Samstag, 2. März 2013

Dawanda-Supermarkt

Wieder einmal zum sich wundern. Das ewige Mysterium Dawanda. Ein Fußballmärchen.

von hier: http://de.dawanda.com/topic/21/10768978   (kein Hyperlink, bunter Text von da)

Der Anstoß:
Hallo, 

wir freuen uns, Euch heute eine Verbesserung der Sichtbarkeit der Logenplätze ankündigen zu dürfen, die ab morgen (27. Februar 2013) gilt. 
 
Um noch mehr Interessenten und Käufer für Eure Produkte zu erreichen, werden über Logenplätze beworbene Produkte nicht nur auf den Kategorie- und Suchergebnisseiten angezeigt, sondern auch auf Platzierungen in Mein DaWanda, dem Warenkorb und auf Produktseiten nicht mehr aktiver Angebote. So werden den Käufern auf DaWanda an noch mehr Stellen Anregungen gegeben, welche Produkte für sie interessant sein könnten und das WerbeWerkzeug Logenplätze wird für Euch als Verkäufer noch wirksamer.
 
Herzliche Grüße
Dein DaWanda-Team
Peggy_DaWanda 26.02.2013 14:15 

12 Seiten mit über 230 Beiträgen voller Protest, Unwillen, Entäuschung, Unverständnis. Mit Entschiedenheit wird die neueste Neuerung Dawandas abgelehnt.
Nettes Anspiel, die erste Halbzeit vergeht mit ins Leere vorgetragenen Angriffen und Sturmläufen, der Spielgegner stellt sich tot. Trotzdem ist kein Torschuß möglich. Das Tor steht anscheinend nicht auf dem Marktplatz für Einzigartiges sondern in Berlin. Die erste Halbzeit vergeht ereignislos.

Keiner randaliert, alle bleiben höflich, aber es wird mit Bestimmtheit dagegen protestiert, sich dagegen verwahrt, und D. aufgefordert, die vorgesehenen "Optimierungen" nicht umzusetzen, da sich auch rechtliche Bedenken ergeben. Nach 4 Stunden rudert D. zurück:
Zweite Halbzeit: Auszeit Team Dawanda, angetäuscht:
Hallo,
ich habe Eure Einwände seit heute Mittag zum Thema Logenplätze gesammelt und bei uns weiter gegeben. Die zusätzlichen Platzierungen der Logenplätze werden wir morgen nicht anschalten.
Ich werde die Kollegen aus den Abteilungen zusammen rufen und wir werden eine Lösung finden, die für Verkäufer mit Logenplatzbuchungen als auch für Verkäufer ohne Logenplatzbuchungen gangbar sind.
Unsere News, die wir im Verkäuferportal veröffentlich haben, werde ich entfernen.
Peggy_DaWanda 26.02.2013 18:44 
Team Verkäufer im Vorteil. Schiri hat schon die gelbe Karte griffbereit.
Erleichterung, ungläubige.
Die Verkäufer sind aber weiterhin besorgt und beziehen ganz klar Stellung gegen die Pläne Dawandas. Mir zutiefst verständlich. Ich bin wieder einmal froh, dort weder Kunde noch Shop-Inhaber mehr zu sein. 
Angesichts der Probleme der letzten Monate - technische Pannen, Seitenabstürze, verpatzte Buttonlösung, intransparente Werbewerkzeuge ("Logenplätze") einschließlich der neu aufgetretenen Unsauberkeit der Rechnungsstellung und Undurchsichtigkeit bei Provisionsabrechnungen samt Doppelbuchungen - ist es zutiefst unverständlich, warum eine derart invasive Maßnahme ergriffen werden soll.

Eine ausgewählte Antwort eines Verkäufers, welche auch sehr gut die anderen Baustellen auflistet:
Neue Spielstrategie Team Verkäufer:
@Peggy: Danke, das Ihr auf die Proteste reagiert. Das mit den Logenplätzen im Warenkorb ist denke ich komplett inakzeptabel, da kann es auch keine Kompromisse geben.  
Könntet ihr dann morgen bei der Gelegenheit gleich über die permanenten technischen Störungen sprechen? Das mit den Fehlermeldungen, verschwundenen Nachrichten und nicht reagierenden Warenkörben muss aufhören. Der Umsatz, den ihr bei einer gut funktionierenden Plattform reinholen würde, bräuchtet ihr euch dann nicht mit fragwürden Aktionen wie den Logenplatz-Einblendungen oder bezahlen Newsletter-Plätzen reinholen.
p*** 26.02.2013 18:49

Und - keiner "randaliert". Alles geht gesittet und wirklich höflich vonstatten, einige genervte und beherrscht-zornige Entgegnungen eingeschlossen.Weitere vehemente Ablehnung von Verkäuferseite auf weiteren 13 Seiten (ca. 260 Postings), dann eine erneute Mitteilung D.´s:
Unerwartete Wendung: Der Eckball:
Hallo,  
wir haben bei uns Eure Vorschläge und Bedenken diskutiert. Folgende Informationen möchten wir Euch vorab geben und haben diese besser für Euch erläutert, um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden:  
Wir werden in der kommenden Woche die Sichtbarkeit der Logenplätze wie folgt ausweiten:  
Logenplätze in Mein DaWanda:
Mein DaWanda ist ein zentraler Bereich für Käufer. Hier sammeln Käufer ihre Lieblingsprodukte und –shops und sind offen für Anregungen, welche Produkte ihnen gefallen könnten. Hier geben wir zukünftig den Logenplatzprodukten die Chance, das Interesse der Käufer zu wecken.
 
