Donnerstag, 20. Juli 2017

Kranken- und Gesundheit

Verrückt: hieß es früher (vor mehr als zehn oder zwanzig Jahren) noch Krankenschwester und Krankenpfleger, Krankenkasse und Krankenhaus, Krankheit und Krankenakte usw., dürfen wir uns seit einigen Jahren an neogenial anmutenden Begriffsneuschöpfungen und Bedeutungswandlungen erfreuen:

statt Krankenschwester/Krankenpfleger heißt es nun Gesundheits- und Krankenpfleger/in.

Statt Krankenkasse: Kranken- und Gesundheitskasse oder kurz Gesundheitskasse.

Statt Krankenhaus: Klinikum für <medizinischer Ausdruck> oder "von und zu" <Ort einfügen>

Für Krankheit und Krankenakte und einige weitere Worte, die die Silbe <krank> in sich tragen, ist die endgültige Wortneuwahl wohl noch nicht ganz abgeschlossen.

Ich hätte da ein paar Tipps: Gesundkrankheit. Gesundheitsakte.
Igitt. Aber wetten, daß sich in ein paar Jahren kaum noch einer daran stößt?

Man fragt sich unwillkürlich, wann dann ein Kranker nicht mehr Kranker genannt werden darf, obwohl er - nun ja - krank ist?!


Nachdenklich macht mich vor allem die Umbenennung der ehemaligen Krankenkassen in "Gesundheitskassen".
War es früher noch so, daß die Krankenkassen die Kosten für die notwendigen Behandlungen zur Heilung einer Krankheit übernahmen, scheinen sie mehr und mehr ihren Geschäftsbereich auf die gesunden Anteile der Bevölkerung auszuweiten, sich in Dutzenden Präventionsangeboten, Hokuspokusmedizin, Wellness, digitalem Venetzungsschnulli (Medikamenteneinnehm-App usw.), Bonuszahlungen fürs Nichtkranksein und Neukundenwerbung zu verzetteln, und dabei mehr und mehr ihr eigentliches Kerngeschäft zu vernachlässigen. Und Jahr für Jahr dabei immer teurer zu werden.

Ja, es kommt einem beinahe so vor - und das ist ein durchaus sehr subjektiver Eindruck - als ob die selbsternannten "Gesundheits"kassen sich mehr und mehr als eigentlicher Eigentümer und Besitzer jeglicher Gesundheit im Lande verstehen. Und die freiwilligen und unfreiwilligen Beitragszahler sollen/müssen ihre Gesundheit für teures Geld von den Kassen zurückmieten. Diese Überlegung erklärt übrigens nebenbei ganz zwanglos die ständig steigenden Beiträge zur Krankenversicherung. Dynamische Mietpreisanpassung?

Damit einher geht leider eine besorgniserregende Verlagerung der Verantwortung für die eigene Gesundheit vom Menschen weg hin zur Kranken- äh Gesundheitskasse. Das ist nicht nur auf den Patienten gemünzt - nein! auch die Herren und Damen Mitarbeiter bei den besagten Kassen sind immer öfter der Auffassung, daß ohne sie nichts ginge, schon gar keine Gesundheit.


In diesem Sinne - allen jederzeit eine eiserne Gesundheit!

Montag, 1. Mai 2017

Freizeit ist ...

Das Wort "Freizeit" geht einem leicht von den Lippen.
Schon während der ersten Schuljahre wurde man darauf trainiert, auf Nachfrage brav anzugeben, was man denn gern in seiner Freizeit tue. Ohne weiteres Nachdenken hat man von seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen geplaudert. Man plante seine Freizeit, lernte, sie sinnvoll zu nutzen und nicht zu verschwenden. Man übte sich in Effizienz, auch in der knapp bemessenen Freizeit. Manchmal allerdings faulenzte man, ließ fünfe gerade sein und vergeudete dann eben seine Freizeit.

Und kaum einer von uns Kindern hat je über das Wort "Freizeit" an sich nachgedacht. Es wurde als unabänderlich hingenommen, wie so vieles andere auch. Es zog sich hin bis ins Erwachsenenleben, wobei ich zunehmend Gesprächen auswich, die sich um die üblichen Freizeitbeschäftigungen drehten. Das Wort "Freizeit" an sich mißfiel mir.


