Montag, 16. September 2013

Blick in den Abgrund

Die aktuellen Nachrichten sind desillusionierend. In ein paar Tagen ist Bundestagswahl, und noch einer der führenden Köpfe wird moralisch demontiert - diesmal Jürgen Trittin.
http://www.taz.de/Gruenen-Politiker-und-Paedophilie-Affaere/!123784/
http://www.taz.de/Paedophilie-Affaere-und-die-Gruenen-/!123786/

Ach herrje. Abgründe tun sich da auf, Abgründe.
Herr Trittin und andere FDP- und Grünen-Politiker sind mir herzlich egal. Meinen Segen haben sie, wenn sie damals jener heutzutage skandalösen Ansichten waren, und heute eben eine andere, modernere, moralisch einwandfreiere Meinung vertreten. Kann ja mal vorkommen, daß man sich in seiner Sturm-und-Drang-Zeit-Jugend mal vergaloppiert, solange man wieder auf den rechten Weg zurückfindet. Ich finde es bemerkenswert, daß er den Mut hat, zu seiner damaligen Haltung zu stehen. Ob er die Konsequenzen daraus zieht, wie eine andere FDP-Politikerin? Man wird es sehen... da aber die Wahlscheine schon gedruckt sind, eher nicht. :-)

Aber es ist etwas anderes, was mich empört und mich traurig macht.
In den 80er Jahren gab es tatsächlich eine ernsthafte Debatte von Seiten der Grünen und FDP über die "sexuelle Gleichberechtigung Homosexueller und Pädophiler". Ich fasse es nicht. 
Achtundsechzig war doch lange vorbei, oder? Oder war es etwa eine besonders lange Freie-Liebe- und Woodstock-Leitung? Oder wollten sich die einschägig Aktiven vor Strafe bewahren und sich von der Sünde reinwaschen? Einen Persilschein, demokratisch legitimiert, ausstellen lassen?

Ich stolpere in diesem Zitat aus oben verlinktem Artikel über diesen Ausdruck: 
Immerhin war es die damalige Jugendorganisation der Regierungspartei FDP, die im März 1980 auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz per Beschluss forderte: „Keine Bestrafung der freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität. Die §§ 173 (Inzest), 174 (Sexualität mit Schutzbefohlenen), 175 (Besonderes Schutzalter für männliche Homosexuelle), 176 (Sexualität mit Kindern) sind zu streichen.
und vor allem darüber: "176 (Sexualität mit Kindern)".   !!!

Verständlicherweise erschreckt mich das besonders, da ich eine knapp Neunjährige in der Schule habe. 
Ich empfinde eine Partei, die damals ernsthaft soetwas propagiert hat, und bis heute weder öffentlich relativiert noch sonstwie ernstzunehmende Stellungnahmen abgegeben hat, als moralisch unglaubwürdig und nicht wählbar. (nun, das gilt allerdings auch für alle anderen Kandidaten, aus anderen Gründen - und es läuft wohl wieder mal darauf hinaus, das mir geringer erscheinende Übel zu wählen. Am besten ist es ohnehin, man weiß nicht so genau, wer welchen Dreck am Stecken hat) 
Und ich bin mehr als froh, daß dies eine Verirrung/Verwirrung zu sein schien (an die sich heute niemand mehr so gerne/richtig erinnern mag/zu können vorgibt - was mich noch mehr an der allgemeinen Integrität zweifeln läßt).

Fragen: Einvernehmliche und freiwilige Sexualität, deren einziges Kriterium nicht die geistige und körperliche Reife sei, sondern allein "Freiwilligkeit", "Einvernehmlichkeit" sowie "Gewaltfreiheit" haben sie gefordert. 
Definiere "einvernehmlich", "freiwillig", "gewaltfrei"...   
Definiere "Kinder" - ab wann ist ein Kind kein Kind mehr? Ab 14, 16, 18 Jahren? Macht es einen Unterschied, ob man aufs Alter schaut, oder auf die allgemeine Reife? Wer beurteilt das? Die überlasteten inkompetenten Jugendämter? Die potentiellen (erwachsenen) Partner?
Vor diesem Hintergrund gewinnen die Mißbrauchsvorwürfe und Prozesse gegen kirchliche und weltliche Würdenträger ja eine ganz andere Dimension, und mir wird nachgerade übel. Wenn das Vornehmen sexueller Handlungen mit Kindern tatsächlich legalisiert worden wären...!!!
Mir fehlen gerade die Worte.

