Warum, fragte die Tochter jüngst, hat Gott eigentlich nie den Menschen geholfen, die ihn um Hilfe angefleht haben? Warum läßt er Katastrophen, Kriege und Umweltzerstörung zu? Warum hilft er nicht den Guten? Warum tut er denn nichts?
Ach ja, das sind die Ergebnisse des Religions- und Ethikunterrichts in der Schule. Wie immer werden die Kinder, die mit 11, 12 Jahren beginnen, das Leben und seinen Sinn zu hinterfragen, von den Fachlehrern mit solchen essentiellen Fragen allein gelassen.
Aber nicht von mir. Ich habe das Problem anschaulich so erklärt:
In einen fast leeren, hohen Krug mit Wasser, Zimtstangen und Apfelscheiben (das berühmte Sathiya-Detox-Getränk) war eine kleine Obstfliege gefallen, unten am Glas in der Flüssigkeit klebengeblieben und zappelte um ihr Leben. Die Tochter war voller Mitleid und wollte helfen - aber das Flieglein war zu zart, das herausangeln per Finger hätte sie nicht lebend überstanden.
Was tun? Mit einem hölzernen Schaschlikstäbchen versuchten wir, das Tierchen aus seiner misslichen Lage zu befreien. Funktionierte nicht. Die Gefahr des Flügelabrisses und/oder Beinchenausreißens war zu groß. Ein paar Millimeter konnte das Tierchen vorsichtig herausgezogen werden, mit gerecktem Beinchen sich vertrauensvoll am Stäbchen festklammernd, aber es war zu klebrig. Wir mußten es aufgeben, um die Fliege nicht entzwei zu reißen.
Nun, genau das ist das Problem Gottes, bemerkte ich zu meinem Kind. Er ist zwar allmächtig und könnte uns im Handumdrehen aus jeder Notlage befreien - aber uns gleichzeitig mit höchster Wahrscheinlichkeit trotz größter Sorgfalt ungewollt Arme und Beine ausreißen und am Ende gar noch aus Versehen umbringen.
Hmm, ich hätte recht, meinte sie. Aber Gott der Allmächtige sei doch per Definition allmächtig, da würde er es doch wohl trotzdem hinkriegen? Oder?
Nun, nicht so richtig, sagte ich. Aus der Sicht der Obstfliege oder Ameise oder eines anderen im Vergleich zum Menschen sehr kleinen Wesens wirken zweifellos wir Menschen sehr stark, mächtig, geradezu allmächtig. Möglicherweise glaubt sogar die eine oder andere Obstfliege an den Guten Menschen, der sie errettet, wenn sie nur fleißig genug betet. Oder immer Gutes tut. Oder was auch immer.
Und dennoch, allem Glauben zum Trotz, sind wir Menschen nicht allmächtig, wenn es darum geht, kleine Obstfliegen aus klebrigen Substanzen zu befreien, ohne sie umzubringen. Wir sind genaugenommen sowas von ohnmächtig.
Und Gott, unser Bibel-Gott, befindet sich vermutlich in genau derselben Situation. Er würde ja helfen, wenn er es überhaupt bemerkte, daß man sich in Schwierigkeiten, die eine göttliche Rettung erforderlich machen, gebracht hat. Aber dann muß man als Mensch eben damit rechnen, einen Arm oder ein Bein oder beides zu verlieren...
Aber wie hilft Gott denn einem nun, wenn man es wirklich wirklich braucht?
Als Antwort fiel mir nur ein Witz/Anekdote ein, in welchem ein Mann in höchster Not um Gottes Hilfe bittet, insgesamt drei Hilfsangebote von barmherzigen Passanten ablehnt, da ihm ja Gott helfen würde, sodann stirbt und sich nach Ankunft im Himmel bei Gott bitterlich darüber beschwert, nicht erhört worden zu sein. Gottes Antwort lautete: Ich habe dir dreimal Hilfe gesandt, die du nicht angenommen hast. Was hätte ich denn noch tun sollen?!
Gott sendet einem immer nur - wenn überhaupt! - einen Menschen zuhilfe. Der reißt einem wenigstens nicht Arme und Beine oder den Kopf ab (oder nur ganz selten).
Wir hatten allerdings leider keine zweite Obstfliege, die wir der unglücklichen Fliege zur Hilfe schicken konnten - davon abgesehen: wie hätten wir mit ihr kommuniziert? Wie ihr klargemacht, daß sie gefälligst ihre Kollegin zu retten habe, weil wir, Fliegen-Gott in Menschengestalt, es so von ihr verlangen??
