Dienstag, 10. September 2013

Überlegungen zur Schulpflicht

aufmerksam geworden hierdurch:  http://revealthetruth.net/2013/09/01/kinder-weggenommen-in-schockierendem-sondereinsatz/    (kein Hyperlink)
Ein mich zutiefst bestürzender Bericht darüber, wie einer Familie mit Gewalt ihre vier Kinder weggenommen wurden, nicht etwa wegen Mißhandlung oder Vernachlässigung oder Gewalt gegen diese, sondern wegen Verstoß gegen das Schulpflichtgesetz. Ich bin schockiert und zutiefst bestürzt, mit welcher Schärfe und Menschenverachtung von den offiziellen Behörden vorgegangen wurde, und wollte es zunächst nicht glauben. Ich empfinde es als eklatanten Verstoß gegen das Grundgesetz, die Menschenrechte, gegen alle Prinzipien des Rechtsstaates, so wie ich sie verstehe und auffasse. Ich fasse es nicht.

Daß einige Bürger ihre Kinder zuhause unterrichten, wußte ich, habe es aber bis dato in die Ecke der bedauernswerten christlich-fundamentalistischen Öko-Bewegung geschoben, die eher meine Verachtung als mein Mitleid verdient. Das war ein Fehlurteil, für das ich mich schäme. Da ich selbst auch nicht wirklich zufrieden bin mit dem Unterricht, den meine Jüngste momentan erhält, habe ich auch schon nach Alternativen gesucht, vor allem nach einer Möglichkeit, mein Kind offiziell selbst zu unterrichten. Erst einmal rein theoretisch (da ich nicht konsequent genug bin - aber lesen und schreiben habe ich ihr beigebracht, schon vor der offiziellen Einschulung ;-) ).
Durch Suche im Web bin ich auf eine Bewegung gestoßen, die sich "Homeschooling" nennt. Interessant und wert, es in künftige Überlegungen einzubeziehen.
Und ich komme erstmals ernsthaft dazu, mir über das Schulgesetz und die allgemein akzeptierte und verteidigte Schulpflicht kritische und zugegeben nicht sehr nette Gedanken zu machen.
Hier eine weitere Seite, die interessante Informationen über Heimschulunterricht bereitstellt: www.hausunterricht.org

Mein ganzes Leben lang habe ich es hingenommen, daß Schulpflicht besteht, und sie sogar als positiv empfunden - sei damit doch garantiert, daß alle Kinder, auch aus den untersten Schichten der Bevölkerung, lesen, schreiben, rechnen und usw. lernen, um eine solide Grundlage für einen Beruf zu haben. Das ist ein Vorteil, der durchaus nicht von der Hand zu weisen ist, und ab einem gewissen (niedrigen) Bildungslevel der Eltern würde ich eine Schulpflicht sogar begrüßen.

Ein Versuch der Auseinandersetzung mit der Schulpflicht

Nun - woher kommt die Schulpflicht? Es ist wie so einiges andere, eine Erbschaft aus braunen Zeiten: mit dem Reichsschulpflichtgesetz von 1938 wurde der Heimunterricht verboten
Woher kommt die Schulpflicht? “Wie” und wann ist diese gesetzlich verankert worden? Obwohl die allgemeine Schulpflicht bereits in der Weimarer Reichsverfassung stand, wurde sie nicht zwangsweise vollzogen. Bis 1938 war der Hausunterricht in Deutschland noch möglich. Erst die nationalsozialistische Gewaltherrschaft machte Schluß mit dieser Form der Unterrichtung und führte den Schulzwang ein. Verständlich - ein Kennzeichen von diktatorischen Regimen ist es immer, daß sie Bewegungen einschränken und verbieten, die sich ihrem Bestreben der totalen Kontrolle und Vereinheitlichung entziehen. Das heutige Deutschland im allgemeinen und Bayern im Besonderen hat mit dieser traurigen Tradition des diktatorischen Schulzwangs bis heute nicht gebrochen. (Text von hausunterricht.org)
Warum überhaupt Schulpflicht?Warum gibt es keine Bildungspflicht oder noch besser gänzlicher Verzicht auf staatliche Schulbesuch, mit Bildungsfreiheit? (nun ja, die Bildungsfreiheit nehmen sich die Schüler einfach selbst - bei einigen nutzt eben selbst die Schulpflicht nichts ;-) ) Oder eben häuslicher Unterricht, erteilt von den Eltern oder Privatlehrern, mit meinetwegen auch Prüfungen nach österreichischem Vorbild?

Wieso eigentlich wird Heimschulunterricht kriminalisiert? Im Bundesland Hessen z.B. ist es eine Straftat, den Schulunterricht zu verweigern, während es in anderen Bundesländern "nur" eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die Menschen, die ihre Kinder zuhause unterrichten, sich aber dennoch Verfolgung, Repressalien und Stigmatisierung ausgesetzt sehen.
Ich habe von der Grundschule (in Hessen) meiner Jüngsten einmal einen scharfen Brief erhalten, mit der Aufforderung, umgehend die Gründe fürs Fernbleiben vom Unterricht (es waren erst drei Tage, und ich hatte meine Gründe) darzulegen oder ich müßte mit Bußgeld, Erzwingungshaft und zwangsweiser Zuführung zur Schule rechnen, falls ich nicht kooperiere. Dabei hatte ich mein Kind ordungsgemäß schriftlich von der Teilnahme am Unterricht entschuldigt, was aber im Sekretariat der Schule verschlampt wurde... was aber die militanten Jugendschützer möglicherweise nicht gehindert hätte, mein krankes Kind mit Gewalt dem Unterricht zuzuführen. Selbstverständlich nur im Interesse des Kindeswohles. Um das Recht auf Bildung durchzusetzen.
Dazu drängt sich mir gerade eine Frage auf: gibt es in Deutschland denn die Pflicht, staatlich zugelassene Bildung und Lehrinhalte konsumieren zu müssen? Was ist mit Bildungsfreiheit? Bzw. der Freiheit, sich eben nicht zu bilden bzw. auf eine individuelle Art??

Überhaupt - warum zwangsweise dem Unterricht zuführen? Um den Nachwuchs zwangsweise zu sozialisieren? Ihm Bildung und Wissen aufzudrängen, die er weder will noch braucht?

