Der perfekte Song zum Wahlsonntag. Make love not war!
Imagine von Jon Lennon : http://www.youtube.com/watch?v=XLgYAHHkPFs
hier witzig illustriert: http://www.stanleycolors.com/2013/09/imagine-john-lennon/
(wem die Seite etwas spanisch vorkommt - der Liedtext ist trotzdem immer noch auf englisch, wie er es immer war, und leicht gekürzt)
Das Comic am besten ansehen, während das Lied läuft.
Ohne weitere Worte, da ich mir nicht vorzustellen wage, wer heute abend das Rennen gemacht haben wird, und was es die Normalbürger wieder kosten wird - an Geld, Zukunft, Selbstbestimmung, Würde...
Sathiya
Sonntag, 22. September 2013
Montag, 16. September 2013
Blick in den Abgrund
Die aktuellen Nachrichten sind desillusionierend. In ein paar Tagen ist Bundestagswahl, und noch einer der führenden Köpfe wird moralisch demontiert - diesmal Jürgen Trittin.
http://www.taz.de/Gruenen-Politiker-und-Paedophilie-Affaere/!123784/
http://www.taz.de/Paedophilie-Affaere-und-die-Gruenen-/!123786/
Ach herrje. Abgründe tun sich da auf, Abgründe.
Herr Trittin und andere FDP- und Grünen-Politiker sind mir herzlich egal. Meinen Segen haben sie, wenn sie damals jener heutzutage skandalösen Ansichten waren, und heute eben eine andere, modernere, moralisch einwandfreiere Meinung vertreten. Kann ja mal vorkommen, daß man sich in seiner Sturm-und-Drang-Zeit-Jugend mal vergaloppiert, solange man wieder auf den rechten Weg zurückfindet. Ich finde es bemerkenswert, daß er den Mut hat, zu seiner damaligen Haltung zu stehen. Ob er die Konsequenzen daraus zieht, wie eine andere FDP-Politikerin? Man wird es sehen... da aber die Wahlscheine schon gedruckt sind, eher nicht. :-)
Aber es ist etwas anderes, was mich empört und mich traurig macht.
In den 80er Jahren gab es tatsächlich eine ernsthafte Debatte von Seiten der Grünen und FDP über die "sexuelle Gleichberechtigung Homosexueller und Pädophiler". Ich fasse es nicht.
Achtundsechzig war doch lange vorbei, oder? Oder war es etwa eine besonders lange Freie-Liebe- und Woodstock-Leitung? Oder wollten sich die einschägig Aktiven vor Strafe bewahren und sich von der Sünde reinwaschen? Einen Persilschein, demokratisch legitimiert, ausstellen lassen?
Ich stolpere in diesem Zitat aus oben verlinktem Artikel über diesen Ausdruck:
Verständlicherweise erschreckt mich das besonders, da ich eine knapp Neunjährige in der Schule habe.
Ich empfinde eine Partei, die damals ernsthaft soetwas propagiert hat, und bis heute weder öffentlich relativiert noch sonstwie ernstzunehmende Stellungnahmen abgegeben hat, als moralisch unglaubwürdig und nicht wählbar. (nun, das gilt allerdings auch für alle anderen Kandidaten, aus anderen Gründen - und es läuft wohl wieder mal darauf hinaus, das mir geringer erscheinende Übel zu wählen. Am besten ist es ohnehin, man weiß nicht so genau, wer welchen Dreck am Stecken hat)
Und ich bin mehr als froh, daß dies eine Verirrung/Verwirrung zu sein schien (an die sich heute niemand mehr so gerne/richtig erinnern mag/zu können vorgibt - was mich noch mehr an der allgemeinen Integrität zweifeln läßt).
Fragen: Einvernehmliche und freiwilige Sexualität, deren einziges Kriterium nicht die geistige und körperliche Reife sei, sondern allein "Freiwilligkeit", "Einvernehmlichkeit" sowie "Gewaltfreiheit" haben sie gefordert.
Definiere "einvernehmlich", "freiwillig", "gewaltfrei"...
Definiere "Kinder" - ab wann ist ein Kind kein Kind mehr? Ab 14, 16, 18 Jahren? Macht es einen Unterschied, ob man aufs Alter schaut, oder auf die allgemeine Reife? Wer beurteilt das? Die überlasteten inkompetenten Jugendämter? Die potentiellen (erwachsenen) Partner?
Vor diesem Hintergrund gewinnen die Mißbrauchsvorwürfe und Prozesse gegen kirchliche und weltliche Würdenträger ja eine ganz andere Dimension, und mir wird nachgerade übel. Wenn das Vornehmen sexueller Handlungen mit Kindern tatsächlich legalisiert worden wären...!!!
Mir fehlen gerade die Worte.
Einen und nur einen Vorschlag hätte ich: da in Deutschland Minderjährige ab 16 Jahren mit Zustimmung der Eltern die Ehe eingehen dürfen, würde ich für die Kinder-Definition die Altersgrenze auf 16 festlegen. Das ist mein einziges Zugeständnis, Gewaltslosigkeit, Freiwilligkeit und Einvernehmlichkeit vorausgesetzt. Der Rest ist absolut undiskutabel - es kann und darf keine Gleichberechtigung von Homosexuellen und Pädophilen geben.
Obwohl, wer weiß, was die Zukunft noch bringen mag? Es gab ja auch mal eine Zeit, da machte sich ein Homosexueller strafbar, und wohin ist das Gesetz entschwunden?
Sobald es genügend öffentliches, politisches und vor allem wirtschaftliches Interesse daran gibt, daß es straffrei gestellt wird, wird es auch passieren. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo ich samt Familie dieses Land verlassen werde.
Vollkommen freiwillig einvernehmlich und gewaltfrei von den Socken, Sathiya
http://www.taz.de/Gruenen-Politiker-und-Paedophilie-Affaere/!123784/
http://www.taz.de/Paedophilie-Affaere-und-die-Gruenen-/!123786/
Ach herrje. Abgründe tun sich da auf, Abgründe.
Herr Trittin und andere FDP- und Grünen-Politiker sind mir herzlich egal. Meinen Segen haben sie, wenn sie damals jener heutzutage skandalösen Ansichten waren, und heute eben eine andere, modernere, moralisch einwandfreiere Meinung vertreten. Kann ja mal vorkommen, daß man sich in seiner Sturm-und-Drang-Zeit-Jugend mal vergaloppiert, solange man wieder auf den rechten Weg zurückfindet. Ich finde es bemerkenswert, daß er den Mut hat, zu seiner damaligen Haltung zu stehen. Ob er die Konsequenzen daraus zieht, wie eine andere FDP-Politikerin? Man wird es sehen... da aber die Wahlscheine schon gedruckt sind, eher nicht. :-)
Aber es ist etwas anderes, was mich empört und mich traurig macht.
In den 80er Jahren gab es tatsächlich eine ernsthafte Debatte von Seiten der Grünen und FDP über die "sexuelle Gleichberechtigung Homosexueller und Pädophiler". Ich fasse es nicht.
Achtundsechzig war doch lange vorbei, oder? Oder war es etwa eine besonders lange Freie-Liebe- und Woodstock-Leitung? Oder wollten sich die einschägig Aktiven vor Strafe bewahren und sich von der Sünde reinwaschen? Einen Persilschein, demokratisch legitimiert, ausstellen lassen?
Ich stolpere in diesem Zitat aus oben verlinktem Artikel über diesen Ausdruck:
Immerhin war es die damalige Jugendorganisation der Regierungspartei FDP, die im März 1980 auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz per Beschluss forderte: „Keine Bestrafung der freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität. Die §§ 173 (Inzest), 174 (Sexualität mit Schutzbefohlenen), 175 (Besonderes Schutzalter für männliche Homosexuelle), 176 (Sexualität mit Kindern) sind zu streichen.und vor allem darüber: "176 (Sexualität mit Kindern)". !!!
Verständlicherweise erschreckt mich das besonders, da ich eine knapp Neunjährige in der Schule habe.
Ich empfinde eine Partei, die damals ernsthaft soetwas propagiert hat, und bis heute weder öffentlich relativiert noch sonstwie ernstzunehmende Stellungnahmen abgegeben hat, als moralisch unglaubwürdig und nicht wählbar. (nun, das gilt allerdings auch für alle anderen Kandidaten, aus anderen Gründen - und es läuft wohl wieder mal darauf hinaus, das mir geringer erscheinende Übel zu wählen. Am besten ist es ohnehin, man weiß nicht so genau, wer welchen Dreck am Stecken hat)
Und ich bin mehr als froh, daß dies eine Verirrung/Verwirrung zu sein schien (an die sich heute niemand mehr so gerne/richtig erinnern mag/zu können vorgibt - was mich noch mehr an der allgemeinen Integrität zweifeln läßt).
Fragen: Einvernehmliche und freiwilige Sexualität, deren einziges Kriterium nicht die geistige und körperliche Reife sei, sondern allein "Freiwilligkeit", "Einvernehmlichkeit" sowie "Gewaltfreiheit" haben sie gefordert.