Nächstes Problem - wie macht sich Gott, zum Deibel noch mal, eigentlich verständlich?
Mittlerweile lachten wir aus vollem Halse. Tja, Gottes Probleme wollten wir alle beide nicht haben, nicht geschenkt und nicht für einen Berg Eiscreme!
Die kleine Unglücksrabin von Fliege haben wir dann kurzentschlossen durch einfaches Ausgießen des Kruges gerettet. Sintflut eben. (Wer weiß denn schon, weswegen die biblische Sintflut wirklich geschah?)
Die Gerettete - oder eine andere Fliege, wer kann das schon sagen, die sehen für uns ja alle gleich aus - ist einen Tag später im Joghurt umgekommen. Wurde zu spät bemerkt. Tja. Das Leben ist schon hart.
Die Jüngste meinte dann: es ist bestimmt nicht leicht, ein Gott zu sein.
Nein, ganz bestimmt nicht.
Mittwoch, 31. August 2016
Mittwoch, 24. August 2016
Leben geht weiter
Allen Kriegshandlungen, Aufständen, bewaffneten Auseinandersetzungen, Regime changes, Flüchtlingsimportrekord, Weltwahltheater der Amis und vier Jahre gereiften Krisenplänen der Bundesregierung zum Trotz - das Leben geht weiter.
Wenn man es sich recht überlegt, sind die allermeisten Menschen im tiefsten Herzen unpolitisch. Sie wollen leben, lieben, sich Träume erfüllen, ihren Neigungen nachgehen, ihre Kinder großziehen, zweimal im Jahr in den Urlaub fahren, was ganz verrücktes anschaffen, ein Star sein, all so normale Dinge eben. Da ist kein Platz für Politik. Das aktuelle Wissen übers Tagesgeschehen kann man sich neben dem Frühstücksbrötchen bei einem Kaffee locker in fünf Minuten reinziehen, inklusive Sport und Tratsch. Damit noch genügend Zeit für Pokeman Go bleibt. Abends etwas Tagesschau, und ab in die nächste virtuelle Welt, oder zum online-shoppen oder ins Dating-Portal.
So sieht´s aus.
Traurig, aber wahr.
Mein Leben geht auch weiter, möglicherweise sogar auch hier im Blog.
Ich fange gleich mal mit etwas an, das ich vor kurzem auf der Seite mymonk gefunden habe. Sozusagen eine moralisch-ethische Breitseite. Aber dem geneigten Leser zum Nachahmen empfohlen.
http://mymonk.de/80-jahre-leben/
Also dann - in diesem Sinne!
Kursiver Text von mymonk. Danke!
Wenn man es sich recht überlegt, sind die allermeisten Menschen im tiefsten Herzen unpolitisch. Sie wollen leben, lieben, sich Träume erfüllen, ihren Neigungen nachgehen, ihre Kinder großziehen, zweimal im Jahr in den Urlaub fahren, was ganz verrücktes anschaffen, ein Star sein, all so normale Dinge eben. Da ist kein Platz für Politik. Das aktuelle Wissen übers Tagesgeschehen kann man sich neben dem Frühstücksbrötchen bei einem Kaffee locker in fünf Minuten reinziehen, inklusive Sport und Tratsch. Damit noch genügend Zeit für Pokeman Go bleibt. Abends etwas Tagesschau, und ab in die nächste virtuelle Welt, oder zum online-shoppen oder ins Dating-Portal.
So sieht´s aus.
Traurig, aber wahr.
Mein Leben geht auch weiter, möglicherweise sogar auch hier im Blog.
Ich fange gleich mal mit etwas an, das ich vor kurzem auf der Seite mymonk gefunden habe. Sozusagen eine moralisch-ethische Breitseite. Aber dem geneigten Leser zum Nachahmen empfohlen.
http://mymonk.de/80-jahre-leben/
- Hab einen festen Händedruck.
- Schau den Menschen in die Augen.
- Singe unter der Dusche.
- Musik ist wichtig, besorg Dir eine gute Stereo-Anlage.
- Wenn sich ein Kampf nicht vermeiden lässt, schlag zuerst zu – und schlag fest zu.
- Behalte Geheimnisse für Dich.
- Gib niemanden auf. Wunder geschehen jeden Tag.