Was genau soll der Begriff "Freizeit" eigentlich bedeuten? Wo kommt er her, wie ist seine Entstehung?

https://de.wikipedia.org/wiki/Freizeit

Fragt man Wikipedia, so liest man unter anderem:
  • Dieser Artikel beschäftigt sich mit Freizeit im Sinne von arbeitsfreier Zeit.
  • Freizeit = Zeit, in der jemand nicht zu arbeiten braucht, keine besonderen Verpflichtungen hat; für Hobbys oder Erholung frei verfügbare Zeit

Genau DAS ist der Punkt, um den es mir geht.
Die freie Zeit, die ein Mensch hat, wird der Arbeitszeit, die derselbe Mensch zu leisten hat, gegenübergestellt, damit direkt bewertet und - in unserer Leistungsgesellschaft - automatisch als rangnieder eingestuft, im Sinne von <Freizeit ist der Arbeitszeit untergeordnet>, weil sie in erster Linie zur Regeneration und Erholung gewährt wird, also praktisch nur zum Erhalt der Arbeitskraft genutzt werden soll.

Freizeit wird also als Abwesenheit von Arbeit definiert - wie bedauerlich und wie einseitig.
Rein logisch betrachtet, würde es durchaus Sinn ergeben, die Freizeit als Nicht-Arbeit oder die Arbeit als Nicht-Freizeit zu bezeichnen. Linguistischer Nonsense, aber auf einen mehr kommt es dieser Tage ja nicht an, nicht wahr?


Wie würde wohl der Ausdruck für Freizeit lauten, wenn ihm nicht die Arbeit so Dominant gegenüberstünde, sondern die Freizeit an sich das Hauptlebensziel wäre, und Arbeit ihr untergeordnet? Muße etwa?
Und folgerichtig wäre der, welcher sich der Muße hingibt, ein Müßiggänger. Wie negativ.  Und wie passend zur allgemeinen Glorifizierung der "Arbeit" und des "Arbeitsplatzinhabers".

In diesem Sinne. Jedes weitere  Wort ist wohl müßig.

Montag, 13. März 2017

Wahlalternative

Alternative zu den demokratischen Wahlen?


Aus Friedrich Schillers Bürgschaft.

Der Dolch im Gewande wäre als Ersatz für Bleistift und Stimmzettel heutzutage durchaus denkbar, angesichts der gereizten Stimmung..
Ist nicht auch der Tyrannenmord oder Caesarenmord oder gar Präsidentenmord gute alte demokratische bzw. republikanische Tradition?

Man darf gespannt sein - dieses Jahr werden in einigen wichtigen Ländern Wahlen abgehalten. Die nächsten schon in zwei Tagen in Holland. Die Iden den März lassen grüßen.

Sonntag, 5. März 2017

Freude schöner Götterfunken

Man fragt sich, angesichts der konsequenten und politisch korrekten Durchgenderung der Gesellschaft und der modernen Literatur, wann wohl endlich die Klassiker drankommen.
Seltsamerweise hat sich - noch - niemand über den Text der Ode an die Freude beschwert, obwohl es da etliche Streitpunkte gäbe.

Beispiel:
Alle Menschen werden Brüder.

Das geht doch wohl nicht an, meine Damen und Herren.
Brüder! Ausgerechnet!

Brüder, überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen.
...

Wer ein holdes Weib errungen
mische seinen Jubel ein.
...

Freude trinken alle Wesen an den Brüsten der Natur...
...

Wollust ward dem Wurm gegeben...
...

Männerstolz vor Königsthronen.

Ja, ist es denn die Möglichkeit! :-)

Da wir ja sonst nichts zu tun zu haben scheinen, und auch die nächste Bundestagswahl noch lang hin ist, wäre es ein Verdienst, sich des anstößigen Textes im Sinne von gendergerechter Sprache anzunehmen. Schließlich gibt es ja auch die Bibel in "gerechter Sprache" zu lesen.
Vorschläge bitte nur mit Vorwarnung senden, damit ich vor der Lektüre eine Brechschüssel und genügend Taschentücher parat habe. Danke.

Das allereinfachste wäre natürlich, absolut jedes Wort, was auf irgendein Geschlecht hinweist, sei letzteres nun grammatikalisch, biologisch, eingebildet oder fließend, radikal umzuprogrammieren.

Dann würde sich die Ode an die Freude möglicherweise so lesen:

Freud schön Göttfunk
Tocht aus Elysium
w betret feutrunk himmlisch d heiligtum
d zaub bind wied was Mod streng geteil
all Mensch werd Brüd
wo sanft Flügel weil

!$§%"&&!

Ich brauch ein Aspirin.

