle Ersparnis. Der Lerneffekt ist nicht mit Geld aufzuwiegen und das Gelernte, Erlebte und selbst Erfahrene kann einem keiner nehmen. Man selbst kann und wird daran wachsen! Deswegen lohnt es sich in jedem Fall, soviel es geht selbst zu  machen. Und zwar freiwillig aus eigenem Entschluß (das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig - Schlaraffenland, ihr versteht, Mund auf und schlucken - aber wer will das schon? das einzige, was auf diese Weise irgendwann noch funktionieren wird, werden die Kiefermuskeln sein - und sonst gar nichts - Obacht!!!).
Für den Anfang ist das vielleicht garnicht verkehrt - für Anfänger geeignet.
Jedoch sollte man sich bemühen, dieses Stadium möglichst rasch hinter sich zu lassen und zum Rang eines "Dilettante" aufzusteigen. Ein tolles Wort - im modernen deutschen Sprachgebrauch heute abwertend gebraucht ("dilettantisch") - bedeutete es ursprünglich etwas mit Freude aus privatem Interesse und um des Vergnügens willen zu tun - siehe wikipedia:
Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen.
Dabei mag er durchaus vollendete Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt haben. Solange er aber die Tätigkeit nicht professionell ausübt, um also seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, oder eine entsprechende, anerkannte Ausbildung absolviert hat, gilt er als Dilettant.
In der heutigen Umgangssprache werden die Begriffe 'Dilettant' und 'dilettantisch' meist abwertend verwendet.
Eine dilettantisch ausgeführte Tätigkeit wurde unfachmännisch, unsachgemäß, fehlerhaft, stümperhaft und/oder oberflächlich ausgeführt.
Also, erfreut euch an eurem Tun, delektiert euch daran, dann braucht ihr keine Anleitungen für Anfänger... denn das Selbstdenken ist mindestens ebenso befriedigend und befreiend wie das Selbsttun.
Tja, noch Fragen?
Have fun, enjoy life and DO IT YOURSELF!!!   Greetings, Sathiya

Bloggerlatein

... ist hier zu finden:   http://bloggerlatein.blogspot.com/   (kein Hyperlink)
Alles übers Bloggen mit Blogger, Tricks, Kniffe, Verbesserungen.
Sehr hilfreich!
Auch der eine oder andere alte Blogger-Hase wird vielleicht etwas dazulernen können.
Viel Vergnügen und Erfolg!
Grüße, Sathiya

Sonntag, 16. September 2012

Special-needs-Kinder

Kinder im Rollstuhl haben spezielle Bedürfnisse, um die sich gewöhnlich andere kümmern müssen - Eltern, Verwandte, Pflegekräfte.
Gesunde, normale Kinder, erfahren ihre Welt, indem sie das Leben spielen - mit Autos, Puppenwagen, Fahrrad, Schwertern, Prinzessinenkleidern, Wasserpistolen, mit Spielwaschmaschine und Mini-Computer. Was ist mit Kinder mit Handicap? Was ist mit ihren Geschwistern? Womit spielen sie - erfahren sie beim Blick in die Spielzeugläden nur, was "normal" ist - und daß sie selbst unnormal seien, weil es kein ihren Lebensumständen entsprechendes Spielzeug gibt?
Heute habe ich in einem Online-Shop etwas Außergewöhnliches gesehen - einen Mini-Kuschel-Rollstuhl für Kinder mit speziellen Bedürfnissen.  So sieht der besondere Artikel aus:

(Bilder und Link entfernt, siehe unten)

Die Shop-Besitzerin wandte sich mit der Bitte bzw. Anregung an Dawanda bzw. die Community, eine besondere Kategorie für Kinder mit special needs einzurichten, da ihre Artikel im Riesenangebot untergehen und von den Kunden, die gerade nach soetwas suchen, in den meisten Fällen übersehen werden.
Ich halte das für eine klasse Idee.
Es ist höchste Zeit, daß "Glitzer und Niedlich" auch bei Rollstuhlkindern ankommt!
Ich finde es sehr wichtig, daß Menschen mit Handicap von der Gesellschaft nicht ausgegrenzt werden sondern als Teil dieser wahrgenommen und akzeptiert werden, beispielsweise indem sie sich selbst und ihre besonderen Lebensumstände in Form von Spielzeug wiederfinden können. Autos, Schwerter, Prinzessinnenkleider und Puppenwagen gibt es in Hülle und Fülle, wieso dann nicht auch einen Rollstuhl?!
Es sollte auch für Mütter, Väter, Geschwister von "besonderen Kindern" leichter gemacht werden, schönes situationsgerechtes Spielzeug online ansehen, aussuchen und kaufen zu können.