Einen und nur einen Vorschlag hätte ich: da in Deutschland Minderjährige ab 16 Jahren mit Zustimmung der Eltern die Ehe eingehen dürfen, würde ich für die Kinder-Definition die Altersgrenze auf 16 festlegen. Das ist mein einziges Zugeständnis, Gewaltslosigkeit, Freiwilligkeit und Einvernehmlichkeit vorausgesetzt. Der Rest ist absolut undiskutabel - es kann und darf keine Gleichberechtigung von Homosexuellen und Pädophilen geben. 

Obwohl, wer weiß, was die Zukunft noch bringen mag? Es gab ja auch mal eine Zeit, da machte sich ein Homosexueller strafbar, und wohin ist das Gesetz entschwunden?
Sobald es genügend öffentliches, politisches und vor allem wirtschaftliches Interesse daran gibt, daß es straffrei gestellt wird, wird es auch passieren. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo ich samt Familie dieses Land verlassen werde.

Vollkommen freiwillig einvernehmlich und gewaltfrei von den Socken, Sathiya

Kommentare:

  1. Ich kann mich an die Diskussion um Sexualität mit Kindern in den 80ern nicht mehr erinnern. War mir wohl nicht so wichtig, als dass ich die wahrgenommen hätte. Und auch jetzt verfolge ich die Empörung nur am Rande.

    Ich glaube aber nicht, dass es den Befürwortern jemals darum ging, fehlgeleiteten Erwachsenen die Ausbeutung naiv-jugendlicher Sexualität zu erleichtern. Es war wohl eher die (Wieder)entdeckung, dass auch Kinder ab Beginn der Pubertät schon sexuelle Wesen sind - was vorher verdrängt und tabuisiert wurde. Und im Zuge der allgemeinen sexuellen Öffnung dachte man wohl darüber nach, dass es der Tabus zuviele gegeben hatte. Wie ja auch die antiautoritäre Erziehung eine Reaktion auf zuviel Restriktionen war. In beiden Fällen denken wir heute, dass zuviel Freiheit auch nicht das Richtige ist. Aber heute ist eben heute.

    Die 70er in der Folge der 68er-Bewegung waren die Zeit, in der erstmals das Sexualleben in vielerlei Facetten breit öffentlich diskutiert wurde. Es war eine Zeit der Experimente. Junge Leute probierten neue Lebensformen: nicht alle so publikumsträchtig wie die Kommune 1, aber freie Liebe und offene Beziehungen waren weit verbreitet. Der Aufruhr, den Hildegard Knefs Nacktszene hervorgerufen hatte, erschien schon in den 70ern komplett aus einer anderen Welt. Werbung mit leicht bekleideten Mädchen wurde normal. Was heute selbstverständlich ist, war damals unerhört: ein unverheiratetes Pärchen, obwohl ansonsten wohlangesehen (Referendare), bekam keine gemeinsame Wohnung. Der Paragraf, der gelebte Homosexualität unter Strafe stellte, fiel 1976.

    Zu dieser offenen Atmosphäre gehörte, dass Jugendliche (im Durchschnitt) früher sexuell aktiv wurden als zuvor. Will man wirklich unter Strafe stellen, wenn der gerade 18-jährige Junge mit dem knapp 16-jährigen Mädchen ins Bett steigt? Die gerade ihre erste große Liebe erleben? Dabei ist das nur ein möglicher Grenzfall, es gibt viele andere denkbare. Zumal, wenn ich mich recht erinnere, erst Mitte der 70er das Volljährigkeitsalter gesenkt wurde. Eltern werden sinnvollerweise lieber dafür sorgen, dass Töchterchen verhütet und Safe Sex anwendet, sobald sie beginnt sich fürs andere Geschlecht zu interessieren (auch mit 13 schon!), als sich übers kalendarische Alter der potenziellen Turteltäubchen Gedanken zu machen. Verhindern lässt es sich eh nicht.

