Sonntag, 29. Dezember 2013

Transsexuelle Eichhörnchen oder TV am Abend

Waaah...

Neuer Versuch: was IST das?

Google rät, versuchsweise bei den Piraten um Erleuchtung zu suchen. Die finde ich auch, kann es auch lesen, verstehe es aber nicht. Was, zum Henker, haben die verwirrten sexuellen Selbstfindungsschwierigkeiten von irgendwelchen Spätpubertierenden mit kleinen putzigen Tierchen zu tun?
Passend dazu im TV ein brüllend komischer Beitrag von Spiegel TV über das Verbotsland Deutschland.
Mannomann Leute, das kann alles nicht euer Ernst sein.

Für alles und jedes gibt es eine Verordnung, die reguliert und verbietet. Überwiegend verbietet.
Beispiele (ein paar echte und viiele erfundene, ich konnte nicht widerstehen):
Wohnraumfehlbelegungsverbot.
Schultaschenhöchstgewichtsverordnung.
Migliedsausweismitführungspflichtverordnung
Staubsaugerhöchstleistungsregulierungsverordnung.
Ölkännchenverbotsverordnung.
Schultoilettenpapiermindestausstattungsverordnung.
Transsexuelleeichhörnchendiskriminierungsverbot.
Filmenimwaldverbot.
Informelleselbstbestimmungfürpilzsammlerverordnung.
Bananenbiegungsindexverordnung und so weiter und so fort...

Eben jetzt schaue ich mir an, wie man in Düsseldorf eine Fußgängerampel überquert. Die Stadt hat eine dreiphasige Ampel für Fußgänger angeschafft und dafür eigens eine achtseitige Broschüre herausgebracht, in welcher eingehend erläutert wird, wie genau die Ampelphasen zu verstehen sind. Damit auch ja auch der behindertste Behinderte SICHER über die Gassen kommt. Es scheint noch eine gewisse Gewöhnungsphase erforderlich zu sein, vor allem bei den älteren oder nichteinheimischen Autofahrern und Fußgängern... :-))) denn eben konnte ich am Bildschirm einen Beinahe-Crash miterleben. Autsch.
Als wohltuendes Gegenbeispiel dazu eine Gemeinde, in der nicht ein einziges Verkehrzeichen steht - und doch verkehstechnisch alles bestens und sogar noch besser läuft, als mit all den Verbotsschildern und der damit verbundenen faktisch delegierten Verantwortung fürs eigene Handeln. Das sollte einem zu denken geben.

Die Regulierungswut der EU-Bürokraten kennt keine Grenzen. So sollen sich die Fernsehgeräte in Zukunft ab 2014+ nach einer gewissen Zeit ohne Bedienung durch den Zuschauer (Zappen, Lautstärkeregulierung usw.) nach der neuesten Öko-Energiesparmoduseinstellinstallationsverordnung von selbst ausschalten. Naja, Fernsehen soll ja sowieso nich gut für die Intellenz sein, wa?
Aber - wann ich meinen Fernseher ausschalte, entscheide ich immer noch selbst. Wann und wie und ob überhaupt. Ich lebe in einem freien Land (zumindest auf dem Papier).

Ein anderer unverständlicher Bürokratieschwachsinn: Bildaufnahmeverbot im Wald. Echt jetzt. Automatisiertes Filmen im Wald ist verboten - denn das Filmen verstößt gegen die informelle Selbstbestimmung der Pilzsammler und Wanderer im Wald. Sogar nachts. Wenn lediglich Futterstellen von Wild per Kamera überwacht werden sollen. Mensch, ein Wildschwein müßte man sein - von solcher informeller Selbstbestimmung kann man als Mensch auf den Straßen und Plätzen der Städte, in Kaufhäusern und öffentlichen Gebäuden, Flughäfen, Sportarenen nur träumen...!

Schaut man sich die Verordnungen und Verbote an, kommt einem unweigerlich die folgende Frage in den Sinn: Wie um alles in der Welt haben wir bis jetzt überlebt? Oder wird Überleben überbewertet - oder war das am Ende alles Zufall? Pures Glück? Daß wir ohne Richtlinien und Verordnungen... auch nur groß geworden sind?