- Wenn Dir jemand die Hand ausstreckt, nimm sie.
- Sei mutig. Selbst wenn Du’s nicht bist, täusche es vor. Keiner erkennt den Unterschied.
- Pfeife, wenn Dir danach ist.
- Vermeide sarkastische Bemerkungen.
- Wähle Deinen Ehepartner sorgfältig. Von dieser Entscheidung werden 90% Deines Glücks oder Unglücks abhängen.
- Mach’s Dir zur Gewohnheit, nette Dinge für andere Menschen zu tun, die sie nie herausfinden werden.
- Verleih nur Bücher, die Du nicht wiedersehen willst.
- Raube niemandem die Hoffnung – sie könnte alles sein, was er noch hat.
- Wenn Du Spiele mit Kindern spielst, lass sie gewinnen.
- Gib Menschen eine zweite Chance, aber nie eine dritte.
- Sei romantisch.
- Werde die optimistischste und enthusiastischste Person, die Du kennst.
- Mach Dich locker. Von den seltenen Leben-oder-Tod-Angelegenheiten abgesehen, ist nichts so wichtig, wie es anfangs scheint.
- Lass es nicht zu, dass ein Telefon wichtige Momente stört. Das Telefon soll DIR das Leben leichter machen, nicht dem Anrufer.
- Sei ein guter Verlierer.
- Sei ein guter Gewinner.
- Überlege zweimal, bevor Du einem Freund ein Geheimnis aufbürdest.
- Wenn Dich jemand umarmt, lass ihn die Umarmung zuerst lösen.
- Sei bescheiden. Eine Menge wurde erreicht, bevor Du geboren wurdest.
- Mach es nicht zu kompliziert.
- Hüte Dich vor dem Menschen, der nichts zu verlieren hat.
- Brenne nie die Brücken nieder. Du wirst überrascht sein, wie oft Du denselben Fluss überqueren musst.
- Leb Dein Leben so, dass auf Deinem Grabstein stehen könnte: Nichts bereut.
- Sei kühn und selbstbewusst. Wenn Du zurückblickst, wirst Du die Dinge, die Du nicht getan hast, mehr bereuen als die, die Du getan hast.
- Verpasse nie eine Gelegenheit, jemandem zu sagen, dass Du ihn liebst.
- Niemand schafft es allein. Hab ein dankbares Herz und erkenne die an, die Dir geholfen haben.
- Übernimm die Verantwortung für Deine Einstellung. Lass sie niemand anderen für Dich wählen.
- Besuche Freunde und Familienmitglieder, wenn sie im Krankenhaus sind, es reicht, wenn Du ein paar Minuten bleibst.
- Beginne jeden Tag mit Deiner Lieblingsmusik.
- Wenn Du unterwegs bist, nimm wenigstens ab und zu die schönere Strecke – auch, wenn sie länger ist.
- Verschicke viele Valentinskarten. Unterzeichne sie mit: „Von einem, der Dich toll findet“.
- Wenn Du ans Telefon gehst, sprich mit Begeisterung und Energie in Deiner Stimme.
- Lege ein Notizuch und einen Stift neben Dein Bett. Millionen-Dollar-Ideen kommen oft 3 Uhr nachts.
- Zolle jedem Respekt, der für seinen Lebensunterhalt arbeitet – ganz gleich, wie unbedeutend der Job scheint.
- Schick Deinen Lieben Blumen. Denk über den Grund späer nach.
- Mach ab und an einem Fremden eine Freude, indem Du zum Beispiel sein Ticket mitbezahlst.
- Sei für jemanden der Held.
- Heirate nur aus Liebe.
- Sei dankbar für das, was Du hast.
- Mach ein Kompliment für das Essen, wenn Du bei jemandem zuhause bekocht bist.
- Winke den Kindern in einem Schulbus.
- Vergiss nie, dass 80 Prozent des Erfolgs in jedem Job davon abhängen, wie gut Du mit Menschen klarkommst.
- Erwarte nicht, dass das Leben fair ist.
Also dann - in diesem Sinne!
Kursiver Text von mymonk. Danke!
Dienstag, 22. September 2015
Ruhe in Frieden oder Sinnkrise
Langsam ist ein Ende absehbar. Wochen ohne Zeit fürs Internet und dafür blankliegende Nerven.
Angesichts der allgemeinen Situation (familiär, humanitär, politisch) habe ich in der letzten Zeit eine nette kleine Sinnkrise kultiviert. Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich all meine Blogs überhaupt weiterführen möchte.