    Das große Problem ist natürlich, die eine Fallgruppe von der anderen zu unterscheiden. Wann ist Sexualität nicht mehr gleichberechtigt und einvernehmlich (unterstellt, dass der/die Jüngere oder Abhängige nur aus Naivität oder Angst mitmacht)? Eine Antwort habe ich darauf nicht. Aber sich einfach im nachhinein über damals neue, experimentelle Gedanken zu empören, wird den Protagonisten sicher nicht gerecht.

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    1. Ich lese 'Sexualität mit Kindern' und denke an _Kinder_, nicht an junge Erwachsene, die lediglich vor dem Gesetz noch nicht als solche gelten. Ich sehe kleine Kinder, weit vor der Pubertät oder eben erst dort angekommen - und bei aller Liebe und allem Verständnis dafür, daß auch Kinder ein sexuelles Leben haben (sollten?), ist das in meinen Augen etwas vollkommen anderes als sich über die Legalisierung von wilder Ehe und Homosexualität zu unterhalten.

      Und ich empöre mich nicht über 16jährige. :-) Bestimmt nicht (in dem Alter war ich selbst ziemlich experimentell).
      Du kennst doch bestimmt "Schöne neue Welt" von Huxley. Darin wird Sexualität von Fortpflanzung komplett abgekoppelt, alle Babies kommen aus Restorten zur Welt, und die körperliche Seite der Sexualität dient reinem Lustgewinn. Nun ja, ich habe das auch gelesen, als ich jung war. ;-) Es fiel mir aber im Traum nicht ein, deswegen Sxx mit Kinder straflos stellen zu wollen, nur damit ich eine reine Weste habe, sollte es mir einfallen, jemand minderjähriges zu verführen.

      Junge, experimentelle Gedanken nennst Du das damalige Ansinnen im Zuge der sexuellen Befreiung, über die man sich eigentlich nicht empören könne (weil, wer weiß, vielleicht hätte man damals ebenso gedacht, frisch sexuell befreit, wie man war?) - ich stimme nicht zu. Meine Eltern waren damals in den 30ern und junge Eltern - sie hätten mit Sicherheit niemals einen solchen Gedanken auch nur gefaßt, definitiv nicht, und viele viele andere ebenfalls nicht.

      Wußtest Du, daß in Berlin in den 60er Jahren experimentell junge Streuner älteren Pädophilen zur Betreuung gegeben worden sind? Mit Geschlechtsverkehr als Teil des Deals: "Ende der 1960er Jahre vermittelte die Westberliner Senatsverwaltung für Jugend minderjährige Heimausreißer an pädophile Männer. Der Sex zwischen Schutzbefohlenen und Betreuern gehörte, obwohl gesetzlich verboten, zum pädagogischen Konzept: Er sollte die Jugendlichen stabilisieren." (aus einem Artikel der taz) !!!
      Das ist der Hammer. Das geht gar nicht.

      Das war eindeutig etwas zu viel des Guten, Experimentellen, und zwar nicht nur aus heutiger Sicht, schon aus damaliger. Hat denn jemand jemals die betroffenen Kinder gefragt, was sie davon halten, damals und heute, 40 jahre später? Ob sowas damals alle als normal empfunden haben, im Sinne von 'die haben es nicht anders gewollt/verdient' und 'Straßenkinder sollten froh sein, wenn sie was warmes zu essen bekommen, was regen sie sich über das bißchen körperliche Gefälligkeit auf'? Nein, da kenne ich kein Pardon. Sorry, aber - nein. :-)

      Daß so ein Skandal ausgerechnet kurz vor der Wahl hochkocht - klar doch. Irgendwas in der Art mußte doch kommen, und da S-x nun mal sells, auch in Wahlzeiten, tut er das eben indirekt, mit einem der größten moralischen Tabus unserer Zeit. Das hat aber nichts mit dem Abscheu zu tun, den ich persönlich darüber empfinde.