Sind wir tatsächlich alle solche gesellschaftlichen Vollpfosten, daß man uns nur durch eine Verbots- und Verordnungsflut vor dem kollektiven Selbstmord bewahren kann?
Oder geht es vielmehr ohne Verbote viel besser und gesitteter zu - da sich endlich der einzelne als verantwortungsbewußt, rücksichtsvoll und einsichtig zeigen kann, ohne die Verantwortung für sein Handeln auf Versicherungen, Verordnungen und Verbote abzuwälzen?
So finde ich beispielweise, daß je 'sicherer' die Autos für den Fahrer und die Insassen werden (Gurte, Airbags left-right-center, Stauchzonen, Aufpralloptimierung, Bremsen, verbessertes Verhalten bei nasser Fahrbahn, Anti-Blockiersystem usw.), gleichzeitig der Fahrstil immer rücksichtsloser und aggressiver wird.
Vielleicht sollte man bei besonders hartnäckigen und rücksichtslosen Verkehrsrowdys die Gurtpflicht abschaffen und die airbags deaktivieren. Dann hätte sich dieses Problem in Kürze von selbst erledigt. -)

Fazit der Sendung unter Hinweis auf die verkehrsschilderfreie Gemeinde: wir sind nicht die Trottel, für die uns die Bürokraten halten, wir werden zu Trotteln gemacht. (Das ist ein Zitat aus der Sendung). Amen.

Dies war das Wort zum Sonntag, gesprochen von Sathiya

(wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit, weder der Gedankengänge noch der Argumentationskette. Thank you for understanding.)

Kommentare:

  1. Die uebliche einfachste Erklaerung der restl. Welt: Deutschtum! (Seufz)
    (= jetzt besser zu korrigieren auf '(B)ruesseltum' ? ;-)
    Glaube nicht, wiiiie oft ich dies schon um die Ohren gefegt bekam obwohl ich selbst nur eine 'seeehr milde Variante' bin!
    Ich versuche aber oefter mal zu erklaeren, dass eine immense dichte Besiedelung mit Menschen nun mal mehr Ordnung (plus Gehorsam) von jeder Einzelperson erfordert um so das Ueberleben der Gesamtheit zu sichern.
    Erfolg: maessig aber immerhin zum Denken bringend.
    LG, Gerlinde

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    1. Brüsseltum - Herrlich! :-))

      Ich frage mich gerade, wie es die lieben Brüsselchens in Kairo oder Kalkutta oder einer anderen Millionen-Megapole dieser Welt regeln wollen würden...

      Es hat gewiß einen tieferen Sinn, den ich nur nicht begreife, wenn zu den 5 bereits aufgestellten Verkehrsschildern, die immer übersehen werden, ein 6. und 7. hinzugestellt werden. Vielleicht glaubt ja irgendwo immer noch ein armes verrücktes Gehirn an den magischen Umschlagpunkt, an welchem aus Quantität Qualität wird... auf daß die Botschaft endlich ankäme, die Schilder gelesen und beachtet würden. (Setze nach Belieben Verordnung und Regelung ein.)

      Ich glaube, daß eine entsprechende Erziehung im Kindesalter (Verhalten Erwachsenen gegenüber, Verhalten im Straßenverkehr, Sitte, Moral und Anstand wie Rücksichtnahme, Höflichkeit, Respekt gegenüber Höherstehenden, angemessenes offizielles und formelles Benehmen usw.) viele der Probleme, die heute mühsam und wortweitschweifend reguliert werden wollen/müssen/sollen, gar nicht erst entstehen ließe. (Ich bin ein konservativer Humanist, was das angeht. Und Optimist. *g*)
      Ähm - das waren soeben Sathiyas neue 10 (oder mehr oder weniger) Gebote. :-))

      Gerlinde, da nun Weihnachten glücklich hinter uns liegt, und bei mir wie auch bei der Post wieder beinahe normale Zustände *lach* eingekehrt sind: das Sternchen wird am 2. Januar auf die Reise geschickt. In einem dicken stabilen Umschlag, damit noch allerlei Bilder und Briefe mit hineinpassen. Leider keine Plätzchen (wegen Quarantäne). Obwohl sie guut sind. ;-) Lecker. (Habe ich gestern frisch gebacken. Ich hoffe, daß wenigstens ein paar davon Neujahr erleben... :-) )

      Bis dann - alles Liebe! Falls wir uns nicht mehr lesen/schreiben: guten Übergang ins Neue Jahr!
      Lg, Sathiya

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  2. Ich denke mittlerweile, das ist ein genetischer Defekt und wir sind dagegen machtlos. Ursprünglich war das vielleicht nur ein klitzekleiner Dachschaden den unsere Ahnen davon getragen haben, als die Römer hier durch die Wälder gerobbt sind und über jeden noch so kleinen Abwasserkanal eine Brücke geschlagen haben.