Logenplätze im Warenkorb:
Unsere Statistiken zeigen, dass Käufer im Warenkorbprozess sehr offen sind, weiter einkaufen zu gehen und weitere Produkte in den Warenkorb zu legen, wenn sie gute Anregungen bekommen (es gibt keinen negativen Einfluss auf die Kaufabsicht des Käufers oder das bereits ausgewählte Produkt). Diesen positiven Effekt nutzen wir schon länger, um im Warenkorb Produkte von der Merkliste des Käufers anzuzeigen . Diese Chance möchten wir nun auch den Logenplätzen geben. Selbstverständlich werden im Warenkorb KEINE Produkte auf den Logenplätzen angezeigt, welche in derselben Unterkategorie eingestellt wurden. Es wird also keine Gefahr bestehen, dass der Kunde ähnliche oder günstigere Produkte der gleichen Art angezeigt bekommt. Mit Logenplätzen erhaltet Ihr also zukünftig die Chance, Käufer zu erreichen, die in Shoppinglaune sind, aber kurz davor, die Seite zu verlassen.
 
Die Platzierung der Logenplätze auf Produktseiten nicht mehr verfügbarer Angebote werden wir vorerst nicht anschalten. Wir werden in diesem Jahr jedoch ein neues Design der Produktseiten für nicht mehr verfügbare Angebote umsetzen. In diesem Design werden wir die Logenplätze klar von der Produktseite abgegrenzt integrieren. Wir möchten mit dieser Anzeige Kunden und Interessenten Anreize schaffen, verfügbare ähnliche Produkte zu erwerben, bevor sie den Marktplatz verlassen.  
Über das neue Design werden wir Euch schon bald vorab informieren und Euer Feedback einholen. Uns liegt sehr am Herzen auf Eure Wünsche einzugehen, deshalb wird es auch bald eine große Verkäuferumfrage geben.  
Peggy
Peggy_DaWanda 01.03.2013 11:06

Das finde ich ziemlich heftig. Es ist genaus derselbe Murks wie in der ersten Ankündigung, nur verkaufsoptimierend neu formuliert. Es klingt so nett, so logisch, da man am liebsten drauf reinfallen möchte, und das mit Freuden.
Es bleibt spannend. Sturmlauf von allen Seiten. Das Tor stellen sie auf, wo es ihnen am besten gelingt, günstig und effizient Tore zu erzielen. Wen interessieren Spielregeln oder Schiri-Pfiffe, wenn es ums Geschäft geht?
 
Dawandas Avatar "Peggy" ist praktisch auf keine der Bedenken und Sorgen der Verkäufer eingegangen, sondern hat die erste Ankündigung lediglich neu formuliert. Die Reaktion der Verkäufer ist absehbar: Wellen der Empörung. Auch ich bin jetzt ernstlich sauer.
Ein Posting einer Verkäuferin stelle ich noch ein, weil es mir aus der Seele spricht. Gut formuliert.
Auszeit Team Verkäufer:
Das Einzige, Peggy, was sich geändert hat, ist die Rhetorik. An dem Tag, an dem ich auf so etwas reinfalle: Bitte erschießt mich!  
Ich habe noch nie eine Plattform gesehen, die so gegen ihre Aussteller arbeitet. Ich werde mich an jeder Form von Protest beteiligen.
Sollte ich auf meiner Shopseite im Warenkorb oder sonst wo bei mir abmahngefährdete Produkte sehen, die irgendwie mit mir in Zusammenhang gebracht werden können, werde ich Maßnahmen wie Verbraucherberatung und ggfs. rechtliche Schritte erwägen, um mich selbst zu schützen.
 
Sorry, aber ständig unsere Mithilfe erwarten, unser Verständnis erwarten (unkorrekte Rechnungen), und sind wir nicht alle lieb! und gleichzeitig ununterbrochen aus purem Eigennutz den Shopinhabern immer wieder an den Karren zu fahren und ihnen faule Eier ins Nest zu legen und sich einen Sch..ßdreck um ihre Sorgen und Einwände zu kümmern.... never. Die Balance ist hier definitiv gestört
Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus. Schluss mit lustig bei mir gerade, aber so was von.
Und den Glitzerfeenstaub benutze ich zum Gehwegstreuen jetzt.

S*** 01.03.2013 13:07
Letzte Verteidigung:
Eine andere Verkäuferin bringt es noch besser auf den Punkt:
Könnt ihr nicht anders oder wollt ihr nicht?
Mehr Ignoranz und Arroganz geht ja wohl kaum! Und dann auch noch alles wieder - sorry muss das jetzt mal so krass ausdrücken - in diesem verarschenden "Wir-meinen-es-ja-so-gut-mit-euch-und-wollen-doch-alles-nur-in-eurem-Intresse-verbessern-Ton".
 
Gegen Einblendungen in "Mein DaWanda" ist nichts zu sagen. Diese betreffen ja das "Mein DaWanda" des jeweiligen Nutzers, also praktisch sein virtuelles Zu Hause auf DaWanda und ihr werft ihm virtueller Flyer in den Briefkasten. Ob's der Kunde gut findet (Ich z.B. bin hier auch Kundin und finde jegliche manipulative, von mir nicht steuerbare Werbung als lästig.) bleibt dahin gestellt. Zumindest hat es aber weder objektiv noch in der Wahrnehmung des Kunden mit meinem Shop hier zu tun.  
Alle andere eurer "Verbesserungen" VERBITTE ich mir aber nach wie vor und zwar aus folgenden Gründen:
Ihr seid allem Anschein nach vollkommen damit überfordert oder (was noch schlimmer wäre) nicht willens, der wachsende Flut an Massenware und industriellen Billigangeboten hier Herr zu werden, wollt uns aber weiß machen, dass Ihr es schaffen werdet, die Kategorien von nun an so "sauber" zu halten, dass keine Einblendungen auftauchen, die doch ein Konkurrenzangebot zum jeweiligen Produkt im Warenkorb darstellen?
 
Es ist euch schon klar, dass ihr für diese Behauptung uns gegenüber in der Beweispflicht seid. Wie wollt ihr das konkret bewerkstelligen?
Was bei einem Kunden, der gerade mit einem unserer Produkte zur Kasse gehen will, im Warenkorb eingeblendet wird, können wir nicht sehen, geschweige denn überprüfen. Wie werden wir also ab nächster Woche nachvollziehen können, dass eure Behauptung korrekt ist?
 