Zum Thema Sozialisieren ein treffender Text: (Textauszug von hier: http://www.hausunterricht.org/html/sozialisation.html (kein Hyperlink, kursiver Text von da) )
Ein wichtiger Aspekt in der kindlichen Entwicklung ist die soziale Kompetenz.
Wenn Sie sich für das Lernen zu Hause interessieren oder es bereits selbst praktizieren, ist es sehr wahrscheinlich dass Sie auf den Punkt der Sozialisation angesprochen und besorgt gefragt werden, ob Kinder, die zu Hause unterrichtet werden nicht einen gravierenden Nachteil haben, weil sie mehr Zeit als andere Kinder mit ihren Familien statt mit Gleichaltrigen verbringen.
Dabei gilt es als ein unumstössliches gesellschaftliches Dogma, dass Kinder möglichst viel Zeit und Umgang in Gruppen Gleichaltriger verbringen müssen, um soziale Fähigkeiten zu erlernen.
Gleichzeitig wird jedoch von verschiedensten Seiten eine fehlende Primärsozialisation und ein zunehmender Werteverfall beklagt. Fast jede Woche ist von Gewalt gegen Schüler und Lehrer an öffentlichen Schulen zu lesen. Mobbing und Aggressivität der Schüler untereinander nehmen erschreckend zu.
Folgt man der Meinung der Bildungspolitiker und der Gerichte, so müssten die Schulen eigentlich aber voll von rücksichtsvollen, höflichen und gut sozialisierten Menschen sein, da angeblich nur dort eine optimale Sozialisierung gewährleistet sei.
Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Die Gewaltexzesse an der Berliner Rütlischule sind nur die Spitze eines Eisberges.
Der kanadische Psychologe Dr. Gordon Neufeld hat in seinem wegweisenden Buch “Unsere Kinder brauchen uns” nachgewiesen, dass die Orientierung der Kinder an Gleichaltrigen ein verhängnisvoller Irrweg ist. Gleichaltrigenorientierung meint, dass Kinder und Jugendliche ihre Identität, ihre Werte und Verhaltenscodes zunehmend von unreifen Gleichaltrigen beziehen, statt von Eltern und gereiften erwachsenen Persönlichkeiten. Die Gleichaltrigensozialisation zerstört den familiären Zusammenhalt, blockiert die Entwicklung zu wahrer Eigenständigkeit, vergiftet die Atmosphäre in den Schulen und fördert eine aggressive und sexualisierte Jugendkultur.
Besser könnte ich es auch nicht ausdrücken geschweige denn zusammenfassen. Genauso empfinde und beobachte ich es. Kinder- und Jugendlichenbanden, die elternlos, ziellos durch die Städte ziehen, sich in Parks und an Tankstellen treffen, eine Haltung der Verachtung für alles Elterliche und Machtausübende kultivieren, mitten am Tag im Park Pot rauchen, jüngere Kinder ängstigen und terrorisieren, randalieren (Autos zerkratzen, Türen eintreten), stehlen, von Autobahnbrücken Steine auf Autos werfen, im Extremfall Amok laufen usw. ...

Schulpflicht - nein. Ich halte es für überholt. Sogar mit Anwesenheitspflicht - als staatliche Verwahranstalt für Kinder, um sie von der Straße (und aus den Familien) zu holen und mit den eigenen Zielen und Doktrinen zu impfen. Es ist wirklich kein Wunder, daß die wirtschaftlich starke Elite Deutschlands ihre Kinder in Privatschulen und Schulinternate gibt, wo sie zumindest teilweise Kontrolle über Lehrmethoden, Lehrstoff und Sozialisation ihrer Kinder haben.
Bildungspflicht - eher. Das wäre endlich mal zeitgemäß. Es sollte egal sein, woher und wie man seine Bildung bezieht, solange sie einen befähigt, eine Ausbildung oder ein Hochschulstudium anzutreten. Oder aber völliger Verzicht auf Bildungspflicht im Rahmen der Bildungsfreiheit - Bildungsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, sich und seine Kinder nicht nach staatlichen Vorgaben zu bilden. Wer eben von sich aus keine Bildung will - bekommt eben keine. Ein klarer Fall von selbst schuld. Ich bin absolut nicht dafür, irgendwelche unwilligen Leute zu ihrem Glück oder Bildungsabschluß zu zwingen.

Ich will nicht soweit gehen, wie die Macher der Website hausuntericht.org, und fragen, inwiefern Schulpflicht mit einer Demokratie vereinbar sei (ich verstehe die Frage selbst nicht ganz), aber ich finde, der Zusammenhang Schulpflicht/Demokratie gehört dringend hinterfragt - erst recht vor dem Hintergrund der unwürdigen Behandlung einer Familie, die für ihre Kinder die Bildungsfreiheit in Anspruch nahm, die Schulpflicht ablehnte und ihre Kinder zuhause unterrichtete.

Nachdenklich, Sathiya

Kommentare:

  1. So sehr ich ein Verfechter der Eigenverantwortung bin: Ich denke damit überforderst Du einen überwiegenden Großteil der Eltern. Und tust den Kindern keinen Gefallen. Der Gesellschaft auch nicht.

    Welche Gruppen haben denn die Chance selber wenigtens das Wenige zu leisten, was öffentliche Schulen hinbekommen ?

    Diejenigen, die selber genug wissen um es ihren Kindern beibiegen zu können, und dabei nicht noch beschissenere Pädagogen sind als unsere ausgebildeten SozPäd es sind.

    Ich behaupte
    - das sind bzgl. Grundschulwissen evtl. 50% der Eltern (die restlichen sind selbst dafür zu dämlich oder können nicht erklären)
    - das sind bei höherer Schulbildung max. 10%, die das Wissen noch präsent und vermittelbar haben (es zu können heißt nicht automatisch es jemandem beibringen zu können).

    Damit züchtet man nicht nur eine Generation von Vollidioten. Die übernächte besteht plötzlich aus Genies, da bereits fehlerfreies Addieren von zwei Zahlen als höhere Schulbildung gilt.

    Das nächste ist die Disziplin. Es ist einfach zu sagen "hach, mach ich selber". Wieviele derer die annehmen es zu können ziehen es aber wirklich durch, über Jahre ? 10% ? 20% ? Mehr sicher nicht - Disziplin ist in der Elterngeneration genausowenig eine Grundeigenschaft wie in der Generation der Kinder.

    Hinzu kommt die Vergleichbarkeit. Zu einem gewissen Zeitpunkt muss gemessen werden, wie schlau/deppert der Sproß im Vergleich zu den anderen ist. Das muss laufend erfolgen. Genau das passiert im Unterricht am Küchentisch aber nicht.

    Eltern sind auch unterschiedlich begabt. Sie sind für viele Dinge super geeignet und sich auch weitgehend einig. Aber zu entscheiden was ihr Kind lernen soll - GENAU DAFÜR sind sie denkbar ungeeignetsten Gestalten die man finden kann. Und zwar weil Eltern ihren Bias, ihre eigene Interessenlage, ihre Lieblings- und Hassfächer nicht auf ihre Kinder übertragen sollten. Genau das passiert aber wenn Mami den Lars-Kevin unterrichtet: Er wird mit Sprachen gequält und hat von Mathe keinen Schimmer. Und wenn Papi die kleine Chantalle unterrichtet, weiß sie total viel über Chemie, hat aber keinen Blassen wie man unfallfrei einen Aufsatz schreibt. Und das ist Scheisse. Denn damit ist der Weg aus dem bildungstechnischen Sandkasten noch schwerer als so schon. Und die Bezugsperson läuft bewusst oder unbewusst Gefahr, sich selber in klein zu erzeugen, statt ein Kind, das seine eigenen Stärken und Schwächen hat und kennen lernen muss. Von anderen.

    Von der Sozialisierung innerhalb einer Gruppe will ich gar nicht anfangen - die ist so wichtig dass sich das erübrigt.

    Du musst es allen erlauben oder keinem - damit öffnest Du aber dem Missbrauch Tür und Tor. Wer aber badet es aus, wenn Mami und Papi eben doch zu dämlich oder zu inkonsequent waren, um Lars-Kevin und Chantalle das beizubiegen was man wissen muss ?

    Die Gesellschaft in die sie reinwachsen muss es. Auch so Typen wie Du oder ich: Mit dem jungen Lars-Kevin und der jungen Chantalle von der öffentlichen Schule weiß ich "ok, die können nix ausser Bruchrechnen". Bei Lars-Kevin und Chantalle aus Mamas und Papas gutgemeintem Homeschooling muss ich ihre Hirne röntgen und sie zwei Tage lang testen um zu wissen ob ich Spezialisten, Humboldtjünger (wissen von allem etwas aber nix richtig) oder komplette Vollidioten vor mir stehen habe. Wer braucht das ? Wir brauchen Mindeststandards auf die man sich halbwegs verlassen kann. Und die man ggf. verbessern muss (dringend).