Liebe Grüße, Sathiya

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Edit 20.9.:
Die Shop-Inhaberin wandte sich soeben mit der Bitte an mich, den Link zu ihrem Shop zu entfernen. Die Bilder ebenfalls - was ich sehr schade finde, aber ich komme ihrer Bitte gern nach.
Der Grund: die CE-Zertifizierung für Kinderspielzeug.
Ich habe meine Meinung darüber schon an anderer Stelle geäußert und bin kein besonders guter Freund der Regulierungs- und Bestimmungsmanie der Regierungen bzw. der EU-Kommissionen. Ich halte die CE-Zertifizierung und Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien für eine gute und wichtige und richtige Sache, solange es sich um relativ anonyme Hersteller und Massenproduktion handelt, die noch dazu in Fernost stattfindet - aber das Ganze auch auf Wohnzimmerspielzeughersteller auszudehnen erscheint mir unnötig und unethisch, moralisch und sittlich fragwürdig. Nun ja.
Als Mutter würde ich niemals ein Spielzeug herstellen, in Verkehr bringen oder anderen zum Kauf oder als Geschenk anbieten, das ich nicht jederzeit bedenkenlos meinem eigenen Kind zum Spielen geben würde. Aber als Großhersteller, Massenproduzent und Spielwarenfabrikant wäre mir das möglicherweise sowas von wurscht...!!! Deswegen die Zertifizierung.
Da die EU-Gesetzgebung keinen Unterschied macht zwischen 10000 Stück pro Jahr und 10 pro Jahr - zertifiziert werden muß alles - bleibt so manchem Kleinhersteller nichts anderes übrig, als sich auf Dreieckstücher und Portemonnaies, Feuchttüchertaschen und Schlampermäppchen, Handyhüllen und Loop-Schals zu beschränken.
Zornig, traurig, bedrückt, mit einem weinenden und einem lachenden Auge - Sathiya

Freitag, 14. September 2012

Nachmacher und Urheberrecht 3

Geschmacksmusterschutz leicht gemacht.
Leicht gemacht?!?! Ich bin über diesen Forenbeitrag bei D. darauf aufmerksam geworden:

http://de.dawanda.com/topic/22/9487541  (kein Hyperlink, kursiver Text von da)
http://de.designprotection.com 
Designprotection.com ist eine kostenlose Internetplattform zur Offenbarung von Designs, die durch ein nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster geschützt werden sollen. Veröffentlichte Designs erhalten hier eine Modifikationssperre und zusätzlich zur Onlineveröffentlichung wird ein PDF-Dokument per Email, welches sämtliche Details zum Offenbarungsnachweis beinhaltet. Den Zugang zu den Fachkreisen erhält Designprotection.com u.a. durch die Allianz Deutscher Designer (AGD), welche bei Designprotection.com offenbarte Designs parallel im internen Bereich Ihrer Website vorstellen.
Das klingt zunächst sehr interessant, wirft allerdings auch Fragen auf.
Mein größter Einwand gegen eine derartige Eintragung ist, daß bei der Anmeldung nichts nachgewiesen oder belegt werden muß, einfach nur der formale Antrag auf Eintragung gestellt werden muß und sonst nichts. Damit werden meiner Meinung nach Mißbrauch und Ausnutzung Tür und Tor geöffnet.
Jemand kann sich was schützen lassen, was er eben erst im WWW gefunden hat - sofern die Formalien stimmen, steht dem ja nichts im Wege... es muß ja nichts nachgewiesen werden.
Ein Beispiel mit U-Heft-Hüllen.
Die erste, die sich das Design "U-Heft-Hülle" oder "Mutterpaß-Hülle" schützen läßt, hat für den Rest ihres Lebens ausgesorgt... :-)))
Ich werde dann allerdings das Recht auf Urheberschaft an dieser Idee beanspruchen (= sich das schützen zu lassen, meine ich) und werde daran mitverdienen, indem ich von der Unternehmerin, die sich das hat schützen lassen, Lizenzgebühren erhebe. Pro Hülle. Und die anderen, die weiterhin solche Hüllen nähen, einfach abmahne...
Das wär´s doch, eine völlig neue Geschäftsidee... !!!   (eigener Text aus genanntem Forenbeitrag)
Wobei ich wetten könnte, daß genau das schon jemand versucht hat... oder vielleicht sind sie ja schon eingetragen und wir wissen es nicht?

Mein zweiter Einwand: wozu läßt man sich etwas schützen, was man sogar gerichtlich einklagen kann, um genau das dann nicht zu machen? Ich meine - wenn ich etwas schützen lasse (wovon ich ohnehin der Urheber bin, egal ob eingetragen und geschützt oder nicht), dann plane ich doch irgendwie von vorn herein, gerichtlich gegen Plagiatoren vorzugehen. Und ich plane, als Alleinhersteller des Gegenstandes alle anderen abmahnen  zu lassen, mit meinem verbrieften Geschmacksmuster in der Hand.
Ich zitiere noch einmal aus der obigen Adresse: "...ist das Ganze eine rechtlich abgesicherte Sache, die allen Designern zugute kommt." Ich frage mich, ob das nicht ein Trugschluß ist.

Dritter Einwand: inwiefern hält der Designer mit einer Eintragung dort tatsächlich etwas in den Händen, um damit seine Urheberschaft zu beweisen? Welchen Wert hätte ein derartiges Dokument? Kostenlos wie es ist, kann ich mir eine derart selbstlose/altruistische Handlungsweise der Betreiber o.g. Seite eigentlich nicht vorstellen. Oder gibt es da versteckte Kosten, die ich nur noch nicht gefunden habe?