      Viele Grüße, Sathiya

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    2. Ergänzung: zum Thema habe ich ein Gespräch von 1980 gefunden, zwischen Alice Schwarzer und Günter Amendt (Emma 3/1980), das eigentlich alles anspricht und ausspricht, was mich bewegt. Und es viel besser formuliert, als ich es könnte. :-)
      Ich fand den Artikel lesenswert und aktuell, nach wie vor.
      Vielleicht ist es an der Zeit, eine solche Diskussion wieder öffentlich zu führen - und sich dabei vor Augen zu halten, daß es jedem einzelnen Menschen, wenn man ihn ließe, wie er wollte, immer nur um das Ausleben der eigenen Wünsche und Triebe geht, und nur seltenst um das Respektieren der Wünsche des Gegenüber. Die Wahre Liebe ausgenommen. ;-)

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  2. Au weia, da habe ich mich wohl um Kopf und Kragen argumentiert ;-). Nein, ich bin nicht dafür, dass Sex mit kleinen Kindern freigegeben wird, war es nie, habe keine pädophilen Neigungen und möchte diese auch nicht unterstützen.

    Aber ich habe die 70er Jahre (als Jugendliche) bewusst erlebt und kann mich in die Stimmung gut hinein versetzen. Es lief eine ganze Menge, was auch mir als liberal, aber sehr behütet erzogenem Mädchen überzogen vorkam. Ständig fanden in der Stadt Demos statt. Die Uni war voll von marxistischen Splittergruppen, die sich gegenseitig bekämpften, alles war aufs Dichteste mit Flugblättern beklebt. Die sexuelle Befreiung wurde vor allem in der uniformen Aufmachung sichtbar, Jungs wie Mädels trugen abgewetzte Jeans, Armeeparkas und lange Haare.

    Andererseits war die alte Welt noch sehr stark in den Köpfen und Gewohnheiten lebendig. Dementsprechend hart trafen besonders die hergebrachten Moralvorstellungen und neue Ideen aufeinander. Ich behaupte mal, je festgefahrener das eine, desto überschießender das andere. Das betraf damals ganz besonders den Umgang mit Sexualität. An den meisten Schulen war z.B. Koedukation gerade mal ein paar Jahre eingeführt. Eine ältere Biologielehrerin bei uns hatte allergrößte Schwierigkeiten, den neuerdings verpflichtenden Sexualkundeunterricht umzusetzen. Das wollte so gar nicht über ihre Lippen. Ein paar Jahre später entbrannte unter den Eltern in meiner Klasse ein heftiger Streit, ob (in der 10.Klasse!) Die Blechtrommel gelesen werden dürfe, wegen der darin enthaltenen sexuellen Anspielungen. Ich war in einer Schule, die modern, aber weit weg von wildem Reformismus war, und da, wie gesagt, behütet aufgewachsen, habe ich auch antiautoritäre Auswüchse u.ä. nur von Ferne mitbekommen.

    Manche Aufreger von damals haben den Praxistest nicht bestanden und sind abgeschliffen worden, entstanden ist ein Mittelding, eine Synthese aus alt und neu. Die antiautoritäre Erziehung z.B. funktionierte nicht, aber die Grundidee der physischen (!) Gewaltfreiheit ist so weitgehend verwirklicht, dass ein Lehrer ein Kind nicht mal mehr symbolisch am Ohr ziehen darf. Ob das dann gut ist oder ob man ins andere Extrem verfallen ist, ist wieder eine andere Frage. Die freie Liebe, die Idee der offenen Promiskuität, hat sich nicht bewährt, aber die durchschnittliche Beziehung ist heute trotzdem freier und toleranter als in den 50ern.

    Ich finde, die intellektuelle Experimentierfreudigkeit der Zeit wird in der TAZ gut geschildert. Wer experimentiert, macht eben auch Fehler. Was mich an der öffentlichen Empörung stört, ist, dass man die, die damals dazu gehörten, skandalisiert, um sie heute politisch mundtot zu machen. Ich sehe aber einen großen Unterschied zwischen übertriebener und durchaus schädlicher Toleranz und tatsächlichen Übergriffen. Und an den damals Beteiligten stört mich, und das fast noch mehr, dass sie sich nicht aus der Deckung trauen, um ihre damaligen Positionen zu erläutern und, korrigiert um zwischenzeitliche Erkenntnisse, zu vertreten, sondern sich durch Rücktritt, Entschuldigung oder Schweigen lau aus der Affäre ziehen. Offenbar ist der Zwang zur politischen Korrektheit so groß, dass man nicht mal mehr die alten Themen aufarbeiten kann. DAS finde ich wirklich erschreckend. Insofern ist es allein schon verdienstvoll, darauf hinzuweisen - wie es die TAZ macht - dass die Vertreter der Grünen und der FDP keineswegs die Einzigen waren, sondern dass es offenbar eine breite Diskussion in Öffentlichkeit und Wissenschaft über das Thema gab.