    Vor der Gesellschaft zu flüchten in die heilende Hölle des Homeschooling ist aber nichts weiter als zu resignieren. Und der fragliche Gewinn an Wissen wiegt die Nachteile nicht mal ansatzweise auf.

    Aus Kindern kann trotz unserer mediokren Schulbildung etwas werden. Dafür muss man sie aber nicht dort runter nehmen, sondern sie nebenbei fördern.

    Ich bin der Überzeugung hier ist ein Punkt, wo der Einzelne zurecht eben nicht vollumfänglich entscheidet, was er mit seinen Kindern anstellt. Und wenn es nur deshalb ist, weil er seine Kindern nicht objektiv betrachten kann.

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    1. Du hast auf Deine Weise so recht. Die lieben kleinen Kevins und Chantalles und Jacquelines und Justins sind heute schon mehr als froh, wenn sie 1 und 1 zusammenzählen können, ohne sich zu verrechnen. Das hat alles unser tolles Schulsystem geschafft. Es kann nur besser werden.
      Ich will die Schulpflicht ja gar nicht für alle abschaffen, nur für die, die ihre Kinder wirklich zuhause unterrichten wollen und dies auch können, entweder in eigener Person oder durch Privatlehrer. Ich will vielmehr einen Ersatz der aktuellen Schulpflicht, die tatsächlich nur die Anwesenheit im Unterricht betrifft, durch eine Bildungspflicht, meinetwegen auch nach österreichischem Vorbild, mit verbindlichen Prüfungen für alle, auch für die sogenannten Externschüler. Eine gute Idee, übrigens. Und die Hochschulen müßten eben Eignungstests und Aufnahmeprüfungen veranstalten, anstatt wie heute nahezu im Blindflug jeden zu nehmen, der sich immatrikulieren will. Byebye, Massen-Uni...

      Ich glaube kaum, daß sich sehr viele zutrauen würden, den kompletten Lehrstoff der Oberstufe selbst zu unterrichten, aber für die Grundschule sollte es reichen. Viel wird ja ohnehin nicht an Stoff verlangt (lächerlich ist das). Vielleicht würden sich mehr private Schulen gründen, die nicht mehr 20 bis 30 Kinder pro Klasse, sondern in Kleingruppen von höchstens 5 unterrichten würden, und nicht so teuer wären. Ich wäre auch bereit, dafür Schulgeld zu bezahlen, das nicht den Rahmen sprengt (hier in der Gegend gibt es ein solches Angebot - staatlich anerkannte Privatschule - ab 750 € Monatsschulgeld. Kann ich mir sowas von nicht leisten! :-( ).

      Dein letzter Absatz ist richtig. Wir Eltern sind niemals objektiv unserem Nachwuchs gegenüber - was aber den Zwang zum Schulbesuch nicht logisch begründet. Deutschland ist eines der wenigen Länder mit einer staatlichen Schulpflicht - und guck nur, wo steht es beim internationalen Leistungsvergleich der Schüler? Ziiiemlich weit hinten, ziemlich. Klasse Leistung...
      Verstehe mich bitte nicht falsch, ich habe durchaus profitiert von einer staatlich organisierten Bildung, die mir meine Eltern nie selbst hätten vermitteln können, obwohl beide Akademiker sind. Ich meine nur, es wäre an der Zeit, einen alten Zopf von 1938 wenigstens kritisch zu mustern und gegebenenfalls abzuschneiden. :-) wobei mir noch ein paar andere alte Zöpfe einfielen, aber das ist ein anderes Thema..

      Noch ein Gedanke: als DDR-Kind wußte ich immer, daß es eine Schulpflicht gibt und auch warum: sie war gut, wie war schön, sie war heilig, Bildung als höchstes demokratisches Volksgut. Perfekt. Nebenbei wurde ganz heimlich, still und leise die Staatsideologie infundiert, und wer nicht willig war, wurde mit Gewalt gezwungen. Ich war ziemlich schockeirt, als ich las, daß die Schulpflicht auf Weimarer Verfassung und die Nazis zurückgeht... und nickte dann nur noch zustimmend - typisch. Was ja zu erwarten war von einem Staat, der schon die Kinder zu Spitzeldiensten gegen die eigene Familie und Rebellion gegen die Familie und zu unkritischem Gehorsam den Anführern gegenüber heranzog... weitergehende Vermutungen in dieser Richtung das Heute betreffend drängen sich geradezu auf. (böse Unterstellung, das, ich hoffe nur, falsch zu liegen. Hoffe ich sehr)

      Neben der Schule fördern - unbedingt. Da ich gerade Deine Testmethode lese: ein Zertifikat einer öffentlichen Schule besagt leider nicht, daß Frl. X und Herr Y tatsächlich was können, und wie gut sie es können, sondern nur was sie eigentlich können sollten. Testen ist also so oder so erforderlich. ;-) Oder Hirnröntgen. Falls Du da ein Gehirn findest, und nicht eine als Gehirn getarnte Rübe. (Was bei mir ja auch noch nicht so klar ist. *lach*)

      Beste Grüße, Sathiya

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    2. "die ihre Kinder wirklich zuhause unterrichten wollen und dies auch können" ... und wer bitte beurteilt das ? Die Eltern selber ? Bitte lieber nicht ... schau sie Dir doch an ;-) Der Staat ? Irgendeine Institution ? Wie denn ?

      "das Grundschulwissen bestimmt" ... ja, ziemlich sicher. Aber wann entscheidet sich, ob Lars-Kevin aufs neusprachliche oder mathematische Gymnasium geht ? Nach der Grundschule! Wodurch entscheidet es sich ? Weil er von allem etwas (zu wenig zwar aber immerhin) mitkriegt und man merkt was seine Richtung ist.

      Wie sieht diese Entscheidung wohl aus, wenn die total gebildete, aber eben leider auch total einseitig gebildete Mama die Grundschule übernimmt ?

      Da geht mir der Sinn verloren, wieso sich Muttern vier Jahre an die Backe pappt ihm was beizubiegen, was er in der Schule auch lernen kann wenn sie noch nen Hunderter in ein paar Förderkurse investiert.

      Ich glaube auch nicht mal ansatzweise an die hehren Motive der Eltern ihren Kindern was Besseres zu bieten als die Schule das kann: Das spielt zwar natürlich mit rein, ist aber NICHT die Grundmotivation - die ist oft viel banaler ;-)

      Aber man muss m.E. die Nachteile betrachten, und die sind immens. Nicht für die paar Eltern die es wirklich können und ihre Kinder dadurch besser ausbilden. Sondern für all die anderen die denken es zu können es aber nicht können UND für all die, die es schon gar nicht erst können, wirtschaftlich oder zeitlich oder geistig.

      Du schaffst damit latent eine Elite. Das ist nicht per se schlecht, Gott bewahre, bin ich ein Stück weit fan von. Aber hier entsteht sie nur dadurch, dass die Eltern mit Geld oder Zeit die Möglichkeiten dazu haben, die vollzeitbeschäftigten oder alleinerziehenden jedoch kaum oder gar nicht. Unabhängig davon, wie geeignet sie wären. Daraus jedoch einen sozialistischen Schlachtruf zu machen nach dem Motto "dann muss der Staat es eben allen finanzieren" ginge zu weit - das betrifft eine komplette Volkswirtschaft, keine Suppenküche.