Willkommen in Absurdistan.
Lg, have a nice day, Sathiya

Donnerstag, 13. September 2012

CC - creative commons

Quelle: creativecommons.org
Soeben gefunden:
http://creativecommons.org/  (kein Hyperlink)

Mithilfe dieser Seite bzw. Lizenz kann frau/man ihre/seine Webseiten/Blog-Inhalte anderen Menschen/Nutzern unter diesen drei Bedingungen (unentgeltlich) zur Verfügung stellen:  

Namensnennung, gewerbliche Nutzung ja/nein und wahlweise Bearbeitung/Veränderung ja oder nein.

Meine Fragen dazu:
Welchen Sinn, Zweck und Nutzen hat es, den Inhalt eines privaten Blogs (oder einer privaten Webseite) unter eine bzw. genau diese Lizenz zu stellen? Bei kommerziellen Seiten sehe ich den Sinn ein, aber im Privaten nicht so ganz.
Ich kann einen solchen noch nicht wirklich erkennen, da ich erst auf einen einzigen (deutschen) Blog mit diesem Link gestoßen bin. Weit verbreitet (in Deutschland) kann es noch nicht sein - oder ist einfach noch nicht bekannt genug? Vielleicht sind jemandem solche Ikons auch schon aufgefallen?

(Ikon für freie Nutzung mit copyright-Hinweis)
(Ikon für copyright, nicht gewerblich, veränderbar)
Habe ich damit irgendwelche Rechte oder lade ich mir neue, noch unbekannte Pflichten auf mich?
Hat jemand Erfahrung damit?
Zur eigenen Information die Adresse aufrufen und sich selbst ein Bild machen! Neueste Erkenntnisse dürfen gern mit mir geteilt werden! 
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Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported License.

Sie dürfen:
Zu den folgenden Bedingungen:
  • Namensnennung Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.
  • Keine kommerzielle Nutzung — Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
  • Keine Bearbeitung — Dieses Werk bzw. dieser Inhalt darf nicht bearbeitet, abgewandelt oder in anderer Weise verändert werden. 
     
    Wobei gilt: 
     
  • Verzichtserklärung — Jede der vorgenannten Bedingungen kann aufgehoben werden, sofern Sie die ausdrückliche Einwilligung des Rechteinhabers dazu erhalten.
  • Public Domain (gemeinfreie oder nicht-schützbare Inhalte) — Soweit das Werk, der Inhalt oder irgendein Teil davon zur Public Domain der jeweiligen Rechtsordnung gehört, wird dieser Status von der Lizenz in keiner Weise berührt.
  • Sonstige Rechte — Die Lizenz hat keinerlei Einfluss auf die folgenden Rechte:
    • Die Rechte, die jedermann wegen der Schranken des Urheberrechts oder aufgrund gesetzlicher Erlaubnisse zustehen (in einigen Ländern als grundsätzliche Doktrin des fair use etabliert);
    • Das Urheberpersönlichkeitsrecht des Rechteinhabers;
    • Rechte anderer Personen, entweder am Lizenzgegenstand selber oder bezüglich seiner Verwendung, zum Beispiel für Werbung oder Privatsphärenschutz.
  • Hinweis — Im Falle einer Verbreitung müssen Sie anderen alle Lizenzbedingungen mitteilen, die für dieses Werk gelten. Am einfachsten ist es, an entsprechender Stelle einen Link auf diese Seite einzubinden. 
Text-Quelle: siehe obige Adresse
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Das klingt aber trotz meiner Fragen interessant! Damit sollte man seine Inhalte, speziell die seines Blogs, unter diesen Bedingungen frei linzensieren lassen und könnte damit doch ofiziell und nachweislich die Urheberschaft seiner Texte und sonstiger Webseiteninhalte beanspruchen.
Ja oder nein? Gut oder schlecht?       Sathiya                   

Mittwoch, 12. September 2012

Schwarzer Humor

Männlicher Humor. Derb, aus weiblicher Sicht fast schon verletzend, aber in den meisten Fällen schonungslos ehrlich. Und oft ausgesprochen unnett (= un-nett). Und es ist nicht jederfraus Sache, damit umzugehen. Das muß trainiert werden!
Der Text samt Vorschlägen hat mir so gut gefallen, daß ich ihn hier posten werde. :-))) Es ist teils ziemlich krass, was aufgeführt wird. Erstaunlich finde ich die Beobachtung, daß eine "Pseudo-Haltestelle" dem verwirrten Geist von Demenzkranken wieder sowas ähnliches wie eine Struktur zu geben vermag, sodaß sie sich wieder ins Alltagsleben eingliedern können.
Darauf basierend sind die Vorschläge wohl zu verstehen - gründend auf einer größeren Portion Frust, Genervtheit und Weltekel.
Ich bin allerdings geneigt, fast allen Vorschlägen zustimmen und halte dies - beinahe - für praktikable Lösungen - die sogar schon umgesetzt wurden (sowas ähnliches haben wir ja schon seit einiger Zeit an der Regierungsspitze, möchte man meinen...). Das war Spaß - bitte nicht (ganz) ernst nehmen. 
Have fun!

gefunden hier:   http://castagir.twoday.net/20100907/   (kein Hyperlink, Text von da)
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Gute Ideen weitergedacht
Seit Tagen geht mir eine Idee nicht aus dem Kopf. Jemand hat mir erzählt, es gibt in diversen Seniorenheimen jetzt Pseudo-Haltestellen für Demenzkranke. Weil verwirrte Patienten hin und wieder auf die Idee kommen, sie müssten jetzt unbedingt nach Hause fahren und den Herd ausmachen oder oder ... und vom Pflegepersonal nur schwer davon abzubringen wären. An der Pseudo-Haltestelle hingegen würden sie sich irgendwann von der fixen Idee verabschieden und wieder handhabbar werden.