Ebenfalls mehrfach angesprochen und von euch mal wieder einfach geflissentlich übergangen wurde der rechtliche Aspekt.
Alle hier - außer offenbar euch, den Plattformbetreibern - wissen, dass sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Shops auf DaWanda tummeln, die nicht nur eure eigenen AGB ignorieren (was primär ja mal euer Problem wäre) sondern auch gegen deutsche und EU-Gesetzgebung verstoßen (fehlende Impressi, fehlende oder unzulässige Widerrufsbelehrung, Verkauf von Produkten ohne CE-Kennzeichnung, um mal nur ein paar besonders prekäre Beispiele zu nennen).
Ein Kunde, der sich in einem unserer Shop befindet (für deren Inhalte wir allein verantwortlich sind), dort ein Produkt in den Warenkorb legt und damit zur Kasse geht, nimmt sich weiterhin als in diesem Shop befindlich wahr.
 
Wie stellt ihr sicher, dass ihm nun nicht illegale Angebote anderer Shops eingeblendet werden? Würdet ihr bitte ganz konkret und nachvollziehbar erläutern, wie ihr das ab nächster Woche gewahrleisten werdet?
Ihr habt doch diesmal sicher eure Rechtsabteilung (denn ihr habt ja seit Kurzem nun eine bei euch angestellte Juristin.) in eure Planung eingebunden.
Wie ist deren und damit eure Stellungnahme dazu?
Oder zieht ihr wieder das "Rabatt-Banner-Motto" durch, und verlasst euch darauf, dass wir mal wieder euren Job machen und die Rechtskonformität prüfen lassen werden?
Mir an eurer Stelle wäre das so was von peinlich...
m*** 01.03.2013 13:34

Antwort Dawandas, zeigt wie sie sich und die Verkäufer sehen:
Sturmlauf aufs Tor und Fallrückzieher:
Liebe Verkäufer,  
wir möchten es noch einmal wiederholen: Es ist NICHT in unserem Interesse, die Käufer aus Eurem Shop zu locken, sondern sie anzuregen, MEHR zu kaufen.  
Zum Vergleich: Stellt Euch DaWanda vor wie einen Supermarkt, wo verschiedene Hersteller ihre Waren platziert haben. Der Käufer möchte eigentlich nur ein Brot und eine Pizza kaufen, wir machen ihn darauf aufmerksam, dass es auch Milch und Obst gibt und zwar in Mein DaWanda (bevor er den Supermarkt betritt) und im Warenkorb (während er das Brot schon zur Kasse schiebt). 
Eigentlich wollte er auch Spinat-Pizza kaufen, diese war aber leider ausverkauft (ein nicht verfügbares Produkt). Wir zeigen ihm, dass es stattdessen Salami-, Käse- oder andere Pizzen gibt, bevor er ganz ohne Pizza den Supermarkt wieder verlässt.  
Der Brothersteller hat dadurch keinerlei Nachteil. Beim nächsten Einkauf des Kunden, wo dieser eigentlich nur Milch kaufen will, freut er sich, dass wir den Käufer an Brot erinnern.
Peggy_DaWanda 01.03.2013 13:38

1. Tor für D.

Der Vergleich Dawanda = Supermarkt ist sowas von daneben... und führt prompt zu den nächsten 15 Seiten und 300 Postings massiven Protests. Leider wird es keinem nützen, da D. machen wird, was sie will.
Es folgt ein gelungener Einspruch, einer von vielen, leider bis jetzt unbeantwortet. Die Verkäufer hängen in der Luft, wieder einmal. Tss, tss.
Gegenangriff - Sturm:
@Peggy
Ich möchte nicht unhöflich werden aber ihr könnt doch LESEN, oder?
Warum nehmt ihr zur Abwechslung nicht mal Stellung zu unseren Argumenten?
Wir können nämlich LESEN und wir haben sogar VERSTANDEN, wie die Neuerungen wirken und was sie bezwecken sollen. 
Wir benötigen dafür keinen auf beiden Beinen hinkenden Supermarktvergleich zur Veranschaulichung!
DaWanda ist, wenn wir schon Vergleiche heran ziehen wollen, kein Supermarkt sondern eine Mall / ein Einkaufszentrum mit vielen verschiedenen Läden. Jeder einzelne Laden hat einen Besitzer, der für alles, was in seinem Laden vorgeht, verantwortlich ist. Wenn jemand bei mir Brot kauft, empfindet er sich beim Gang zur Kasse weiterhin als in meinem Laden befindlich (eben genau wie in einem Einkaufszentrum, wo auch in jedem Laden einzeln bezahlt wird). Ich allein entscheide, ob ich meinem Kunden, der bei mir als Bäcker Brot gekauft hat, auch noch an Milch erinnern will oder nicht! Und vor allem werde ich nie und nimmer einem meiner Kunden den Einkauf in einem Laden empfehlen, der illegale Produkte anbietet oder gesetzliche Normen missachtet.
 