      Ich bin mir auch nicht sicher ob es gut wäre, die Kluft noch größer werden zu lassen als sie es ist. So sehr ich mir eine handvoll Nicht-Baumschul-Abgänger zur Abwechslung wünschen würde, die Chancen der dabei Abgehängten aus ihrer Bildungsschicht rauszukommen gehen dann rapide gegen null.

      Meine Eltern hätten sich das sicher auch zugetraut. Und man hätte es ihnen gerantiert auch erlaubt, wenn es zulässig gewesen wäre. Aber heute wäre ich dann ein promovierter Lampenschirm, der exzellent rechnen UND Klavier spielen könnte, sich sonst aber schon in einer Telefonzelle verlaufen würde, und den Bausparvertrag als das höchste Lebensrisiko ansähe. Geprägt durch eine "Grundausbildung" im heimischen Stall. Da kann ich persönlich nur sagen: "Danke Weimar für diese Entscheidung, die mir das erspart hat - selbst wenn meine Lehrer rückwirkend betrachtet ziemliche Dilettanten waren" ;-)

      Und das könnte jeder Lars-Kevin und jede Chantalle mglw. irgendwann in irgendeiner Form genau so empfinden, egal wie nahe sie den Eltern steht oder wie gut sie als Lehrer tatsächlich geeignet waren.

      Was ich damit sagen will: Die Prägung durch die Eltern ist wichtig. Aber sie muss Grenzen haben. Und bei der Ausbildung sind die m.M.n. eindeutig überschritten - die gehört zwingend in die Hände anderer, auch wenn die Hände für Dich, mich und alle anderen mit einem gewissen Grundanspruch nicht so toll sind, wie wir es gern hätten.

      Und weil Du den Vergleich zu anderen Ländern ansprichst: Wichtig ist nicht allein, wie gut die Spitze ist. Weit wichtiger ist, wie homogen die Masse ist! Und in dem Bereich macht uns so gut wie kein Land vergleichbarer Größe etwas vor - obwohl es vielleicht gefühlt alles Holzköppe sind was wir ausbilden, sind sie im Mittel um Längen besser als die anderen, weil es eben keine so gewaltigen Ausreisser nach oben und auch unten gibt, weil das Spektrum enger ist, und jeder Holzkopp zumindest seinen Namen SMSen kann.

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    3. @ Castagir

      Pscht, 'Schatzi', aaalles kann ich Dir leider auch nicht durchgehen lassen und hier ist mal kurz ein kleines Stopp - bitte!

      Es ist sehr wohl moeglich - und hierzulande auch noetig - Heimschulung zu machen. Auch Privat-Lehrer sind noch immer nicht obsolet.* Ich nehme an, die bekommen dann eine Vorgabe vom staatl. Schulsystem bezueglich gewisser Mindest-Anforderungen an dann - wie schon erwaehnt - zu testendem Ausbildungsstand. Meeehr ist immer erlaubt - auch wenn's keine alte Sau testet.
      Die Lage, welche ich eher sehe ist: warum soll man dies ausgerechnet in Deutschland bei dessen Besiedelungs-Dichte machen, wo dies gar nicht noetig ist? Hier kostet das die betroffenen Familien gehoerige Summen an persoenlichem Geld (und hier ist relativ weeenig steuerlich absetzbar; wuerde mich wundern, wenn 'dieses' - ist aber 'Grau-Zone' in meinem 'grauen matter' - sorry)
      Und Du darfst glauben, dass das Gebruelll von 'Rest-Oz' Lynch-Justiz-Ausmasse annimmt, wenn gar noch jemand sozusagen 'Sozial-Hilfe-Empfaenger' spielt mit der Begruendung "... ich muss meine Kinder unterrichten und habe darum keine Chance zum selbst Geldverdienen ..." Da wuerdest Du Dich aber wundern, wiiie schnell Du da einen 'verbalen Fusstritt' zum Umziehen in sog. 'Zivilisation' abkriegst, wenn Du Dir 'outback' mit damit verbundenen Problemen gar nicht leisten kannst.
      Ausserdem hast Du ja sicher auch schon von 'school of the air' gehoert - auch ein MUSS von OZ (plus flying doctors = mitunter schneller als jeder Sanka in der Stadt ;-) plus sog. 'Angel-Flights' )
      Ueberleg' mal: einiges an Erwachsenen-Bildung (sog. zweiter Bildungsweg zum schon Berufsleben) verlaeuft auch so.
      Bei uns im Umkreis wird mein, 'frueherer Verlobter' immer als Paradebeispiel hingestellt, weil er seinen Theorie-Teil der Piloten-Ausbildung ohne Schul-Teilnahme sich angeeignet hat. Jeweils eingebaute vor lizenzierten Testern absolvierte Pruefungen bestanden = Bingo.
      Riesengelaechter gab's allerdings, als der 'Hoerrrr Schueler' seinem Tester einen extrem ausfuehrlichen Riiiiesen-Vortrag zum zu testendem Wissensbereich 'Richtfunk und Uebertragungstechnik'** hielt (= seine offizielle berufliche Fachrichtung) und der Pruefer toooo-tal ueberfordert und lachend abgewunken hat ;-) (und sich selbst eine schlechte Note gab ;-) ).

      ABER - echt jetzt - warum soll D. sich das antun? Adelshaeuser - aus Sicherheitsgruenden vielleicht. Dass man niiiie zuviel Wissen haben kann .... Du wirst hierzu einer der Letzten sein, welcher mir hierzu wohl widersprechen wird; ist aber - mM - auch viiiel Privat-Aufgabe. 'Fachrichtungen'/Einseitigkeiten gibt es allerdings auch hier, 'Hoerrrr Computer-Fritze'/Fachmann C. !

      Dein Dich liebender 'anders-Einseitling von Gaertner', G. :-D

      * habe diesbezueglich eine Kopie einer alten 'Aufgaben-Anweisung fuer Lehrer' im outback einst mir in einem 'seeeehr Land-Museum' gekauft und entsprechenden Lehrer-Freunden (= einige!) zukommen lassen; damit sie erkannten, 'which side their bread is buttered on' = wie's denen heutzutage dagegen gut geht.
      Da war naemlich aus 'Vorbild-Rolle' als Benehmen in der Oeffentlichkeit organisiert; Ofen am Morgen einheizen und Feuerholz organisieren sowieso und sogar das Thema 'Ehe' unterlag strikten Regeln!



      - Fortsetzung folgt -

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    4. - Fortsetzung 2/2 -

      ** schliesslich hat er da selbst auf diesem Gebiet einst ein Patent fuer seine fruehere Firma im Zwei-Wege-Kommunikations-Kanal-System errungen; plus wutentbrant eine 'Fehler-Zaehl-Maschine' erfunden, welche Ausfaelle und sonst. Fehler im Einsatz zu testender Geraete notierte, welche flapsig wie bewundernd firmen-intern nach seinem Fam.-Namen benannt wurde.
      So und jetzt frag' mich - so Du Dich getraust ;-) - bitte jeeeeemals, um mein 'umfassendes Fachwissen NERDS betreffend ' ! ;-) :-D Wenn man mit 'so was' verheiratet ist, kriegt man 'Fachwissen' (auf einigen Gebieten = augenroll !)



