Dienstag, 11. September 2012

609060 - was ist normal?

http://www.journelle.de/1968/ein-mem-ist-ein-mem-ist-ein-mem-609060/

Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060


Sagen wir mal so, ich war in den letzten Tagen öfter mal überrascht.
Was bisher geschah:
Vor einiger Zeit habe ich einen Eintrag geschrieben mit dem Titel Mehr auf den Leib geschneidert und weniger geschneiderter Leib. Darin habe ich mein Problem damit beschrieben, dass es wenig passende Kleidung gibt, wenn man nicht Größe 36/38 und eine ganz bestimmte Figur hat.
Außerdem habe ich angesprochen, dass ich häufig mit meinem Körper hardere und immer wieder verärgert feststelle, wie ich dünne Idealmaßen anstrebe oder Frauen darum beneide.
Schlussendlich habe ich indirekt zwei Wünsche geäußert:
a) dass Kleidung/Mode – die ich als Dienstleistung verstehe – vielleicht auch in anderen Formen, Modellen, Schnitten angeboten wird, so dass eine größere Bandbreite an Menschen sich schön und schmeichelnd kleiden kann und
b) dass Mode in Magazinen, Katalogen und Werbung an Models gezeigt wird, bei denen man eine realistische Vorstellung davon bekommt, wie es an einem aussehen könnte.
Kurz: ich wünschte mir bei Kleidung und bei der Präsentation von Kleidung mehr Vielfalt.
Und dann habe ich geschlossen mit:
Da ich ein Freund von Serien bin, habe ich beschlossen, mich jetzt regelmäßig vor dem Verlassen des Hauses zu fotografieren und bei Instagram und Facebook hochzuladen. Nicht weil mein Modegeschmack besonders erlesen wäre, sondern einfach weil ich meinen normalen Körper eingepackt in Oberbekleidung sichtbar machen möchte.
Natürlich habe ich gehofft und in Betracht gezogen, dass auch andere an der Aktion teilnehmen. Aber davon auszugehen war nicht – niemand ist beispielsweise auf mein Mem eingegangen, jeden Tag seine Ubahnstation an einer bestimmten Stelle zu fotografieren.
Überraschend viele Frauen und sogar ein paar Männer machten auf Instagram, ihren Blogs oder über Twitpic mit.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich erwartete, dass #609060 Gegenwind bekommen würde. Ich rechnete mit Trollen, die die Aktion ins Lächerliche ziehen oder dumme und abwertende Sachen sagen.
Interessanterweise kam die Kritik aber aus einer ganz anderen Richtung (der Text endet mit einer umfassenden und kurz kommentierten Linkliste): das Problem war nun der Begriff “normal” und die Sorge, dass durch die Aktion nur eine neue Norm definiert wird und nach wie vor die “aus der Norm fallenden” Körper ignoriert bzw. im schlimmsten Fall diskriminiert werden. Außerdem wurde bemerkt, dass die Gesichtslosigkeit vieler #609060-Bilder zu einer Entpersonalisierung und Bashing durch Trolle und Idioten führen könnte.
Daraus resultierte eine lebhafte und wie ich finde auch recht konstruktiv geführte Diskussion, bei der man die Argumente beider Seiten gut verstehen kann.
Trotzdem bin ich verwundert, denn diese Aktion ist aus einem einizgen Grund heraus entstanden: Ich hatte einfach Lust jeden Tag ein Foto von mir in Oberbekleidung zu machen.
Vielleicht werden einige Aspekte klarer, wenn ich kurz auf die Hintergründe eingehe:
Der Hashtag #609060
Ich mache häufig Flüchtigkeitsfehler. So auch in dem oben genannten Text.
Anstelle von 90-60-90 schrieb ich 60-90-60. Als dann ein paar Leute bei der Aktion mitmachten und wir über ein Hashtag nachdachten, schlug ich zunächte #906090 vor, die Bilder sollten diese Idealmaße quasi ad absurdum führen. Die ersten Fotos sind teilweise mit beiden Hashtags versehen.
Dann wurde ich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht und ich dachte, dass ein absurdes Körpermaß wie 60-90-60 noch besser passen würde, weil so die Ironisierung der Idealmaße noch viel klarer würde.
Ich glaubte, dass allein durch das Hashtag deutlich wird, dass der Witz der Aktion gerade die fehlende Norm ist.
Die Bildunterschrift
Basierend auf meinem Blogeintrag (siehe Zitat oben) betitelte ich meine Bilder mit “Normale Menschen in Oberbekleidung”.
Zwei Aspekte hierzu: wie ich schon mehrmals schrieb, geht es mir um Vielfalt und dass ich mir wünsche, dass die Vielfalt des menschlichen Körpers auch von der Modeindustrie wahrgenommen und bedient wird.
Bisher wird vor allem für eine Norm im Sinne von 1,75m Größe, 2/3 davon Beine, 1/3 Oberkörper, etwas Brust, Minitaille, schmale Hüften (diese Behauptung basiert nicht auf Fakten, sondern subjektiver Wahrnehmung) produziert und geworben.