Sagst du jetzt bitte mal etwas konkret dazu?  
P.S. Dein Supermarkt-Vergleich lässt aber darauf schließen, wie DaWanda aus eurer Sicht funktioniert: Egal, was, wo in welcher Qualität oder zu welchen Bedingungen gekauft wird - ob Pferdefleischlasagne oder Demeter-Brot - Hauptsache es wird gekauft und noch mehr gekauft, denn alles landet an EURER Kasse!
m*** 01.03.2013 14:01

Eine weitere Antwort D.´s:
Voller Block, gelbe Karte für Team Verkäufer
Selbstverständlich werden wir unsere Statistiken nach Anschalten der neuen Platzierungen genau beobachten. Denn ich möchte nochmals betonen, dass wir diese Änderung nicht durchführen, damit Verkäufern dadurch Schaden entsteht. Das Gegenteil ist unsere Absicht.  
Unsere Zahlen und Statistiken haben wir bereits analysiert als wir diese Änderung evaluiert haben. Beispielsweise gibt es Auswertungen von Kaufverhalten, die belegen, dass sich durch die Anzeige der gemerkten Produkte im Warenkorb nicht in Konkurrenz zum Produkt im Warenkorb befinden, sondern sich positiv auswirken.
Jemand der einen Ohrring im Warenkorb hat und wahrscheinlich auch Ohrringe auf seiner Merkliste (die er ja im Warenkorb angezeigt bekommt) tauscht generell nicht das Produkt im Warenkorb gegen das von der Merkliste aus. Vielmehr legen Kunden über diese Platzierungen ein weiteres Produkt in den Warenkorb.
Um hier jedoch ganz sicher zu gehen, werden wir im Warenkorb KEINE PRODUKTE AUS DER SELBEN UNTERKATEGORIE anzeigen, sodass an dieser Stelle diese Gefahr gar nicht erst entsteht. Das angezeigte Produkt wird aus der selben Hauptkategorie kommen.
Beispiel: Wer eine Kette im Warenkorb hat, wird keine anderen Ketten sehen, sondern beispielsweise Ohrringe, Ringe, Armreifen.
 
Die rechtlichen Fragen, die hier im Thread aufgeworfen wurden, haben wir ebenfalls vor Ankündigung der Änderung bereits prüfen lassen. Ich bitte Euch jedoch um Verständnis, dass wir zu rechtlichen Aspekten keine Diskussionen führen können. 
Peggy_DaWanda 01.03.2013 17:25
und noch eine:
Strafstoß für Dawanda, verwandelt:
Die rechtlichen Prüfungen sind abgeschlossen und liegen uns auch vor. Niemand von Euch Verkäufern oder Käufern hat Grund zur Besorgnis.
Spiel, Satz und Sieg. Dawanda gewinnt mit 2 : 0.

(Das letztere klingt für mich wie "keiner hat vor, eine Mauer zu bauen..." (ja, auch dieser Vergleich hinkt, und zwar auf allen vieren, aber trotzdem, er drängte sich mir geradezu auf.)

Mich würden ja mal die Statistiken interessieren, die Datengewinnung und die Methoden der Auswertung der Rohdaten. Mein eigenes Verhalten als Käufer ließe sich nämlich absolut in keins der gängigen Schemata pressen, ich wäre der statistische Ausreißer. Aber sowas von Ausreißer. :-)

Keine weiteren Antworten von Avatar Peggy, obwohl noch mehrmals sachlich und gut formuliert gefragt und um eine Beantwortung der offenen Fragen gebeten wurde. Ein Fall von friß oder stirb, so scheint es. Der Thread ist mittlerweile 41 Seiten oder über 800 Postings lang. 
Einige Verkäufer organisieren eine Streikliste. Sonntag = Ruhetag. Lustig. Ich fände aber, sie sollten sich lieber inkognito dazu verabreden. Es sei sonst nicht konform mit einem Passus aus D.´s AGB: "seid fair zu D."  Mädels, das Spiel ist zuende...
Dreimal tss.  
Aber es gibt ein Rückspiel.

Grüße, ziemlich entnervte, Sathiya


Ergänzung vom 21.3.: Die angekündigte Verbesserung der Sichtbarkeit der Logenplätze wurde eingeführt, sichtbar ab 18.3., noch vor dem von D. angeregten Gespräch mit ausgewählten Verkäufern am 22.3. (siehe auch den Post "Zeichen und Wunder"). Die betroffenen Shop-Betreiber sind davon "entzückt", sie glauben es kaum, so eine Verbesserung...!!! (Ironie Ende) nachzulesen im selben Topic, ab Seite 180.
Ich frage mich eben auch, was genau das eigentlich soll. D. steuert einen Kurs, der mir überhaupt nicht gefällt, nicht nur als ehemaliges (vergrätztes) Mitglied sondern auch als potentieller Kunde. It is disgusting. I am not amused.
 

Kommentare:

  1. Ich hab mir das grade durchgelesen und versucht zu verstehen - zwei, drei Anmerkungen dazu:

    - aus meiner Sicht wird sich hier über eine recht banale Funktion beschwert, die man in shops von amazon bis zalando findet. Und zwar nicht nur im Warenkorb nach dem Hinzufügen eines Artikels, sondern bereits in der Artikelbeschreibung. Prinzipiell unterscheidet sich dawanda null von denen, da fällt es mir schwer die Aufregung zu begreifen.

    - Ist nur ein Verdacht aber er drängt sich mir auf: Mir scheint die Verkäufer möchten vermeiden dass Konkurrenz herrscht. Die jedoch ist aus Kundensicht gut und immer zu begrüssen. Anders ausgedrückt: Wer nicht damit leben kann dass jemand ggf. etwas anderes kauft als man selber anbietet, der hat das Prinzip Marktwirtschaft m.E. nur bruchstückhaft verstanden. Aber ich mag mich da täuschen. Doch was juckt es mich als Verkäufer, wenn es zu meinem Premiumprdukt irgendwelchen chinesischen Müll als Konkurrenz gibt ? Wer das will soll es kaufen.

    - Das Vermischen des Themas mit shops die fragwürdige Artikel anbieten hilft der Sache ohnehin nicht. Es zeugt für mich eher davon dass die Verkäufer keine zugkräftigen Argumente gegen diese Funktion als solches haben.

    - Nicht einer der zitierten Kommentare denkt aus Kundensicht. Vom Portalanbieter hingegen wird exakt diese Sicht erwartet - das ist für mich ... fragwürdig.

    - Ich als Betreiber hätte da völlig anders agiert - und gar nicht erst im Vorfeld diskutiert weil das in meinen Augen fruchtlos ist.