Soweit so gut, wie gesagt, diese Idee - ich find sie herrlich - geht mir nicht mehr aus dem Kopf, und ich liebe pragmatische Lösungen und neige auch dazu, sie auf andere Umstände übertragen zu wollen.

Wie wäre es zum Beispiel mit:

Einer Pseudo-Kassenschlange in Supermärkten. An der Kasse sitzt keiner und eine Blechstimme ruft einen beliebigen krummen Betrag aus. Alle Kleingeldautisten können jetzt simultan stundenlang nach den 97 cent suchen, weil sie meinen es passend zu haben, und keiner haut ihnen den Schirm in die Hacken wenn sie nach 3 Minuten feststellen, dass sie doch nur 96 cent passend haben.

Einer Pseudo-Bäckereitheke. Da kann die geistig geforderte Hausfrau gemütlich zwischen puddinggefüllten Brezeln und buttercremegefüllten Windbeuteln wählen, obwohl sie vorher fünf Minuten mit winddurchflutetem Hirn in der Schlange stand, und zwar ohne dass mir der Magen knurrt während ich meine zwei Mittagsbrötchen haben will.

Einem Pseudo-Take-Away (internationale Küche). Da bestellst Du Chicken Curry oder Pizza oder was auch immer und eine Blechstimme sagt Dir statt den üblichen 15 Minuten: "ach das geht schnell, dauert nur drei Stunden", sodass Du gepflegt ins Kino gehen oder die Wohnung streichen kannst, oder bezahlen, die Zutaten einkaufen, heimfahren und es selber zubereiten.

Einem Pseudo-Handwerker. Der verpasst endlich keine Termine an denen er "ganz sicher" kommen wollte, und statt dass er Dreck hinterlässt gibt er Dir eine ausgedruckte Anweisung, wie Du mit dem Heimwerkerwerkzeug in kürzester Zeit die gleiche Sauerei anrichten kannst, ohne das Problem zu lösen, dafür auch ohne Kosten.

Einem Pseudo-Finanzamt. Wenn Du dort anrufst, hast Du immer jemanden am Apparat der weiss, wovon Du redest und der bis drei zählen kann.

Einem Pseudo-Paketboten. Der klingelt weder so kurz dass Du bestenfalls mit runtergelassenen Hosen vor ihm stehst noch so lang dass Du ihn zusammenscheisst sobald Du ihn erblickst, er gibt die Pakete gleich ganz woanders ab. Da ist die Post schon dran, glaub ich.

Also ich halte die Grundidee ja für fast universell anwendbar.
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Mit freundlicher Genehmigung des Autors. Hab ich ihn gefragt? Nein, noch nicht. Werde ich noch? Mal sehen... wenn ich Zeit habe. Urheberrecht? Wer wird denn so kleinlich sein? Hätte auch von mir sein können - nur vielleicht etwas netter formuliert.  
ENJOY LIFE, Sathiya

Wie immer an dieser Stelle entschuldige ich mich, falls ich mich mit der Übernahme des Textes zu weit aus dem Fenster gelehnt haben sollte, und werde ihn auf Aufforderung wieder entfernen.

Dienstag, 11. September 2012

609060 - was ist normal?

siehe hier:   
http://www.journelle.de/1968/ein-mem-ist-ein-mem-ist-ein-mem-609060/   (kein Hyperlink)


Eine Diskussion übers Normalsein , die ich irgendwie erst jetzt mitbekomme.
Ich finde mich normal, wie ich bin - muß aber einräumen, daß das ein durchaus subjektiver Eindruck ist, der entsteht, wenn frau sich (unbewußt) mit den gängigen Normmaßen vergleicht und den eigenen Körper/die eigene Erscheinung immer wieder daran abgleicht. Normal eben.
60-90-60 - nein, das ist kein Zahlendreher.
Ja, ursprünglich war es einer, der umgedreht und dann erneut umgedreht wurde - um die Absurdität der industriell vorgegebenen  Normmaße mal ins Licht zu rücken. Anti 90-60-90!!!

Weitere Gedanken folgen - ich muß erst einmal den Beitrag von oben lesen samt aller Links. Das kann etwas dauern...
Das Beste daran ist der Kommentaromat, den frau unter dem oben angebenen Blog finden kann. Ich habe Tränen gelacht, so gut fand ich ihn.