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    5. PS:

      ... dass Regionen wie 'Flinders Island und Bruny Island' = beide zwischen Australien und Tasmanien (inkl. sonst. Inseln dieser Riesen-Insel genannt OZ) wissen und ohne Meckern und Murren hinnehmen, dass sie ihre Kinder fuer eine hoehere Ausbildung dann in irgendein Internat woanders einbuchen muessen ... Normal !

      ... dass noch immer/oder haeufig jungen Maennern auf dem 'hiesigen Lande' mitunter eine geringere Ausbildung angediehen wird, als den evtl. eigenen Schwester ... Normal! Grund: damit diese 'besser ausgeheiratet werden koennen' waehrend die Soehne die Stations/Grossfarmen uebernehmen.

      ... dass vorgenannte Maenner - aaaaller Altersstufen - dann mitunter furchtbar seelig selbst auf eine 'foreign sheila' wie mich abfahren ... Normal. Grund: Bevorzugt weibliche Mangelware/Jagdbeute, wenn: sie happy auch alleine und ohne viel Luxus auskommen; aus nix trotzdem noch was machen koennen; Jack-of-all-trade Bereitschaft (= keine Scheu vor egal welcher Art von Drecksarbeit) haben; trotzdem das Weibliche nicht verlieren .... Normal, verstaendlich und extrem logisch oder? Selbiges ganz bitter waehrend meiner Tour-Guide-Taetigkeit kennengelernt, wo ich mich versehentlich ein paar mal 'verplappert' habe bei von mir nicht erkannten 'Tauglichkeits-Checks' !
      Himmel, da wird man bei 'Eignung und Gefallen' mitunter fast von den dann zukuenftigen Schwiegereltern verschleppt und den Soehnen auf den Praesentier-Teller gesetzt ! MM hierzu: tut weh, diese Art von Engagement dann abzuwinken; wenn man mitunter DERART verheissungs-/erwartungsvoll angeschaut wird .... normal, fuer diejenigen, welchen oefter mal ein "Nein" entgegenschallt - egal wie vorsichtig, hoeflich oder charmant serviert.

      ... dass diese sog. 'ungeschliffenen Diamanten' von Maennern aber mitunter eine Herzensbildung und ein 10-Sterne- Benehmen haben - priceless und auch fast schon 'normal'. Wie schneiden dagegen unsere (versoffenen) City-Slickers ab? Ich krieg' mich manchmal nicht ein: verwoehnte Fratzen, welche nicht wissen, wie sie sich am besten und schnellsten herunterkommen und ruinieren koennen!

      Guuuut, ich hoere - schon - auf; obwohl noch seeehr viel hierzu zu erzaehlen waere. Dabei kenne ich selbst davon ja nur Ausschnitte bzw. nur die 'Spitze des Eisberges'.


      Sorry und liebe Gruesse, G.
      (= ich fuerchte ich mag das Land doch sehr gerne - auch wenn ich es oefter als oft nicht ausreichend verstehe - seufzendes grrrr eat hierzu !)

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    6. Die Tatsache, das es vereinzelte Beispiele gibt wo das gut war hilft nicht viel weiter wenn es darum geht, es generell zu erlauben...

      Zumal Sathiya weiter unten sagt "unbürokratisch". Was nix anderes heißt als "lassen wir Vati und Mutti mal machen, wird schon passen, kontrollieren können wir es eh nicht".

      Ich verstehe den Anspruch dahinter sehr wohl. Ich traue es einigen auch zu - vielen aber nicht ansatzweise. Andere beurteilen das vielleicht aber genau andersrum.

      Aber so lange niemand vorher im Zweifelsfall entscheiden kann "Nein, Ihr seid ungeeignet um Eure Kinder zu unterrichten, sie gehen besser in die staatliche Baumschule" und man nicht zusätzlich einen aufwändigen Kontrollapparat implementiert für diejenigen die es dürfen (den ich aus vielen Gründen noch weit weniger leiden kann), so lange ist das nix für die Allgmeinheit, sondern Einzelfälle, die man ggf. durchklagen muss, und zum Glück sehr selten die Genehmigung bekommt.

      Wir haben hierzulande doch gerade aktuell genug bedauerliche Beispiele wo genau solche Modelle schrecklich schief gegangen sind. Weil die Interessen der Eltern, ihr Glaubenssystem, oder ihr Wertesystem das eigentliche Ziel "Bildung" überstrahlt haben. Und die Holzköppe nun eben nicht gebildet sind, sondern lediglich indoktriniert.

      Das zu verhindern ist in meinen Augen wichtiger. Und genau deswegen wehre ich mich entschieden dagegen die Eltern das übernehmen zu lassen, die haben da aus sehr gutem Grund nix zu sagen. Wenn ihnen die Baumschule zu wenig leistet sollen sie sie ergänzen - aber nicht ersetzen.

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    7. Generell erlauben ist tatsächlich nicht das, was mir vorschwebt. Das würde dem von Dir beschriebenen intelligenzapokalyptischen Szenario ja Tür und Tor öffnen, vom Mißbrauch mal ganz abgesehen. Aber ich meine, daß man Eltern in bestimmten Fällen die Möglichkeit einräumen sollte, ihre Kinder selbst zu unterrichten, ohne ins Ausland oder den Untergrund gehen zu müssen (siehe Hessen - hier ist es eine Straftat, der Schulpflicht nicht nachzukommen. Finde ich übertrieben, unnötig und naja. Worte fallen mir keine mehr dazu ein, die ich nicht schon gesagt hätte). Kontrollinstanzen hätte man genug - denn was genau macht eigentlich das Schulamt? Dieses wäre doch an erster Stelle dafür zuständig, und an geeigneten Pädagogen, die die Qualität der häuslichen Lehre beurteilen könnten, dürfte doch gerade dort kein Mangel herrschen. (*inständig hofft*)

      Zur Aufteilung, ob humanistisch, altsprachlich oder naturwissenschaftlich eine Anekdote aus der Schulzeit meines Vaters: er hatte sich schon immer für Mathematik und Physik interessiert, und wo wurde er hingesteckt? In den altsprachlichen Zweig - Altgriechisch und Latein satt. Daß er trotzdem Mathematik studiert hat, liegt nicht daran, daß er Griechisch konnte, sondern obwohl. ;-) Es geht also nicht immer oder nur nach den Neigungen oder Begabungen, die ein 11jähriger zeigt, sondern eher nach den verfügbaren Plätzen in den Klassen - ein Glückspilz derjenige, der schon früh genau nach seinen Neigungen unterrichtet werden kann. Selten genug ist es ja.

      In der heutigen Zeit ärgert mich am meisten, daß eine Grundschullehrerin am Ende der 4. Klasse mein Kind eine Empfehlung fürs Gymnasium ausspricht - oder auch nicht, je nach Lust und Laune. Die meisten können ein Kind nicht zutreffend beurteilen, auch ist meines Erachtens der Zeitpunkt viel zu früh, um irgendwas substantielleres über die Lernfähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten als 'ich glaube, der/die schafft das' auszusagen - es gibt nicht wenige Kinder, die erst in den höheren Klassen mit ihrer Leistung durchstarten (zum Beispiel meine Große: Mathe war immer ihr Haßfach, mit Ach und Krach eine Drei - und ab der 11. Klasse das Mathe-Ass *g*). Und ihre Gymnasialempfehlung war 'nur unter Vorbehalt'. Haha. Ich "freue" mich schon auf den Zeitpunkt, an dem für die Jüngste die Gymnasialempfehlung ansteht.