Was kann man so schon bewirken?
Wen damit glücklich machen, amüsieren oder zum Nachdenken bringen? Etwas verändern, etwas bewegen?
Draußen tobt die Hölle, Kriege direkt vor unserer Haustür, Flüchtlinge, finanzielle Desaster, Betrügereien und drinnen wird der Blog auf Hochglanz poliert?
Ich frag mich gerade, ob das alles Sinn macht.
Andererseits: es gibt genügend Hochglanzmagazine, die es nicht anders machen. Die schöne neue Welt mit immer sexier Fotos zu zelebrieren und nebenbei ihren Lesern eine nette kleine Gehirnwäsche zu verpassen und sie in die von Wirtschaft und Politik gewünschte Richtung zu schubsen. Vor allem jede Menge Sinnfinde-Zeitschriften sind wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden geschossen, bunt, quietschig, mit einer modischen Mischung aus mindstyle, Sinnfindung, Selbstverwirklichung, Esoterik und Shopping, garniert mit ein bißchen hausfrauentauglicher Philosophie, Weltrettung und Gute-Menschen-Odeur.
Punkt.
Finde den Sinn des Lebens.
Falls nicht - end of story, bye bye. ;-)
Angesichts der allgemeinen Situation (familiär, humanitär, politisch) habe ich in der letzten Zeit eine nette kleine Sinnkrise kultiviert. Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich all meine Blogs überhaupt weiterführen möchte.
Was kann man so schon bewirken?
Wen damit glücklich machen, amüsieren oder zum Nachdenken bringen? Etwas verändern, etwas bewegen?
Draußen tobt die Hölle, Kriege direkt vor unserer Haustür, Flüchtlinge, finanzielle Desaster, Betrügereien und drinnen wird der Blog auf Hochglanz poliert?
Ich frag mich gerade, ob das alles Sinn macht.
Andererseits: es gibt genügend Hochglanzmagazine, die es nicht anders machen. Die schöne neue Welt mit immer sexier Fotos zu zelebrieren und nebenbei ihren Lesern eine nette kleine Gehirnwäsche zu verpassen und sie in die von Wirtschaft und Politik gewünschte Richtung zu schubsen. Vor allem jede Menge Sinnfinde-Zeitschriften sind wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden geschossen, bunt, quietschig, mit einer modischen Mischung aus mindstyle, Sinnfindung, Selbstverwirklichung, Esoterik und Shopping, garniert mit ein bißchen hausfrauentauglicher Philosophie, Weltrettung und Gute-Menschen-Odeur.
Punkt.
Finde den Sinn des Lebens.
Falls nicht - end of story, bye bye. ;-)
Samstag, 15. August 2015
Plan B
Nach den familiären krankheitsbedingten Turbulenzen der letzten Wochen kann ich jedem nur dringlichst raten, als Plan B jederzeit einen komplett gepackten Koffer für einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt griffbereit dastehen zu haben. Dazu eine aktuelle Liste der wichtigsten Dinge, die vom jeweiligen Helfer abzuarbeiten sind sowie eine kurze knackige Telefonliste der wichtigsten Kontakte. Bei absehbarer Pflegebedürftigkeit sollten idealerweise auch schon Gespräche zu häuslicher Krankenpflege geführt worden sein, um die Zeit nach der Akutversorgung und Rehabilitation vorzubereiten.
Sagen wir mal so: jeder Schwangeren wird empfohlen, ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft eine fertig gepackte Tasche paratstehen zu haben. Dasselbe möchte ich hiermit eindringlich jedem raten, ob schwanger oder nicht: bereitet euch aufs schlimmste vor, seid jederzeit darauf gefaßt, urplötzlich Plan B ausführen zu müssen.
Ein Schlaganfall kann jederzeit jeden treffen, aus heiterem Himmel
Vorbereitet sein ist alles. Eben Plan B, wie gesagt.
Hatte ich gerade in der Familie. ;-)
Gute Gesundheit wünscht Sathiya
Sagen wir mal so: jeder Schwangeren wird empfohlen, ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft eine fertig gepackte Tasche paratstehen zu haben. Dasselbe möchte ich hiermit eindringlich jedem raten, ob schwanger oder nicht: bereitet euch aufs schlimmste vor, seid jederzeit darauf gefaßt, urplötzlich Plan B ausführen zu müssen.
