Samstag, 1. Juni 2013

Wer sind die Guten und wie und woran erkennt man sie?

Wer sind die Guten und wie und woran erkennt man sie?
Wer bekommt eigentlich den Preis-Aufschlag für fairtrade-Produkte?

G.:  Sie scheinen sich auch - wieder mal - nicht so sicher zu sein, wer nun der Boesewicht ist bezueglich schlechter und gefaehrlicher Arbeitsbedingungen in sog. Dritte-Welt-Laendern.

Leider weiss ich auch nicht, was man sich davon verspricht, irgendwelche sog. 'westlichen Geschaeftspartner (inkl. uns Endabnehmer im End-Rattenschwanz) eine hoehere Bezahlung fuer erbrachte Leistung abzuknoepfen, um: vermeintlich dann bessere Arbeitsbedingungen in den sog. Dritte Welt Laendern zu erzielen.
IST schon einmal jemandem aufgefallen, dass diese sog. 'ach so armen Leute' NICHT von sog. 'Westerners' 'versklavt' werden, sondern - eigentlich immmmer; egal welches Land - von den EIGENEN, aehem, mehr 'Schweine-Stil-Leuten' eines jeweiligen Landes?
Da kann ich dann auch raten, WO meine freiwillig mehr bezahlten 0,50 Cent hingehen, oder?!
WER 'regelt' diese, nachdem 'diese' ueblicherweise schliesslich auch als 'graue Eminenzen' - genannt Wirtschaft - entsprechende Laender 'regieren' ? D.h., es ist wurscht, wer 'oben' angeblich als offizielle Regierung herumhoppelt - zumindest in den meisten Laendern!

Es wird immer - mindestens - 2 Varianten Menschen geben: Gute und Boese(re); wie staerkt man zuverlaessig die Guten? Wie und woran erkennt man diese eigentlich?


ich:  Ich weiß auch nicht. Es ging wohl eher um persönliche Dinge als um eine tatsächlich fruchtbare Diskussion. Diese Frau war beleidigt, jene fühlte sich übergangen, die dritte war eingeschnappt, die vierte hatte ein Monatsproblem, und alle zusammen (bis auf wenige Ausnahmen) haben sich "fett" gefühlt und ihren Frust darüber an allen anderen ausgelassen.

Wer sind die Guten? Das wüßte ich auch gern. Wie erkennt man sie? Dito.
Wie Du schon mal mit Deiner Pendeltheorie meintest: wo viel hin, da auch viel her, sprich: wo viel Gutes, da auch viel Böses. Das eine definiert sich über das andere, so wie es aussieht.

Du bringst da übrigens ein sehr gutes Argument - wohin genau gehen die 50 cent oder 2 Euro, die ich zusätzlich für fair produced und fair trade und fair wasnichtalles bezahle?!?! Kaum einer aus den westlichen Industriestaaten fragt sich das, erst recht nicht die Gutmenschen, denen es reicht, zur eigenen Gewissensberuhigung eben besagte 50 cent mehr zu bezahlen.

Ich denke noch darüber nach, mache vielleicht auch einen Extra-Post daraus.


Und hier ist er: die Kommentare zum Post "Kopflos kopflos" stehen diesmal für sich.
Ohne weitere vertiefende Philosophiererei. Ich wäre wirklich dankbar, wenn sich auch diesmal eine fruchtbare Diskussion entwickelte, mit verschiedenen Ansichten und Argumenten.
Das Thema ist komplex und schwierig, ich möchte es nicht mit ein paar launigen Bemerkungen abhandeln.

Viele Grüße, Sathiya

Kommentare:

  1. Sathiya, womit kann ich Dir heute dienen, bitte?
    Die Guten von den Boesen erkenne ich - leider - noch immer nicht.
    fast 56 Jahre Training - keine gesicherte Trefferquote.

    Kopflos-Debatten bei 'den Frauen':
    well, mein GoeGa wuerde sich manchmals heiss und innig wuenschen, mich per Knopf-druck 'abstellen' zu koennen wie denen das zur Verfuegung steht, wen ich (samt Meinung) denen nicht zur Nase passe. Machen wir eben 'Clubs' !

    LG, G.



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  2. Die Fragen sind an sich einfach zu beantworten: "Gar nicht", und, "das weiß man nicht".

