Montag, 11. November 2013

Die Würde des Menschen

Ich bin auf einen interessanten Blog gestoßen, und darin auf einige interessante Beiträge.
Einer davon handelt von der Würde des Menschen. Ein anderer von Kaffee ohne Hitler (auch sehr lesenswert).

hier gefunden:
http://volkerstruebing.wordpress.com/2013/09/13/i-love-my-new-bikini/   (kein Hyperlink)

Der Titel "I LOVE MY NEW BIKINI" hat erst mal wenig mit der Würde des Menschen an sich zu tun, zumindest auf den ersten Blick nicht. Der Zusammenhang wird auch erst ganz am Ende deutlicher. ;-)   - - -

Interessant sind die logischen Verstrickungen und Paradoxa, in die der darüber Nachdenkende gerät, wenn er sich das Grundgesetz, und davon den ersten Satz, zu Gemüte führt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Ein weites dankbares Feld für allerlei Rabulistik, Philosophisterei, Juristendeutsch, Exegese, Klugsch--erei jeder Couleur, Eigentlich-würde-ja-was-ganz-anderes-gemeint, Zurücknahmen, Unterstellungen, Phantasien und Utopien.

Es gibt, wie ich das sehe, drei Möglichkeiten, den Satz zu verstehen:
1. Tatsachenbehauptung: man versteht ihn wortwörtlich und nimmt ihn wortwörtlich ernst.
Dann gibt es absolut kein Drumrumgeeiere, keine Ausreden, kein Wunschdenken - es gilt
Die! Würde! Des! Menschen! Ist! Un! An! Tast! Bar!!!
mit der Gewalt eines ultimativen Naturgesetzes und all dessen Auswirkungen. Es hat ja auch keinen Sinn, über die Schwerkraft zu diskutieren - sie ist eben da, und ob es mir paßt oder nicht, meine Lieblingstasse wird eben IMMER auf den Boden fallen, wenn ich sie loslasse. Und so ist es mit der Würde des Menschen. Sie IST - aus, basta, Ende. (Da wäre noch eine Ähnlichkeit zur Schwerkraft zu erwähnen - nämlich das Abnehmen der Wirkung derselben mit dem Quadrat der Entfernung. Also - entsprechende Entfernung vom Wirkungsbereich des Grundgesetzes ergibt - äh - also weniger Würde. Im Quadrat. Was auch sehr sehr schön - offtopic - die Gefängnisexklave Guantanamo und deren Vereinbarkeit mit der Verfassung der USA erklären würde. Der Anspruch auf Würde nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab, Newtonsches und Sathiyasches Gravitationsgesetz) Als solches (Gesetz mit der Kraft eines Naturgesetzes) müßte sie auch nicht extra festgehalten werden, da selbstverständlich und allumfassend. Die Schwerkraft wird schließlich auch nicht per Gesetz zu derselben erklärt (oder ist mir etwas entgangen??), sondern wirkt, basta, Ende Gelände.

2. Dieser Satz ist eine nicht weit von reinem Wunschdenken entfernte besonders kräftige Forderung.
Die Würde des Menschen soll unantastbar sein, wird kategorisch gefordert. Das impliziert irgendwie, daß sie es doch momentan nicht ist, noch nicht, zumindest nicht vollständig. Was sagt uns das? Daß es dennoch Orte, Plätze, Menschen, egal was gibt, denen es vollkommen egal ist, was Würde bedeutet, sie machen, was sie wollen, vollkommen immun gegenüber irgendwelchen Würde-Ansprüchen. Daß Würde vom Staat garantiert, geschützt und durchgesetzt werden muß, finde ich ernüchternd und entwürdigend (um beim vielstrapzierten, doch leider nirgends endgültig und verbindlich definierten Wort "Würde" zu bleiben).

3. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Gesichtspunkt: die Würde, welche die einzelnen Personen für sich persönlich für schützenwert und unantastbar halten. Die Würde wird in unseren modernen aus Konsum und Effizienz ausgelegten Leistungsgesellschaft monetarisiert, zu einer Handelsware, quantifizierbar, in Euro und Cent ausdrückbar. Schaut man sich an, was die Sozialgesetzgebung für Arbeitsuchende vorsieht, und das in "Würdepunkte" umrechnet, und gleichzeitig, was sich die Gesetzgeber selbst "wert" sind, und was die Angestellten und Selbständigen verdienen, und was Leute, die verzweifelt einen Job suchen, alles zu tun bereit sind, und das ebenfalls in Würdepunkte umrechnet - kommt man zum Schluß: es kann keine "Würde des Menschen" geben. Allein die Vorstellung ist absurd.