Es geht also um die Dekonstruktion des Normbegriffs. Denn wenn ich mich selbst zur Norm deklariere ohne dieser zu entsprechen – es geht hier um das persönliche Empfinden, nicht darum, ob man aus der Sicht von anderen zur Norm gehört oder nicht – dann konterkariere ich die Festlegung einer Norm. Somit wird im Idealfall die Vielfalt zur Norm und das ursprüngliche Problem der Normierung aufgelöst.
Vielleicht hätte das deutlicher werden sollen, aber diese Bildunterschrift sollte eben keine Norm festlegen, sondern sie untergraben.
Der andere Aspekt, der mich bei der Kritik an der Aktion häufig stört, ist der unterstellte Absolutheitsanspruch.
Ich habe aus oben genannten Gründen, diese Bildunterschrift unter mein Bild gesetzt.
Nirgendwo habe ich oder irgendjemand anders festgelegt, dass an dieser Wortkombination festgehalten werden soll. Faktisch stehen unter vielen Bilder gar keine Bildunterschriften oder ganz andere Texte. Es gibt keine Satzung für die Aktion.
Der Bildaufbau
Es gibt einen ganz profanen Grund, weshalb ich bei Instagram Fotos ohne Kopf mache: Ich möchte unerkannt bleiben.
Aus verschiedenen Gründen trenne ich meine Blogidentität sehr stark von meiner familären und beruflichen Identität.
Ich will nicht ausschließen, dass ich vielleicht irgendwann einmal unter Klarnamen schreiben werde, aber derzeit ist das keine Option. Die “schlimmsten” Konsequenzen, die aus einer Vermischung meiner Identiäten entstehen könnten, wären dass ich mein Blog schließen muss oder zumindestens nicht mehr so themenvielfältig schreiben kann.
Und auch für den Bildaufbau gilt: es gibt keine festgelegten Regeln. Im Gegenteil die Fotos weisen viele Varianten auf, einige fotografieren sich in Gänze, andere ohne Kopf und wieder andere fotografieren sogar nur Teilaspekte ihrer Oberbekleidung. Aus Ermangelung eines Spiegels lassen sich einige sogar von Dritten fotografieren oder entwickeln Selbstauslösermechanismen.
Vorläufiges Fazit
Wahrscheinlich konnte ich hiermit nicht alle Fragen und Kritikpunkte an der Aktion beantworten.
Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld nicht mit einigen Punkten befasst hatte, dass ich zum Beispiel nichts von “headless fatties” wusste. Wahrscheinlich habe ich auch nicht deutlich genug darauf aufmerksam gemacht, dass es in der Aktion um Vielfalt geht und dass mit normal “jeder” gemeint ist. Am Ende ist man immer klüger.
Fakt ist, die Aktion ist aus einer sponaten Idee heraus geboren. Einer Idee, bei der jeder mitmachen kann, die zwar einen ernsten Hintergrund hat aber bei der es vor allem um Spaß geht.
Spaß daran, sich jeden Tag zu fotografieren, sich wieder mehr Gedanken um die eigene Gaderobe zu machen und ggf. ewig nicht getragene Dinge rauszukramen, eine passende Position vor dem Spiegel zu finden, Kindern das Fotografieren mit Handykamera beizubringen, andere Personen oder Tiere in das Bild zu integrieren, der Welt zu offenbaren, dass man einen Faibel für Eulen hat, in die Wohnung andere Menschen zu blicken, den beruflichen Alltag andere Menschen kennenzuleren, begeistert zu sein von den Outfits andere Menschen, zu sehen wie viele Varianten wir, unsere Körper und unser Leben und das Leben der anderen hat.
Linkliste zu #609060
Langsam habe ich etwas den Überlick verloren, aber anhand der Pingbacks und der Blogschau von Anne Schüssler versuche ich so viele Blogeinträge und Artikel zum Thema zu nennen wie möglich. Sollte ich etwas vergessen haben, bitte gern in den Kommentaren posten, ich trage das dann nach.
Die #609060 getaggten Fotos via Statigram.
Auf Twitter gibt es ebenfalls Bilder und Kommentare zum Mem #609060.
Die Kaltmamsell schreibt in ihrem Auszeitjournal Samstag, 11. August 2012 – von echten Frauen in Kleidung.
Frau Mutti erwähnt Auf großem Fuß am Rand meinen Blogeintrag und generiert eine unglaubliche Menge Traffic.
Meine Überraschung darüber, dass andere mitmachen: Langweilt Euch doch mit Eurer Internetphobie, wir zeigen uns derweil Fotos von normalen Körpern in Oberbekleidung.
Anne Schüssler über ihre Erfahrung mit #609060 oder was normale Menschen so anziehen.
Von Britona kam die erste Kritik am Normlitätsbegriff #609060 oder: was heißt hier eigentlich “normal”?.
Das Nuf antwortet mit Sei 609060 und verweist darauf, dass bei der Aktion die Vielfalt als Normlität gefeiert wird.
Frau Mittemang stellt sich auch die Frage #609060 oder: Was ist normal? und ruft mit #609060 – Kritikfähigkeit dazu auf, dass möglichst viele Leute mitmachen, gerade um zu erreichen, dass der Begriff der Norm relativiert wird.
Anne Schüssler schreibt einen Nachtrag zum Normalsein.
Pia Ziefle macht auf ihrem Blog auch bei #609060 mit und lässt sich von einem ihrer Kinder fotografieren.
Nido greift die Debatte: 60-90-60 auf.
Das Wortschnittchen schreibt auch über die #609060