    Der ganze fairtrade-Zirkus lebt von der (für mich) verträumten Heile-Welt-Sicht der Menschen, die den hiesigen Schokoladenproduzenten sehen, der seine Kakaobohnenbauern in Afrika bezahlt. Und das stellt für diese Menschen bereits die längste vorstellbare Lieferkette dar: Kakaobohnenbauer - Schokoosterhase.

    Man braucht keine fünf Minuten um zu lernen, wie viele Stationen z.B. diese Lieferkette tatsächlich hat und braucht ... und sie ist eine der deutlich Kürzeren.

    Es ist schlichte Träumerei zu glauben, dass man irgendeinen Einfluß jenseits des Feigenblatts nehmen könnte, wenn - wie in der Regel - 10 und mehr Stationen beteiligt sind - bereits ab zwei halte ich es für unrealistisch: Ich kann da kaufen wo ich annehme (nicht weiß!), dass mein Händler seine Lieferanten fair behandelt. Ende der Veranstaltung, Ende der Verantwortung.

    Solch kurze Lieferketten findet man aber bestenfalls bei Gemüse aus der direkten Region - und selbst da nur dann, wenn keine Handelsgesellschaft die kleinen Mengen der einzelnen Hersteller bündeln muss um eine für den Handel relevante Liefermenge zu erreichen.

    Folglich kann man sich bei ALLEM was hier nicht wächst, oder hier nicht montiert wird, von dem Gedanken an "fairtrade" verabschieden und in den Hoffnungsmodus umschalten.

    Egal wie viele "fairtrade"-Aufkleber auch auf die Papaya, das T-Shirt und den Toaster gepappt werden: Kauft sie und beruhigt Euer Gewissen mit der Hoffnung etwas Gutes zu tun.


    Das tut Ihr ja auch - aber für jemand anderen als Ihr Euch erträumt.


    Aber sicher ist es gut dass all diejenigen, die die Last der Welt auf ihren Schultern fühlen, weil sie sich um alles auf der Welt kümmern wollen, einen fairtrade-Aufkleber entdecken und damit vom Massenselbstmord vor einem Regal mit einflogenen Erdbeeren abgehalten werden.

    Sicher besser als wenn sie sich um das kümmerten, was sie noch halbwegs beeinflussen und überblicken könnten. Denn dann müssten sie sich von ihren Träumereien verabschieden. Da ist der Aufkleber viel hilfreicher.

    Und darum finde ich fairtrade-Aufkleber gut. Aus Gründen der Volksgesundheit sollten sie noch viel verbreiteter sein ... und grundsätzlich kombiniert mit einem "green" - Aufkleber und einem bio-Logo, für die maximale beruhigende Wirkung.

    Das klingt ganz absichtlich zynisch. Denn ich halte diese Art Kunden in der Tat für die schlimmsten Lügner die es überhaupt gibt. Ihnen werden keine Scheuklappen umgebunden, sie legen sie sich selber an.

    Und sehen den Aufpreis für das fairtrade-Produkt gleichwertig zur Spende in der Kirche oder zur Altkleidersammlung - als Mittel der Selbstberuhigung. Denn das ist viel billiger als die tatsächliche Konsequenz es wäre - nämlich der halbwegs konsequente Verzicht. Der täte nämlich weh.

    (BTW: Und genau mit sowas schiesse ich mich regelmässig bei den ganzen Hausfrauen ins Aus ;-) Definition der Hausfrau: im 'who is who' im blog)

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    1. Beruhigungsaufkleber. :-)
      So krass habe ich das noch nie gesehen, aber Du hast irgendwie recht.
      Fairtrade, BIO, Öko,... eine völlig legale Art, dem ahnungslosen gutwilligen Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

      Ich muß aber einen Stab für die scheuklappentragenden Gutmenschen (aka Hausfrauen) brechen: sie haben einfach etwas gefunden, an das sie glauben. Jeder glaubt doch auf irgendeine Weise an etwas, das mal mehr mal weniger schädlich ist, für sich und für andere. Das ist erst mal per se nicht allzu gefährlich, nicht schlimmer als an Osterhasen, babybringende Klapperstörche und Weihnachtsmänner zu glauben. Sowieso aber halte ich aber diejenigen Leute für gefährlicher, die einen solchen blauäugigen Glauben überhaupt erst möglich machen - Politiker, Wirtschaftslobby, öffentliche Moralapostel.