Das muß einen doch geradewegs auf die Idee bringen, die Würde der Menschen gegeneinander abzuwägen, die Würde des einen würde dann schwerer wiegen als die des anderen.
Das wird offensichtlich auch schon so gehandhabt: ich führe das Mißverhältnis der Behandlung von Tätern und Opfern von Gewaltverbrechen an. Die Würde der Täter wird häufig für schützenswerter gehalten als die der Opfer - schlimmstes Beispiel sind die Vergewaltiger kleiner Kinder. Alle Welt hat Mitleid mit dem armen Täter, was der für einen schlimme Kindheit gehabt haben muß!!! (*würg*) Das Opfer hat dann eben bestenfalls Pech gehabt, schlimmstenfalls wird ihm die Schuld aufgelegt und damit auch noch die restliche Würde aberkannt.

Oder dient der Satz von der Unantastbarkeit der Würde des Menschen am Ende dazu, mich vor dem Staat zu schützen, der diesen Satz als ersten und grundlegendsten seines Gesetzwerkes verwendet??

* * * * * * *
Meine ganz private Vorstellung von Würde wird nicht vom Grundgesetz geschützt, noch nicht einmal ansatzweise. Seine Würde kann nur jeder selbst schützen und bewahren. Das Grundgesetz kann nur die äußeren Bedingungen festlegen, die minimalen Voraussetzungen, den kleinsten gemeinsamen Nenner, daß jeder seine Würde selbst wahren kann.

Meine Vorstellung von Würde hat sehr viel mit dem (heutzutage schon fast altertümlichen) Begriff der Ehre zu tun, den alten Tugenden, mit der Idee von der Entwicklung des Individuums über das rein Körperliche/Materielle/Konsumative hinaus, mit spiritueller Entwicklung. Ein gutes Leben zu leben, im Einklang mit den Vorstellungen der Antike und der großen philosophischen und spirituellen Schulen. Das bedeutet Würde für mich.

Der Autor des oben angebenen Artikels setzt noch nach: (kursiver Text von da)
Ich möchte eine dritte Auslegung vorschlagen: Die Würde des Menschen ist unantastbar, weil: Was nicht ist, kann man nicht antasten. Um das deutlicher zu machen, würde ich den ersten Satz ein bisschen erweitern: „Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar und Meerjungfrauen werden nicht zu Fischstäbchen verarbeitet.“ Man könnte sogar noch ein Basta! dahinter setzen und, wie auch in der heutigen Fassung, als zweiten Satz „Sie – also die Würde sowie die Meerjungfrauen – zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, und dann könnte man sich zurücklehnen und den Dingen ganz entspannt ihren Lauf lassen.
Es reicht ein Spaziergang die Schönhauser Allee entlang und es wird klar, dass dies die sinnvollste Auslegung ist. Da gibt es wenig, was man mit Würde verwechseln könnte. Wer sich würdevoll gibt, leidet bei genauer Betrachtung nur unter schlimmen Egoblähungen, alle anderen scheinen ganz froh damit zu sein, wenn sie auf alles verzichten können, was gegebenenfalls antastbar wäre.

Mir gefällt der Ausdruck "Egoblähungen". In den heutigen Zeiten verwechseln zuviele Menschen ihre aufgeblasenes, künstlich mit Pseudo-Bedeutung angefülltes Ego mit Würde. Seeehr witzig, der Mann. ;-)

Schönen Nachmittag, guten Abend, ruhige Nacht und guten Morgen everybody, Sathiya

Kommentare:

  1. Na ja, ich bin der Meinung: ... und sie existiert DOCH !
    Ausserdem scheint - genau SIE - einer der haeufigsten Gruende fuer Zwist und Streitereien auf dieser Welt zu sein - mM!
    Selbst unter Einhaltungs-VERSUCH/Beruecksichtigung von BESTEN Absichten im Umgang mit dem Ding, geraten wir oefter selbst als oft versehentlich schwer (verletzend) 'daneben'; s. Betreuung in Altersheimen, Krankenhaeusern usw.

