Donnerstag, 5. September 2013

Balance

Die Balance halten - das machen uns diese Steine vor.


Heute am Rhein Nähe Biebricher Schloß gesehen. Die Steine halten vollkommen aus eigener Kraft und Masse, ohne Hilfsmittel, Zement, Kleber oder Keile.
Ich war ungläubig, konnte ich mir doch nicht vorstellen, daß diese Steine in den uns absurd und unmöglich erscheinenden Positionen ohne Hilfsmittel stabil stehen und weder wanken noch umstürzen - und doch ist es so.
Die schiere Masse der Steine und die Erdanziehungskraft machen es möglich - und ein paar findige Menschen, die die Steine aufeinanderstapelten, sorgsam den gemeinsamen Schwerpunkt suchten und alles zusammen ins Gleichgewicht brachten.
Zum Staunen - und möglicherweise auch Nachmachen?



Eines der Balance-Wunder ist uns eingestürzt (wir ungläubigen Menschen - müssen immer alles anfassen, um es glauben zu können!!), und wir haben Minuten damit verbracht, die drei Steine wieder aufeinanderzuschichten und ins Gleichgewicht zu bringen. Die Steine waren echt schwer (schwerer als sie aussahen), und es war nicht besonders leicht, ein gemeinsames stabiles Gleichgewicht zu finden, ohne daß uns der eine oder andere die Füße zerschmettert hätte. Doch wir haben es geschafft! :-) Und sie stehen noch.

Eine lebendige Metapher auf unser Leben - es braucht kaum Anstrengung und nur wenig Zeit, etwas aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch es wieder zu richten, dauert lange, kostet Zeit, Nerven und Anstrengung. Und es gibt mehr Mißerfolge als Erfolge - und machmal stürzt auch alles wieder in sich zusammen.

Nachdenklich, mit besten Grüßen, Sathiya

Text und Bilder von Sathiya 2

Kommentare:

  1. Schöne Bilder und ebensolche Nachdenklichkeit...
    Liebe Grüsse,
    Jan

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    1. Danke! Die Bilder hat meine Große per Handy gemacht. :-)

      Es sind eher die kleinen als die großen Dinge, die einen nachdenklich stimmen.
      Die Steinkunstwerke sind nun übrigens eingestürzt. Aber ich habe genau dort einen Mann dabei beobachtet, wie er geduldig neue errichtet hat. Eine Art Meditationsübung vermutlich.
      Noch eine Metapher: es muß erst etwas enden oder einstürzen, bevor man am selben Ort etwas neues daraus errichten kann. Das Aufräumen und sortieren der Bruchstücke nicht zu vergessen. ;-)

      Lg, Sathiya

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  2. Wie versprochen (= einst bei R. gefunden = danke hierfuer):
    Bitte Euch zu obigem Thema 'Tobias Hutzler, Balance' Kurz-Vido herunterladen; bei mir auch unter 'vimeo.com/62422161'

    Die 'Balance-Stangen' schauen fuer mich so aus wie meine getrockneten Baum-Farn-Wedels ohne 'Wedel-Anteil'. Diese sind extrem leichtgewichtig bei ziemlicher Laenge ABER teilweise 'Rasiermesser-bissig'/-scharf.

    Gut 'wundern',

    LG, G.






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    1. Amazing!!
      Balance mit ganz anderer 'Schwere', buchstäblich.
      Danke fürs Video.

      Nachdenklich, Sathiya

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