Definiere "einvernehmlich", "freiwillig", "gewaltfrei"...
Definiere "Kinder" - ab wann ist ein Kind kein Kind mehr? Ab 14, 16, 18 Jahren? Macht es einen Unterschied, ob man aufs Alter schaut, oder auf die allgemeine Reife? Wer beurteilt das? Die überlasteten inkompetenten Jugendämter? Die potentiellen (erwachsenen) Partner?
Vor diesem Hintergrund gewinnen die Mißbrauchsvorwürfe und Prozesse gegen kirchliche und weltliche Würdenträger ja eine ganz andere Dimension, und mir wird nachgerade übel. Wenn das Vornehmen sexueller Handlungen mit Kindern tatsächlich legalisiert worden wären...!!!
Mir fehlen gerade die Worte.
Einen und nur einen Vorschlag hätte ich: da in Deutschland Minderjährige ab 16 Jahren mit Zustimmung der Eltern die Ehe eingehen dürfen, würde ich für die Kinder-Definition die Altersgrenze auf 16 festlegen. Das ist mein einziges Zugeständnis, Gewaltslosigkeit, Freiwilligkeit und Einvernehmlichkeit vorausgesetzt. Der Rest ist absolut undiskutabel - es kann und darf keine Gleichberechtigung von Homosexuellen und Pädophilen geben.
Obwohl, wer weiß, was die Zukunft noch bringen mag? Es gab ja auch mal eine Zeit, da machte sich ein Homosexueller strafbar, und wohin ist das Gesetz entschwunden?
Sobald es genügend öffentliches, politisches und vor allem wirtschaftliches Interesse daran gibt, daß es straffrei gestellt wird, wird es auch passieren. Das wäre dann der Zeitpunkt, wo ich samt Familie dieses Land verlassen werde.
Vollkommen freiwillig einvernehmlich und gewaltfrei von den Socken, Sathiya
Mittwoch, 11. September 2013
Qual der Wahl oder Wahl der Qual?
aufgeschnappt und angetrieben von hier: http://herr-mim.blogspot.de/2013/09/kommentare-zum-schutt-der-zeit.html (kein Hyperlink)
Es ist bald Bundestagswahl. Eine Liste der Dinge, die mich daran, davor, während und danach seit vielen Jahren ärgern. Nicht vollständig. Ausbaufähig.
Das war es. Wen kann man wählen? Um den geringstmöglichen Schaden anzurichten bzw. mitzuverantworten? Die Großen Parteien? Die Kleinen Parteien? Die Unbekannten Parteien? ??
Ich bin auch ziemlich ratlos. Sogar meine Mutter (seit 20 Jahren CDU-Wählerin) fragte mich, was sie denn wählen könne, sie würde sich so hilflos fühlen. Die Parteien unterschieden sich nur noch im Epsilonbereich voneinander, und letztendlich liefe es wohl darauf hinaus, von wem man sich am wenigsten ungern das Geld aus der Tasche ziehen ließe, und ob einem der Kandidat wenigstens sympathisch wäre. Ein ebenso guter Grund wie jeder andere, auf dem Wahlzettel sein Kreuzchen bei Mr. XY zu machen - was auch die unendlichen Bildergalerien erklären würde, von welchen einem die Kandidaten sich angestrengt bemühend, koste es was es wolle sympathisch zu wirken, zähnefletschend entgegenlächeln.
Ich habe letztens noch einen guten Blogpost zum Thema Wahl gelesen, den ich eben leider nicht wiederfinde. Darin war die Rede von Frau M., die sich und ihre Politik als 'alternativlos' darstellt. Deutschland hätte eben keine andere Atlernative, als eben sie und nur sie zu wählen, Unsere Liebe Frau Merkel. Aus ihrer Sicht durchaus logisch. Will sie Kanzlerin bleiben, gibt es keine andere Alternative, als wiedergewählt zu werden - wo sie recht hat, hat sie recht...
Im anfangs erwähnten Post lese ich noch etwas, dem ich in einigen Teilen zustimme, es in weiteren Teilen als Sarkasmus empfinde, und in anderen Teilen ablehnen muß: den Vergleich zwischen dem Outsourcing von Dienstleistungen in Wirtschaft und Industrie und der Übertragung der Regierungsverantwortung an die demokratisch gewählten Volksvertreter.
Der Vergleich hinkt leider, obwohl er im ersten Moment sogar ganz passend wirkt und mich zum Schmunzeln gebracht hat. Wenn ich den Vergleich anwende, dann beauftrage ich in übertragendem Sinne jemanden, mich und andere zu regieren, über mich zu bestimmen, und gebe alle paar Bundestagwahljahre mein erneutes Okay dazu. Warum outsource ich die Verantwortung für mein eigenen Leben und erlaube allen möglichen Ämtern und Behörden, tief in meiner Tasche zu graben und per Gesetzgebung über mich, mein Leben und Eigentum zu bestimmen? Weil ich mich selbst nicht regieren kann? Weil ich glaube, daß diejenigen, die ich beauftrage, es besser können? Daß sie wissen, was gut für mich ist? Besser als ich? :-) ??
Don´t worry, be happy - und Alles wird gut!!, Sathiya
Es ist bald Bundestagswahl. Eine Liste der Dinge, die mich daran, davor, während und danach seit vielen Jahren ärgern. Nicht vollständig. Ausbaufähig.
- Wahlplakate, bei deren Anblick und Botschaft mich der Zorn packt - ob die Politiker die Bürger alle für bescheuert halten?! Oder sind die Wahlplakatbotschaften erst einer geheimnisvollen Exegese zu unterziehen, bevor man sich dazu äußern darf (wie beispielsweise die Aussage: 'auch nach der Wahl 100% sozial' von einer Linkspartei. Was soll mir das wohl sagen?)
- Wahlsendungen - Rededuelle, Wahlkämpfe medial und netsocial, viel BlaBla, kaum Substanz. Es fehlen vor allem allseits anerkannte gemeinsame Basis-Definitionen von typischerweise verwendeten Wahlkampfslogans. Was genau darf man sich unter 'mehr Sicherheit für alle' vorstellen? Und was sucht der 'Schulfrieden' auf den Plakaten und in den Zeitungen - haben wir den etwa nicht? Und - da wir dabei sind - wieso taucht nirgends die Datenaffäre um NSA/Snowden auf. Das wäre doch eine Steilvorlage vor allem für die kleinen Parteien gewesen (die ich im Diskurs um die Datensicherheit wirklich vermißt habe)... stattdessen wird in 100 Punkt-Schrift Mindestlohn von x,yz Euro gefordert, mehr Kitaplätze für alle versprochen (die eigentlich laut Gesetz schon längst zur Verfügung stehen sollen) und in großen Worten 'wer hart arbeitet, darf mehr erwarten' propagiert. - - - Definiere 'mehr'... !
- Organisationsmängel - wir haben bis jetzt pro Nase sage und schreibe drei Einladungen bzw. Wahlbenachrichtigungen erhalten für ein und dieselbe Wahl an ein und demselben Ort in ein und demselben Wortlaut - viel hilft wohl viel bzw. sicher ist sicher?! Zählt meine Stimme dann auch dreifach? Oh pardonnez-moi s.v.p. - ein Wahl-Versehen - ganz unabsichtlich, ein klarer Fall von oops...
- Wahlspots von Privatsendern mit der Botschaft 'geh wählen' - hä?! Was soll das? Und wen denn, bitteschön? Pro 7 vielleicht? ;-)
- ein Wahlzettel von Tischdeckengröße mit unübersichtlichen Layout, wo eine genau definierte Anzahl von Kreuzchen gesetzt werden muß, deren spätere Verteilung auf die verschiedenen Kandidaten eines der großen Geheimnisse des Wahlvorganges und der Auszählung zu sein scheint - außerdem habe ich mir schon immer eine Möglichkeit zur Negativwahl gewünscht der Form "den will ich nicht".
- An jedem Baum der Straße ist ein Wahlplakat angebracht, kilometerweit immer dasselbe Gesicht - ein Anblick zum Erbrechen. Soviel Plakate hängt nicht einmal der echte Zirkus auf, der zweimal im Jahr in der Stadt gastiert. Die Plakate sind aus teuer aussehenden Depron-Platten. Wer entsorgt denn nach dem Wahlzirkus den ganzen Plastikmüll? Wo ist noch mal der Grüne Punkt aufgedruckt? *g* Und noch wochenlang nach den Wahlen liegt man die eben noch gewählt wollenden Gesichter im Dreck liegen, von Entropie, Wetter, Regen und Hundehaufen entstellt, noch eine letzte Botschaft verkündend: gewählt ist gewählt, ihr Deppen, bis in vier Jahren, ätsch!!
Das war es. Wen kann man wählen? Um den geringstmöglichen Schaden anzurichten bzw. mitzuverantworten? Die Großen Parteien? Die Kleinen Parteien? Die Unbekannten Parteien? ??