Freitag, 3. März 2017

Lohn und Brot - Entkoppelung

Bei jemandem in "Lohn und Brot" stehen ist eine alte Redensart für abhängige Arbeit. Häufig verwendet für Hausangestellte, Handwerks-Gesellen, Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Feldarbeiter.
In Lohn und Brot stehen bedeutete, sich sein Brot, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Große Sprünge machen konnte man nicht, reich wurde man auch nicht unbedingt, aber es reichte zum Leben und zum Gründen einer Familie langte es auch noch.

Heute bedeutet in Lohn und Brot stehen nicht immer, daß man davon auch existieren kann. Manche haben sogar zwei oder drei Jobs, um überhaupt über die Runden zu kommen. Heuzutage Lohn zu bekommen heißt aber nicht unbedingt, dafür auch genug Brot kaufen zu können. Brot im Sinne von Leben.
Schleichend hat sich die Arbeit, für die man Lohn bekommt, vom Brot, das man dafür erhält entfernt.

Dank der deutschen Vorreiterrolle im Niedriglohnsektor (das, was sich so vollmundig Agenda 2010 nannte) haben sich Brot und Lohn vor allem in den klassischen Niedriglohnberufen nahezu entkoppelt. Wieviele Menschen müssen auf dem Sozialamt um Zuschüsse betteln, weil der reguläre Lohn nicht mehr zum Leben reicht? Und dei Arbeitgeber rechnen damit, vermindern den ohnehin kärgliche Lohn noch um ein weiteres, verkaufen es ihren Angestellten gar noch als alternativlos, da diese ja schließlich zum Amt gehen können.

Weiter geht es mit den unsäglichen Praktika, in denen Menschen zum Nulltarif und bei Strafandrohung von Sanktionen schuften müssen, nur um "für den Arbeitsmarkt fit zu werden". Leute, das Praktikumsunwesen IST mittlerweile der Arbeitsmarkt!
Von einer Gleichheit von Lohn und Brot kann hier erst recht nicht gesprochen werden.

Wenn Arbeit haben das wichtigste für manche Menschen ist - Schlagwort "Hauptsache Arbeit!" - dann meinen sie in aller Regel die Gleichwertigkeit von Arbeit und Lohn. Sie meinen damit, sich selbst erhalten zu können.
Leider funktioniert es nicht. Nicht mehr.
Die Gleichung ist gekippt. Wie so einiges anderes.

Wir werden sehen, wir werden hören.

Donnerstag, 2. März 2017

Hartnäckiger Infekt und chemtrails

Die Influenza oder Erkältungswelle verläuft anscheinend diese Saison besonders stark.
Von allen Seiten höre und lese ich, daß man sich noch nie so lange so schlecht gefühlt habe, sich nicht richtig erhole und einige Zeit nach Genesung erneut erkranke. Auch uns hat es mehrfach erwischt, vom letzten Infekt erholen wir uns gerade langsam.
Das Zeug, was Schnupfen, Husten und allgemeines Krankheitsgefühl verursacht, ist wohl vom Himmel gerieselt, kaum einer ist verschont geblieben.

Andere Beobachtung: noch nie habe ich so lange Zeit einen so zugezogenen, milchig verwaschenen Himmel gesehen, der sich hielt und hielt und nicht richtig aufklaren wollte.

Nun kommt eine gewagte (und eigentlich im Grunde genommen hirnrissige!!) Hypothese: es sind die Chem-Trails.
Flugzeuge, die tags und nachts kreuz und quer und keiner logischen Flugroute folgend, über den Himmel fliegen und dabei äußerst ungewöhnliche und befremdliche sog. Kondensstreifen hinterlassen. Diese Kondensstreifen verhalten sich exakt wie Kondensmilch im Kaffee: sie färben den Himmel milchig ein. Früher, noch vor zehn Jahren, hatte nur eins von vielleicht 20 oder gar 100 Flugzeugen einen sichtbaren Kondensstreifen und der löste sich innerhalb von Sekunden, maximal Minuten restlos auf. Was tun die Leute dieser Tage nur in den Flugzeugtreibstoff rein?
Die Brüder, die verflixten, sprühen den Himmel mit irgendwas voll, was uns alle krank macht.

In den Medien, sofern das Thema überhaupt angesprochen und nicht sofort als an den Haaren herbeigezogene Verschwörungstheorie verächtlich gemacht wird, wurde gelegentlich mal was von Geo-engineering und globaler Klimabeeinflussung gemurmelt, was mithilfe gewisser Spezialflugzeuge erfolgen sollte, die irgendeine Substanz in die Athmosphäre einbringen sollten, um lokal die Sonneneinstrahlung zu vermindern. Was immer das für geheimnisvolle Substanzen sein sollten - Metallflitter? Polymere?