    Der Laden hat gravierende Probleme und Schwächen, keine Frage - in meinen Augen arbeitet er lediglich darauf hin sich aufkaufen zu lassen.

    Schlag mich, aber bei diesem speziellen Thema liegt er in meinen Augen technisch/fachlich/kaufmännisch komplett richtig.

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    1. Als Außenstehende ist es wirklich etwas schwierig, das Problem zu begreifen.
      Ich schlage Dich aber trotzdem nicht. *g*

      Viele Verkäufer haben nichts gegen gesunde faire Konkurrenz, ganz im Gegenteil.
      Viele Verkäufer sind von Anfang an dabei und mit D. großgeworden, machen fleißig Werbung für D. auf Märkten, bei jedem Verkauf, und sie empfinden das aktuelle Vorgehen empfindlich als in den Rücken fallen.
      D. wirbt ständig mit den Worten "Alles Handmade with love, Designer und Kreative stellen von Hand einzigartige Dinge her, komm zu uns!" (frei interpretiert) und dabei ist die Plattform voll industriell gefertigter Massenware, die irgendwo billig bei Amazon oder ebay eingekauft wurde und nun, evtl. noch mit einem Glitzerblümchen aufgehübscht (wenn man Glück hat), als Reine Eigene Handarbeit verkauft wird.
      Als Käufer würde ich mir auch veralbert und vera--- vorkommen, wenn ich auf einem Markt für Handwerkskunst Stände über Stände voller Ramsch vorfände, und fluchtartig das Gelände - in diesem Fall die Plattform - verlassen.

      Aus rein kaufmännischer Sicht ist das gewiß eine gute Entscheidung, darüber ist nicht zu disktieren. Nur - ob das ausgerechnet auf der Plattform für "Handgemachtes mit Herz" funktioniert? Das frage ich mich.

      Die Verkäufer haben die Nase voll. Einige werden die Konsequenzen ziehen. Der überwiegende Teil nicht, der schluckt das und kämpft. Auf verlorenem Posten, so mein Eindruck. Handmade with love wird eben auch nach China ausgelagert... ist billiger. *grins*

      Es ist ja nicht so, als ob es keine Alternativen gäbe. Etsy beispielsweise erlebt gerade einen Run von vergraulten Dawanda-Verkäufern. Warum? Kaufmännisch treffen sie mit Sicherheit auch Entscheidungen, die den Verkäufern nicht passen, aber sie kommunizieren diese ganz anders. Das ist auch genau der Punkt, warum meines Erachtens die Wellen so hoch schlagen, wieder einmal.

      Die zitierten Kommentare SIND Kundensicht, ich habe sie willkürlich und nach meiner eigenen Sichtweise ausgewählt, subjektiv und parteiisch. Die Verkäufer sind allerdings D.´s Kunden, komischerweise. ;-)
      Das Ganze sähe vollkommen anders aus, wenn D. selbst der Verkäufer aller handgemachter Dinge wäre... ein derartiger Vorschlag wurde auch schon gemacht, und klingt interessant. Dann würde es keinen stören, was der Eigentümer so wie, wo und womit bewirbt.

      Du meinst bestimmt die Kunden der Shop-Betreiber mit "Kunden". Tja. Als Kunde fände ich es auch weniger toll, wenn ich auf jeder Seite mit Werbung für alles mögliche zugeballert werde. Auf Amazon ist das so, auf ebay (zum Glück gibts Werbeblocker), auf anderen Shop-Plattformen ebenfalls.
      Wäre für mich als Kunde die Möglichkeit vorgesehen, Werbung abzulehnen oder zuzulassen, wäre es perfekt. Wie der Aufkleber am Hausbriefkasten "Keine Werbung". Das scheint aber nicht implementierbar (technisch müßte das aber leicht machbar sein, ein weiteres kleines Cookie...) oder nicht gewollt.

      Naja. Ich sehe mir das einfach weiter an...
      Deine Einschätzung, daß der Laden sich aufkaufen lassen will, ist zum Teil schon geschehen, die Gründer halten wohl bloß noch 20 %. Das meiste herausholen, und nach uns die Sintflut, so siehts wohl aus.

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    2. Da klingt ein wenig durch als ob Handarbeit und normaler Kommerz sich auschlössen - nach anderen Regeln funktionierten - oder es zumindest sollten. In meinen Augen ist das eins der Grundprobleme dieser "Branche", Handarbeit transportiert keine solche Message und sollte es auch nicht, dann verhebt sie sich.

      Auch der von den Verkäufern geleistete Aufwand die Plattform bekannt zu machen ist keine philatropische Geste sondern in erster Linie Selbstzweck - sie wollten sie bekannt haben damit sie darüber Absatz generieren.

      Für den Kunden ist beides vergleichsweise unwichtig. Er will Auswahl. Eine Auswahl die ihn entmündigt indem sie ihm dis und jenes nicht zeigt ist fraglos für die Verkäufer begrüßenswert, für den Kunden aber gar nicht - das Stichwort eines Marktes heißt Transparenz.

      Natürlich meine ich die Endkunden. Ein Portal samt der zwischengeschalteten Verkäufer ist dann gut, wenn der Kunde findet was er will. Und daher ist in meinen Augen die ganze Diskussion nur ein Scheingefecht in dem keiner die Wahrheit sagt.

      Was eine Möglichkeit zum Ausblenden der Werbung bringen sollte erschließt sich mir auch nicht - als Kunde will ich doch wissen was es sonst noch gibt. Die wenigen Prozent die genau wissen was sie wollen und stur wie ein Panzer vom Auswählen über den Warenkorb zum Bezahlen clicken sind NICHT die Zielgruppe - auch und gerade nicht in einem Markt der Dinge abseits des Standards anbietet. Sondern das sind die Leute die vier Läden anfahren weil sie ein blaues Dreieck haben wollen und im achten Laden dann ein wunderschönes rotes Viereck finden.