    En Miniature ein Beispiel von mir: Blogger-Partner donnert/blogt/haut verbal mir oeffentlich (aber vermeintlich grundlos bzw. wegen nicht ausreichend Grund) gegen meine Ehre/Wuerde = sogar ich (Schlumpf) muss mich dann arg am Straps reissen und auf meine automatischen Verteidigungs-Reflexe setzen um nicht instant voll-verletzend (= 1 x mind. noch eines 'oben drauf') zurrueck zu kontern.
    Wird dagegen Gerlinde-Gebrauchs-Anweisung eingehalten: rede mit mir zuERST (bevor Du's der Welt verklickerst) = selbst schlechteste Info's werden dann ohne weiteres Murren hingenommen und - wenn noetig - werde ich sogar noch helfen, die Entscheidung/Wunsch meines 'schlechten Messengers' (samt Person drann) zu verteidigen.
    Es ist schliesslich klar: meine Rechte/Wuerde reibt sich zwangsweise immer mit den selben Rechten meiner Gegenueber. Jeder Mensch hat 'variable Dimensionen und Grenzen' hiervon/-fuer = reden, bitte, WO WAS WARUM!
    Was ich vielfach einfach nicht verstehen kann ist folgendes: Ein 'gewuenschtes Ziel' zu erreichen geht fast immmmer zuggleich einher mit vorsichtshalber die andere Person 'tot' zu schlagen.
    Zeitersparnis? = braucht man dann nicht kontrollieren, ob man vielleicht versehentlich ein sog. 'Rache-Messer' in den Ruecken kriegt? D.h. aber fuer mich: wir haben (noch) nicht gelernt wuerdevoll zu verlieren; gehen zu lassen; uneigennuetz jemanden zu helfen (ohne Gegenrechnungen zu erstellen) usw. !

    LG, Gerlinde

    (PS: entgegen aaallem meinem Schlumpf-Tum benutze allerdings auch ich ab einem gewissen Endpunkt 'Messer'. Der Endpunkt liegt - KsD/GsD - etwas verlagert und kann dadurch mitunter sogar f. mich gefaehrlich werden = Risiko = but that's life from the first breath on! )
    Oder:
    Life shrinks or expands in proportion to one’s courage.
    Anais Nin

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    1. Sathiyas Dogma: Würde ist das, was man hat und nicht erwirbt. Erwerben kann man ein aufgeblasenes Ego... und was in alten Zeiten als "würdig" und "würdevoll" bezeichnet wurde, ist eher ein mit Behäbigkeit und Tradition garniertes aufgeblasenes Ego.

      Daß die persönliche Würde gelegentlich mit der anderer kolidiert, ist in unseren übervölkerten Zeiten normal. Aber wie so oft, gibt es auch hier individuelle Unterschiede, wie bei der persönlichen Distanz, die jeder braucht.
      Mein privates Körperfeld beispielsweise liegt ca. 75 cm um mich herum, ein zufälliges oder absichtliches Eindringen in dieses werte ich als unangenehm und unerwünscht. Ähnlich sieht es bei meiner Würde aus - wobei das nicht ganz so einfach ist. je nach Lebenssituation und Tageszeit habe ich da völlig unterschiedliche Schmerzgrenzen.
      Das Problem mit der privaten Würde und Krankanhäusern ist noch ungelöst. Wie ich das sehe, gibt man ohnehin mit dem Betreten eines Krankenhauses einen Teil seiner Selbstbestimmung und Würde vorübergehend auf, wie auch im Gefängnis (wo ich das allerdings durchaus positiv als Teil der Strafe ansehen würde). Aber das ist ein weites Feld, und ich könnte ganze Romane dazu erzählen (lieber nicht - nein, nicht was Du vielleicht erschrocken vermutest, ich bin schließlich nicht der Zaubermann).