Oder irgendwelche Krankheitserreger? Oder Giftmüll? Industrieabfälle? Giftigen krankmachenden Industriemüll?!

Ich meine, die Leute haben früher alles einfach ins Meer verklappt, was sie an Land/Schiff nicht mehr gebrauchen konnten, warum also nicht den Luftozean nutzen, verteilt sich doch alles so prächtig...

Verknüpfung: weil da irgendwas gesprüht wurde, sind die Leute krank. Kranker als sie es wären, wenn der Himmel sauber bliebe. Selbst wenn nichts gesprüht worden wäre, allein der immense Luftverkehr erzeugt eine solche Luftverschmutzung, daß es krankmachend sein muß!

Das bringt mich zur nächsten Beobachtung: noch nie war es in den Städten so staubig und dreckig wie heute. Der Dreck rieselt geradewegs vom Himmel. Meine Toilette beispielsweise ist nach spätestens zwei Tagen dermaßen verstaubt, man glaubt es nicht. Der Schornsteinfeger holt jedes Jahr einen Riesensack Dreck aus dem Schornstein. Das glaubt man erst recht nicht. Das KANN einfach nicht alles vom Ruß und von den Ziegelsteinen des Schlotes kommen, das kann doch nur von oben hineinfallen.

Es kann doch nicht die Lösung sein, daß ich mit einer Feinstaubmaske auf der Nase hier sitzen muß? Bis in alle Zukunft?

Allen Erkrankten und anderweitig Betroffenen gute Besserung wünscht  
Sathiya

Mittwoch, 1. März 2017

Haus aus dem 3D-Drucker

http://apis-cor.com/en/about/news/first-house

Das ist ja der Wahnsinn!
Sowas brauche ich ganz unbedingt auch! Am besten gleich zwei oder drei! :-))

Das gute alte Gartenhäuschen mit Tapete hat dann wohl ausgedient...


Montag, 27. Februar 2017

Post Mortem

Wie wir unsere Verstorbenen ehren.
Ob wir sie begraben, im Sarg vernagelt oder in Tücher eingeschlagen, sie zuvor noch einbalsamieren oder anderweitig konservieren, sie öffentlich zur Schau stellen (Aufbahrung, Körperwelten), sie in anatomischen Instituten in Stückchen schneiden, sie auf offenen Scheiterhaufen oder in Krematorien verbrennen, ob sie in Einzelgräbern oder Massengräbern zur letzten Ruhe gebettet werden, ihre Asche auf Wiesen verstreut, ins Meer geschüttet, in den Fluß geworfen oder vom Winde verweht wird, ob sie ins Weltall geschossen oder auf hoher See ins Wasser gekippt werden, ob sie in die Wüste getragen werden, von Geiern abgenagt (sog. Himmelsbestattung), ob sie auf Friedhöfen oder im Familiengarten liegen, in Mausoleen oder Erdlöchern, in Felsspalten oder auf Bäume gebunden, ob die Urnen sich in Grabreihenfächern oder auf dem Kaminsims befinden - all das sagt sehr viel über uns aus.
Wir bestatten unsere Toten auf vielfältigste Weise, den gewachsenen Traditionen und religiösen Überzeugungen entsprechend, und häufig genug auch der schlichten Notwendigkeit gehorchend.

Hierzulande ist es üblich, die Verstorbenen nach traditioneller Weise eher christlich orientiert zu Grabe zu tragen. Man wird entweder im Sarg beerdigt oder der Körper wird im Krematorium verbrannt und nachfolgend die Asche zur letzten Ruhe gebettet. Meistens.

Wie werden wohl all die mohammedanischen Toten bestattet werden, und vor allem: wo? Millionen über Millionen sind bis jetzt gekommen... selbst wenn man annimmt, daß sie alle noch mindestens 40 Jahre leben, irgendwann wird es soweit sein. Sie werden doch nicht alle zum Sterben in ihr Heimatland zurückkehren, oder nicht? Oder doch?

Naja, wie man hört, gibt es eine neue Bestattungsmethode - man wird gefriergetrocknet und anschließend umweltfreundlich kompostiert. Na wenn das nichts ist... nun muß man es nur noch in die Heiligen Schriften schmuggeln. Und ins Grundgesetz: § 666: Jeder hat die Pflicht, nützlich bis über den Tod hinaus zu sein.