    Aber weil wir uns seither nur untereinander vermehrt (und die Wälder abgeholzt) haben (weil die Bäume nicht in Reih und Glied standen), haben wir es jetzt im Blut und können nimmer anders ;-)

    Was mich hingegen immer wieder auf Neue erstaunt ist, dass wir trotzdem überleben.

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    1. Ich staune mit :-).
      Es gibt ja angeblich das Deutsche Gen. Wissenschaftlich nachgewiesen von Kanadiern und Amerikanern. Daß heißt - wir können nur so, selbst wenn wir anders wollten. Jawoll, ja. ;-)

      Meine Familie ist unglaublich stolz darauf, den Stammbaum anhand von Kirchenbüchern bis ins Jahr +/- 1283 nachzuweisen - was aber meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Grund ist. Naja. :-)
      Ich werde lieber den Diamanten suchen, der mir vor ein paar Stunden aus der Fassung gefallen ist, als nach uralten Kirchenschwarten. Das wird auch noch ein Spaß... exakt alle 11 Jahre verkrümelt sich das gute Stückchen. Und diesmal auf der Yogamatte aus Schafwolle. Halleluja. Gibt es nicht eine Verordnung, daß Yogamatten so beschaffen sein müssen, daß verlorene Diamanten, die nicht kleiner als 1,5 mm sind, innerhalb von 30 Minuten wieder gefunden worden sein müssen?! ;-)

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    2. Ojemine, ich muss meine zwar auch oefter mal suchen - jedoch meist in Kistchens oder Tassen :-o
      (damit sie mir an den Haenden nicht im Wege sind = sehr zu Ehemann's disgust)
      Ausserdem erinnert mich der selbstgekaufte immer wieder an einen Amsterdam-Urlaub in einer entsprechenden Schmuck-Werkstaette. Dort haben sich zwei 22 jaehrige Goeren dann heldenhaft derlei Klunker vorlegen lassen (= anstandslos gemacht worden; keinerlei Zoegern = 'brilliant' in einem Brilliantenladen ;-) ).
      Junger Herr von Bedienungspersonal erkundigt sich um den missmutigen Ausdruck der einen Jungkundin, welche ihm auch glatt prompt sagt "habt's ihr nix, was ein wenig tragbarer 'normal' aussieht?" Junger Mann zieht Augenbrauen verwirrt hoch, nimmt Kundin mit in die rueckwaertige Werkstatt und befragt dort ein paar vor sich hinschleifende andere junge Maenner. Lacht einer davon erfreut auf; springt auf und zeigt ein anderes Sortiment = Bingo; Einer meiner schaut jetzt aus wie ein schoen-geschliffenes Glassteinchen auf einem Huehner-Draht = great :-D
      … und den Ehering suchten wir uns eigentlich erst 'hinterher' aus und es gab das Ding in 2 verschiedene Groessen von Stein. Beide anprobierend, fragte ich dann meinen frisch Angetrauten, ob er was dagegen haette, wenn ich mir die groessere Variante aussuchen wuerde, denn Teile meiner Famiie haetten etwas Tendenz zu 'Wuerstlfingern' im Alter und ich wuesste nicht, ob ich in selbe Kategorie fallen wuerde, faende aber dann den 'Winzling' von Stein etwas 'unter-gross'.
      Well, ich fiel - bis jetzt (und wohl auch kaum spaeter) nicht unter die 'Wuerstlfinger-Fam.-Mitglieder' dafuer ist mir der 'Brackl von Stein' oefter etwas zu 'ueber-gross'/schwer = wie man's macht it's nicht recht - seufz.
      Gut such/finden. Wie waer's uebrigends mit Yogamatte erst vorsichtig auf eine Folie ziehen/schieben und dann das Ganze in die guuuut verstoepselte Badewanne zu schuetteln?