    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Oh nein, das habe ich auch nicht so aufgefaßt. :-)
      Möglicherweise bin ich dieses Thema betreffend übersensibel, da ich zwei Töchter habe, eine davon knapp 9. Bitte entschuldige, falls ich Dich etwas zu sehr angefahren haben sollte. Ich will einfach nicht, daß sich jemand meinen Kindern nähert, sie sexuell belästigt oder ausnutzt, und das im Wissen über seine Straffreiheit (was Straffreiheit noch bedeuten könnte, wäre im Extremfall Entkrimininalisierung von Kinder-P*rnos und dahingehende Ausnutzung von Kindern - nein, nein und nochmals nein! Was übrigens auch für Jungens gilt).

      Ich teile doch den größten Teil Deiner Ansichten, vor allem das Unverständnis darüber, daß sowas immer ausgerechnet zu Wahlzeiten "aufgedeckt" wird (wie schon die Plagiat-Promotionsarbeiten) - mit ohne jeden Zweifel der eigentlichen Absicht, den einen oder anderen moralisch unmöglich zu machen. Am Sonntag wissen wir, ob die Strategie funktioniert hat - so oder so. (ich fürchte mich davor, so oder so)

      Eine öffentliche Aufarbeitung wäre wirklich mal nötig. Egal wieviel schmutzige Wäsche dabei zum Vorschein käme - und wer dann seinen Hut nehmen müßte. So ziemlich viele (oder gar alle?), nehme ich an...
      Und es müßten vielleicht auch verbindliche Grenzen und Definitionen festgelegt werden, wer wann wie mit wem wo und wie lange. DAS wäre mal was - eine Art Kodex der Sexualität. :-)) Fange ich gleich mal an... (mich so hilflos fühlend, daß ich ins Blödeln abrutsche :-( )

      Lieben Dank für Deine Kommentare und viele Grüße, Sathiya

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  3. Ei ei ei, Du jonglierst heute wieder mal 'heisse Kartoffeln' und temperamentvoll ;-)

    Wie Du aber doch selbst geschrieben hast: ".... Homosexueller strafbar... wohin .... entschwunden?"
    Sei ehrlich, meist sind wir schliesslich doch erst hinterher klueger* - und selbst dann sind die Meinungen, egal welches obige Thema genau betreffend, noch aehnlich vielseitig wie Teilnehmer (wenn auch vielleicht manchmal nur 'schattiert' unterschiedlich).
    Mich fasziniert (negativ in diesem Fall) nur immer wieder, WAS ein Wahlkampf-Termin so aaalles zu Tage foerdert. D.h., ich bin schon bald der Meinung, wir sollten 'so etwas' jeden 2. Tag anberaumen ;-)
    a) nichts bliebe mehr unausgesprochen; hinausgeschoben oder sonstwie ignoriert ?
    b) wenn's denn jeee ein 'Hinterher' gaebe, haetten wir endlich ein friedliches Leben, da auch aaaalles endlich geloest?

    Auch wenn ich weder Paedophilen-Freundlich noch sonst. 'Menschen-Versuchs-Projekte' begruessend bin, Letzteres wird manchmal auch rein versehentlich dazu, weil es mitunter just zur aktuellen Zeit 'eine gar nicht so schlechte Idee' erschien.
    Das mit dem Respektieren der Wuensche seines Gegenuebers (egal welcher Alters- und/oder Geschlechts-Klasse) scheint uns wohl in generell, aehem, ein wenig abhanden gekommen zu sein! Wo faengt's an?
    Bei uns, z.B., gibt's dann wohl auch seeehr viele Selbstmorde, wenn urploetzlich 'verschiedene Welten', welche vorher nett voneinander getrennt lebten, aufeinander treffen und spaetestens dann ein vorher einseitiges Ego einen satten Daempfer/Grenz-Zuweisung abkriegt. Klar: meine Rechte enden dort, wo Deine/die Anderer anfangen; ABER: 'Grenzen' zu erkennen lernen; -Ueberschreitungen zu unterlassen ....

    Bitte, liebe Sathiya, beruhige Dich wieder ein wenig - ich bin ja bei Dir = biiiig hug !