In diesem Sinne - gute Nacht.

Montag, 20. Februar 2017

Eine Lektion aus der Natur

Die Anzahl der nicht als Deutsche gebürtigen Menschen in Stadt und Land erhöht sich und erhöht sich und erhöht sich...
Was wird wohl geschehen, wenn alles so weiter läuft wie bisher? Es kommen immer mehr, um für immer zu bleiben und von uns, unseren Errungenschaften, unserer Energie, unserem Leben, unseren Kindern, unserer Zukunft zu zehren...

Der folgende Arteikel, dessen Text ich kurzerhand ausgeliehen habe, spricht zwar von gewissen Singvögeln Amerikas, aber ich kann mir nicht helfen, die Parallelen zu ganz bestimmten heutigen modernen menschlichen Gesellschaften sind nicht zu übersehen. Vor allem, da auch wir Menschen in erster Linie der Biologie gehorchen, ob wir das nun bewußt wollen oder nicht.
Wir sollten innehalten und uns ansehen, was Mutter Natur uns dazu zu sagen hat.

Artikel gefunden hier:
https://cernunninsel.wordpress.com/2014/01/19/eine-lektion-aus-der-natur/
(vollständiger Text)

Die hübsche Scharlachtangare: einer von vielen Singvögeln, die durch Invasoren bedroht sind, die die Vögel dazu bringen, für fremde Nachkommen zu sorgen.

Die hübsche Scharlachtangare: einer von vielen Singvögeln, die durch Invasoren bedroht sind, die die Vögel dazu bringen, für fremde Nachkommen zu sorgen.


Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original A Lesson From Nature erschien am 9. Februar 2009 in Kevin Alfred Stroms Essays.


(Ursprünglich als Teil der Sendung von American Dissident Voices vom 10. August 2005 ausgestrahlt.) Die Originalübersetzung erschien am 21. Februar 2013 auf „As der Schwerter“.

Die Bedrohungen für amerikanische Singvögel veranschaulichen in dramatischer Weise die schlimme Notlage von Euro-Amerikanern.

EINE MEINER KLEINEN FREUDEN im Leben ist die Vogelbeobachtung, die mir etwas Frieden in dieser Welt des ständigen Konflikts schenkt.
Über die Jahre habe ich entdeckt, daß man von unseren Nachbarn, den Vögeln, eine Menge lernen kann; Lektionen, welche die Gesetze der Natur veranschaulichen, die für uns genauso gelten wie für sie.