      ***
      Liebe Gerlinde, Kopf hoch!
      Es gibt immer wieder Leute, die erst zuschlagen, und dann erst frage oder nachdenken, wenn überhaupt. Alles wird gut - und jeder bekommt irgendwann die Rechnung präsentiert, die er verdient. Ausgleichende Gerechtigkeit nennt sich das wohl.
      Ich habe das schon oft erlebt - und muß es mittlerweile nicht mehr selbst sehen, wie da mit Vollgas in die selbst geschaufelte Grube gefahren wird. Das würde nur mein Karma beschmutzen. *g*
      Pendel - erinnerst Du Dich? Pendel - so hoch wie tief, so weit links wie rechts, hin und her. Ausgleichend. Wohltuend. ;-)

      Liebe Grüße aus der Wiederauferstehung nach Kopfschmerzen, Sathiay

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  2. ;-)

    Besprochener Knabe ist schon i.O.: er selbst eben - seine Weise = so wie ich selbst nun mal auch kaum anders 'kann' ausser ich selbst sein, weil ich noch nie jemand Anderer war und damit keine Vergleiche habe.
    Der hat ja noch soooo viel Glueck im Unglueck gehabt - man glaubt es kaum!
    Wenn er sich ansonsten mehr 'on the straight and narrow' haelt - seien ihm seine 'Farb-Karten-Spinnereien' absolut verziehen. Auch wenn ich diese ab-so-lut nicht verknusen kann, da sie ausgrechnet reden unterbinden, wenn es eigentlich zum Verstaendnis am Noetigsten waere - seufz = leider nur mM!
    Das die Welt mitunter etwas mehr Probleme mit meiner Rabaukigkeit zu erleiden hat …
    well, nettere 'Korrektur-Vorschlaege'/Umerziehungsmassnahmen gaebe es sicher auch; aber bitte: wir koennten das noch irgendwie lernen in u/gemeinsamen Leben :-D
    Muss - leider - trotzdem sagen (noch immer - seufz): kriegt man von einem Mann eine 'Ohrfeige' ist sie zumindest meist ein 'in sich abgeschlosssener Vorgang' ohne nachtragend zu sein und man koennte sehr wohl wieder mit ihnen weiter machen!
    Ausgerechnet da habe ich allerdings z.Zt. selbst gehoerig 'Dreck am Stecken': habe Angst vor jemandem, der mir einiges bedeutet, mich aber 'anno dunnemal' innerhalb von wenigen Saetzen furchtbar mit ihm gekabelt habe (= hat mich einfach zuuu schrecklich an meine unheimlich bock-willige Mutter erinnert - seufz !). 'Weiter machen' mit dieser Person = keine Ahnung wie = ausnahmsweise sitze ich da total verschreckt in einer Ecke!
    Passierte mir noch nie; tut weh und verwirrt.

    ***
    Des Lebens 'merry-go-round': ich glaube ziemlich fest daran: alles hat 'Echo' - auch wenn es nicht immer aus 'DEM Wald' zurueck kommt in welchen man dafuer hineingeplaerrt hat !
    Mein brutalster Satz gegen 'gaaanz schlimm' bei meinem fV war ja meist, in voelliger Ruhe und lachend ihm an den Kopf werfen: "Bist Du eigentlich in der Firma und zu anderen Menschen auch soooo ekelhaft? Wenn ja - fein, dann brauche ich mir die Haende nicht dreckig machen und Dir weh tun - das wird vor mir dann wohl doch irgendwer anderer dankend uebernehmen !!!"