LG, Sathiya
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"Auf großem Fuß"  Ein Beitrag zum Thema, schreiend komisch, ich habe Tränen gelacht. 
http://www.frau-mutti.de/eintrag/17094.html   (kein Hyperlink)

"Hyperventilieren einfach gemacht" - ein Beitrag vom Mars (ein Mann namens Ralf) - ebenso köstlich geschrieben    http://neun12.de/artikel-2902/   (kein Hyperlink)

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Erste Gedanken dazu, unsortiert, unzensiert, unkritisch, frei assoziiert.
  1. Ich finde es superwichtig, daß es auch solche Gedanken gibt.
    Niemand wird ja gezwungen, selbst zu nähen oder alles fertig zu kaufen, für die meisten Selbermacherinnen ist das eh eine gesunde Mischung aus beidem.
    Wieso fühlt sich so manche dann allerdings dazu gedrängt, sich zu rechtfertigen? Für das eine oder das andere?
    Daß sich frau rechtfertigt, heißt doch irgendwie, daß sie nicht souverän genug ist (herrlicher Artikel übrigens - fünfköniginnen!), um es (das Nähen von Kleidung, Deko, wasauchimmer) einfach zu machen und darüber zu stehen.
    Früher gab es keine uniforme Mode mit (überalterten) Einheitsmaßtabellen, da gab es Maßschneider, die jeder Frau das Gewand auf den Leib geschneidert haben, was ihrer Figur und ihrem Wesen entsprach. Es wurden frauliche Kleidungsstücke getragen - und nicht männliche (Jeans! Hemden! Outdoorjacken! Blazer!) auf die weibliche Figur zurechtgebogen. Bei aller Diskussionswut sollte frau das nicht aus den Augen verlieren, wenn sie sich rechtfertigt für etwas, was noch vor einigen Jahrzehnten völlig selbstverständlich war - die eigene Kleidung selbst herzustellen.
  2. Souverän zu sein heißt, sich selbst nicht in Frage zu stellen, sich nicht zu allem zu rechtfertigen - frau hat das nicht nötig, um sich wohlzufühlen. Punkt.
    Selbernähen ist kein Widerstand gegen die Staatsgewalt (obwohl - wer weiß das schon?), sondern ein Akt der Selbstliebe. Ich nähe selbst, weil ich mich liebe...
    Aktionen wie MMM oder 609060 haben den Vorteil, daß frau sich selbst reflektiert sieht - manchmal vielleicht auch auf eine Art, die ihr nicht gefällt, aber damit ist es wie mit einem Spiegel: er wirft nur das zurück, was davorsteht.
    Souveränität heißt darüber zu stehen, sich selbst das Beste aus allen Gedanken und Beiträgen herauszunehmen und für die eigene weitere (persönliche, spirituelle) Entwicklung zu verwenden.
  3. Normal ist: ZWEI ARME, ZWEI BEINE, EINEN KOPF, HINTERN, BUSEN (oder nicht, Männer sind entschuldigt), ZWEI AUGEN UND OHREN, NASE UND MUND, GESCHLECHTSORGANE, HAARE (ja, Männer sind wieder, geschlechtsbedingt, aus Altersgründen, entschuldigt, zumindest einige), DIE ÜBLICHE ANZAHL FINGER UND ZEHEN, DIE ÜBLICHE ANZAHL ZÄHNE (egal, welcher Generation - 1., 2. oder 3.), HALS (mehr oder weniger), BAUCH (mehr oder weniger), GEHIRN (...) und so weiter. DAS IST NORMAL.   :-)))

609060 - was ist normal?