      Was mich zurück zur eigentlichen Frage bringt: wer sind die Guten?

      Du, ich, G., Mr Obama, der Dalai Lama, der Waldmann, Herr Putin oder der Kaiser von China?

      Und wie und woran erkennt man sie?
      Ich habe so den Eindruck, daß man ziemlich oft ziemlich gut weiß oder zumindest zu wissen glaubt, wer die Bösen sind, da das Böse recht eindeutig daherkommt, aber das Gute - wie kommt es daher? Ist das Gute das, was vom Bösen verfolgt und vernichtet wird?

      Oder frage ich mal wieder Dinge, die sich nicht beantworten lassen?

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    2. Ich behaupte ja gar nicht, dass sie dämlich wären. Jeder darf an den Weihnachtsmann glauben der ihm am besten gefällt und ihn am schönsten beruhigt. Ich verachte sie nur und nehme sie bei jeder Gelegenheit auf die Schippe, weil ihr Glaube sie oft die Realitäten ignorieren lässt.

      In diesem Bereich bin ich sogar nicht mal von der "Schuld" der sonst oft so idiotischen Politiker und Wirtschaftler überzeugt. DAS hier haben die Träumer gefordert. Jeder Entscheider mit ein wenig Verstand sagt sich da selbstredend "ok es ist zwar idiotisch, aber dann machen wir halt was damit sie zufrieden sind" ... ganz ehrlich, so verwerflich finde ich das nicht.

      Dass der Wirkungsgrad nahe null liegt interessiert die Träumer weit weniger als die Tatsache, dass "etwas getan" und "ihnen zugehört" wurde. Ich würde es genau so und nicht anders machen. Nur ich würde trotzdem nie wiedergewählt, weil sie spüren würden, dass ich sie für Deppen halte.

      In der Auswahl der Guten habe ich daher sicher nix verloren. Ich stehe höchstens in der Auswahl derjenigen die solche labels hinnehmen - für diejenigen, die sie brauchen, und weil sie nicht weh tun.

      Wer die Guten sind weiß ich auch nicht. Ich denke jedoch nicht, dass es so wichtig ist, wer die Guten sind. Denn das Gut des einen ist das Böse des anderen.

      Wichtiger als gut sein zu wollen ist für mich zu wissen, wo ich was tun kann, wo ich nix tun kann strikt davon zu unterscheiden, und mich ausschließlich um ersteres zu kümmern. Ich denke dann ist man nicht nur besser als man selber glaubt. Sondern vor allem zufriedener, und ich denke sogar ein wenig ehrlicher.

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    3. BTW: Der gute Rat des Tages (Lion vs. vegetarian) gefällt mir ausnehmend gut ;-)

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    4. Na, "böse" sind die Politiker und co. nun nicht gerade, sie gehen eher den Weg des geringsten Widerstandes.
      Es erinnert mich an einen großen Kindergarten, in welchem die Kinder lustig spielen und ihren Launen nachgehen. Genau das besagt auch Deine Bemerkung
      >>Jeder Entscheider mit ein wenig Verstand sagt sich da selbstredend "ok es ist zwar idiotisch, aber dann machen wir halt was damit sie zufrieden sind".<<

      Der reinste Kindergarten! Ich machte genau dasselbe vor Jahren auch mit meiner Jüngsten, wenn sie etwas wollte, was ich blöd fand, aber keine Lust hatte, dagegen zu argumentieren. Ich gab im Kleinen nach, um im Großen meinen Willen durchzusetzen...

      Verwerflich, nicht verwerflich... gut, nicht gut... ich sehe schon, das bringt uns nicht weiter. Ich finde es beispielsweise nicht gut, daß die Menge der Bürger als unmündig und weitgehend zu wichtigen Entscheidungen unfähig behandelt wird.
      Nun, by the other hand, aber vielleicht muß das einfach so sein, in einem Staatsgebilde mit mehr als 80 Mio. Bürgern? Der Schäfer hütet mit seinen Hunden die Schafsherde, bewacht, füttert, pflegt, melkt, zählt sie, schert die Wolle, und ab und zu holt er sich ein Schaf zum Verzehr... was die Schafe bestimmt nicht "gut" finden.
      Ich finde es nicht gut, als Schaf behandelt zu werden. ;-) Und es gefällt mir auch nicht besonders.