Ein Schlaganfall kann jederzeit jeden treffen, aus heiterem Himmel
Vorbereitet sein ist alles. Eben Plan B, wie gesagt.
Hatte ich gerade in der Familie. ;-)
Gute Gesundheit wünscht Sathiya
Dienstag, 14. Juli 2015
Paradox unserer Zeit
Am Wochenende weilte der 14. Dalai Lama auf Staatsbesuch in Wiesbaden.
Seine Heiligkeit feierte seinen 80. Geburtstag. Auf den Plakaten stand "80 Jahre Mitgefühl".
Mitgefühl mit den Menschen der heutigen Zeit, die gehetzt von einer Neuheit zur nächsten stolpern, und sich dabei nur zu leicht selbst aus den Augen verlieren.
Dieses Gedicht des Dalai Lama habe ich gefunden - ein erschreckender Blick auf die spirituelle Entwicklung der Gegenwart.
gefunden hier: http://alex-rubenbauer.de/minimalismus/808/das-paradox-unserer-zeit
Seine Heiligkeit feierte seinen 80. Geburtstag. Auf den Plakaten stand "80 Jahre Mitgefühl".
Mitgefühl mit den Menschen der heutigen Zeit, die gehetzt von einer Neuheit zur nächsten stolpern, und sich dabei nur zu leicht selbst aus den Augen verlieren.
Dieses Gedicht des Dalai Lama habe ich gefunden - ein erschreckender Blick auf die spirituelle Entwicklung der Gegenwart.
Von Tendzin Gyatsho, dem 14. Dalai Lama
Das Paradox unserer Zeit
Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien;
mehr Annehmlichkeiten, aber weniger Zeit.
Wir haben mehr Diplome, aber weniger Verstand;
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen;
mehr Experten, und mehr Probleme;
eine bessere Medizin, aber eine schlechtere Gesundheit.
Wir sind den ganzen Weg bis zum Mond und zurück gereist,
aber wir tun uns schwer, die Straße zu überqueren,
um unsere neuen Nachbarn zu begrüßen.
Wir haben bessere Computer entwickelt,
die immer mehr Informationen speichern können,
um mehr Kopien zu erzeugen, denn je zuvor,
aber wir kommunizieren weniger.
Wir setzen auf Masse und Quantität,
statt auf Klasse und Qualität.
Wir essen schnelles Fast Food,
aber brauchen lange um es zu verdauen;
Wir mimen die starken Männer,
aber unser Charakter ist verkümmert.
Wir machen riesige Gewinne,
aber keine Freundschaften.
Es ist eine Zeit in der viel im Schaufenster ist,
aber nichts im Raum.
gefunden hier: http://alex-rubenbauer.de/minimalismus/808/das-paradox-unserer-zeit
Freitag, 10. Juli 2015
Liebe dich selbst
Liebe dich selbst, dann kannst du auch deinen Nächsten lieben.
In der christlichen Luther-Bibel steht es andersherum: liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Eigentlich ist dem Menschen die Eigenliebe doch angeboren, in Form eines gesunden Egoismus. Die Bibel verlangt von uns, daß wir uns um unseren Nächsten genauso egoistisch sorgen sollen, als ob wir selbst es wären. Logisch. Verständlich.
Meine Theorie: damals ging es darum, den Überlebens-Egoismus (Nahrung, Ehefrau, Ehemann, Besitz, Beute usw.) bewußt auf andere Menschen auszudehnen. Heute geht es vor allem um romantischere Dinge wie Wertschätzung, ideale Liebe und so Zeug. :-)
Uns heutigen normalen einfachen Menschen ist meines Erachtens das uns selbst lieben und wertschätzen fast vollständig aberzogen worden. Man fragt sich warum. Man fragt sich. Der Egoismus ist allerdings geblieben, schön praktisch zurechtgestutzt.
Es wird fast nirgends Liebe oder Wertschätzung für sich selbst gelehrt, sich selbst zu loben ist ein gesellschaftliches Nogo ('Eigenlob stinkt') und gilt als unverschämt. Aus eigener Motivation stolz auf sich zu sein, gilt als anrüchig, sofern die Leistung, auf die man stolz ist, über Kindergartenniveau hinausragt. Eigenstolz stinkt offensichtlich auch. Allerdings wird nach Kräften ein ungesundes aufgeblasenes Ego gefördert, das sich schlimmstenfalls in eingebildeten, lächerlichen Pseudo-Erfolgen sonnt, insgeheim genau weiß, daß all das Lob ungerechtfertigt ist, und das genau aus diesem Grund manipulierbar ist.