Kürzlich hat mir ein Zuhörer diesen Artikel der Times Dispatch aus Richmond, Virginia, geschickt, mit dem Titel „Singvögel im Mittleren Westen singen den Kuhstärlingsblues – Das Aufziehen von Waisenküken löscht Pflegefamilien aus“:
Der Mittlere Westen ist zum Katastrophengebiet für Zugvögel unter den Singvögeln geworden, und zum Paradies für einen gefiederten Schmarotzer, der andere Vögel durch einen Trick dazu bringt, seine Jungen aufzuziehen.
Singvögel, die tausende Meilen aus Südamerika herfliegen, um in den Wäldern des Mittleren Westens zu nisten, werden von Kuhstärlingen an den Rand des Populationszusammenbruchs gedrängt, die Eier in die Nester anderer Vögel legen und die Wirte zwingen, die Kuhstärlingsküken zu füttern und zu pflegen.
Eine Studie, die heute im Journal Science veröffentlicht werden soll, zeigt, daß die Populationen ziehender Singvögel im Mittelwesten sich im steilen Niedergang befinden, und der Naturforscher Scott K. Robinson vom Illinois Natural History Survey sagt, daß parasitische Kuhstärlinge die Hauptursache sind. Robinson sagte, daß ein einziges Kuhstärlingsweibchen Eier in ein Dutzend Singvogelnester legt und sie dann in der Obhut der Singvögel läßt. „Die Kuhstärlinge schlüpfen früher, wachsen schneller und verdrängen dann die Jungen der Wirte“, sagte Robinson. „Die Singvogeljungen verhungern einfach.“
Robinson sagte, daß die Kuhstärlinge im Mittleren Westen gedeihen, weil die großen Wälder gefällt worden sind, um Farmfelder und Weiden zu schaffen, was die ziehenden Singvögel des Schutzes der tiefen Wälder beraubt. Zu den Singvögeln gehören Tangaren, Grasmücken, Drosseln, Fliegenschnäpper und Kernbeißer.
Eine Untersuchung von 5000 Nistplätzen in fünf Bundesstaaten durch mehr als 125 Forscher und Assistenten fand heraus, daß bis zu 50 % der Singvögel keinen Bruterfolg hatten. Dies ist nicht genug, um die Singvogelpopulation an jenen Orten aufrechtzuerhalten, sagte Robinson. Die Untersuchung wurde in Indiana, Michigan, Wisconsin, Illinois und Missouri durchgeführt.
„Diese Vögel haben keine Evolutionsgeschichte des Umgangs mit Kuhstärlingen“, sagte Robinson. „Sie haben nicht zu erkennen gelernt, daß ein Kuhstärlingsei nicht ihr Ei ist, und daß junge Kuhstärlinge nicht ihre Jungen sind.“
Die meisten Zugvögel unter den Singvögeln, sagte er, „werden auf die Jungen geprägt und sorgen für alles, was im Nest ist“, selbst wenn es ein Kuhstärlingsküken ist. Manche Standvögel jedoch tolerieren die schmarotzenden Kuhstärlinge nicht.
„Der Baltimoretrupial duchlöchert ein Kuhstärlingsei und wirft es hinaus“, sagte er. Rotkehlchen lehnen die Kuhstärlingseier ebenfalls ab. Sowohl Rotkehlchen als auch Trupiale gedeihen.
Robinson sagte, daß diese Studie zeigt, daß das Problem durch Einrichtung eines Netzwerks von Wäldern korrigiert werden könnte, die nicht kleiner als 20.000 acres [ca. 80 km²] sind. Dies ist die Mindestgröße, sagte er, um den ziehenden Singvögeln eine Zuflucht vor den Kuhstärlingen zu geben.
Ich bin erstaunt, daß die kontrollierten Medien diesen Artikel in dieser Form aus ihren Druckerpressen ließen, aber da haben wir ihn. Es gibt da so viele Lektionen zu lernen.

Hier haben wir schöne, hell gefärbte, nobel aussehende Kreaturen mit süßer Poesie und Musik als ihrer Kunst, bedroht durch hässliche braune Parasitenvögel, deren einzige Besonderheit darin besteht, daß sie die schönen manchmal täuschen können, sodaß diese glauben, daß es keinen Unterschied zwischen ihnen gibt.

Aufdringlich und aggressiv: der Braunkopf-Kuhstärling.

Aufdringlich und aggressiv: der Braunkopf-Kuhstärling.

Hier haben wir ein parasitisches Junges, das die legitimen Jungen im Nest verdrängt. Haben Sie in letzter Zeit ein Großstadtklassenzimmer gesehen? Hier haben wir Eltern, die ihre kostbare Zeit und Energie dafür verwenden, die Jungen der Parasiten zu füttern und zu pflegen. Die Parallele dazu ist die riesige Verschwendung von Reichtum und sogar Leben, um die ewig Elenden hier oder in Übersee „aufzubauen“. Die Parallelen dazu sind der Christian Children’s Fund und interrassische Adoptionen, die von unseren Regierungen und unseren Kirchen gefördert werden. Wir schaufeln unsere eigenen Gräber, mit einem dummen – extrem dummen – Lächeln auf unseren törichten weißen Gesichtern.

Die Singvögel sterben, so wie wir sterben werden. Manche Populationen sind um bis zu 93 % gefallen, und Experten sagen vielfaches Aussterben auf diesem ganzen Kontinent voraus. So wie das Trillern der Grasmücke vom rauhen Krächzen des Kuhstärlings ersetzt wird, so wird Vivaldi durch Killer-Rap verdrängt.

Was ist die Lösung für die Singvögel? Was sind die einzigen Hoffnungen für ihr Überleben? Eine wurde im Artikel der Times Dispatch erwähnt, den ich zitierte. Es ist die Einrichtung eines Lebensraums für die Singvögel, um den Singvögeln eine „Zuflucht vor den Kuhstärlingen“ zu geben. Die Singvögel brauchen – wie wir ebenso – und wie es jede Spezies zum Überleben braucht, ein eigenes Territorium, das verteidigt werden kann, wo ihre Parasiten und andere Feinde nicht anwesend sind, wo sie ihre eigenen Jungen aufziehen kann, wo ihr eigenes kostbares und einzigartig wundervolles und schönes genetisches Erbe unvermischt an die nächste Generation weitergegeben wird. Ohne unser eigenes Territorium werden wir zugrunde gehen. Eine Nation, die sich zum Schmelztiegel aller Rassen erklärt, wird bald aufhören, irgendetwas anderes zu sein als ein Friedhof für ihr Volk.