      (Der Lion- Spruch gefällt mir auch. Er stellt eine Art Dilemma dar - man kann nur mit Personen reden, die dieselben (Lebens-)Ansichten teilen. Mein persönliches Dilemma. Ich habe ihn von einem indischen Blog...)

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    5. Selbst hier ist es eine Herkulesaufgabe, diesen Affenstall auch nur halbwegs in der Spur zu halten. Mit großen Würfen ist da nix.

      Und grade bei Themen die nicht vorrangig sind finde ich es absolut richtig, sie ggf. mit irgendeiner Alibiaktion wie einem fairtradelabel abzufrühstücken - weil sie es einfach konzeptionell NICHT WERT sind, viel Energie hinein zu legen.

      Wir haben andererseits so viele Bundestrainer wie Einwohner, und so viele Interessengruppen wie Bäume im Wald. Ignorieren kannst Du sie nicht wenn Du wiedergewählt werden willst - sie für dumm halten (aber es nur nie sagen) schon. Das bedeutet, Du musst so viele wie möglich ins Boot holen, pappst ein label drauf und Ruhe ist.

      Wieso wohl haben wir eine Politik der Mitte, in der sich rechter und linker Flügel nur in Nuancen unterscheiden, und die Müslis sich zunehmend hart tun sich zu entscheiden, auf welcher Seite der Mitte sie denn gern stehen möchten, weil die Mitte schon aus allen Nähten platzt ?-)

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    6. Der kleinste gemeinsame Nenner... da ist er. *Lupe rauskramt*
      Lauter Bundestrainer, jeder ein Bundeskanzler to be, ein -Präsident in spe, und jeder weiß immer ganz genau, wie es richtig geht - nämlich "ganz anders, bloß nicht SO!". Kindergarten. Affenzirkus. Mit gedruckten Beruhigungslabels. (Hab ich ja auch da - Nervenpillen kann man in der sidebar finden und sich so oft ausdrucken, wie man möchte *g* - aber ich garantiere für nix!)

      Du hast es aber erkannt und knapp auf den Punkt gebracht: SO wird Politik gemacht. Egal wie sehr es mir NICHT gefällt. (und es gefällt mir nicht...)
      Politik der Mitte: es ist schon lange eigentlich egal, wen man wählt und wer letztendlich die Politik bestimmt. Zartrosa, zartgrün, hellgrau, zartgelb, zartblau... alle Farben da, nur mehr und mehr in pastell. Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, die Wahlen wären eine Art Politiker-Lotto, wo der Wähler nur Namen aus der Lostrommel ziehen dürfe, frei nach dem Motto : "es gibt keine Nieten, jedes Los gewinnt". :-))
      So ein Murks.

      Weswegen ich jetzt frustriert einen Schoppen trinken gehe. ;-)
      Grüße, Sathiya

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  3. Hmm, erst kriege jetzt sofort Identitaetskriese als Hausfrau und dann wohl 'Brutalo'*, weil ich leider den Aufklebern nicht glauben kann.
    Haengt aber wohl auch mit ein paar Sachen zusammen, welche ich so 'hinter dem Vorhang des Lebens' bezueglich 'gruen' (= auch ueber Leichen; nur andere - menschliche) und fair-trade (= fair bezahlt, fair sich gesorgt und ebenso fair 'ueber den Tisch gezogen' worden) erlebt habe.
    Wie hat da kuerzlich jemand auf Blog - wenn auch zu einer anderen Sache - gesagt: Recht haben und Recht kriegen sind auch zwei Paar unterschiedliche Stiefel.
    D.h.: manchmal habe auch ich den Eindruck, dass die Boesen wohl auch einfach besser wegkommen; zumindest haben sie dann wohl wenigstens mehr Geld, sich sogar die Rechtslage passender biegen zu lassen.
    Wie kommt es eigentlich, dass man wegen lausiger Form- und mitunter Schreibfehler, einen Rechtsfall von 'brisanter Staerke' unter den Tisch gekehrt bekommt und die 'eigentliche, schlechte Tat' ansonsten keinerlei Folgen hat ?
    Ist jetzt die Juristik wirklich gleichzusetzen mit dem 'Koran' und den entsprechenden Interpretationsmoeglichkeiten?
    Wenn sogar per Rechtssprechung 'Gut und Boese' nicht mehr auseinander zu halten/festzustellen ist ....