    LG, G.

    * ist 'leicht aehnlich' mit der kuerzlich besprochenen 'friend zone': manchmal auch nur eine temporaere Park-Variante, weil man nicht genau weiss, wie man sonst mit der Situation umgehen soll.


    PS: kannst mir ruhig im Schwung der Sit. auch kurz den Kopf 'abhauen' - bin heute mutig und arbeite einfach mit dem 'Ersatz aus dem Versandhaus' weiter, bis dass ich meinen eigenen (Kopf) wieder kriege, mit welchem Du vielleicht gerade Fussball spielst = hab' wenigstens Spass; ich verspreche Dir, er schaut herrlich belaemmert ;-)

    Kopf hoch und bitte etwas Vertrauen; sprich 'an die Macht der Gedanken' glauben - und sei's nur zur a) Selbst-Hypnose b) um einstweilen Kraefte zu sammeln um bei moeglicher 'Aektsch' wirklich einsatzfaehig zu sein.





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    1. o holy sh*t, und ob sie heiß sind. Und sie fallen laufend runter... und ich haue niemandem den Kopf ab. Was will ich auch mit den ganzen Köpfen? gruselig... (und Halloween ist noch weit hin)
      Scherz beiseite - das Thema rührt an einen Nerv. Nicht nur meinen, sondern generell.

      Am Sonntag werden wir es ja sehen, inwiefern sich nicht nur die Kandidaten und Parteien, sondern auch die Wähler moralisch darstellen. Die Berichterstattung wird es möglicherweise sogar dahingehend darstellen/ausschlachten, daß aus einem gewissen Vortum für FDP und Grüne tatsächlich eine demokratische Legitimation der damaligen Ansichten abgeleitet und etwas ganz anderes hineininterpretiert wird - wie z.B. "Grüne werden Kinders*x legalisieren und FDP stimmt zu". Die yellow press ist sich ja nie zu schade für sowas - Hauptsache, die Auflage steigt. Das ist sowas von entmutigend - wo sind nur die guten Sitten hin, das Feingefühl, Moral und Anstand?
      O tempora, o mores!!!

      Genug. Friend zone. Comfort zone. Auch Politiker brauchen sowas. Gönne ich ihnen... und übrigens: eine gute Idee, jeden zweiten Tag Wahlen abzuhalten. Was da alles zum Vorschein käme!! Eine Art politischer Stall des Augias. Da hülfe nur noch eine Sintflut, um den ganzen Mist wegzuspülen...

      :-)) nun habe ich wieder gute Laune. Danke! ;-)
      Lg, Sathiya

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  4. Ich mag den Trittin nicht, weil er in meinen Augen ein furchtbarer Schleimscheisser ist - wobei er von der ganzen Müslimannschaft noch einer der weniger ekelhaften ist.

    Aber ich finde es eine ziemliche Sauerei, solche Dinge in der Woche vor einer Wahl hoch zu kochen. Die prinzipiellen Gegebenheiten waren seit Jahren bekannt - man hat sie nur gut aufbewahrt, um zum geeigneten und möglichst schädlichen Zeitpunkt mit Dreck werfen zu können.

    Trittin ist Baujahr 54, war also in den 80ern um die 30. Allein dadurch hatte er bereits das Recht noch ein Idiot zu sein, dessen Meinung noch nicht komplett durchdacht war. Und das Recht die Welt nicht in der Komplexität zu sehen die sie hat. Zumal er damals eher auf Krawall gebürstet und Provokation Teil des offiziellen Parteiprogramms war.

    Ihm das heute, nach 25 oder 30 Jahren vorzuwerfen ist jedoch ganz schlechter Stil. Von diesen Thesen hat er sich sicher genauso längst verabschiedet, wie Joschka von seinen Turnschuhen im Bundestag, und all die anderen Pfeiffen aller Schattierungen von ihren früheren Fehltritten.

    Wer das lanciert hat würde ich nur zu gerne wissen. Und denjenigen öffentlich kreuzigen lassen - weil so eine Aktion von einem Scheisscharakter zeugt.

    Sie sollen die Wahl verlieren weil sie nichts können - nicht deshalb weil man alten Dreck ausgräbt und einen ihrer Vertreter demontieren will.