Nun könnten Singvögel die Rodung der Wälder überleben, wenn das alles wäre. Sie nisten halbwegs gut auf Wiesen und in der Nähe der Felder der Bauern. Lebensraumveränderung für sich genommen ist nicht tödlich. Tödlich ist, daß sie jetzt wegen der Rodung ihres traditionellen Waldhabitats dazu gezwungen sind ihr ganzes Territorium mit Kuhstärlingen zu teilen. In anderen Worten, sie werden mit Kuhstärlingen zwangsintegriert. Es ist die Integration mit Kuhstärlingen, die tödlich ist. Gebt den Singvögeln ihr eigens Territorium, mit welchen Mitteln auch immer, und sie werden wieder gedeihen.

Ein Artikel im Magazin Discover erwähnte letztes Jahr eine weitere, umstrittenere Lösung, die von einigen Naturschützern befürwortet wird. In Gebieten, wo nun die letzten verbliebenen Singvögel bedroht sind, fangen sie die eindringenden Kuhstärlinge und töten sie mit Giftgas. Die Ergebnisse? Ich zitiere:
Manche [Singvogel-] Spezies sind in Schwierigkeiten… sie ziehen zu viele Kuhstärlingsbabies auf und nicht genug eigene Junge. Zu den Singvögeln, die von den Kuhstärlingen näher ans Aussterben gedrängt worden sind, gehören der Least Bell’s Vireo von Kalifornien, der Schwarzkopfvireo von Texas und der Michiganwaldsänger. Die Situation hat Naturschützer in die unbequeme Position gezwungen, Ausrottungsprogramme für Kuhstärlinge befürworten zu müssen.
„Während es uns nicht gefällt, Kuhstärlinge zu töten“, sagt Jane Griffith, eine Biologieberaterin, „so hören wir doch gern den Gesang gefährdeter Spezies.“ Zumindest auf lokaler Ebene scheinen solche Programme zu helfen. Ein Beispiel ist jenes, an dem Griffith und ihr Ehemann John Griffith in Camp Pendleton gearbeitet haben, einer Basis der Marines in Oceanside, Kalifornien, die einer der letzten Zufluchtsorte des Least Bell’s Vireo ist. In den frühen 1980ern war die Hälfte der Vireonester von Parasiten befallen. Um 1994 war der Parasitismus auf 1 Prozent zurückgegangen, nachdem etwa 4.800 Kuhstärlinge in Fallen gefangen und mit Kohlenmonoxid vergast worden waren. Was noch wichtiger ist: die Zahl der männlichen Vireos hatte auf mehr als das Fünfzehnfache zugenommen, von 27 im Jahr 1981 auf 420 im Jahr 1993. Ähnlicher Erfolg ist von einem Kuhstärlingskontrollprogramm in Fort Hood, Texas, gemeldet worden, das zu einem Rückzugsgebiet für den Schwarzkopfvireo geworden ist.

Das übergroße Kuhstärlingsküken verbraucht Nahrung, elterliche Energie und andere Ressourcen, so daß die eigenen Küken der Eltern oft sterben. Infolge dieses Parasitismus sind viele Singvogelpopulationen gefährlich zurückgegangen. Die Parallelen zum deplazierten Altruismus und dem prozentuellen Rückgang europäischstämmiger Menschenpopulationen sind unheildrohend.
Das übergroße Kuhstärlingsküken verbraucht Nahrung, elterliche Energie und andere Ressourcen, so daß die eigenen Küken der Eltern oft sterben. Infolge dieses Parasitismus sind viele Singvogelpopulationen gefährlich zurückgegangen. Die Parallelen zum deplazierten Altruismus und dem prozentuellen Rückgang europäischstämmiger Menschenpopulationen sind unheildrohend.
Manche Vogelspezies, insbesondere Trupiale und Rotkehlchen, gedeihen trotz Versuchen der Kuhstärlinge, bei ihnen zu parasitieren. Sie gedeihen, weil sie die Kuhstärlinge in ihren Nestern nicht willkommen heißen. Sie gedeihen, weil sie ihr Territorium gegen Invasoren verteidigen. Sie gedeihen, weil sie das Kuhstärlingsei aufpicken und aus dem Nest werfen. Das Magazin The Condor vom August 1995 erwähnte eine weitere Spezies, den Texaskönigstyrann, der dem Parasitismus erfolgreich widerstanden hat. Was ist die erfolgreiche Überlebenstechnik des Texaskönigstyrannen? – Eierdiskriminierung. Denken Sie über die Parallelen dieser Technik in menschlichem Sinne nach. Welche natürliche Überlebenstechnik ist von unseren Feinden, wenn sie von uns angewandt wird, zu einem „Verbrechen“ und zu einem schmutzigen Wort gemacht worden?
Diskriminieren zu können – was einfach bedeutet, auswählen zu können – macht manchmal den Unterschied zwischen Leben und Tod aus.