Ich bin auch ziemlich ratlos. Sogar meine Mutter (seit 20 Jahren CDU-Wählerin) fragte mich, was sie denn wählen könne, sie würde sich so hilflos fühlen. Die Parteien unterschieden sich nur noch im Epsilonbereich voneinander, und letztendlich liefe es wohl darauf hinaus, von wem man sich am wenigsten ungern das Geld aus der Tasche ziehen ließe, und ob einem der Kandidat wenigstens sympathisch wäre. Ein ebenso guter Grund wie jeder andere, auf dem Wahlzettel sein Kreuzchen bei Mr. XY zu machen - was auch die unendlichen Bildergalerien erklären würde, von welchen einem die Kandidaten sich angestrengt bemühend, koste es was es wolle sympathisch zu wirken, zähnefletschend entgegenlächeln.
Ich habe letztens noch einen guten Blogpost zum Thema Wahl gelesen, den ich eben leider nicht wiederfinde. Darin war die Rede von Frau M., die sich und ihre Politik als 'alternativlos' darstellt. Deutschland hätte eben keine andere Atlernative, als eben sie und nur sie zu wählen, Unsere Liebe Frau Merkel. Aus ihrer Sicht durchaus logisch. Will sie Kanzlerin bleiben, gibt es keine andere Alternative, als wiedergewählt zu werden - wo sie recht hat, hat sie recht...
Im anfangs erwähnten Post lese ich noch etwas, dem ich in einigen Teilen zustimme, es in weiteren Teilen als Sarkasmus empfinde, und in anderen Teilen ablehnen muß: den Vergleich zwischen dem Outsourcing von Dienstleistungen in Wirtschaft und Industrie und der Übertragung der Regierungsverantwortung an die demokratisch gewählten Volksvertreter.
Der Vergleich hinkt leider, obwohl er im ersten Moment sogar ganz passend wirkt und mich zum Schmunzeln gebracht hat. Wenn ich den Vergleich anwende, dann beauftrage ich in übertragendem Sinne jemanden, mich und andere zu regieren, über mich zu bestimmen, und gebe alle paar Bundestagwahljahre mein erneutes Okay dazu. Warum outsource ich die Verantwortung für mein eigenen Leben und erlaube allen möglichen Ämtern und Behörden, tief in meiner Tasche zu graben und per Gesetzgebung über mich, mein Leben und Eigentum zu bestimmen? Weil ich mich selbst nicht regieren kann? Weil ich glaube, daß diejenigen, die ich beauftrage, es besser können? Daß sie wissen, was gut für mich ist? Besser als ich? :-) ??
Don´t worry, be happy - und Alles wird gut!!, Sathiya
Dienstag, 10. September 2013
Überlegungen zur Schulpflicht
aufmerksam geworden hierdurch: http://revealthetruth.net/2013/09/01/kinder-weggenommen-in-schockierendem-sondereinsatz/ (kein Hyperlink)
Ein mich zutiefst bestürzender Bericht darüber, wie einer Familie mit Gewalt ihre vier Kinder weggenommen wurden, nicht etwa wegen Mißhandlung oder Vernachlässigung oder Gewalt gegen diese, sondern wegen Verstoß gegen das Schulpflichtgesetz. Ich bin schockiert und zutiefst bestürzt, mit welcher Schärfe und Menschenverachtung von den offiziellen Behörden vorgegangen wurde, und wollte es zunächst nicht glauben. Ich empfinde es als eklatanten Verstoß gegen das Grundgesetz, die Menschenrechte, gegen alle Prinzipien des Rechtsstaates, so wie ich sie verstehe und auffasse. Ich fasse es nicht.
Daß einige Bürger ihre Kinder zuhause unterrichten, wußte ich, habe es aber bis dato in die Ecke der bedauernswerten christlich-fundamentalistischen Öko-Bewegung geschoben, die eher meine Verachtung als mein Mitleid verdient. Das war ein Fehlurteil, für das ich mich schäme. Da ich selbst auch nicht wirklich zufrieden bin mit dem Unterricht, den meine Jüngste momentan erhält, habe ich auch schon nach Alternativen gesucht, vor allem nach einer Möglichkeit, mein Kind offiziell selbst zu unterrichten. Erst einmal rein theoretisch (da ich nicht konsequent genug bin - aber lesen und schreiben habe ich ihr beigebracht, schon vor der offiziellen Einschulung ;-) ).
Durch Suche im Web bin ich auf eine Bewegung gestoßen, die sich "Homeschooling" nennt. Interessant und wert, es in künftige Überlegungen einzubeziehen.
Und ich komme erstmals ernsthaft dazu, mir über das Schulgesetz und die allgemein akzeptierte und verteidigte Schulpflicht kritische und zugegeben nicht sehr nette Gedanken zu machen.
Hier eine weitere Seite, die interessante Informationen über Heimschulunterricht bereitstellt: www.hausunterricht.org
Mein ganzes Leben lang habe ich es hingenommen, daß Schulpflicht besteht, und sie sogar als positiv empfunden - sei damit doch garantiert, daß alle Kinder, auch aus den untersten Schichten der Bevölkerung, lesen, schreiben, rechnen und usw. lernen, um eine solide Grundlage für einen Beruf zu haben. Das ist ein Vorteil, der durchaus nicht von der Hand zu weisen ist, und ab einem gewissen (niedrigen) Bildungslevel der Eltern würde ich eine Schulpflicht sogar begrüßen.
Ein Versuch der Auseinandersetzung mit der Schulpflicht
Nun - woher kommt die Schulpflicht? Es ist wie so einiges andere, eine Erbschaft aus braunen Zeiten: mit dem Reichsschulpflichtgesetz von 1938 wurde der Heimunterricht verboten
Wieso eigentlich wird Heimschulunterricht kriminalisiert? Im Bundesland Hessen z.B. ist es eine Straftat, den Schulunterricht zu verweigern, während es in anderen Bundesländern "nur" eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die Menschen, die ihre Kinder zuhause unterrichten, sich aber dennoch Verfolgung, Repressalien und Stigmatisierung ausgesetzt sehen.
Ich habe von der Grundschule (in Hessen) meiner Jüngsten einmal einen scharfen Brief erhalten, mit der Aufforderung, umgehend die Gründe fürs Fernbleiben vom Unterricht (es waren erst drei Tage, und ich hatte meine Gründe) darzulegen oder ich müßte mit Bußgeld, Erzwingungshaft und zwangsweiser Zuführung zur Schule rechnen, falls ich nicht kooperiere. Dabei hatte ich mein Kind ordungsgemäß schriftlich von der Teilnahme am Unterricht entschuldigt, was aber im Sekretariat der Schule verschlampt wurde... was aber die militanten Jugendschützer möglicherweise nicht gehindert hätte, mein krankes Kind mit Gewalt dem Unterricht zuzuführen. Selbstverständlich nur im Interesse des Kindeswohles. Um das Recht auf Bildung durchzusetzen.
Dazu drängt sich mir gerade eine Frage auf: gibt es in Deutschland denn die Pflicht, staatlich zugelassene Bildung und Lehrinhalte konsumieren zu müssen? Was ist mit Bildungsfreiheit? Bzw. der Freiheit, sich eben nicht zu bilden bzw. auf eine individuelle Art??
Überhaupt - warum zwangsweise dem Unterricht zuführen? Um den Nachwuchs zwangsweise zu sozialisieren? Ihm Bildung und Wissen aufzudrängen, die er weder will noch braucht?
Zum Thema Sozialisieren ein treffender Text: (Textauszug von hier: http://www.hausunterricht.org/html/sozialisation.html (kein Hyperlink, kursiver Text von da) )
Schulpflicht - nein. Ich halte es für überholt. Sogar mit Anwesenheitspflicht - als staatliche Verwahranstalt für Kinder, um sie von der Straße (und aus den Familien) zu holen und mit den eigenen Zielen und Doktrinen zu impfen. Es ist wirklich kein Wunder, daß die wirtschaftlich starke Elite Deutschlands ihre Kinder in Privatschulen und Schulinternate gibt, wo sie zumindest teilweise Kontrolle über Lehrmethoden, Lehrstoff und Sozialisation ihrer Kinder haben.
Bildungspflicht - eher. Das wäre endlich mal zeitgemäß. Es sollte egal sein, woher und wie man seine Bildung bezieht, solange sie einen befähigt, eine Ausbildung oder ein Hochschulstudium anzutreten. Oder aber völliger Verzicht auf Bildungspflicht im Rahmen der Bildungsfreiheit - Bildungsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, sich und seine Kinder nicht nach staatlichen Vorgaben zu bilden. Wer eben von sich aus keine Bildung will - bekommt eben keine. Ein klarer Fall von selbst schuld. Ich bin absolut nicht dafür, irgendwelche unwilligen Leute zu ihrem Glück oder Bildungsabschluß zu zwingen.