      Ansonsten: Sternchenversand jetzt freigegeben - stimmt; die verbliebenen/noch lebendigen Postler sind die wohl Staerksten im Nehmen.
      Keine sep. Plaetzchen ist auch fein = es ist wirklich nicht zu empfehlen - sorry.
      Habe allerdings gestern meinen noch jungen, jedoch zukuenftigen Ehemann (= den U-10) bei einer Tease-Tour zwischen die Rippen dann auch seinen 'Bauch' gefunden und grinsend selbigen mit der Hand umrundend festgestellt "ordentlicher Lebkuchen-Friedhof mein Junge"
      Es ist ja immer wieder faszinierend, WAS der Knirps ueberhaupt f. Mengen an Futter - relativ straffrei - verdruecken kann (= bewundernd kopfschuetteln hier). Grosses Gepruste gab's ja, als die Bedienung im Lokal ihm auf der Speisekarte die 'Kidi-Abteilung' zeigen wollte. Er guckte die Frau indigniert an, dann mich; ich ihn, dann die arme Frau und dann kam von mir als die zweite vor Lachen prustende Person der Satz von ca. "ich glaube, wir bestellen eher eine doppelte Normal-Portion f. den jungen Mann; Kidi ist absolut nicht ausreichend - sorry."

      LG, Gerlinde

      PS: er ist noch nicht 'wach' geworden = will mich noch immer heiraten; schaut meinen Mann mittlerweile mit etwas Argwohn an, was DER den ueberhaupt in meinem Leben zu suchen haette = sueeess (noch).
      Jetzt habe ich gleich 2 Maenner in meinem Leben, welche ich nicht 'einzusortieren' weiss: Bei 'Prinz Calaf' hilft mir das Wissen seines Namens als Prinzessin T/G-urandot noch immer nicht weiter - seufz.

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    3. Ach komm, so einen Zwölfkaräter findet man doch schnell. der drückt doch in den Backen wenn man sich drauf setzt ;-)

      Ich würde wohl den Staubsauger nehmen. Und danach den Behälter durchsuchen. Andererseits habe ich von der Diamantensuche wenig Ahnung ... hmm.

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    4. @ Castagir:

      1. schoen, Dich wieder in der gewohnten 'Casta-Satha/Satha-gir'* Kombo zu hoeren; habe das vermisst

      2. Na ja, da haette ich denn doch Angst, dass es ihn ein wenig arg herum haut/ anderen Schaden verursacht. Sprich: aber wohl eher f. - egal welchen; 'Animal' oder 'Solid-Boden-Angestellten' von D. - den Drecksammelbehaelter); aber bitte: auch eine Idee.
      Obwohl der Inhalt des Behaelters wohl trotzdem - bei mir zumindest - zur genaueren Untersuchung erst in die Badewanne kaeme.
      Na ja, komplizierter 'Gaertner' eben - braucht wohl immmmmer etwas angeheiratetes Gehirn zum Gerade-aus-Denken, sprich: Ueberleben ;-)

      LG, Gerlinde

      * Namens-Kreation von 'G.no.2' der Familie - sorry (= wir haben Zweie davon!)


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    5. Diamant wurde gefunden - auf die althergebrachte Art: mit der Nase auf dem Boden selbigen bzw. fusselige Yogamatte Millimeter für Millimeter absuchen. Erschwerend kam hinzu, daß wegen Weihnachtsbastelei noch überall Gold- und Silberflitterzeug herumflog, was leider auch geglitzert hat. ;-) Und so groß, daß man ihn nicht übersehen kann, war er auch nicht - ein Winzling von maximal 3 mm. 2,4 mm, um genau zu sein. Höchstens. ;-) Die Staubsaugervariante habe ich auch in Betracht gezogen - falls wir mit Suchen keinen Erfolg haben sollten. Und Badewanne wäre dann Variante Nr. 3 gewesen.
      Danke fürs virtuelle Mitsuchen! Ich wollte ja ein Beweisbild knipsen - aber die Kamera findet, daß das Objekt zu klein sei. Sprich: geht nicht. Dann eben nicht... schade, meine neue Karriere als brilliante Brillianten-Photographin ist soeben geplatzt mangels adäquaten Equipments. *lach*

      Frohes neues Jahr Euch beiden!

      Liebe Grüße in die Runde - Sathiya

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