Es geht ALLES um die Wertschätzung, fremde und eigene.
Wahre Wertschätzung für sich selbst zu haben, macht einen Menschen unabhängig, stark und verantwortungsvoll, schön, glücklich, unmanipulierbar.
All das ist in unserer Konsumgesellschaft nicht gewollt, die ganz im Gegenteil zum Credo und Grundprinzip erklärt hat, daß grundsätzlich jeder nicht vollkommen glücklich und nicht restlos zufrieden zu sein hat. Damit der Mensch Tag für Tag dem - seinen! - Glück hinterherrennt, das diesmal ganz ganz sicher hinter der nächsten Ecke warten wird. Morgen wird er ganz sicher glücklich sein, wenn er dies und jenes und das da auch noch gekauft und dazu zwei Fernreisen gebucht und eine Versicherung gegens Unglücklichsein abgeschlossen hat. Und falls er wider Erwarten doch nicht glücklich sein sollte - die Konsumgesellschaft hat an alles gedacht und hält viele neue bunte Kataloge bereit, voll von noch mehr käuflichen Glücks. Beinahe-Glück. Fake-Glück.
Reist mit leichtem Gepäck durchs Leben, Leute, und werft weg den bunten Krempel.
Liebe dich selbst. Lass die Sonne ins Leben. :-)
It´s all about love.
In der christlichen Luther-Bibel steht es andersherum: liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Eigentlich ist dem Menschen die Eigenliebe doch angeboren, in Form eines gesunden Egoismus. Die Bibel verlangt von uns, daß wir uns um unseren Nächsten genauso egoistisch sorgen sollen, als ob wir selbst es wären. Logisch. Verständlich.
Meine Theorie: damals ging es darum, den Überlebens-Egoismus (Nahrung, Ehefrau, Ehemann, Besitz, Beute usw.) bewußt auf andere Menschen auszudehnen. Heute geht es vor allem um romantischere Dinge wie Wertschätzung, ideale Liebe und so Zeug. :-)
Uns heutigen normalen einfachen Menschen ist meines Erachtens das uns selbst lieben und wertschätzen fast vollständig aberzogen worden. Man fragt sich warum. Man fragt sich. Der Egoismus ist allerdings geblieben, schön praktisch zurechtgestutzt.
Es wird fast nirgends Liebe oder Wertschätzung für sich selbst gelehrt, sich selbst zu loben ist ein gesellschaftliches Nogo ('Eigenlob stinkt') und gilt als unverschämt. Aus eigener Motivation stolz auf sich zu sein, gilt als anrüchig, sofern die Leistung, auf die man stolz ist, über Kindergartenniveau hinausragt. Eigenstolz stinkt offensichtlich auch. Allerdings wird nach Kräften ein ungesundes aufgeblasenes Ego gefördert, das sich schlimmstenfalls in eingebildeten, lächerlichen Pseudo-Erfolgen sonnt, insgeheim genau weiß, daß all das Lob ungerechtfertigt ist, und das genau aus diesem Grund manipulierbar ist.
Es geht ALLES um die Wertschätzung, fremde und eigene.
Wahre Wertschätzung für sich selbst zu haben, macht einen Menschen unabhängig, stark und verantwortungsvoll, schön, glücklich, unmanipulierbar.
All das ist in unserer Konsumgesellschaft nicht gewollt, die ganz im Gegenteil zum Credo und Grundprinzip erklärt hat, daß grundsätzlich jeder nicht vollkommen glücklich und nicht restlos zufrieden zu sein hat. Damit der Mensch Tag für Tag dem - seinen! - Glück hinterherrennt, das diesmal ganz ganz sicher hinter der nächsten Ecke warten wird. Morgen wird er ganz sicher glücklich sein, wenn er dies und jenes und das da auch noch gekauft und dazu zwei Fernreisen gebucht und eine Versicherung gegens Unglücklichsein abgeschlossen hat. Und falls er wider Erwarten doch nicht glücklich sein sollte - die Konsumgesellschaft hat an alles gedacht und hält viele neue bunte Kataloge bereit, voll von noch mehr käuflichen Glücks. Beinahe-Glück. Fake-Glück.
Reist mit leichtem Gepäck durchs Leben, Leute, und werft weg den bunten Krempel.