Ich will nicht soweit gehen, wie die Macher der Website hausuntericht.org, und fragen, inwiefern Schulpflicht mit einer Demokratie vereinbar sei (ich verstehe die Frage selbst nicht ganz), aber ich finde, der Zusammenhang Schulpflicht/Demokratie gehört dringend hinterfragt - erst recht vor dem Hintergrund der unwürdigen Behandlung einer Familie, die für ihre Kinder die Bildungsfreiheit in Anspruch nahm, die Schulpflicht ablehnte und ihre Kinder zuhause unterrichtete.
Nachdenklich, Sathiya
Ein mich zutiefst bestürzender Bericht darüber, wie einer Familie mit Gewalt ihre vier Kinder weggenommen wurden, nicht etwa wegen Mißhandlung oder Vernachlässigung oder Gewalt gegen diese, sondern wegen Verstoß gegen das Schulpflichtgesetz. Ich bin schockiert und zutiefst bestürzt, mit welcher Schärfe und Menschenverachtung von den offiziellen Behörden vorgegangen wurde, und wollte es zunächst nicht glauben. Ich empfinde es als eklatanten Verstoß gegen das Grundgesetz, die Menschenrechte, gegen alle Prinzipien des Rechtsstaates, so wie ich sie verstehe und auffasse. Ich fasse es nicht.
Daß einige Bürger ihre Kinder zuhause unterrichten, wußte ich, habe es aber bis dato in die Ecke der bedauernswerten christlich-fundamentalistischen Öko-Bewegung geschoben, die eher meine Verachtung als mein Mitleid verdient. Das war ein Fehlurteil, für das ich mich schäme. Da ich selbst auch nicht wirklich zufrieden bin mit dem Unterricht, den meine Jüngste momentan erhält, habe ich auch schon nach Alternativen gesucht, vor allem nach einer Möglichkeit, mein Kind offiziell selbst zu unterrichten. Erst einmal rein theoretisch (da ich nicht konsequent genug bin - aber lesen und schreiben habe ich ihr beigebracht, schon vor der offiziellen Einschulung ;-) ).
Durch Suche im Web bin ich auf eine Bewegung gestoßen, die sich "Homeschooling" nennt. Interessant und wert, es in künftige Überlegungen einzubeziehen.
Und ich komme erstmals ernsthaft dazu, mir über das Schulgesetz und die allgemein akzeptierte und verteidigte Schulpflicht kritische und zugegeben nicht sehr nette Gedanken zu machen.
Hier eine weitere Seite, die interessante Informationen über Heimschulunterricht bereitstellt: www.hausunterricht.org
Mein ganzes Leben lang habe ich es hingenommen, daß Schulpflicht besteht, und sie sogar als positiv empfunden - sei damit doch garantiert, daß alle Kinder, auch aus den untersten Schichten der Bevölkerung, lesen, schreiben, rechnen und usw. lernen, um eine solide Grundlage für einen Beruf zu haben. Das ist ein Vorteil, der durchaus nicht von der Hand zu weisen ist, und ab einem gewissen (niedrigen) Bildungslevel der Eltern würde ich eine Schulpflicht sogar begrüßen.
Ein Versuch der Auseinandersetzung mit der Schulpflicht
Nun - woher kommt die Schulpflicht? Es ist wie so einiges andere, eine Erbschaft aus braunen Zeiten: mit dem Reichsschulpflichtgesetz von 1938 wurde der Heimunterricht verboten
Woher kommt die Schulpflicht? “Wie” und wann ist diese gesetzlich verankert worden? Obwohl die allgemeine Schulpflicht bereits in der Weimarer Reichsverfassung stand, wurde sie nicht zwangsweise vollzogen. Bis 1938 war der Hausunterricht in Deutschland noch möglich. Erst die nationalsozialistische Gewaltherrschaft machte Schluß mit dieser Form der Unterrichtung und führte den Schulzwang ein. Verständlich - ein Kennzeichen von diktatorischen Regimen ist es immer, daß sie Bewegungen einschränken und verbieten, die sich ihrem Bestreben der totalen Kontrolle und Vereinheitlichung entziehen. Das heutige Deutschland im allgemeinen und Bayern im Besonderen hat mit dieser traurigen Tradition des diktatorischen Schulzwangs bis heute nicht gebrochen. (Text von hausunterricht.org)Warum überhaupt Schulpflicht?Warum gibt es keine Bildungspflicht oder noch besser gänzlicher Verzicht auf staatliche Schulbesuch, mit Bildungsfreiheit? (nun ja, die Bildungsfreiheit nehmen sich die Schüler einfach selbst - bei einigen nutzt eben selbst die Schulpflicht nichts ;-) ) Oder eben häuslicher Unterricht, erteilt von den Eltern oder Privatlehrern, mit meinetwegen auch Prüfungen nach österreichischem Vorbild?
Wieso eigentlich wird Heimschulunterricht kriminalisiert? Im Bundesland Hessen z.B. ist es eine Straftat, den Schulunterricht zu verweigern, während es in anderen Bundesländern "nur" eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die Menschen, die ihre Kinder zuhause unterrichten, sich aber dennoch Verfolgung, Repressalien und Stigmatisierung ausgesetzt sehen.
Ich habe von der Grundschule (in Hessen) meiner Jüngsten einmal einen scharfen Brief erhalten, mit der Aufforderung, umgehend die Gründe fürs Fernbleiben vom Unterricht (es waren erst drei Tage, und ich hatte meine Gründe) darzulegen oder ich müßte mit Bußgeld, Erzwingungshaft und zwangsweiser Zuführung zur Schule rechnen, falls ich nicht kooperiere. Dabei hatte ich mein Kind ordungsgemäß schriftlich von der Teilnahme am Unterricht entschuldigt, was aber im Sekretariat der Schule verschlampt wurde... was aber die militanten Jugendschützer möglicherweise nicht gehindert hätte, mein krankes Kind mit Gewalt dem Unterricht zuzuführen. Selbstverständlich nur im Interesse des Kindeswohles. Um das Recht auf Bildung durchzusetzen.
Dazu drängt sich mir gerade eine Frage auf: gibt es in Deutschland denn die Pflicht, staatlich zugelassene Bildung und Lehrinhalte konsumieren zu müssen? Was ist mit Bildungsfreiheit? Bzw. der Freiheit, sich eben nicht zu bilden bzw. auf eine individuelle Art??
Überhaupt - warum zwangsweise dem Unterricht zuführen? Um den Nachwuchs zwangsweise zu sozialisieren? Ihm Bildung und Wissen aufzudrängen, die er weder will noch braucht?
Zum Thema Sozialisieren ein treffender Text: (Textauszug von hier: http://www.hausunterricht.org/html/sozialisation.html (kein Hyperlink, kursiver Text von da) )
Ein wichtiger Aspekt in der kindlichen Entwicklung ist die soziale Kompetenz.
Wenn Sie sich für das Lernen zu Hause interessieren oder es bereits selbst praktizieren, ist es sehr wahrscheinlich dass Sie auf den Punkt der Sozialisation angesprochen und besorgt gefragt werden, ob Kinder, die zu Hause unterrichtet werden nicht einen gravierenden Nachteil haben, weil sie mehr Zeit als andere Kinder mit ihren Familien statt mit Gleichaltrigen verbringen.
Dabei gilt es als ein unumstössliches gesellschaftliches Dogma, dass Kinder möglichst viel Zeit und Umgang in Gruppen Gleichaltriger verbringen müssen, um soziale Fähigkeiten zu erlernen.
Gleichzeitig wird jedoch von verschiedensten Seiten eine fehlende Primärsozialisation und ein zunehmender Werteverfall beklagt. Fast jede Woche ist von Gewalt gegen Schüler und Lehrer an öffentlichen Schulen zu lesen. Mobbing und Aggressivität der Schüler untereinander nehmen erschreckend zu.
Folgt man der Meinung der Bildungspolitiker und der Gerichte, so müssten die Schulen eigentlich aber voll von rücksichtsvollen, höflichen und gut sozialisierten Menschen sein, da angeblich nur dort eine optimale Sozialisierung gewährleistet sei.
Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Die Gewaltexzesse an der Berliner Rütlischule sind nur die Spitze eines Eisberges.
Der kanadische Psychologe Dr. Gordon Neufeld hat in seinem wegweisenden Buch “Unsere Kinder brauchen uns” nachgewiesen, dass die Orientierung der Kinder an Gleichaltrigen ein verhängnisvoller Irrweg ist. Gleichaltrigenorientierung meint, dass Kinder und Jugendliche ihre Identität, ihre Werte und Verhaltenscodes zunehmend von unreifen Gleichaltrigen beziehen, statt von Eltern und gereiften erwachsenen Persönlichkeiten. Die Gleichaltrigensozialisation zerstört den familiären Zusammenhalt, blockiert die Entwicklung zu wahrer Eigenständigkeit, vergiftet die Atmosphäre in den Schulen und fördert eine aggressive und sexualisierte Jugendkultur.Besser könnte ich es auch nicht ausdrücken geschweige denn zusammenfassen. Genauso empfinde und beobachte ich es. Kinder- und Jugendlichenbanden, die elternlos, ziellos durch die Städte ziehen, sich in Parks und an Tankstellen treffen, eine Haltung der Verachtung für alles Elterliche und Machtausübende kultivieren, mitten am Tag im Park Pot rauchen, jüngere Kinder ängstigen und terrorisieren, randalieren (Autos zerkratzen, Türen eintreten), stehlen, von Autobahnbrücken Steine auf Autos werfen, im Extremfall Amok laufen usw. ...