http://www.journelle.de/1968/ein-mem-ist-ein-mem-ist-ein-mem-609060/

Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060


Sagen wir mal so, ich war in den letzten Tagen öfter mal überrascht.
Was bisher geschah:
Vor einiger Zeit habe ich einen Eintrag geschrieben mit dem Titel Mehr auf den Leib geschneidert und weniger geschneiderter Leib. Darin habe ich mein Problem damit beschrieben, dass es wenig passende Kleidung gibt, wenn man nicht Größe 36/38 und eine ganz bestimmte Figur hat.
Außerdem habe ich angesprochen, dass ich häufig mit meinem Körper hardere und immer wieder verärgert feststelle, wie ich dünne Idealmaßen anstrebe oder Frauen darum beneide.
Schlussendlich habe ich indirekt zwei Wünsche geäußert:
a) dass Kleidung/Mode – die ich als Dienstleistung verstehe – vielleicht auch in anderen Formen, Modellen, Schnitten angeboten wird, so dass eine größere Bandbreite an Menschen sich schön und schmeichelnd kleiden kann und
b) dass Mode in Magazinen, Katalogen und Werbung an Models gezeigt wird, bei denen man eine realistische Vorstellung davon bekommt, wie es an einem aussehen könnte.
Kurz: ich wünschte mir bei Kleidung und bei der Präsentation von Kleidung mehr Vielfalt.
Und dann habe ich geschlossen mit:
Da ich ein Freund von Serien bin, habe ich beschlossen, mich jetzt regelmäßig vor dem Verlassen des Hauses zu fotografieren und bei Instagram und Facebook hochzuladen. Nicht weil mein Modegeschmack besonders erlesen wäre, sondern einfach weil ich meinen normalen Körper eingepackt in Oberbekleidung sichtbar machen möchte.
Natürlich habe ich gehofft und in Betracht gezogen, dass auch andere an der Aktion teilnehmen. Aber davon auszugehen war nicht – niemand ist beispielsweise auf mein Mem eingegangen, jeden Tag seine Ubahnstation an einer bestimmten Stelle zu fotografieren.
Überraschend viele Frauen und sogar ein paar Männer machten auf Instagram, ihren Blogs oder über Twitpic mit.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich erwartete, dass #609060 Gegenwind bekommen würde. Ich rechnete mit Trollen, die die Aktion ins Lächerliche ziehen oder dumme und abwertende Sachen sagen.
Interessanterweise kam die Kritik aber aus einer ganz anderen Richtung (der Text endet mit einer umfassenden und kurz kommentierten Linkliste): das Problem war nun der Begriff “normal” und die Sorge, dass durch die Aktion nur eine neue Norm definiert wird und nach wie vor die “aus der Norm fallenden” Körper ignoriert bzw. im schlimmsten Fall diskriminiert werden. Außerdem wurde bemerkt, dass die Gesichtslosigkeit vieler #609060-Bilder zu einer Entpersonalisierung und Bashing durch Trolle und Idioten führen könnte.
Daraus resultierte eine lebhafte und wie ich finde auch recht konstruktiv geführte Diskussion, bei der man die Argumente beider Seiten gut verstehen kann.
Trotzdem bin ich verwundert, denn diese Aktion ist aus einem einizgen Grund heraus entstanden: Ich hatte einfach Lust jeden Tag ein Foto von mir in Oberbekleidung zu machen.
Vielleicht werden einige Aspekte klarer, wenn ich kurz auf die Hintergründe eingehe:
Der Hashtag #609060
Ich mache häufig Flüchtigkeitsfehler. So auch in dem oben genannten Text.
Anstelle von 90-60-90 schrieb ich 60-90-60. Als dann ein paar Leute bei der Aktion mitmachten und wir über ein Hashtag nachdachten, schlug ich zunächte #906090 vor, die Bilder sollten diese Idealmaße quasi ad absurdum führen. Die ersten Fotos sind teilweise mit beiden Hashtags versehen.
Dann wurde ich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht und ich dachte, dass ein absurdes Körpermaß wie 60-90-60 noch besser passen würde, weil so die Ironisierung der Idealmaße noch viel klarer würde.
Ich glaubte, dass allein durch das Hashtag deutlich wird, dass der Witz der Aktion gerade die fehlende Norm ist.
Die Bildunterschrift
Basierend auf meinem Blogeintrag (siehe Zitat oben) betitelte ich meine Bilder mit “Normale Menschen in Oberbekleidung”.
Zwei Aspekte hierzu: wie ich schon mehrmals schrieb, geht es mir um Vielfalt und dass ich mir wünsche, dass die Vielfalt des menschlichen Körpers auch von der Modeindustrie wahrgenommen und bedient wird.
Bisher wird vor allem für eine Norm im Sinne von 1,75m Größe, 2/3 davon Beine, 1/3 Oberkörper, etwas Brust, Minitaille, schmale Hüften (diese Behauptung basiert nicht auf Fakten, sondern subjektiver Wahrnehmung) produziert und geworben.
Es geht also um die Dekonstruktion des Normbegriffs. Denn wenn ich mich selbst zur Norm deklariere ohne dieser zu entsprechen – es geht hier um das persönliche Empfinden, nicht darum, ob man aus der Sicht von anderen zur Norm gehört oder nicht – dann konterkariere ich die Festlegung einer Norm. Somit wird im Idealfall die Vielfalt zur Norm und das ursprüngliche Problem der Normierung aufgelöst.