Liebe dich selbst. Lass die Sonne ins Leben. :-)
It´s all about love.
Donnerstag, 9. Juli 2015
Griechenland, China und anderswo
wo ist all das schöne money hinWo ist es nur?
wo ist es geblieben
wo ist all das viele money hin
was ist geschehen
wo ist all das money hin
blumen wehn im sommerwind
wann wird man je verstehen
wann wird man je verstehn
Im Fall Griechenlands traut sich ja kaum einer nachzufragen. Schuld am Verschwinden desselben sind ja ganz klar - die Griechen. Wer sonst.
Im Falle Chinas - ist es auch klar. Haben sich verspekuliert, die Chinesen. Selbst schuld.
Nun, und wo ist es tatsächlich? Befeuert etwa irgendwo einer seinen Kamin mit Geldscheinchen?
Nein?
Obwohl es so ganz wunderbar erklären würde, wo all das money hin ist, und warum noch viel mehr hinterherfließen muß.
Damit das Feuer nicht ausgeht. ;-)
Let ist be, let ist be - versuche gar nicht erst, es zu verstehen.
99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont haben es auch nicht. Bummbadabumm und aus.
Dies war ein Tipp aus der Zukunft.
Geld abheben (wer noch welches hat) und mit genügend Lebensmitteln einbunkern.
Wie in Eve und der letzte Gentleman - Tür zu und aus die Maus. Hasta la vista. Wiedereröffnung in dreißig Jahren.
Oder so.
In gefährlich nihilistischer Stimmung tapfer Depression und Weltekel trotzend - Sathiya
Mittwoch, 17. Juni 2015
Sonntag, 31. Mai 2015
Unmöglicher Unfall
Unfälle gibt es, die kann es eigentlich nicht geben.
Heute nachmittag, mitten in der Stadt: ein auf dem Autodach liegendes Auto.
Wie hat der Fahrer das nur geschafft???
Zone 30, Ampeln, dicker Samstagnachmittagverkehr... ein Rätsel.
Ich warte auf die morgige Zeitung und damit auf des Rätsels Lösung.
Sachen gibts... ;-)
Heute nachmittag, mitten in der Stadt: ein auf dem Autodach liegendes Auto.
Wie hat der Fahrer das nur geschafft???
Zone 30, Ampeln, dicker Samstagnachmittagverkehr... ein Rätsel.
Ich warte auf die morgige Zeitung und damit auf des Rätsels Lösung.
Sachen gibts... ;-)
Mittwoch, 20. Mai 2015
Aufgabe: gendern Sie "niemand"
Ein Hoch auf die Gender-Sprache!
Alle Gender-Welt achtet darauf, nur ja alle Bezeichnungen zu vermeiden, die auf ein Geschlecht hindeuten, und wenn solche sich trotz aller Bemühungen doch nicht vermeiden lassen, sie tunlichst und poliitisch korrektest mit Binnen-I, Unterstrich-Innen, großem R, X-Endungen und was weiß ich noch alles auszuschreiben - und dann vergessen dieselben Personen in ihrem vorbildlich gegenderten Text ein ganz kleines und unscheinbares Wörtchen: das Wörtchen "niemand".
Leutchens, das ist ein ganz böses Wort! Es ist noch nicht gegendert! Ein Skandal!
Also, nun die Aufgabe: gendern Sie das, verflixt noch mal.
Vorschläge:
niefraud
niefraumand
niemenschd
nieXd
nie-jedeR-d
nie-alle-d
Beschwipste Grüße - Sathiya
Alle Gender-Welt achtet darauf, nur ja alle Bezeichnungen zu vermeiden, die auf ein Geschlecht hindeuten, und wenn solche sich trotz aller Bemühungen doch nicht vermeiden lassen, sie tunlichst und poliitisch korrektest mit Binnen-I, Unterstrich-Innen, großem R, X-Endungen und was weiß ich noch alles auszuschreiben - und dann vergessen dieselben Personen in ihrem vorbildlich gegenderten Text ein ganz kleines und unscheinbares Wörtchen: das Wörtchen "niemand".
Leutchens, das ist ein ganz böses Wort! Es ist noch nicht gegendert! Ein Skandal!
Also, nun die Aufgabe: gendern Sie das, verflixt noch mal.
Vorschläge:
niefraud
niefraumand
niemenschd
nieXd
nie-jedeR-d
nie-alle-d
Beschwipste Grüße - Sathiya
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