Schulpflicht - nein. Ich halte es für überholt. Sogar mit Anwesenheitspflicht - als staatliche Verwahranstalt für Kinder, um sie von der Straße (und aus den Familien) zu holen und mit den eigenen Zielen und Doktrinen zu impfen. Es ist wirklich kein Wunder, daß die wirtschaftlich starke Elite Deutschlands ihre Kinder in Privatschulen und Schulinternate gibt, wo sie zumindest teilweise Kontrolle über Lehrmethoden, Lehrstoff und Sozialisation ihrer Kinder haben.
Bildungspflicht - eher. Das wäre endlich mal zeitgemäß. Es sollte egal sein, woher und wie man seine Bildung bezieht, solange sie einen befähigt, eine Ausbildung oder ein Hochschulstudium anzutreten. Oder aber völliger Verzicht auf Bildungspflicht im Rahmen der Bildungsfreiheit - Bildungsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, sich und seine Kinder nicht nach staatlichen Vorgaben zu bilden. Wer eben von sich aus keine Bildung will - bekommt eben keine. Ein klarer Fall von selbst schuld. Ich bin absolut nicht dafür, irgendwelche unwilligen Leute zu ihrem Glück oder Bildungsabschluß zu zwingen.
Ich will nicht soweit gehen, wie die Macher der Website hausuntericht.org, und fragen, inwiefern Schulpflicht mit einer Demokratie vereinbar sei (ich verstehe die Frage selbst nicht ganz), aber ich finde, der Zusammenhang Schulpflicht/Demokratie gehört dringend hinterfragt - erst recht vor dem Hintergrund der unwürdigen Behandlung einer Familie, die für ihre Kinder die Bildungsfreiheit in Anspruch nahm, die Schulpflicht ablehnte und ihre Kinder zuhause unterrichtete.
Nachdenklich, Sathiya
Donnerstag, 5. September 2013
Balance
Die Balance halten - das machen uns diese Steine vor.
Heute am Rhein Nähe Biebricher Schloß gesehen. Die Steine halten vollkommen aus eigener Kraft und Masse, ohne Hilfsmittel, Zement, Kleber oder Keile.
Ich war ungläubig, konnte ich mir doch nicht vorstellen, daß diese Steine in den uns absurd und unmöglich erscheinenden Positionen ohne Hilfsmittel stabil stehen und weder wanken noch umstürzen - und doch ist es so.
Die schiere Masse der Steine und die Erdanziehungskraft machen es möglich - und ein paar findige Menschen, die die Steine aufeinanderstapelten, sorgsam den gemeinsamen Schwerpunkt suchten und alles zusammen ins Gleichgewicht brachten.
Zum Staunen - und möglicherweise auch Nachmachen?
Eines der Balance-Wunder ist uns eingestürzt (wir ungläubigen Menschen - müssen immer alles anfassen, um es glauben zu können!!), und wir haben Minuten damit verbracht, die drei Steine wieder aufeinanderzuschichten und ins Gleichgewicht zu bringen. Die Steine waren echt schwer (schwerer als sie aussahen), und es war nicht besonders leicht, ein gemeinsames stabiles Gleichgewicht zu finden, ohne daß uns der eine oder andere die Füße zerschmettert hätte. Doch wir haben es geschafft! :-) Und sie stehen noch.
Eine lebendige Metapher auf unser Leben - es braucht kaum Anstrengung und nur wenig Zeit, etwas aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch es wieder zu richten, dauert lange, kostet Zeit, Nerven und Anstrengung. Und es gibt mehr Mißerfolge als Erfolge - und machmal stürzt auch alles wieder in sich zusammen.
Nachdenklich, mit besten Grüßen, Sathiya
Text und Bilder von Sathiya 2
Heute am Rhein Nähe Biebricher Schloß gesehen. Die Steine halten vollkommen aus eigener Kraft und Masse, ohne Hilfsmittel, Zement, Kleber oder Keile.
Ich war ungläubig, konnte ich mir doch nicht vorstellen, daß diese Steine in den uns absurd und unmöglich erscheinenden Positionen ohne Hilfsmittel stabil stehen und weder wanken noch umstürzen - und doch ist es so.
Die schiere Masse der Steine und die Erdanziehungskraft machen es möglich - und ein paar findige Menschen, die die Steine aufeinanderstapelten, sorgsam den gemeinsamen Schwerpunkt suchten und alles zusammen ins Gleichgewicht brachten.
Zum Staunen - und möglicherweise auch Nachmachen?
Eines der Balance-Wunder ist uns eingestürzt (wir ungläubigen Menschen - müssen immer alles anfassen, um es glauben zu können!!), und wir haben Minuten damit verbracht, die drei Steine wieder aufeinanderzuschichten und ins Gleichgewicht zu bringen. Die Steine waren echt schwer (schwerer als sie aussahen), und es war nicht besonders leicht, ein gemeinsames stabiles Gleichgewicht zu finden, ohne daß uns der eine oder andere die Füße zerschmettert hätte. Doch wir haben es geschafft! :-) Und sie stehen noch.
Eine lebendige Metapher auf unser Leben - es braucht kaum Anstrengung und nur wenig Zeit, etwas aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch es wieder zu richten, dauert lange, kostet Zeit, Nerven und Anstrengung. Und es gibt mehr Mißerfolge als Erfolge - und machmal stürzt auch alles wieder in sich zusammen.
Nachdenklich, mit besten Grüßen, Sathiya
Text und Bilder von Sathiya 2
Sonntag, 1. September 2013
Intermittierendes Essen - sechs Wochen und Ende
Das war es erst einmal - sechs Wochen lang intermittierendes Essen.
Nach meiner letztwöchigen Euphorie über abwesende Kopfschmerzen und niedrigen Blutdruck kam beides geballt zurück und bewog mich, damit vorerst aufzuhören, auch auf Anraten eines Arztes, der mir katabolen Stoffwechsel bescheinigte und damit einhergehende Streßsymptome erklärte wie Gliederschmerzen, Kopfschmerzattacken, Schwindel und einen krankenhausreifen Hypertonus (und der war heftig - 200/120 mmHg). (Vielleicht hatte ich auch noch eine Kaffee-Intoxikation erlitten - den Kaffee habe ich auch erst mal auf meine Schwarze Liste gesetzt. ;-) )
Ich habe nachgedacht und recherchiert - wieviel Tage genau überlebt ein Mensch ohne Nahrung? Und müssen diese Tage aneinanderhängen oder können sie auch durch Eß-Tage getrennt sein? Wikipedia nennt dazu Schätzzahlen von 30 bis 200 Tagen, was mir ziemlich willkürlich vorkommt, und wohl auch extrem von Körpergewicht, Ernährungs- und Gesundheitszustand, Umgebung und Klima, zusätzlich gegebenen Vitaminen und Mineralstoffen und noch x weiteren Faktoren abhängt.
Ob diese Hungertage aneinanderhängen müssen oder nicht, um gemeinsam gezählt zu werden, dazu gibt es keine Angaben - aber ein großer Teil der Weltbevölkerung ist unterernährt, und das liegt unter Garantie daran, daß sie durchschnittlich jeden Tag weniger als die tatsächlich benötigte Energie aufnehmen können, und unfreiwillig einen Tag essen und einen Tag nicht essen, ohne irgendwelche körperlichen Reserven zu haben. Benötigte Energiemenge pro Tag verteilt auf beispielsweise zwei Tage ergibt auf die Dauer eine Unterversorgung und damit Unterernährung.
Meine Theorie ist, daß jeder ohne weiteres 20 Tage ohne energiehaltige Nahrung auskommen kann, bevor ernste Schäden durch katabolen Stoffwechsel auftreten, die nicht mehr reversibel sind.
Ich habe 22 Tage nicht gegessen, was mir erst einmal reicht. Körperlich, geistig und seelisch. Da ich keinen Hungerstreik führe, noch nicht einmal gegen mich selbst, lasse ich es erst mal gut sein. ;-)
Ansonsten: nach wie vor empfehlenswert, trotz meiner eigenen nicht so guten Schlußerfahrung.