      Auch wenn den Gründern nur noch 20% gehören: Der Rest gehört dann venture-Kapitalgebern oder Banken. Das meine ich nicht mit Aufkaufen. Aufkaufen ist wenn amazon den Laden kauft, das Angebot integriert und ihn dichtmacht.

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    3. Nun, vielleicht bin ich da zu emotional. Wie der Großteil der Verkäufer auch.
      Vielleicht sind wir alle Romantiker. :-)

      Ich sehe leider eine Diskrepanz zwischen dem Anspruch der Plattform (with love! Einzigartigkeit! Designer! Unikate!), dem Image, das sie in der Öffentlichkeit von sich zeichnet (handmade with love! individualisierbar! Wir sind die Guten!), und dem tatsächlichen streng kaufmännisch orientierten Verhalten (Werbewerkzeuge verkaufen und darüber Einnahmen generieren, Provisionszahlungen, Einstellgebühren, kostenloses Werben der Dawandamitglieder für Dawanda, und wem das nicht paßt, kann ja gehen).
      Das und die lausige Informationspolitik, das schlechte PR-Management kommt noch dazu, macht augenblicklich einen Großteil der schlechten Laune aus.

      Die meisten Verkäufer haben ja nichts gegen Werbung, im Gegenteil.
      Sie wollen ja nur, daß D. ihre eigenen D.-AGB achtet - wo niedergelegt ist, daß einzig und allein der Verkäufer für den Shop-Inhalt verantwortlich sei. Ein in einem solchen Shop befindlicher (schlimmstenfalls unerfahrener) Kunde kann nicht ohne weiteres ersehen, ob etwas, was auf der Shop-Seite oder den Artikelseiten oder im Warenkorb Eingeblendete vom Shop-Betreiber und was von D. selbst kommt, im Zweifelsfall nimmt er alles als Einheit wahr. DAGEGEN richtet sich der Protest. Da auch am Design nur sehr wenig selbst eingestellt werden kann, und mehr oder weniger jeder Shop wie der andere aussieht (was schon dazu führte, daß Kunden glaubten, sie würden direkt bei D. kaufen, da sie die Shops nicht als eigenständig wahrnahmen).

      Werbung an allen Stellen, wo sie technisch gesehen hingenagelt werden kann, ich frage mich, ob das wirklich sein muß.
      Hast Du zufälligerweise schon mal versucht, bei D. was einzukaufen? Der Vorgang an sich ist unübersichtlich (ab 2 Artikeln von 2 unterschiedlichen Verkäufern), kompliziert, störanfällig, und nun stell Dir vor, zusätzlich zu dem anderen notwendigen Getingel und Eingeblende von Hinweisen kommt noch zusätzlich Logenplatz-Werbung dazu, in dem Moment, in dem Du eigentlich zur Tat und zur Kasse schreiten willst. SEHR unübersichtlich, teilweise sogar mißverständlich.

      Aber der Kunde ist ja König. Der will das ja so, nein, fordert es geradezu. Immer die volle Auswahl präsentiert zu bekommen... ich kann Dir aber hierbei nicht zustimmen, "Eine Auswahl die ihn entmündigt indem sie ihm dis und jenes nicht zeigt" - das begreife ich nicht. ?? Eine Auswahl, die dies und jenes ZEIGT, wäre ebenso "entmündigend", da jemand der Möglichkeit beraubt wäre, seine EIGENE Wahl zu treffen.
      Dementsprechend die Kundschaft... wie Du so schön schreibst - blaues Dreieck wollen und rotes Viereck nach hause bringen. :-)) Dreifach teurer als im nächsten Baumarkt. Plus Fahrtkosten. (manche habens eben - fahren 50 km, um ein Supermarkt Nr. 4 eine Fertigbackmischung 10 Cent billiger als im Supermarkt vor der Haustüre zu erstehen. Verstehe einer die Menschen...)


      Schönes Wochende wünsche ich Dir - hier gibt es ENDLICH WIEDER SONNENSCHEIN!
      Jubel!
      Lg, Sathiya

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  2. Ist man im Laden will man was ? Auswahl will man. Sehen was es gibt. Und sich daraus das aussuchen was man haben will. Der Trend vom Tante-Emma-Laden zum Vollsortimenter ist keiner mehr, sondern dieser Prozess ist seit Jahrzehnten schon abgeschlossen.

    Warum soll das online anders sein ? Weil man da die Kunden an die Hand nehmen muss ? Oder weil es hier um besondere Ware geht ? Sicher nicht. Ausgerechnet die Onlinewelt als den Bereich zu sehen in dem das anders sein sollte ist für mich ... es gibt kein schönes Wort ... irgendwo bei "weltfremd" liegt mein Gefühl. Genauso wie anzunehmen, ein Spezialgebiet wie "Handwerk" würde nach anderen Mechanismen als der Rest der Wirtschaft funktionieren. Auch ein gewisses "selbst schuld - Gefühl" gegenüber denjenigen die gedacht hatten das wäre dort dauerhaft anders kann ich nur recht schwer unterdrücken - ein Produzent von Waren welcher Art auch immer MUSS das besser wissen oder er wird über kurz oder lang in Probleme laufen.

    Du nennst es an sich recht ähnlich, nur viel freundlicher - romantische Vorstellung. Ich kann das verstehen wenn man vielleicht selber aus der Ecke kommt. Ich betrachte das von außen, als Konsument. Der in gefühlt 90% der Fälle denkt dass er genau weiß was er will - und in 30% der Fälle überrascht feststellt dass dem in Wahrheit gar nicht so ist und dass es auch andere Dinge gibt die interessant sind. Und die Vielfalt überaus nützlich findet. Und dann u.U. mit einem roten Viereck nach Hause geht auch wenn er vorher gewettet hätte, ein blaues Dreieck haben zu müssen.