    LG, G.

    * ausserdem werde ich immer leicht saeuerlich, wenn ich von 'freilaufenden Huehnern und deren gluecklichen Eiern' hoere: schert sich irgendwer um 'artgerechte Haltung von Menschen' ?

    Kommt, Schizophrenien der Menschheit haben wir doch genuegend und die Willigkeit mit egal welchen Maerchen unseren Gegenuebern das Geld aus der Tasche zu ziehen ist sehr hoch und jegliche Kontrolle seeeehr unuebersichtlich!

    Aber auch ich neige da ein wenig zu Castagir's Meinung: wenigstens scheinen 'dieser Art Aufkleber' deren Glaubensgemeinde gluecklich zu machen.



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    1. Recht haben und Recht bekommen und gerecht behandelt werden - das sind nicht nur verschiedene Paar Schuhe, sondern gleich verschiedene SchuhLÄDEN. ;-)

      Ein guter Freund von mir (Jura- und Geschichtsprofessor) sagte vor Jahren dazu: vergeßt nie, daß Justizia verbundene Augen hat. Sie wiegt nur die Argumente und die Interessen des einen gegen die des anderen auf, was mit normalem zwischenmenschlichen Anstand, Moral und Gerechtigkeitsempfinden (Aug um Auge, Zahn um Zahn, um es zugespitzt auszudrücken) so gut wie nichts zu tun hat. Die Gesetze sind von den Herrschenden für die Herrschenden gemacht, war sein zweiter Spruch, den er immer brachte. Paßt ja auch. Wie man es dreht und wendet... in jedem Staat der Welt.

      Ob Juristik mit Koran und Bibel gleichzusetzen wäre - eine Glaubensfrage.
      Da ja an die Hölle nicht mehr geglaubt wir, hat man damit ein wirksames Instrument der Manipulation verloren, und das Paradies als Versprechen zieht auch nicht mehr, habe ich mir sagen lassen. Warum auch, kann man doch heutzutage ganz gepflegt im Park sitzen und mit seiner Wasserpfeife "heiliges Kraut" rauchen - wen schert da das Paradies?

      Kleben wir uns ein Label irgendwohin und fühlen wir uns als gute Menschen:
      Best of G., Best of Sathiya, Best of castagir. Mein Etikett klebt in meinem Nacken, komplett mit Scanner-Code und Web-Adresse als Beweis. :-)))