      Daß solche Modelle des Hausunterrichtes schrecklich schief gegangen sind, weiß ich. Daher ja auch meine bisherige nichtpositive Meinung. Aber was genau berechtigt den Staat, über die Qualität und Quantität der Bildung zu befinden und sie geradezu anzuordnen? Das habe ich mich schon immer gefragt - nach guter alter Krimi-Manier: wem nützt es? ja, ich kenne Deine Argumente, ich bin sogar sehr oft Deiner Meinung. Aber ich erlaube mir trotzdem, die Schulpflicht zu hinterfragen.

      @Gerlindy: danke für die Rückendeckung. Am meisten sagt mir der Aspekt des ungeschliffenen Diamanten mit Herzensgüte und old school Benehmen zu. Formale Bildung und Intellekt sollten nicht alles sein, was zählt.
      Wir sollten beides zusammenführen - den gutausgebildeten, zu logischem Denken fähigen jungen Menschen mit Herzensverstand und Gentleman-Manieren. Wie im Film "Eve und der letzte Gentleman", falls den jemand kennt. ;-)

      Grüße, liebe, an euch beide, ;-) Sathiya

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    8. Tja, 'unbuerokratisch' geht leider gar nuetschts!
      Sogar die Wirtschaft fliegt derzeit ordentlich auf mit ihren sog. 'self-certifications' was da nichts anderes ist als: Ich mache den Kram und ich behaupte - entgegen aller anderer Meinung - 'passt schon' ;-) *

      Was mich an der ganzen Geschichte von Sathiya ja ordentlich nervt, ist die Vorgehensweise der Schule (als die Abwesenheitserklaerung verschuett ging); haben wir sonst NIX zu tun, als gleich (wie D-typisch ??!) immmmer sofort das Schlimmste zu verdaechtigen und auch noch gleich 'schaeferhund-tuechtig' sofort ordentlich zu beissen und die Regeln von 'ueber das Kraut von Mass und Ziel/Kanonen auf Spatzen' zu exerzieren ?
      Dass wir trotz - ein gewisses Basis-Wissen schaffende - allg. Schulpflicht eine 'Schubladisierung' von 'Wer ist gscheit und wer ist bloed' haben, wenn auch dann einfach auf einem sog. 'hoeher gelagertem Level' .... leider auch verstaerkt D.; sorry.
      U/ungeschiffenen Diamanten sind naemlich auf ihrem eigenen Terrain/Wissensgebiet absolut meist enorm 'beschlagen'
      und was immer die in ihrem Erwachsenenalter noch (zeitmaessig) 'hinein-fitten' koennen an DANN vielleicht ENDLICH (= weil Zugang durch Computer dieses mitunter vereinfacht) erreichbarem Wissen ... ein Schwamm ist meist Dreck dagegen - sooo wird das aufgesogen!
      Es waere dies wirklich noch ein seeehr ausbaubares Streit-Thema mit wohl soviel Meinungen wie Diskussionsteilnehmern. Rein aus organisatorischen Gruenden, wuerde ich in dichtbesiedelten Regionen schon zu einer
      'Sammel-Stelle fuer Wissensangebot' neigen. Ausserdem (und wo bleiben eigentlich die Tierschuetzer hierzu ;-) ?): Junge Hunde schickt man alleine schon in die Hundeschule um sog. 'sozializing' zu lernen. Auch als ich meine Mutter einst fragte, warum sie uns denn in den bloeden Kindergarten steckt, wo wir doch daheim aaalles auch selbst haetten waehrend wir im Kindergarten mit sooo vielen anderen 'streiten'/verhandeln/diplomatieren' muessen, damit wir entweder auch mit dem Zeug spielen duerfen o.ae. ! Mein Vorwurf war auch 'liebst Du uns nicht mehr?"
      Die Antwort war in ca. "doch, ich liebe euch sehr wohl und darum stecke ich euch dorthin. Daheim habt ihr euere schon etablierten Hierarchien (= G. gewinnt gegen die juengeren Brueder; darum auch die Kindergarten-Abneigung = erste Ansaetze von 'gscheit denken' ;-) ) und ihr - vor allem duuu, musst das lernen, dass immmer im Leben noch jemand kommen kann, welcher dir 'ueber' ist und du trotzdem mit dieser Person leben wirst muessen oder wollen."
      Well, in der Schule gings - trotz Hauptaugenmerk Wissens-Sammlung - auch diesbezueglich weiter!
      Es geht einfach nicht, alle gleich zu machen - sie sehen (KsD) sogar schon unterschiedlich aus.

      Btw., Jamie Oliver ist/war Legasteniker? Nix 'gscheits' aus ihm geworden? Etliche andere Wirtschafts-Coryphaeen waren sog. 'Langsam-Starter' (wie dann Sathiya's Grosse)! Umgekehrt: viele sog. Schnell-Zuender oder 'Ueber-Unterstuetzte'.... und - KsD - auf allen Seiten Ausnahmen zu 'sort of regeln'.
      Ich halt's da niederbayerisch: dumm darf man vielleicht sein, aber man muss sich zu helfen wissen.
      Spaetere Anmerkungen von mir: ... um selbststaendig ueberleben zu koennen und dies im Rahmen der Legalitaet und ohne dies staendig zu Lasten Anderer zu erreichen.

      LG, G.

      * ich versuche schon seit Jaaahren mich selbst zu 'certifizieren' und fuer toll zu verkaufen - warum glaubt mir niemand und denen soll geglaubt werden? ;-) :-D
      Geht's wohl doch darauf hinaus: die Beurteilung der eigenen Person ist auch abhaengig von der Meinung/Empfinden seiner restlichen Umwelt.



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  2. Hmm, harte Worte auch von mir:
    mecker bitte nicht - nimm's (die Schulpflicht)! Ich sitze hier in einem Land mit 'Tyrannei der Entfernungen' und Schulbildung ist damit - selbst wenn man sie noch so gerne wollte - mitunter gar nicht so leicht!
    Allerdings sind bei uns jetzt - eeeendlich - die 'verhatschi-putzigenden' Staedter (!!) wach(er) geworden: 'Ihre' Verzaertelungs- und Verspieltheits-'Pflicht' in den Schulen (= weil es eben Kinder sind = bis 40 Jahre hier !?!) zeigt jetzt Folgen - bittere!
    Ich weiss nicht, warum der Satz von "was Haenschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" eigentlich sooo sehr in Vergessenheit geraten konnte!
    Komme mir manchmal vor wie die alten Aegypter: muss denen aufgrund von 'vermeintlichem Wohlstand und schon-alles-Koennen' wohl genau so ergangen haben und schon bestehendes Wissen damit verloren, oder?

    1/2-Sorry, Sathiya.

    LG, G.

    Heimschulung ist - mW - hier moeglich, wenn man als Elternteil selbst eine 'Ausbildung in einem Lehrberuf' absolviert hat.
    Tests des oeffentlichen Schulsystems muessen wohl in gewissen Zeitabschnitten absolviert/'bewiesen' werden.

    Ausserdem kenne ich von Oesterreich noch das bloede Anbesserungs-System von 'Die Kinder sind von der Grundschule kommend zuuu bloed um in den weiterfuehrdenden Schulen den frueheren (Zeiten) Wissensstand ihrer Vorfahren darauf aufzubauen, ergo: muss das Bildungs-Niveau der Schule auf die Kinder angepasst werden!' Soooo viel mal aus dem Fachwissen eines Fachmannes dieser Region (? -tztz).