    Die Argumentation der Überforderung des Kunden zieht für mich auch nicht wirklich. Wenn er im Laden einen aus 150 Weichspülern finden kann wird er das online wohl auch unfallfrei hinbekommen - und wenn nicht, dann liegt seine Abneigung in meinen Augen prinzipiell ganz woanders als bei einem Werbebanner mehr oder weniger.

    Ja, Dir auch. Herrlich, Sah aus wie Sommer ... war aber zu kalt das Verdeck aufzumachen ;o)

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    1. Aah, jetzt verstehe ich Dich. :-)) Jedenfalls etwas besser als zuvor.
      Du sprichst vom Supermarkt oder Rieseneinkaufszentum - ich spreche von kleinen feinen Fachgeschäften und Boutiquen.
      Du willst "einmal hin, alles drin", ich will durch Lädchen und Einkaufszeilen bummeln, hier am Schaufenster schauen, da versunken träumen.
      Salami will ich im Feinkostladen kaufen, den Wein im Weingeschäft, die Schuhe beim Schuhmacher. Ringe beim Goldschmied, Kleider beim Schneider, Bücher beim Buchbinder. Und nicht en bloc in China bestellen.

      Klar, daß wir da leicht aneinander vorbei reden. Ich wunderte mich schon... :-)

      Was ist schlecht an Tante Emma-Läden? Ich vermisse sie... und empfinde mich in Supermärkten, wo es alles zu kaufen gibt, als Kunde nur als Nummer, die Umsatz bringt. Das ist natürlich in Boutiquen und kleinen Läden nicht anders, aber das Gefühl ist ein anderes, ein wertschätzenderes. Verstehst Du, was ich meine?

      Ok, ich bin Romantikerin (Blumen! Torten! Sektfrühstück! Kniefall! *lach*), Du anscheinend eher nüchterner Pragmatiker. Du gewinnst mit Sicherheit jedes Mal beim Monopoly, während ich schon nach zwei Würfelrunden die Lust verloren habe.


      Oh, war die Sonne schön... und kalt. Habe trotzdem ein paar Sonnenstrahlen mitgenommen :-)) - und nehme sie nun in flüssiger Form zu mir. Leckere Auslese.
      Prost!

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  3. Ich habe nichts gegen Fachgeschäfte - im Gegenteil, ich mag Spezialisten. Aber nur, wenn sie einen Mehrwert liefern.

    Das kann sein: Produkte die ich andernorts nicht bekomme. Produkte bei denen ich Erklärungsbedarf oder Beratungsbedarf habe und keinen umgeschulten Bulettenwender vor mir haben will der noch weniger weiß als ich. Oder Produkte wo ich jemanden griffbereit haben will um ihn zusammenzufalten wenn das Ding nicht tut was es soll.

    Und nehme dafür in Kauf auf ein begrenztes Agebot zu treffen.

    Nur: Das ist so gut wie nie der Fall. 95% der Dinge kaufe ich wie jeder andere aus einer verfügbaren Auswahl heraus die möglichst umfassend sein sollte (Werbung bzw. "das da gäbe es auch noch"-Banner). Weil es effizient ist. Weil es nicht wert ist sich darüber einen Kopf zu machen. Für die restlichen 5% gibt es hingegen einen Markt und folglich Spezialisten oder Fachhändler.

    Und: Handgerührt/Handgemalt/Handgeklöppelt gehört nach den obigen drei Kriterien nicht zwingend in den Spezialistenbereich. Das denken die Hersteller zwar gerne, dass das was ganz Besonderes wäre und versuchen es als solches zu verkaufen. Aber letztlich sind es (no offense) häufig Standardprodukte die zwar anders schmecken, anders aussehen, anders hergestellt werden (oder was immer ihre bestimmende Eigenschaft ist) als das normale Pendant, aber sich nur marginal von der Regalware unterscheiden. Wenn es dafür einen Markt gibt, gut.

    Auf welche der Gruppen konzentriere ich mich aber als Betreiber eines Portals, in dem meine kommerziellen Interessen sowie die kommerziellen Interessen der Verkäufer der mit Abstand bestimmendste Faktor sind ? Sicher nicht dauerhaft auf die 5%. Sondern ich versuche den besonderen Anstrich des Wahren/Guten/Handgemachten rüber zu bringen in den normalen Markt. Das ist Kaufmanns-Einmaleins.

    Und deswegen vermute ich im Stillen Deine Kritik geht vielleicht nicht an die Sache als solche sondern entspringt mehr dem Wunsch "es anders/besser haben zu wollen". Das respektiere ich, freilich. Nur ich kann es nicht teilen und daher nicht in die Kritik einstimmen. Für mich ist das Angebot dawandas nichts was man nicht wie in einem Supermarkt verkaufen sollte/könnte/dürfte.

    Natürlich bin ich Pragmatiker. Allerdings habe ich beim Monopoly genau einmal gewonnen. Ich war fünf. Und man hat mich gewinnen lassen ;-)

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    1. Interessante andere Sichtweise, völlig unromantisch unverklärt. Danke. Ja und nein. :-)

      Die Handklöppler usw. wären sicher besser in einem Künstler- oder Kunsthandwerkermarkt aufgehoben. Oder im Kirchenbasar.
      D. hat ja ursprünglich (vor www-mäßig gesehen Urzeiten) genau so begonnen - Kreativen, Künstlern und Kunsthandwerkern eine Plattform zu bieten, die Kreativen steuerten das Künstlerische, Einzigartige bei, D. das kaufmännische Drumherum. Ging ja auch einige Zeit gut, bis D. dann auch mal was verdienen wollte. Gebühren wurden eingeführt, Provisionen, kostenpflichtige Werbewerkzeuge. Ab da begann der Kommerz und der Niedergang D´s als kuscheliger Marktplatz für Einzigartiges und Handmade with love. Ich glaube, die Verkäufer wünschen sich das Flair des Anfangs zurück, daß D. dem ursprünglichen Gedanken weiter folgt. Nicht unbedingt "anders/besser", nur wie ursprünglich gegründet (nachzulesen noch in den D.-AGB und Richtlinien. Interessant, was auf den D.-Fahnen steht und wonach schlußendlich gehandelt wird)