      Lg, Sathiya

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  4. Ich fuerchte, es ist wirklich eine unloesbare Frage.
    Z.B.: Wir haben hier im Sept. Governments-(Change-posibility)-Wahlen. Was kann man jetzt bis zu diesem Zeitpunkt schon bestens erleben: je nachdem was sie gerade wieder fuer 'Zuckerl' unter die Leute warfen ist je nachdem (fuer meist wirklich kindischerweise nur EINEN Tag !!!) 'Tante Julia' morgen 'Onkel Abott' Vorreiter auf der Beliebheits-Skala der, aehem, 'Schafe' (!? oder ?!). Genau nach DIESEM Krempel von 'Zuckerln' waehlen die dann prompt auch = z.B.: mir bleiben 5 $ mehr in meinem Saeckel uebrig, als wenn ich ....
    Brueche der 'Zuckerl-Versprechen' (selbst groesserer 'Zuckerl') - unbestraft, ungeahndet = nix passiert bis zur naechsten Wahl.
    Dieses Spielchen kennen und spielen aaaalle!
    Zuggleich kommt dann noch hinzu: ist eh wurscht wer 'oben' sitzt, sie werden ohnehin von der Wirtschaft INKL. den viiiielen Einzelrechten jedes einzelnen 'Schafes' minimum gebremst.
    Wie machen wir das jetzt mit der Politik, bitte? 'Schaf-hueten' wir uns selbst? Akzeptieren wir irgendwann vielleicht (wieder einmal) was Demokratie ist? Und Arbeiten wir dann waehrend der falschen 'Demokratie-Sieger' einfach mal (wieder) ruhig, ohne Meckern und einfach nur Warten bis zur 'Austausch-Chance' vor uns hin? Anstatt uns dann staendig aaaalle fuer die Dauer einer REgierungsperiode bei den Schafen untereinander staendig zu streiten durch 'Verteidiger' auf der einen Seite und 'Missionierer' auf der anderen Seite (immerhin ist's ja wirklich immer recht knapp in 'Der Mitte'?
    Tun wir eigentlich UEBERHAUPT noch ausreichend was anderes ausser gerade mal ueberleben, DAMIT wir selbst politisieren koennen?
    Ausserdem: wer dieses Theater der 'Schafe' untereinander satt hat, MUSS selbst Politiker werden, denn s.o.: dort passiert denen am Wenigsten; sogar ihre finanz. 'Schaeflein' haben sie gesichert im Trockenen, sollten sie mal als 'Hueter' hinausgeworfen werden = diesen Luxus haette ich mal gerne nur teilweise unter den 'Schafen' !!!
    Da heisst es dann sofort: selbst schuld; falschen Anleger herausgesucht; kann man nicht erwarten, dass Dein Anleger sein Versprechen ueber soooo lange Jahre aufrecht erhaelt. Und vieles mehr!
    Manchmal bin ich der Meinung, man sollte unsere Politiker vielleicht ein bisschen mehr 'verschafen'/vermenschlichen. Genauso wie Geschaeftsleuten mit 'Boes-Politik' vielleicht auch einmal die Meinung besser fuehlen lassen = boykott o.ae.?
    Ich weiss es nicht - ich auch nur Versuchs-Ideen aber keine Loesung.
    In erster Linie versuche auch ich mich nach dem Motto zu halten: vor der eigenen Haustuere zuerst kehren (damit man wenigstens damit etwas mehr Selbstzufriedenheit gewinnt).

    Bezueglich Eurer 'Lion vs. Vegan' Story:
    Wie ist das dann eigentlich in 'diesem Kloster' (?) - ich glaube auch in Indien - wo Tiger fast als Hauskatzen gehalten werden?
    Angeblich fuehrt deren 'Friedlichkeit' daher, dass denen kein rohes Fleisch verfuettert wird. Wer hat hierzu bitte Info's ?

    LG, G.


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    1. Zur Politik: ein riesiges Lotto mit Gewinngarantie für Politiker. Wer weit genug vorn auf der Liste steht, KANN gar nicht verlieren. Jackpot garantiert. Wer verliert, sind immer die anderen. :-(

      Zum vegetarischen Tiger: ist ein Aprilscherz, denke ich.
      vielleicht kann ein Tiger eine Zeitlang nur von Pflanzenkost leben, aber ich befürchte, er wird sich das nicht lange gefallen lassen, und notfalls seinen Speiseplan mit ein paar Tierpflegern ergänzen. Der Magen-Darm-Trakt ist nicht dazu ausgelegt, Riesenmengen an Pflanzen zu verdauen (das gilt auch für Menschen, btw), und ein Tiger müßte Unmengen an Gemüse fressen, um auf seine benötigte Energiemenge zu kommen. Oder eben Nudeln oder Müsli. Das kann, nein WILL ich nicht glauben. Als Tiger würde ich diese Diät nicht lange mitmachen... GRRRRRR!!!!
      Viele Haustiere, die mit Dosennahrung und/oder vegetarisch ernährt werden, zeigen deutliche Zeichen von Unverträglichkeiten, sozusagen die Zivilisationskrankheiten von Hund und Katze. Nierenversagen, Diabetes, Darmprobleme, Altersschwachsinn, Krebs, Fettleibigkeit sind in den letzten Jahren massiv angestiegen. Das gilt vor allem für Wohnungs-, Schoß-, und Kuscheltiere. Artgerechte Ernährung und Bewegung wären die Lösung. Deswegen glaube ich nicht die Geschichte vom Müsli-Tiger... ;-)

      Liebe Grüße, Sathiya
      (bin jetzt einen guten Wein trinken. Das Thema schlägt mir auf die gute Laune...)

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