    ***
    - Fortsetzung folgt -

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    1. - Fortsetzung 2/3 -

      Kopfschmerz: hatte am WE auch - wieder einmal nach laaanger Zeit - mein persoenliches 'Darwin' (= Migraene mit 'Blitzen' usw. = die Stadt Darwin hier hat angeblich von Dez. - Maerz herrlichste Gewitter-Evente = irgendwann ein 'Muss', wenn das Hillside-Property 'off Responsibility')
      Habe dann Trade-in mit jemanden gemacht und meine vorherigen Leistungen mir lieber in Pampering vergueten lassen. Was a brilliant idea and just in time f. meine Nerven. Allerdings gab es etwas Gelaechter, weil hierzu wurde ich in einen sog. 'Egg-Chair' (diese schwingenden outdoor-Moebel) verfrachtet. Waehrend die Verpflegung vom Hausherrn aufgrund des Pampering-Paketes organisiert wurde, war ich angeblich hinterher bei seiner Wiederankunft auf der Terasse nicht mehr da. Ein kurzer suchender Ruf ergab dann: Gerlinde, aufgrund ihrer Kuerze, die Fuesse auch in den Schwingsessel und total eingerollt in den dicken fetten Kissen eingeschnurcht und ihn verschlafen und verbluefft angesehen wie 'wie denn, wo denn, was denn'!
      ABER: Ach, tat das mal gut, wenn man einmal umgekehrt verwoehnt wird !!!
      Auch wenn man bei so einer Tour dann schon mal neue Situationen zu loesen zu lernen hat. Z.B,: wie raeubert man in einem fremden Haus zu mitternaechtlichen Zeiten den Kuehlschrank ohne dem begeistert kochendem Besitzer dabei zu viel Schaden mit der Pluenderei zuzufuegen?
      Mein Ansatz war zwar voll mit Erfolgt gekroent (und brachte sogar mitternaechtliche Pfannkuchen = óó bei mir)
      hatte aber die nachstehende Peinlichkeit vorhergehend bei meinem hoeflichen Klopfen an des Gastgebers Schlafzimmer-Tuere: "Hast Du's Dir jetzt DOCH ueberlegt und moechtest mit mir Schlafen, Kleines?"
      Die Enttaeuschung war wohl arg gross, als ich stattdessen dann verschuechtert meinte "leider nein; ich bin leider derzeit an etwas gaaanz anderem mehr interessiert - naemlich dem Pluendern Deines Kuehlschrankes und weiss nicht, was und was besser nicht von mir eliminiert werden duerfte. Koennte ich Dich bitte um Deine Mithilfe bitten?" Kommt daraufhin im 'best-Praesentations-Dress-Code der Nacht' angetrabt und lacht mich an (und aus) mit den Worten von "oh Du bist vielleicht ein kleiner Gourmet-Gourmand. Haben wir zuuu lange in die Nacht geratscht und Dich dann noch einmal zu fuettern vergessen?"
      Hungrige 1,56 m nickten hierzu seeeehr heftig zustimmend !
      Gelernt darum, um
      a) Erwartungshaltung des Gegenuebers nicht unnoetig schmerzlich hochzuschaukeln
      b) die Chance von 'best-Praesentations-Dress-Code-der-Nacht' (und rotwerdende Gerlinde) zu vermeiden: naechstens statt klopfen besser anrufen !!!

      ABER: ich fuerchte nun, ich brauche auch so einen Sessel (um autark zu werden). Haette mir das Ding niiiie so positv vorgestellt, denn die kleineren Dinger sind ja eher langweilig zum nur drinnen hocken, schwingen und 'hopsen' und die Welt gelangweilt zu beobachten. Die Groesseren dagegen: die Welt da drinnen auch mal zu vergessen !!!
      Gelaechter gab es ueber meine Instant-Erfindung eines sog. Bird-feeders fuer Naschwerk = abgehaengt und auch schwingend von oben.
      Ausserdem war ich nicht gewillt den Drink zu mir in den Sessel mitzunehen und auch nicht staendig heraus zu klettern wenn selbiger auf dem Beistell-Tisch steht. Gerlinde-Loesung: In den naechsten SuMa gestapft, 70 cm lange Strohhalme organisiert, dem verdattertem Hausherrn seine Kerzen aus einem 50 cm hohen Deko-Weinglass verfrachtet und Glas sauber gemacht; die Luft durch Getraenk mit langem Strohhalm versehen ersetzt = Bingo!
      Trotz Verdatterung entfeuchte meinem eher 'technisch-denkendem' Hausherrn noch das versehentlich Kompliment von "hmm, ja ich erinnere mich wieder, warum ich DICH manche mir sinnlos erscheinenden Sachen noch einmal durchdenken lasse" = Yep, meine staerkste Disziplin (auch wenn mir Mutter immer Faulheit vorgeworfen hat, wenn ich immer erst einmal ueberlegte - jedoch vor den meisten Arbeiten :-o )