    Ausserdem und wie's der Zufall will: just gestern schmunzeln muessen ueber eine Beschwerde meiner Mutter, dass die Schule ihrer Enkeltochter (= selbige auf welcher ich auch war) sooo viele Eltern-Abende einberufen wuerde. Meint meine Mutter hierzu "zu deiner Zeit gab's die wohl nicht, oder?" Antwort: "Doch, aber haettest Du Zeit gehabt? Also habe ICH sie abgeschafft fuer Dich/Euch und meinen Lehrern das erklaert, dass wenn sie es nicht schaffen, MIR etwaige Fehlleistungen von mir zu verklickern und zum Gegenteil zu motivieren, sie dies ueber meine Eltern auch nie und nimmer schaffen werden, weil diese hart arbeiten muessten und keine Zeit fuer diesen Kleinkram haben."
    Mutter fiel aus allen Wolken (wieder einmal) wegen 'dieser Tochter' und ich erinnerte mich noch sueffisant grinsend an eine verdammt gut fluchende Nonne, welche G. erklaerte, dass sie ihre Gesamt-Noten versauen wuerde, NUR weil sie Geschichte nicht mochte. Wobei ich nichts gegen Geschichte an sich hatte, nur gegen die doooofen Jahreszahlen von Begebenheiten, wo die Leute hierzu schon laengst tot waren.
    ABER: SIE (diese Nonne) hat's immer wieder geschafft, G. 'ihre Rutscher' zu verklickern. Ich schaetze 'Diesen Club' noch heute, denn - trotz Nonnen (= heute kaum mehr welche) gab's keinerlei religioese Gehirnwaeschen; eher das Gegenteil und dafuer wuerde ich noch heute deren Fusswasser vor Bewunderung trinken!


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    1. Nun habe ich solange an der Antwort an c. geschrieben - lies bitte dort meine Argumente. Ich sage ja nicht, daß Schulpflicht für alle abgeschafft gehört - ich sage ersetzt. Durch Bildungspflicht. Wer will und muß, der geht eben in eine staatliche Schule, wer den Unterricht selbst übernehmen kann, der soll es dürfen, ohne große Bürokratie. Das ist es, was ich will. Schulpflicht heutzutage, ausgeführt von verbeamteten Lehrern, impliziert doch gewisser Weise Lehrkräfte, die irgendwann nur noch Dienst nach Vorschrift machen, weil nur das unwillige Jungvolk dort herumhockt, die auf dem Acker, in der Küche oder Fußballplatz besser aufgehoben wären, als sich mit Dreisatz, Chemie und Kunstbetrachtung herumzuquälen, wofür zu allem Überfluß die reine Anwesenheit in den Stunden ausreicht. Unwillig aufgenommene Bildungskost wird sowieso leichter vergessen - umso mehr, da Bildung unter Zwang geschieht und nicht mehr als Privileg wahrgenommen wird. Deine Nonnen in allen Ehren - ich glaube, sie würden heutzutage das Handtuch werfen und lieber beten. ;-) selbst 1/2 sorry, Gerlindy. ;-) aber die Schule/der Unterricht steht und fällt mit den Lehrkräften, deren Fähigkeiten und Motivation. Unabhängig von irgendwelchen Schulpflichtgesetzen oder Heimschulunterricht...

      Nun, wir werden sehen. Da auf dem Papier der Kultusministerien immer alles so schön aussieht und man sich brüstet, im aktuellen Schuljahr sogar 105 % der geplanten Unterrichtsstunden zu erteilen... :-)))

      Lg, Sathiya


      Mir fällt noch ein Spruch aus der Feuerzangenbowle ein: 'sie werden jedes Jahr dömmer' (oder so ähnlich. Ich bin nicht sicher, ob meine als Gehirn getarnte Rübe das richtig rausgesucht hat *g*) es scheint ein altbekanntes Phänomen zu sein, daß die nächste Generation 'dümmer' als die vorangegangene zu sein scheint. Dabei wissen sie vielleicht nicht dasselbe wie die Altvorderen und in derselben Qualität und Quantität, sondern dafür was anderes.

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  3. ... ist wohl auch ein wenig zu kombinieren mit dem einstigen Thema der 'Entruempelung des Schulsystems' welches sich mal bei C. ergab.
    Ich weiss auch nicht, ob dieses amerikan. System der dann wohl 'Freizeits-Interessen-vorrangig-machenden Schulen' (? Baseball/Football) und nebenbei damit vielleicht auch noch den Rest von noetigem Wissen evtl. leichter in die Lernpflichtigen zu kriegen, womoeglich besser ist.
    Es ist eine sehr heikle Angelegenheit und 'sie werden jedes Jahr doemmer' (= meine Ruebe blinkt hierzu leider nicht in Erkennungs-Mode - sorry :-o ) ist vermutlich wirklich etwas krass und falsch. Deine Aussage von 'etwas anderes' ist mit Sicherheit weit richtiger.
    Ich weiss es auch nicht, aber vielleicht 4 Jahre sog. Einheitszwang fuer Einheits-Basis-Wissen und von da an verteilen?
    Wenn ich ueberlege, dass noch meine eigenen Eltern als auf dem Lande aufgewachsen mitunter ihre Grundschulbildung nicht einmal absolvieren KONNTEN, weil deren Mithilfe daheim 'wichtiger' da geldbringender (statt 'kostender') war ...
    Vatern haette ich - trotzdem - jederzeit als Lehrer akzeptiert; auch wenn er nur 'zwangs-ausreichend' diskutier-willig war/von mir dazu herausgefordert wurde und er in seiner grenzenlosen Liebe hierzu selten nein sagen konnte .... hat er halt dann - muehseeligst 'mehr geredet' als er sonst freiwillig getan haette ;-) !
    Mutter dagegen, haette sogar ich - als 'reichlich noch Minderjaehrige' - auf den Mond geschossen !!!
    Nicht, dass sie allg. zu bloed gewesen waere, aber
    a) konnte sie ab-so-lut viele Sachen nicht gut erklaeren (= sehr gute Ausnahmen ihrerseits bestaettigten die Regel ;-) )
    b) WOLLTE sie das auch nicht koennen/bzw. 'nicht gerne teilen' und war da barsch schon mal schnell bei der Hand mit "schau selbst zu, wo du das herkriegst, wenn du's schon haben/wissen willst!"
    Bei/mit letzterem Satz kriegt man mich aber auf 'V1 Beschleunigungstempo' in Agro, weil ich so etwas unnoetigen Zeitverlust finde. Bei freiwilliger Bereitstellung/schnellerem Finden, koennte man dann leichter und schneller nach wirklich noetigen und einem doch interessierenden Sachen suchend auf selbiges Vorwissen schon aufbauen.
    Umgekehrt aber toed-lich-st(!!!) beleidigt sein, WEIL ich es 'niiie fuer Wert hielt', IHR je zu sagen, dass sie Holz-Schaschlik-Spiesse vor Anwendung in Wasser einweichen sollte (= woher soll ich wissen, dass sie dies nicht wusste = ein anderes Problem; in generell und fuer alle Menschen!)
    c) fehlte dann aber - aufgrund von eigener mangelnder Schulbildung - schon sehr vieles an hoeherem Niveau.