Man sollte nur an den Eßtagen mehr essen, deutlich mehr. Ich befand mich in den letzten Wochen eher in einem fortgesetzten Fasten-Modus und habe nicht mehr richtig gegessen, nicht genügend getrunken und vor allem zuviel Kaffee gehabt (großer Fehler, ich halte ihn mittlerweile für den Haupt-Übeltäter). Ich erhole mich mindestens ein oder zwei Wochen davon, und beginne dann vielleicht noch einmal von neuem mit "einen Tag essen, einen Tag nicht essen". Trotz allem. ;-)
Beste Grüße, Sathiya
Nach meiner letztwöchigen Euphorie über abwesende Kopfschmerzen und niedrigen Blutdruck kam beides geballt zurück und bewog mich, damit vorerst aufzuhören, auch auf Anraten eines Arztes, der mir katabolen Stoffwechsel bescheinigte und damit einhergehende Streßsymptome erklärte wie Gliederschmerzen, Kopfschmerzattacken, Schwindel und einen krankenhausreifen Hypertonus (und der war heftig - 200/120 mmHg). (Vielleicht hatte ich auch noch eine Kaffee-Intoxikation erlitten - den Kaffee habe ich auch erst mal auf meine Schwarze Liste gesetzt. ;-) )
Ich habe nachgedacht und recherchiert - wieviel Tage genau überlebt ein Mensch ohne Nahrung? Und müssen diese Tage aneinanderhängen oder können sie auch durch Eß-Tage getrennt sein? Wikipedia nennt dazu Schätzzahlen von 30 bis 200 Tagen, was mir ziemlich willkürlich vorkommt, und wohl auch extrem von Körpergewicht, Ernährungs- und Gesundheitszustand, Umgebung und Klima, zusätzlich gegebenen Vitaminen und Mineralstoffen und noch x weiteren Faktoren abhängt.
Ob diese Hungertage aneinanderhängen müssen oder nicht, um gemeinsam gezählt zu werden, dazu gibt es keine Angaben - aber ein großer Teil der Weltbevölkerung ist unterernährt, und das liegt unter Garantie daran, daß sie durchschnittlich jeden Tag weniger als die tatsächlich benötigte Energie aufnehmen können, und unfreiwillig einen Tag essen und einen Tag nicht essen, ohne irgendwelche körperlichen Reserven zu haben. Benötigte Energiemenge pro Tag verteilt auf beispielsweise zwei Tage ergibt auf die Dauer eine Unterversorgung und damit Unterernährung.
Meine Theorie ist, daß jeder ohne weiteres 20 Tage ohne energiehaltige Nahrung auskommen kann, bevor ernste Schäden durch katabolen Stoffwechsel auftreten, die nicht mehr reversibel sind.
Ich habe 22 Tage nicht gegessen, was mir erst einmal reicht. Körperlich, geistig und seelisch. Da ich keinen Hungerstreik führe, noch nicht einmal gegen mich selbst, lasse ich es erst mal gut sein. ;-)
Ansonsten: nach wie vor empfehlenswert, trotz meiner eigenen nicht so guten Schlußerfahrung.
Man sollte nur an den Eßtagen mehr essen, deutlich mehr. Ich befand mich in den letzten Wochen eher in einem fortgesetzten Fasten-Modus und habe nicht mehr richtig gegessen, nicht genügend getrunken und vor allem zuviel Kaffee gehabt (großer Fehler, ich halte ihn mittlerweile für den Haupt-Übeltäter). Ich erhole mich mindestens ein oder zwei Wochen davon, und beginne dann vielleicht noch einmal von neuem mit "einen Tag essen, einen Tag nicht essen". Trotz allem. ;-)
Beste Grüße, Sathiya
Freitag, 23. August 2013
Entwurf Gesellschaftsutopie
inspiriert von hier: http://www.neueelite.de/leben/20130819100205/3457/armut-als-lebensstil-das-prekaere-leben/ (kein Hyperlink, kursive Texte aus dem Kommentarfeld)
Ein interessanter, rasant und witzig geschriebener Artikel über junge Kreative in Berlin, die sich dankbar und demütig um jeden schlecht bis gar nicht bezahlten Job in der Medienbranche reißen... usw., den ich zum Teil nachempfinden kann und zum anderen Teil als Satire begreife.
Darunter die gesamte Spannweite an Kommentaren, von dankbarer Zustimmung bis zu knallharter Ablehnung. Dabei ist ein interessanter Kommentar, der einen Gegenentwurf zur aktuellen kapitalistisch-marktwirtschaftlich-globalisierten Gesellschaft vorbringt. Interessant, radikal, doch ist es praktikabel? Mit welcher Sorte Mensch wäre sowas denn durchführbar?
Ein interessanter, rasant und witzig geschriebener Artikel über junge Kreative in Berlin, die sich dankbar und demütig um jeden schlecht bis gar nicht bezahlten Job in der Medienbranche reißen... usw., den ich zum Teil nachempfinden kann und zum anderen Teil als Satire begreife.
Darunter die gesamte Spannweite an Kommentaren, von dankbarer Zustimmung bis zu knallharter Ablehnung. Dabei ist ein interessanter Kommentar, der einen Gegenentwurf zur aktuellen kapitalistisch-marktwirtschaftlich-globalisierten Gesellschaft vorbringt. Interessant, radikal, doch ist es praktikabel? Mit welcher Sorte Mensch wäre sowas denn durchführbar?
Dienstag, 20. August 2013
Intermittierendes Essen - fünf Wochen
Erfahrungen nach 5 Wochen:
sehr positiv.
Müdigkeit - hat sich weitgehend gelegt, ebenso der ziemlich plötzlich eintretende Leistungsknick. Voraussetzung dafür ist, am Vortag genügend richtiges gegessen zu haben (also raffinadezuckerfrei, getreidearm, milchproduktearm, eiweiß- und fettreich, vitaminreich)
Laune - bestens.
Motivation - immer noch da.
Gewöhnung - ich beobachte einen Umgewöhnungseffekt, der faszinierend ist. Man sagt ja, daß man, um eine neue Gewohnheit einzubürgern, sich 6 Wochen lang bezwingen muß, bis sie sich eingeschliffen hat. Das kann ich bestätigen. Momentan ist es so, daß ich den Rhythmus 'einen Tag essen, einen Tag nichtessen' noch nicht vollkommen verinnerlicht habe, aber beim Gedanken daran, gerade jetzt etwas zu essen, obwohl eigentlich ein Nicht-Eß-Tag ist, ein unwilliges Gefühl verspüre. Weil es schon gegen meine (neu angeeignete) Gewohnheit geht. Faszinierend.
Gesundheit und Körper: allgemeine Straffung. Nicht unbedingt dem Ernährungsrhythmus geschuldet, sondern eher dem weitgehenden Verzicht auf Raffinadezucker, Mehl und Milchprodukte. Wobei Verzicht nicht das korrekte Wort dafür ist, da ich genau genommen nicht verzichte - sondern ich esse es einfach nicht. So wie ich auch ohne weiteres auf Haifischflossensuppe, Tigerleberragout und Weinbergschneckengratin "verzichte", ohne daß es mir fehlt. ;-) Die Vitalität (von der noch nicht ganz überwundenen Müdigkeit abgesehen) ist erhöht - und das Beste von allem: seit fünf Wochen keine Kopfschmerzen, noch nicht enmal ein Anflug davon. Genial!!
Sport: wer nicht tankt, kann nicht fahren. Das gilt auch für den Körper. Energie-Reserven sind aufgrund des Eßrhythmus so gut wie nicht vorhanden, weswegen es sich an Null-Tagen für mich nicht empfiehlt, Sport zu machen. Noch nicht. Nachdem ich fast ertrunken bin *g*, weil mitten auf dem See die Energie verbraucht war... weiß ich das nun auch: immer ein Ufer in Greifnähe haben.
Meine Empfehlung: bei Gelegenheit ausprobieren!
Die Zeit am besten dazu nutzen, sich selbst zu beobachten und neue Erkenntnisse über sich, seinen Körper, seinen Willen, Durchhaltevermögen und Disziplin-Level zu gewinnen. Das kann einem kein Buch geben.
Mit dem ängstlichen und zaudernden Anteilen unseres Selbst, dem sogenannten inneren Schweinehund, der in unserem Verstand wohnt, zu kommunizieren, kann durchaus erhellend sein. Und ihn zu bezwingen, überaus befriedigend.
Viel Spaß dabei!
Beste Grüße, Sathiya
sehr positiv.
Müdigkeit - hat sich weitgehend gelegt, ebenso der ziemlich plötzlich eintretende Leistungsknick. Voraussetzung dafür ist, am Vortag genügend richtiges gegessen zu haben (also raffinadezuckerfrei, getreidearm, milchproduktearm, eiweiß- und fettreich, vitaminreich)
Laune - bestens.
Motivation - immer noch da.