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    1. Yes, indeed, that is the point. Wer hat was davon, den alten Skandal ausgerechnet jetzt aufzuwärmen? Der gehörte wirklich angezählt. Nicht gleich gekreuzigt, das finde ich übertrieben, aber zumindest mit ein paar ordentlichen Takten wieder auf Sitte und Anstand eingestimmt. Sofern das überhaupt noch möglich ist. Ansonsten - eben doch die brachiale Methode, so unappetitlich die sein mag. Abschreckung ist alles. *wutschnaub*

      Ich unterschreibe: Sathiya X X X
      (Und, wenn DU auf meinem Wahlschein stündest, würde ich DICH in die Regierung wählen, mit allen Kreuzen, die ich habe. :-)) X X X - aber das weißt Du ja schon. *g*)

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    2. Selbst wenn ich je bis dahin käme auf einem Wahlzettel zu landen ohne mehrfach gemordet zu haben ... nach der Wahl und der ersten Ausschussitzung würdest Du mich spätestens hassen, weil ich die letzte verbliebene Pfeiffe wäre die dauernd ihr Gesicht in die Kamera halten müsste, weil sonst keiner mehr da wäre der das kann ;-)

      Demokratie ist als Teilnehmer prima ... wenn ich aber entscheiden darf dann bin ich der capt'n auf einem Piratenschiff. Wie schon die Judoon bei Dr. Who sagten: "justice is swift"

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    3. ... well, kreieren wir fuer Dich eben 'diesen neuen alten Job'*; empfehle OZ and surrounds. Grund: mann muss zwar verdammt gut schippern koennen - aber die meisten Gewaesser sind waermer. Ausserdem sind hier mehr Millionaere unterwegs - und die sharks (die unter Wasser ;-) ) sind eigentlich nirgends freundlich.
      Keine Angst: Du bist sogar vor mir noch weit genug in Sicherheit; die Groesse des Landes sowie mangelnde Meldepflicht schuetzt seeehr gut! :-D

      Ansonsten empfehle ich u/Politikern & 'Co.' plus 'kleinem Rest der Welt' bald einmal, sich den Film mit Michael Douglas und Annette Bening "The American President" anzusehen.
      Vielleicht hilft das ein wenig, mit den vielen 'kleinen Bob Rumsons und sonstigen Rufmeuchlern' richtig umgehen zu lernen ?
      MM sollte ja jeder, der ERST zum Wahlkampf-Termin mit 'Dreckschleuder' auftaucht (statt in den Jahren dazwischen) wirklich wegen ab-so-lu-ter Boeswilligkeit selbst legal 'abserviert'/strafrechtlich belangt werden duerfen! Bevorzugt: im Namen des Volkes, sprich der Allgemeinheit und nicht einmal von der attakierten Person!
      Hab' ich die Nase VOLLLLL von 'Dieser Attitude' !!!!!!!!


      LG, G.

      * denn: denk daran, dass wir auch 'so einen wie Dich' schon am Ruder hatten. Dann ist er von den eigenen Leuten weil er 'zuuuu demanding war' (= Dein eigenes Manko, Dear Mate = keine Ohrfeige noetig; laeuft unter 'it takes one to know one' = ich geb' mir selbst Eine in Deinem Namen!) durch seine eigene Kollegen-Freundin ersetzt worden. Dann hat er dazwischen sich angeblich 'gebessert' (aber eigentlich dabei die bestehende Regierung fast staendig angefegt). Dann hat er - weil Partei 'eigene Pelze' wegschwimnen sah, sich - noch einmal (Nr. ?) - zu einer Meuterei hinreissen lassen, welche er auch durch die Unterstuetzung der eigenen 'Wieder'-Angsthasen (nur diesmal aus anderen Gruenden wie oben fuer die Kollegin) kurz vor ohnehin generellen externen Neuwahlen gewann. Sich dann beim Wahlkampf aber absolut nicht als DER gezeigt, weswegen er einst beim ersten Male vom Volk gewaehlt wurde (= souveraen und OHNE jegl. Dreckschleudern damals !!!); ergo: haben wir jetzt 'Den Anderen'! Wohl evtl. nur aus Mangel an Alternative und 'Neue Besen kehren - vielleicht - besser', aber ... done and dusted = talking about spilled milk!








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