Vielleicht hätte das deutlicher werden sollen, aber diese Bildunterschrift sollte eben keine Norm festlegen, sondern sie untergraben.
Der andere Aspekt, der mich bei der Kritik an der Aktion häufig stört, ist der unterstellte Absolutheitsanspruch.
Ich habe aus oben genannten Gründen, diese Bildunterschrift unter mein Bild gesetzt.
Nirgendwo habe ich oder irgendjemand anders festgelegt, dass an dieser Wortkombination festgehalten werden soll. Faktisch stehen unter vielen Bilder gar keine Bildunterschriften oder ganz andere Texte. Es gibt keine Satzung für die Aktion.
Der Bildaufbau
Es gibt einen ganz profanen Grund, weshalb ich bei Instagram Fotos ohne Kopf mache: Ich möchte unerkannt bleiben.
Aus verschiedenen Gründen trenne ich meine Blogidentität sehr stark von meiner familären und beruflichen Identität.
Ich will nicht ausschließen, dass ich vielleicht irgendwann einmal unter Klarnamen schreiben werde, aber derzeit ist das keine Option. Die “schlimmsten” Konsequenzen, die aus einer Vermischung meiner Identiäten entstehen könnten, wären dass ich mein Blog schließen muss oder zumindestens nicht mehr so themenvielfältig schreiben kann.
Und auch für den Bildaufbau gilt: es gibt keine festgelegten Regeln. Im Gegenteil die Fotos weisen viele Varianten auf, einige fotografieren sich in Gänze, andere ohne Kopf und wieder andere fotografieren sogar nur Teilaspekte ihrer Oberbekleidung. Aus Ermangelung eines Spiegels lassen sich einige sogar von Dritten fotografieren oder entwickeln Selbstauslösermechanismen.
Vorläufiges Fazit
Wahrscheinlich konnte ich hiermit nicht alle Fragen und Kritikpunkte an der Aktion beantworten.
Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld nicht mit einigen Punkten befasst hatte, dass ich zum Beispiel nichts von “headless fatties” wusste. Wahrscheinlich habe ich auch nicht deutlich genug darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Aktion um Vielfalt geht und dass mit normal “jeder” gemeint ist. Am Ende ist man immer klüger.
Fakt ist, die Aktion ist aus einer sponaten Idee heraus geboren. Einer Idee, bei der jeder mitmachen kann, die zwar einen ernsten Hintergrund hat aber bei der es vor allem um Spaß geht.
Spaß daran, sich jeden Tag zu fotografieren, sich wieder mehr Gedanken um die eigene Gaderobe zu machen und ggf. ewig nicht getragene Dinge rauszukramen, eine passende Position vor dem Spiegel zu finden, Kindern das Fotografieren mit Handykamera beizubringen, andere Personen oder Tiere in das Bild zu integrieren, der Welt zu offenbaren, dass man einen Faibel für Eulen hat, in die Wohnung andere Menschen zu blicken, den beruflichen Alltag andere Menschen kennenzuleren, begeistert zu sein von den Outfits andere Menschen, zu sehen wie viele Varianten wir, unsere Körper und unser Leben und das Leben der anderen hat.
Linkliste zu #609060
Langsam habe ich etwas den Überlick verloren, aber anhand der Pingbacks und der Blogschau von Anne Schüssler versuche ich so viele Blogeinträge und Artikel zum Thema zu nennen wie möglich. Sollte ich etwas vergessen haben, bitte gern in den Kommentaren posten, ich trage das dann nach.
Die #609060 getaggten Fotos via Statigram.
Auf Twitter gibt es ebenfalls Bilder und Kommentare zum Mem #609060.
Die Kaltmamsell schreibt in ihrem Auszeitjournal Samstag, 11. August 2012 – von echten Frauen in Kleidung.
Frau Mutti erwähnt Auf großem Fuß am Rand meinen Blogeintrag und generiert eine unglaubliche Menge Traffic.
Meine Überraschung darüber, dass andere mitmachen: Langweilt Euch doch mit Eurer Internetphobie, wir zeigen uns derweil Fotos von normalen Körpern in Oberbekleidung.
Anne Schüssler über ihre Erfahrung mit #609060 oder was normale Menschen so anziehen.
Von Britona kam die erste Kritik am Normlitätsbegriff #609060 oder: was heißt hier eigentlich “normal”?.
Das Nuf antwortet mit Sei 609060 und verweist darauf, dass bei der Aktion die Vielfalt als Normlität gefeiert wird.
Frau Mittemang stellt sich auch die Frage #609060 oder: Was ist normal? und ruft mit #609060 – Kritikfähigkeit dazu auf, dass möglichst viele Leute mitmachen, gerade um zu erreichen, dass der Begriff der Norm relativiert wird.
Anne Schüssler schreibt einen Nachtrag zum Normalsein.
Pia Ziefle macht auf ihrem Blog auch bei #609060 mit und lässt sich von einem ihrer Kinder fotografieren.
Nido greift die Debatte: 60-90-60 auf.
Das Wortschnittchen schreibt auch über die #609060