Gewöhnung - ich beobachte einen Umgewöhnungseffekt, der faszinierend ist. Man sagt ja, daß man, um eine neue Gewohnheit einzubürgern, sich 6 Wochen lang bezwingen muß, bis sie sich eingeschliffen hat. Das kann ich bestätigen. Momentan ist es so, daß ich den Rhythmus 'einen Tag essen, einen Tag nichtessen' noch nicht vollkommen verinnerlicht habe, aber beim Gedanken daran, gerade jetzt etwas zu essen, obwohl eigentlich ein Nicht-Eß-Tag ist, ein unwilliges Gefühl verspüre. Weil es schon gegen meine (neu angeeignete) Gewohnheit geht. Faszinierend.
Gesundheit und Körper: allgemeine Straffung. Nicht unbedingt dem Ernährungsrhythmus geschuldet, sondern eher dem weitgehenden Verzicht auf Raffinadezucker, Mehl und Milchprodukte. Wobei Verzicht nicht das korrekte Wort dafür ist, da ich genau genommen nicht verzichte - sondern ich esse es einfach nicht. So wie ich auch ohne weiteres auf Haifischflossensuppe, Tigerleberragout und Weinbergschneckengratin "verzichte", ohne daß es mir fehlt. ;-) Die Vitalität (von der noch nicht ganz überwundenen Müdigkeit abgesehen) ist erhöht - und das Beste von allem: seit fünf Wochen keine Kopfschmerzen, noch nicht enmal ein Anflug davon. Genial!!
Sport: wer nicht tankt, kann nicht fahren. Das gilt auch für den Körper. Energie-Reserven sind aufgrund des Eßrhythmus so gut wie nicht vorhanden, weswegen es sich an Null-Tagen für mich nicht empfiehlt, Sport zu machen. Noch nicht. Nachdem ich fast ertrunken bin *g*, weil mitten auf dem See die Energie verbraucht war... weiß ich das nun auch: immer ein Ufer in Greifnähe haben.
Meine Empfehlung: bei Gelegenheit ausprobieren!
Die Zeit am besten dazu nutzen, sich selbst zu beobachten und neue Erkenntnisse über sich, seinen Körper, seinen Willen, Durchhaltevermögen und Disziplin-Level zu gewinnen. Das kann einem kein Buch geben.
Mit dem ängstlichen und zaudernden Anteilen unseres Selbst, dem sogenannten inneren Schweinehund, der in unserem Verstand wohnt, zu kommunizieren, kann durchaus erhellend sein. Und ihn zu bezwingen, überaus befriedigend.
Viel Spaß dabei!
Beste Grüße, Sathiya
Freitag, 2. August 2013
Intermittierendes Essen
Vor zwei Wochen habe ich hier über intermittierendes Fasten geschrieben, angeregt durch einen Beitrag auf dem Blog meines Lieblingsheilpraktikers. Hier nachzulesen http://www.gesund-heilfasten.de/Intermittierendes-Fasten.html (kein Hyperlink) sind dessen Betrachtungen darüber sowie Verweise auf entsprechende Studien. Sehr interessantes Material. Interessant vor allem, da die Schulmedizin die im Rattenexperiment beobachteten erstaunlichen Ergebnisse komplett ablehnt und sich weigert, diese auf den Menschen zu übertragen. zumindest, wenn es die Ernährungsgewohnheiten betrifft. Rattenversuche bei Medikamententests scheinen jedoch in Ordnung zu gehen. (Ironie aus)
Die Methode klang so einfach, unkompliziert, jederzeit ins normale Leben integrierbar, ohne finanziellen Aufwand, Zeit- oder Essenspläne, ohne Gurus und Ernährungsberater, keine aufwendige Spezial-Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, ohne Eiweiß-Shakes, extra Ballaststoffe usw., man braucht noch nicht einmal eine 60seitige Anleitung (außer dieser: #einen Tag essen, einen Tag nicht essen# - registered trademark ;-) ), daß ich es sofort selbst ausprobiert habe. Die ersten zwei Wochen sind um, Zeit für mich, eine erste Auswertung zu machen.
Ich möchte für mich diese Erährungsweise in 'intermittierendes Essen' umbenennen. Ich 'faste' nicht, sondern ich 'esse nicht'. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, vor allem mental.
Meine Jüngste durfte im Kalender an jedem geraden Tag eine große '1' für 'Essen' und an jedem ungeraden eine große '0' für 'Nichtessen' eintragen. Ich erklärte, daß ich an dem 1-Tag ganz normal essen werde, sozusagen 'all I can eat', und am 0-Tag eben nichts. Es dauerte über eine Woche, bis sie verstand, daß ich nicht 'nicht essen dürfe' sondern 'nicht essen möchte'. Daß es eine freiwillige Sache sei, die ich jederzeit wieder beenden kann. Wann ich möchte. Meine Kinder haben trotzdem jeden Tag ihre gewohnten Mahlzeiten bekommen, keine Sorge. ;-)
Meine Beobachtungen:
Entspannung: das Nicht-Essen-müssen im Sinn von "unser täglich Brot gib uns heute" ist extrem entspannend. Meinetwegen kann das Brot täglich gegeben werden - aber wer sagt, daß ich es auch täglich essen muß? Diese Sorge (Streß pur: "was ess ich, was koch ich, wie verdaue ich´s") war ich, zumindest für mich, los. Ich saß total entspannt mit meinen schmausenden Kindern am Tisch und hatte noch nicht mal Lust, zu kosten... und trotzdem beste Laune.
Müdigkeit: Ich war/bin zwar müde - mal weil ich zuwenig gegessen hatte, mal weil ich gegessen hatte, und nachts konnte ich nicht schlafen, aber das kann durchaus auch an der Hitze gelegen haben. Ich erwarte, daß sich nun nach zwei Wochen, Körper und Geist schon halbwegs an die veränderte Ernährungsweise gewöhnt haben, und sich dies bessert.
Gesundheit: Mein Geist ist wacher, mein Herz weniger belasted (ja, ich habe schon Blutdruckprobleme, aber die Antihypertonika usw. bleiben in der Apotheke, anstatt in meinem Blutkreislauf, wo sie mich für Stunden außer Gefecht setzen und hinterher alles wie zuvor ist, nur schlimmer. Mein Arzt ist informiert und nicht begeistert - aber was will er machen? Mein Blutdruck spricht für sich - den kann nicht mal er wegdiskutieren), mein Maßband sagt, da ging schon was weg, aber ich sage: da geht noch was. So um die 40 Zentimeter insgesamt (ich verrate aber nicht, wo ich überall wieviel gemessen habe *g*).
Laune: meine Laune ist bestens.
weitere positive Beobachtungen: Hautprobleme weg. Heuschnupfen weg. Verdauungsprobleme weg. Heißhunger weg. Echt. ;-) Und das Essen an den Eßtagen gerät zum Fest, rein geschmacklich gesehen, selbst wenn es Milchreis mit Zimtzucker gibt. Oder Chicken Korma oder Streuselkuchen oder Lasagne oder Erdbeereisbecher... ;-)
Fazit: intermittierendes Essen ist eine gute Idee. Jeden zweiten Tag absolut (oder nahezu) nichts energiehaltiges zu essen, ist aber wirklich schwer, vor allem, wenn man an den Eßtagen nicht mehr sonst auch zu sich nimmt. Ich müßte da wirklich mehr essen (wenn es nicht mehr so warm ist, geht das vielleicht besser), und vor allem trinken. Als Ausnahme habe ich nur frisches Obst (die letzten Erdbeeren der Saison) gelten lassen. Ich werde das 1-0-Regime noch mindestens 4 Wochen weiterlaufen lassen, bevor ich meine endgültige Meinung dazu äußere.
Schöne Grüße, Sathiya
Die Methode klang so einfach, unkompliziert, jederzeit ins normale Leben integrierbar, ohne finanziellen Aufwand, Zeit- oder Essenspläne, ohne Gurus und Ernährungsberater, keine aufwendige Spezial-Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, ohne Eiweiß-Shakes, extra Ballaststoffe usw., man braucht noch nicht einmal eine 60seitige Anleitung (außer dieser: #einen Tag essen, einen Tag nicht essen# - registered trademark ;-) ), daß ich es sofort selbst ausprobiert habe. Die ersten zwei Wochen sind um, Zeit für mich, eine erste Auswertung zu machen.
Ich möchte für mich diese Erährungsweise in 'intermittierendes Essen' umbenennen. Ich 'faste' nicht, sondern ich 'esse nicht'. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, vor allem mental.
Meine Jüngste durfte im Kalender an jedem geraden Tag eine große '1' für 'Essen' und an jedem ungeraden eine große '0' für 'Nichtessen' eintragen. Ich erklärte, daß ich an dem 1-Tag ganz normal essen werde, sozusagen 'all I can eat', und am 0-Tag eben nichts. Es dauerte über eine Woche, bis sie verstand, daß ich nicht 'nicht essen dürfe' sondern 'nicht essen möchte'. Daß es eine freiwillige Sache sei, die ich jederzeit wieder beenden kann. Wann ich möchte. Meine Kinder haben trotzdem jeden Tag ihre gewohnten Mahlzeiten bekommen, keine Sorge. ;-)
Meine Beobachtungen:
Entspannung: das Nicht-Essen-müssen im Sinn von "unser täglich Brot gib uns heute" ist extrem entspannend. Meinetwegen kann das Brot täglich gegeben werden - aber wer sagt, daß ich es auch täglich essen muß? Diese Sorge (Streß pur: "was ess ich, was koch ich, wie verdaue ich´s") war ich, zumindest für mich, los. Ich saß total entspannt mit meinen schmausenden Kindern am Tisch und hatte noch nicht mal Lust, zu kosten... und trotzdem beste Laune.