      ***

      - Fortsetzung folgt -

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    2. - Fortsetzung 3/3 -


      Zum Thema Klima-Veraenderung und dessen Schuldzuweisungen: auch da waere manchmal ein anderer Umgang miteinander nicht un-nett.
      Ausserdem haben wir bald zwei Sachen mind. in diesem Zusammenhang garantiert:
      a) die Jugend dreht uns vor Verzweiflung und 'eh nix mehr zu retten' durch (Andere/Aeltere sicher hinterher !!!)
      b) die schalten auf 'Durchzug' - sprich hoeren GAR nicht mehr hin!
      Ich weiss es nicht, was am besten waere und werfe 'denen' auch mitunter vor, unbewiesen/ungerechtfertigt zu plaerren. Schliesslich haben wir die Dinosauriere auch nicht ausgerottet ABER: WIR waeren selbst gar nicht existent als eigenstaendige Rasse, wenn die Erde sich nicht selbst 'verschlimmert' haette (= sooo schoen warm und leuchtend und gluehend war sie doch angeblich einmal, oder? Dann irgendwann mal 'tief-weiss-blau' - alles ohne das Zutun des Menschen !!!)
      Ausserdem denke ich mir schon mamchmal beim, aehem, 'Wetter-Vorherraetseln', ob bei deren Fehlerdquote nicht vielleicht manchmal ein arthritischer Senior treffsicherer waere?!
      Unsere - alten - Aborigine (inkl. viele ebenso alten 'White Fella's' ) verstehen eigentlich gaaar nicht, was denn urploetzlich soooo anders sein soll zu frueher !
      Not, Leid und Katastrophen der Welt gingen einfach frueher auch nicht soooo flott rundum wie heutzutage.
      … und wie Castagir auch schon meinte, so sagte schon meine neben der Donau oefter mal 'abgesoffene' Mutter immer: sooo nahe baut man nicht am Wasser (und heiratete einen 'Haeusle-Menschen', der auf einem Maulwurfshuegel wohnte ;-) :-D )
      Ich fand es auch einst seeeehr befremdlich, dass die Autobahn Muc-Lindau schon eeeewig in Planung war und dann die Leute aber (wohl auch noch freudestrahlend ob der guenstigen Baugrund-Preise) fast direkt neben deren geplanten Trasse bauten UND hinterher dann jammerten und klagten = jaaahaa, bitte - krieg ich jetzt die Motten, oder was?!
      Zusammenfassung: der Mensch und sein Wahn - meiner nicht ausgenommen (= schwelgt einfach in anderen Ecken/Varianten ;-) )

      LG, Gerlinde

      Viel Glueck noch bei Deiner Nach-Erholung von dem 'Gewitter'; ich kaempfe noch etwas mit Licht-Uebersensibilitaet (= Sonnenbrille indoors !) und Laerm-Empfindlichkeit (= 'leise schreiben, bitte/danke' ;-) !)












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    3. Lustig! Gerlinde verschwunden in einem Kissenberg, nächtliche Raubzüge durch fremde Küchen, mitternächtliche Avancen leichtbekleideter Männer (er war doch zumindest leicht bekleidet, oder? Oder nicht? Was genau darf ich mir unter best presentation dresscode vorstellen? :-))) ), meterlange Strohhalme - eine super Woche, so wie sich das anhört! *lach*
      Da werden einem doch so kleine Kleinigkeiten wie fehlende Worte bei doch bestehender Kommunikationswilligkeit nicht die Laune verhageln. ;-)

      Männer sind meiner Erfahrung nach ziemlich einfach: sie streiten sich, schlagen sich ein paar aufs M**l, sie vertragen sich. Kaum einer ist nachtragend, und Worte, die vor Jahren, Monaten, Wochen oder Tagen gefallen sind, egal was für welche, sind meist gründlich vergessen. Ich denke, Du kannst einfach unbesorgt genau wieder an dem Punkt anknüpfen, bevor es damals häßlich wurde.

      Ansonsten - das Leben bleibt spannend. In jeder Hinsicht und an jedem Tag.
      Ich habe leztens jemanden kennengelernt, der ganz außergewöhnlich zu sein scheint. :-)) Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt oder ob es beim Träumen bleibt... *lach*

      Liebe Grüße und gute Erholung vom Darwin-lightning, Sathiya

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  3. PS: ich bleibe bei meiner Behauptung den sog. 'Gruenen' gegenueber: wenn deren Art von irgendeiner Regierung dieser Welt genau soooo gehandhabt wuerde, wuessten sie den passenden Ausdruck hierfuer seeehr wohl!

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