    Die sog. freiwillige Bildung - na ja, wirklich so eine Sache; aber hinein pruegeln kann man's in der Tat auch staatl. diktiert nicht; von diesem Pferd/Zopf sollten wir vielleicht wirklich weg!
    Ehrlich gesagt, habe ich persoenlich die meisten meiner Jobs immer bekommen, wenn mir sozusagen schon eine Absage vor die Nase gesetzt wurde und ich noch kess in ca. hinterher schnappte "... uuuund, seit wann kann man das was sie behaupten speziell fuer ihren Bedarf zu brauchen, NICHT lernen?"
    Was ich dann meist - KsD - auch guuut beweisen durfte/konnte!
    Sogar wenn dann mitunter schon 'sattelfest' in Jobs, fand ich 'mehr' aber durchaus sinnvoll - vor allem, wenn ich selbst auch den Bedarf sah.
    Der einfache Satz - auf franzoesisch (und ital.) - von "Gruess Gott, mein Name ist G., ich werde versuchen sie mit unserem einzigen franzoesisch/ital. sprechenden Sachbearbeiter in dieser Abteilung zu verbinden, welcher ihnen dann in unserem Unternehmen weiterhelfen wird; bitte haben sie Geduld und bleiben sie in der Leitung" hat mir einst vor Jaaaahren 100 DM zusaetzlich an Gehalt gebracht.

    - Fortsetzung folgt - (sorry)

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  4. - Fortsetzung 2/2 im Gluecksfall -


    Dafuer haett' ich doch die Welt auf den Kopf gestellt, dass mir irgendwer diesen doof Satz beibringt, denn mein weiterer Satz an evtl. franzoesisch/ital. sprechende Tel.-Partner war dann naemlich meist mein schuldbewusstes Gestaendnis, dass ich selbst leider nicht mehr von ihrer Sprache spreche. ABER: diese lausige Konversation 'tat den Trick' von: Gespraechspartner: a) 'ent-paniken' b) ihm bestaettigen, dass was mit ihm/fuer ihn gemacht wird.

    ... und Boy hatten wir oefter mal einen verzweifelten Chef, weil er weiiit hinterher dann doch oefter mal herausbekam, dass die Tel.-Vermittlung aaaalles was 'nicht deutsch' gequasselt hat, verzweifelt zu uns in die sog. Laender-Abtlg. verband. Leider jedoch in selbiger - ausser Englisch (beim 'tippenden Fussfolk' manchmal nicht einmal dieses = !!!) - seeehr wenig weiteres Sprachkoennen anzutreffen war!

    Glaubst Du, dass irgendeine der anderen Weibsen dazu zu motivieren war? Hab' ich dann eben der Chef-Sekretaerin mal gesagt "Evtl. Urlaub/Krankheitsabwesenheit deinerseits sollte ab sofort reineren Gewissens ablaufen, denn ich koennte mich notfalls an Deiner Stelle begrenzt durchkaempfen" = grosse Erleichterung auf viiielen Seiten. Ich blieb zwar offiziell weiterhin Vorstand des Schreibbueros - mit jedoch fast instant besserer Bezahlung durch obige ab und zu Moeglichkeit. Aber wenn vielen Menschen schon 'Der Antrieb' fehlt .... und dann jammern, dass die Bezahlung schlecht ist .... ja: umsonst ist der Tod und selbiger kostet bekanntlich einem das Leben!

    Wusstest Du eigentlich wo der boese Satz von "sich sein Lehrgeld zurueckgeben lassen" herkommt?
    Tja, angeblich musste man frueher dafuer bezahlen, wenn man etwas erlernen wollte/musste.
    Dies schmeisst jetzt zwar - auch bei mir - eine weitere heisse Diskussion auf, aber ... ohne mich bitte.
    Zwangszusammenfassung meinerseits hierzu: beide Seiten 'Dreck am Stecken'; kriegt man eben auch niemand Brauchbaren, WENN man umgekehrt nicht willens ist auszubilden! Versus: Willst Du nichts lernen, gibt's auch kein Geld.
    Und dergleichen 'Abhaengigkeiten voneinander'!

    LG, G.
    (jetzt zwangsweise schneller haxelnd mit dem Rest ihrer Arbeiten um verbloggte Zeit wieder zu 'erjagen' = "Sch . . ss Alter; das wird auch nicht leichter!" spricht Methusalixa hier :-D; aber "el-Oreal" = because you're worth it!
    Nicht aufregen Sathiya - Augen aufhalten, wo man ggf. 'einhaken' kann, ist womoeglich besser ;-)








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  5. Konnte mich mal kurz bei einer Tee-Pause schlau machen ueber Deinen genannten Film von 'Eve und der letzte Gentleman'.
    :-D - yep, kann veeeery surely zu allen Sorten Mis(t)verstaendnissen und versehentlicher, ungewoehnlicher Situations-Komik kommen = that's life; erlebe ich aufgrund eigener Transusigkeit auch oefter mal.
    Ein auch sehr suess-romantischer 'Clash von Kulturen' mit 'Knall & Falll' der im Film Spielenden: 'Kate and Leopold'.
    Der Leopold-Darsteller* ist ja wohl der bei uns am meisten Angehimmelte fuer aaalle Jahrgaenge**. Die Rolle hat ihm wohl seine Frau fast versehentlich 'organisiert', indem sie zum Suchbild der gewuenschten Character-Eigenschaften neben einem 'Entscheidungsberechtigten der Branche' erstaunt kichernd meinte ".... hat mein Mann alles; braucht er gar nicht zu schauspielern!"
    How 'hot' is this ?!
    Gut, er hat/te wirklich viele dadurch 'gut fuer ihn passende' Rollen; jedoch muss ich jetzt wohl nach laaanger Zeit wieder mal ins Kino denn: angeblich spielt er in 'Wolverine' = wie 'das' fuer ihn passt ? Weiss nur noch nicht genau wie ich das schaffen soll. Vermutlich mit Linus-Schmusedecke; Sport-Beiss-Schiene und Ohrenstoepseln PLUS ear-muffs !!! Augen puenktlich bei 'Unpleasantries' schliessen bin ich in generell immer ganz gut - selbst 'off-Kino' ! ;-)
    ... und wiiiie weit sind jetzt wohl C.'s Valium-Patch-Forschungen gediehen, denkst Du? Ich krieg' die Dinger in Tbl.-Form sicher nicht mehr hinein; bzw. fallen sie mir wohl staendig aus dem schreienden, offenen Mund !!! :-D

    LG, G.

    * - eine seiner suessesten Rollen: paperback hero
    - einer seiner verflixt guten und interessanten Rollen: 'Australia' (das B. Luhrmann Movie); aber das war ja geeeespickt mit tollen Kuenstlern.

    ** bischen duenn und zuuu sportlich fuer meinen pers. Geschmack; aber so lange er die Klamotten anbehaelt (= weitere Schwierigkeit fuer mich im 'Wolverin' Kino - seufz) Dafuer finde ich sein Gesicht 'zum Hineinstuerzen und sich wohlfuehlen' - seuuufz; wenn der nur grinst ... - geschweige denn lacht .... (= ich reiche Dir dann sofort Schauferl und Beserl, um mich vom Boden aufzufegen ;-) ! )
    ... und DAS mir, wo ich eigentlich eher brutal immun gegen solche 'Phenomena' was bin :-o
    ... und hier hinterher gleich zum Lachen und meist - obwohl ich's nicht verstehen kann - mein angebliches (lt. anderen Menschen) Kontradiktum, indem mir Rupert Everet und Colin Firth auch noch so gut gefallen.
    Ich sehe keines - aber bitte: es sei denen das Lachen vergoennt!





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