      D. wird sich definitiv nicht von seinem Weg abbringen lassen, da können die Mädels und Jungs sich beschweren und streiken, soviel sie wollen... und Werbung wird D. dort schalten, wo es D. am meisten nützt, egal was die Verkäufer wünschen.
      Ich finde das bedauerlich.
      Als Kunde bin ich betrübt, daß der große einzigartige Gedanke, der zu Beginn hinter D. stand, nun so aufgeweicht, kommerzialisiert worden ist. Es macht auch für mich die Suche nach dem Einzigartigen und Besonderen mehr und mehr zu einer Suche nach der berühmten Nadel im berühmten Haufen... da erst ein Haufen Müll und Ramsch zu mustern ist, bevor man endlich was besonderes findet. Die Werbemaßnahmen tun dann das ihrige dazu - Logenplatzeinblendungen an jedem möglichen Ort. Also - von mir ausgehend - meine Kauflaune habt das ganz gewiß nicht. :-)) Na, ich bin ja auch nicht normal...

      Kein Monopoly-Sieg seit Du 5 warst? *staun* nee, oder? Ich dachte, jeder in Deinem Alter würde das hoch und runter spielen und darin entsprechend gut sein... und ich hielt mich schon für gestört, weil ich es NICHT leiden kann. :-) So kann frau sich täuschen. *lach*
      Grüße, Sathiya

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    2. Diese Feiertage die man komplett um ein viereckiges Brett herum verbrachte und auf einem viel zu kleinen Tisch quitschbuntes Spielgeld zählte waren fraglos wichtig für mich - aber das Spiel als solches fasziniert mich so überhaupt nicht. Da ziehe ich Schach oder ein gepflegte Runde Poker um Längen vor, das fordert mich weit mehr.

      Außerdem übernachte ich zu oft in Hotels um auch noch selber welche bauen zu wollen ;)

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  4. Castagir,

    geh' mal Dubai Flughafen-Hotel, damit Du dann lernst, wie man ein Hotel, modern und trotzdem elegant zeitlos macht, ohne dass man aufgrund der Einrichtung schon mal kurz fraegt XY oder YX, hmm, ja definitely aber in welchem Land/Stadt!?
    Just in case, dass Du Dich doch noch einmal im Laufe Deines Lebens auch mit 'sowas' befassen musst - ohne 'viereckiges Brett' drunter.
    ... und btw.: besser sag niemals 'nie' - sonst tritt genaus 'DAS' am Schnellsten ein = meine schlechte Erfahrung! ;-)

    LG, G.



    LG, G.

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    1. Ich würde auch kein Hotel BAUEN wollen. Aber eins führen - klein, fein, mein, das würde mir gefallen. Bed and Breakfast, apple-pie and coffee, das wär´s! *träum*

      Lg, Sathiya

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  5. :-D - also sooo 'funktioniert' das nicht gut: Eine von uns beiden steht wohl immer schuetzend an Seiner Seite, hey?! :-)))

    Aber danke dafuer; so lange Du ihn nicht vermoebelst .... ;-)

    Dein 'Bed and Breakfast' .... wenn Du Unterstuetzung brauchst, sag' Bescheid! ;-)

    LG, G.

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    1. Was für Unterstützung? Beim Frühstück servieren? Oder eher Fundament ausschachten? :-))
      Egal, wenn es soweit ist, nehme ich gern jede Unterstützung an, auch wenn es virtuelle cheer ups sind. Und ein paar Kisten Äpfel für apple pie.

      Oops. bin ich Dir in den Rücken gefallen? Wollte ich nicht, sorry... und ich vermöble niemanden. Es sei denn, er/sie steht einfach zuuu lange auf meinem Fuß, ohne sich von der Stelle zu rühren - und dann wäre es nur Selbstverteidigung. Bevor ich verhungere... *g*

      Meinst Du, ich sollte mal ein paar "Sathiyas B&B"-Wertpapiere ausgeben und zum Dartschießen freigeben? Ich mache sie auch schön groß... daß man gar nicht danebentreffen KANN... :-)))))))))))))

      Nur so als Idee. Ich will schließlich auch irgendwann mal Millionärin werden...

      Liebe Grüße, Sathiya
      * * * * *

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    2. Also, wirklich 'in den Ruecken gefallen' wuerde ich das nicht sehen, eher: ich habe Bedenken, dass wir das Kerlchen damit auf 'gut erzogen und auf wieder heiratsfaehig' kriegen ;-)

      Das mit Deinem eigenen Millionaerswunsch ist verstaendlich und Dein Ideen-Ansatz hierzu schon seeehr gut! :-D :-D
      Ich wuerde glatt auch ein paar nehmen! Haette aber - aufgrund Deiner kuenstlerischen Ader - wirklich dann (zum zweiten Male in meinem Leben) die Bedingung von 'echtes Papier' (in Form von 'Maenteln und Boegen') in die Hand zu kriegen, bitte! ;-) :-D

      LG, G.

      Job-Description: everything's fine, as long as not bound to ONE 'repetitive injury' of a job as such. I'm a bloody spoil: boss in my own house ;-) ! Die derzeitige Job-Beschreibung umfasst u.a.: Staubsauger-Pilot, Boden-Kosmetikerin, Denfence-Personel, Meteoriten-Dust-Chaser, Sklavenbeaufsichtigung (Minna = Waschmaschine; James = Geschirrspueler), Catering Manager, Social Coordinator, PA, Designer, Head-Gardener, Soft-Furnishing-Motivateur .
      Ah, yea, pssst: 'tool wrecker' - aus der Sicht meines Ehemannes - wenn ich Sachen erledige, welche er in der Haelfte der Zeit aufgrund seines Kraefte-Kontingents erledigen koennte ..... aber nicht mag oder dazu kommt! ;-)


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