Ich mag meinen Körper wieder ein bisschen mehr, weil er normal ist.
Carola Wolf schreibt #609060 Genau so, wie ich bin!.
Meike schreibt auf ihrem Blog crafteln über Echte Frauen – #609060 und andere spannende Aktionen wie MMM ME-Made-Mittwoch.
Tadellos schreibt versteh einer die welt. beziehungsweise die Diskussion zu “normal” bei #609060.
Frau Mutti postet auch über #609060 und schließt mit Mööönsch im Sinne von “Kinners vertragt euch doch”.
Achmist erwähnt mit Olivgrün oder: Menschen, die Spiegel fotografieren das Mem #609060 das zum Nachdenken anregt.
Jawl schreibt auch über #609060 und weist darauf hin, wie schade es ist, wenn fröhliche Aktionen ihre Leichtigkeit verlieren.
Anke Gröner schreibt über #609060 oder: Mein Problem mit dem Mem.
1ppm zeichnet Meine einzige Stellungnahme zu #609060.
Dentaku schreibt #609060, und was so “normal” ist:
wenn ich an der Auslotung des Wortes “normal” nicht teilnehme, dann reicht es auch nicht bis zu mir.
und macht mit.
Ellebil gibt Noch mehr Senf zu #609060 und schlägt die Verwendung des Begriffs “echt” statt “normal” vor (aufgegriffen bei der Kaltmamsell)
Die Augsburger Allgemeine berichtet über “Echte” Frauen zeigen sich und ihre Mode auf Twitter.
Pia Ziefle greift in Mehr als eine Zahl – #609060 noch einmal die Kopflosigkeit der Bilder auf.
Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060 in den links vom 09.04.12 auf wirres.net.
Coolcat gibt noch mehr senf zu #609060 und dicksein generell. und gibt Anke Gröner recht, fordert auf, sich zu trauen sowie “normal” durch “echt” zu tauschen.
Kathrin Hollmer greift auf jetzt.de das Mem auf und schreibt So sehen echte Frauen aus.
Frau Brüllen nimmt einen Stift und zeigt jetzt.de, wo aus echten Männern versehentlich echte Frau wurden.
Kittykoma schreibt Normal ist egal.
Kiki schreibt auch einen #609060 Rant und stellt in Frage ob der Austausch des Wortes “normal” durch “echt” sinnvoll ist.
Spiegel Online schreibt gut recherchiert über 60-90-60.
Bei Basic Thinking wird mit 60-90-60: Wenn ganz normale Frauen Fotos von sich machen das Mem auf Frauen reduziert.
Für Turi2 ist #609060 ein Klick-Tipp.
Das Journalistencafé greift das Them Kein „Size Zero“: Twitter-Happening mit 60-90-60
auch auf.
Das bhv-Blog spricht wohl mit 60-90-60: verpasste Chancen für den Bekleidungshandel? die Produzenten beziehungsweise interaktiven Handel an.
Auch meine Stadt soll schöner werden kommt An #60-90-60 zurzeit erfreulicherweise nicht vorbei.
Lady Nina über #609060.
Für Antje von FamLog ist #609060 (m)ein Mem.
Was es alles gibt, zum Beispiel eine Messeblog. Dort wird das Mem umbenannt zu #906090 – Echte Frauen zeigen sich und ihre Mode. (Ist das dann ein Flüchtigkeitsfehler reverse?) Der Zahlendreher wurde reverse-reverse-korrigiert.
Social Media Aachen über #609060: Das Web 2.0 diskutiert »normal«.
Frau Indica denkt dass die #609060-Aktion ein guter Anlass ist, über sein Körperdingens nachzudenken.
Das DRadio Wissen in Wort und Ton über das Mem und Was ist schon normal.
Auch bei der Mädchenmannschaft wird nochmal die Normiltätsdiskussion aufgeriffen mit Was ist eigentlich “normal” – am Beispiel von #609060 und Brigitte.
Nele Tabler greift mit Fotos, wenn der Mascara zerläuft und alle Größen in einem Outfit vereint sind? das Mem auf.
Die Dompteuse setzt sich noch einmal sehr ausgeglichen mit der Normalitätsdiskussion aufeinander und wünscht sich, dass noch lange Bilder mit #609060 getagged werden.
Ralf erklärt #609060 – Hyperventilieren einfach gemacht und schlägt eine Kleidertauschbörse mit Waffeln vor.
Ishtar schließt sich in #609060, HAES und Backpacks Anke Gröners Text an.
Meedia ist der Meinung, dass Blogger Normalos hypen und dass sich seit Kurzem auch “dünne” Menschen bei #609060 beteiligen sowie #609060 gedacht war, um sich zu seinen Rundungen zu bekennen. Nunja, knapp am Thema vorbei.
Stern.de hält #609060 für eine Kampfansage gegen den 90-60-90-Wahn , je nach Version (Mobil oder Desktop) mit oder ohne Verlinkung.
Zeit Online setzt #609060 und “Brigitte” begründet Rückkehr der Profi-Models in ein Verhältnis zueinander.
Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt Bloggerin Journelle wehrt sich: Mit #609060 gegen die Modebranche und macht ein entsprechendes Bild vom ganzen Online-Redaktion.
Eines der grandiosesten Bilder zum Hashtag.
Echoblog schreibt über den Tagesspruch: Von fetten Geistern und schlanken Körpern und kommt von der Rückkehr der Brigitte zu professionellen Models über H&Ms aktueller Modekampagne mit virtuellen Models auf das #609060-Mem zu sprechen.
Jörg Schieb mag es groß und spricht von Frauen aus aller Welt, die mir zustimmen wenn er von 60-90-60: Wenn ganz normale Menschen Fotos von sich machen berichtet.
Stefan Domke empfiehlt auf dem WDR Blog die sympathische Netzaktion #609060.
Das Shopbetreiber-Blog fragt sich was sich verkauft bzw. mit welchem Model man verkauft und bezieht sich mit 60:90:60 – Magermodels revisited auf das Mem.
Dino postet oft ihre Outfits und findet #609060 passt gut dazu.
Ein kurzes Interview zum Mem in der Trackback-Sendung vom 08.09.12 auf Radio Fritz. Wie schön, wenn der Sohn (4 Jahre) die Sendung kommentiert mit:
Mama, Du hast ja gar nicht aufgehört zu reden.
Skizzenblog goes #609060 und zeichnet überhaupt ganz grandios.
Frau Spätlese über *** #609060 *** Models, Normalität und (unbezahlbare) maßgeschneiderte Kleidung.
Katrin von Shoppingdiät berichtet am Tag 254: 60-90-60 ihrer einjährigen Shoppingdität vom Mem.
Antje Schrupp steht Morgens vorm Spiegel und bringt viele weitere, neue und vor allem spannende Aspekte zum Thema Kleidung und Selbst-Präsentation aufs Tableau.