Es gibt weitere erstaunliche Parallelen zwischen dem Parasitismus der Kuhstärlinge und unserer Enteignung. Nachdem sie nicht mit dem Aufziehen ihrer eigenen Jungen belastet sind, pflanzen sich Kuhstärlinge viel schneller fort als andere Vogelarten. Ein einziges Kuhstärlingsweibchen kann in einer einzigen Brutsaison bis zu 50 Eier legen. Nachdem Wohlfahrtsempfänger von einem Großteil der Last beim Aufziehen ihrer Brut befreit sind, können auch sie… na, Sie verstehen schon. Und Sie wissen auch, wer die Last trägt.

Und so wie wir von vielgestaltigen Parasiten bedroht sind, sowohl von jenen, die bereits hier sind, wie auch von jenen, die über unsere Südgrenze strömen, so gilt das auch für die Singvögel. Lesen Sie diesen Auszug aus dem Artikel im Magazin Discover:
Inzwischen ist eine neue Bedrohung für die Singvögel aufgetaucht – eine Invasion einer weiteren Kuhstärlingsspezies. Seit 1985 ist der Seidenkuhstärling aus Südamerika in Florida gesichtet worden. Laut Alexander Cruz, einem Biologen an der University of Colorado in Boulder, ist er noch nicht beim Nestparasitismus erwischt worden, aber das ist nur eine Frage der Zeit.
Meine Damen und Herren, bitte bedenken Sie diese Lektion aus der Natur. Denn wenn wir als Volk weiterhin die Gesetze der Natur verletzen, werden wir sicherlich zugrunde gehen.
* * *

Donnerstag, 16. Februar 2017

Das neue Notstandsgesetz

Wo packt man den gemeinen Bürger?
An seinem Essen.

Dieser Tage hat ein Gesetz den Bundestag passiert, still und ohne großes Aufhebens, wie schon so viele vor ihm, (wie letztens erst die Aufhebung des Angriffskriegsparagraphen) und siehe da: der Frosch sitzet immer noch im brodelnden Topf. Kein Aufschrei, kein Quiekser, und schon gar kein Sprung.


Notfälle Neuer staatlicher Krisenplan für Versorgungsengpässe
 
Der Bundestag hat den jahrzehntealten Notfallplan für Krisenfälle und Versorgungsengpässe aktualisiert. Das am Abend verabschiedete Gesetz gibt dem Staat diverse Eingriffsmöglichkeiten in die Lebensmittelversorgung. Das neue Zivilschutzkonzept muss allerdings noch vom Bundesrat bestätigt werden. Bei einer Versorgungskrise - hervorgerufen etwa durch Naturkatastrophen, Epidemien oder einen bewaffneten Angriff - darf der Staat in die Produktion und Verteilung von Lebensmitteln eingreifen.
 
 
Da brat mir einer einen Storch.
Und das ausgerechnet jetzt, wo doch Fasching vor der Tür steht! Werden etwa die Berliner rationiert? Oder das Bier? Oder das bunte Papierschlangenlametta?
Deutschland geht vor die Hunde, ist klar...
Aber man kann immer noch hoffen, daß sich dies als fakenews erweist. 

Purer Zynismus.
Man sollte sich ein Pölsterchen von diversen Lebensmitteln anschaffen, um nicht allzu abhängig zu sein von den staatlicherseits eventuell zugeteilten Lebensmitteln. Wobei ja ohnehin schon klar ist, daß die Verteilung gewissen politisch korrekten Schlüsseln unterliegen wird - und egal wie sehr man offiziell über Trump und sein 'America first' geätzt hat - die sog. selbsternannten Eliten sind sich nicht zu schade, dieses verachtenswerte Motto schamlos für sich selbst umzudeuten...
 
Ich habe Schokolade. Zentnerweise. Dunkle. Die hält praktisch ewig. :-)