Müdigkeit: Ich war/bin zwar müde - mal weil ich zuwenig gegessen hatte, mal weil ich gegessen hatte, und nachts konnte ich nicht schlafen, aber das kann durchaus auch an der Hitze gelegen haben. Ich erwarte, daß sich nun nach zwei Wochen, Körper und Geist schon halbwegs an die veränderte Ernährungsweise gewöhnt haben, und sich dies bessert.
Gesundheit: Mein Geist ist wacher, mein Herz weniger belasted (ja, ich habe schon Blutdruckprobleme, aber die Antihypertonika usw. bleiben in der Apotheke, anstatt in meinem Blutkreislauf, wo sie mich für Stunden außer Gefecht setzen und hinterher alles wie zuvor ist, nur schlimmer. Mein Arzt ist informiert und nicht begeistert - aber was will er machen? Mein Blutdruck spricht für sich - den kann nicht mal er wegdiskutieren), mein Maßband sagt, da ging schon was weg, aber ich sage: da geht noch was. So um die 40 Zentimeter insgesamt (ich verrate aber nicht, wo ich überall wieviel gemessen habe *g*).
Laune: meine Laune ist bestens.
weitere positive Beobachtungen: Hautprobleme weg. Heuschnupfen weg. Verdauungsprobleme weg. Heißhunger weg. Echt. ;-) Und das Essen an den Eßtagen gerät zum Fest, rein geschmacklich gesehen, selbst wenn es Milchreis mit Zimtzucker gibt. Oder Chicken Korma oder Streuselkuchen oder Lasagne oder Erdbeereisbecher... ;-)
Fazit: intermittierendes Essen ist eine gute Idee. Jeden zweiten Tag absolut (oder nahezu) nichts energiehaltiges zu essen, ist aber wirklich schwer, vor allem, wenn man an den Eßtagen nicht mehr sonst auch zu sich nimmt. Ich müßte da wirklich mehr essen (wenn es nicht mehr so warm ist, geht das vielleicht besser), und vor allem trinken. Als Ausnahme habe ich nur frisches Obst (die letzten Erdbeeren der Saison) gelten lassen. Ich werde das 1-0-Regime noch mindestens 4 Wochen weiterlaufen lassen, bevor ich meine endgültige Meinung dazu äußere.
Schöne Grüße, Sathiya
Donnerstag, 1. August 2013
Wieder einmal - Plagiatsvorwürfe
Diesmal auf dem Prüfstand: der Präsident des Bundestages, Norbert Lammert.
siehe hier:
http://www.arcor.de/content/aktuell/news_politik_inland/100879671,1,content,Uni+%C3%BCberpr%C3%BCft+nach+Plagiatsvorwurf+Lammerts+Doktorarbeit.html (kein Hyperlink)
Ich bin eben wirklich von den Socken.
Wenn der gute Mann tatsächlich abgeschrieben haben sollte, dann wäre doch Zeit genug gewesen, es in all den bisher vergangenen Jahren herauszufinden. Vierzig Jahre rückwirkend einen Plagiatsvorwurf zu erheben, grenzt beinahe an Rufmord.
Die Promotionsordnung, die Vorschriften, Prüfungsordnungen, der gesamte Universitätsablauf stehen damit ebenfalls auf dem Prüfstand.
Davon abgesehen - wann gilt etwas als "abschreiben" und damit Plagiat und wann als "ab-schreiben" bzw. als Zitat? Die Promotionsarbeiten, die ich kenne, leben gerade davon, daß kaum neue Gedanken darin auftauchen, von neuen Formulierungen ganz zu schweigen. Es wird abgeschrieben, um möglichst wörtlich zu zitieren, um damit den winzigen neuen eigenen Gedankengang zu untermauern. Das ist seit Jahrzehnten offen praktiziertes Vorgehen, und sollte einen nicht wirklich überraschen. Daß diese Praxis neuerdings Plagiat genannt wird, wird noch Tausende ihren Doktortitel kosten... ;-)
Ich frage mich, wann man einen Plagiatsvorwurf gegen Dr. Martin Luther King erheben wird - und wer es tun wird.
Anlehnend an meinen vorhergehenden Blog-Post schlage ich vor:
Da die bloße Behauptung ja eine beliebige Äußerung schon zur Tatsache zu machen scheint, und außerdem neuerdings schon anonyme Anschuldigungen in Blog-Form ausreichen, eine in diesem Fall fast 40 Jahre zurückliegende Promotionsarbeit in Zweifel zu ziehen und damit die Persönlichkeit desjenigen, der sie verfaßt und eingereicht hat, zu diskreditieren, in Zukunft
Was würde wohl passieren, wenn plötzlich alle unsere regierenden Doktoren wegen Plagiatsvorwürfen ihren Doktortitel zurückgeben müßten? Das würde eine sehr interessante Woche geben... ;-)
Kopfschüttelnd - beste Grüße, Sathiya
siehe hier:
http://www.arcor.de/content/aktuell/news_politik_inland/100879671,1,content,Uni+%C3%BCberpr%C3%BCft+nach+Plagiatsvorwurf+Lammerts+Doktorarbeit.html (kein Hyperlink)
Ich bin eben wirklich von den Socken.
Wenn der gute Mann tatsächlich abgeschrieben haben sollte, dann wäre doch Zeit genug gewesen, es in all den bisher vergangenen Jahren herauszufinden. Vierzig Jahre rückwirkend einen Plagiatsvorwurf zu erheben, grenzt beinahe an Rufmord.
Die Promotionsordnung, die Vorschriften, Prüfungsordnungen, der gesamte Universitätsablauf stehen damit ebenfalls auf dem Prüfstand.
Davon abgesehen - wann gilt etwas als "abschreiben" und damit Plagiat und wann als "ab-schreiben" bzw. als Zitat? Die Promotionsarbeiten, die ich kenne, leben gerade davon, daß kaum neue Gedanken darin auftauchen, von neuen Formulierungen ganz zu schweigen. Es wird abgeschrieben, um möglichst wörtlich zu zitieren, um damit den winzigen neuen eigenen Gedankengang zu untermauern. Das ist seit Jahrzehnten offen praktiziertes Vorgehen, und sollte einen nicht wirklich überraschen. Daß diese Praxis neuerdings Plagiat genannt wird, wird noch Tausende ihren Doktortitel kosten... ;-)
Ich frage mich, wann man einen Plagiatsvorwurf gegen Dr. Martin Luther King erheben wird - und wer es tun wird.
Anlehnend an meinen vorhergehenden Blog-Post schlage ich vor:
Da die bloße Behauptung ja eine beliebige Äußerung schon zur Tatsache zu machen scheint, und außerdem neuerdings schon anonyme Anschuldigungen in Blog-Form ausreichen, eine in diesem Fall fast 40 Jahre zurückliegende Promotionsarbeit in Zweifel zu ziehen und damit die Persönlichkeit desjenigen, der sie verfaßt und eingereicht hat, zu diskreditieren, in Zukunft
- entweder auf promovierte Persönlichkeiten an prominenten Stellen, Ämtern und Posten zu verzichten
- oder die entsprechenden Promotionsarbeiten der Amtsanwärter vor Inthronisierung genauestens durchzusehen und auf einen potentiellen Plagiatsvorwurf hin zu überprüfen
- oder eine gesetzliche Verjährungsfrist für Plagiatsvorwürfe einzuführen
Was würde wohl passieren, wenn plötzlich alle unsere regierenden Doktoren wegen Plagiatsvorwürfen ihren Doktortitel zurückgeben müßten? Das würde eine sehr interessante Woche geben... ;-)
Kopfschüttelnd - beste Grüße, Sathiya
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Und Amen.
Es gab leider keinen Link oder Adresse oder einen Hinweis auf das ominöse 146-seitige Werk, in welchem die Idee niedergelegt sein soll, denn diese hätte ich ziemlich gern im Original studiert. Als Utopie ganz nett zu lesen, scheinen sich doch damit alle Probleme wie von selbst zu lösen... nur werden sich nicht nur die Probleme lösen, sondern die gesamte Gesellschaft, wie wir sie kennen, wird mit Sicherheit aussterben. Vielleicht wäre ein solches System für einen begrenzten Zeitraum für eine begrenzte Region tatsächlich nützlich, wie dieser darauffolgende Kommentar nahelegt (Hervorhebung in blau von mir):
Leicht deprimierte Grüße, Sathiya