Ich mag meinen Körper wieder ein bisschen mehr, weil er normal ist.
Carola Wolf schreibt #609060 Genau so, wie ich bin!.
Meike schreibt auf ihrem Blog crafteln über Echte Frauen – #609060 und andere spannende Aktionen wie MMM ME-Made-Mittwoch.
Tadellos schreibt versteh einer die welt. beziehungsweise die Diskussion zu “normal” bei #609060.
Frau Mutti postet auch über #609060 und schließt mit Mööönsch im Sinne von “Kinners vertragt euch doch”.
Achmist erwähnt mit Olivgrün oder: Menschen, die Spiegel fotografieren das Mem #609060 das zum Nachdenken anregt.
Jawl schreibt auch über #609060 und weist darauf hin, wie schade es ist, wenn fröhliche Aktionen ihre Leichtigkeit verlieren.
Anke Gröner schreibt über #609060 oder: Mein Problem mit dem Mem.
1ppm zeichnet Meine einzige Stellungnahme zu #609060.
Dentaku schreibt #609060, und was so “normal” ist:
wenn ich an der Auslotung des Wortes “normal” nicht teilnehme, dann reicht es auch nicht bis zu mir.
und macht mit.
Ellebil gibt Noch mehr Senf zu #609060 und schlägt die Verwendung des Begriffs “echt” statt “normal” vor (aufgegriffen bei der Kaltmamsell)
Die Augsburger Allgemeine berichtet über “Echte” Frauen zeigen sich und ihre Mode auf Twitter.
Pia Ziefle greift in Mehr als eine Zahl – #609060 noch einmal die Kopflosigkeit der Bilder auf.
Ein Mem ist ein Mem ist ein Mem #609060 in den links vom 09.04.12 auf wirres.net.
Coolcat gibt noch mehr senf zu #609060 und dicksein generell. und gibt Anke Gröner recht, fordert auf, sich zu trauen sowie “normal” durch “echt” zu tauschen.
Kathrin Hollmer greift auf jetzt.de das Mem auf und schreibt So sehen echte Frauen aus.
Frau Brüllen nimmt einen Stift und zeigt jetzt.de, wo aus echten Männern versehentlich echte Frau wurden.
Kittykoma schreibt Normal ist egal.
Kiki schreibt auch einen #609060 Rant und stellt in Frage ob der Austausch des Wortes “normal” durch “echt” sinnvoll ist.
Spiegel Online schreibt gut recherchiert über 60-90-60.
Bei Basic Thinking wird mit 60-90-60: Wenn ganz normale Frauen Fotos von sich machen das Mem auf Frauen reduziert.
Für Turi2 ist #609060 ein Klick-Tipp.
Das Journalistencafé greift das Them Kein „Size Zero“: Twitter-Happening mit 60-90-60
auch auf.
Das bhv-Blog spricht wohl mit 60-90-60: verpasste Chancen für den Bekleidungshandel? die Produzenten beziehungsweise interaktiven Handel an.
Auch meine Stadt soll schöner werden kommt An #60-90-60 zurzeit erfreulicherweise nicht vorbei.
Lady Nina über #609060.
Für Antje von FamLog ist #609060 (m)ein Mem.
Was es alles gibt, zum Beispiel eine Messeblog. Dort wird das Mem umbenannt zu #906090 – Echte Frauen zeigen sich und ihre Mode. (Ist das dann ein Flüchtigkeitsfehler reverse?) Der Zahlendreher wurde reverse-reverse-korrigiert.
Social Media Aachen über #609060: Das Web 2.0 diskutiert »normal«.
Frau Indica denkt dass die #609060-Aktion ein guter Anlass ist, über sein Körperdingens nachzudenken.
Das DRadio Wissen in Wort und Ton über das Mem und Was ist schon normal.
Auch bei der Mädchenmannschaft wird nochmal die Normiltätsdiskussion aufgeriffen mit Was ist eigentlich “normal” – am Beispiel von #609060 und Brigitte.
Nele Tabler greift mit Fotos, wenn der Mascara zerläuft und alle Größen in einem Outfit vereint sind? das Mem auf.
Die Dompteuse setzt sich noch einmal sehr ausgeglichen mit der Normalitätsdiskussion aufeinander und wünscht sich, dass noch lange Bilder mit #609060 getagged werden.
Ralf erklärt #609060 – Hyperventilieren einfach gemacht und schlägt eine Kleidertauschbörse mit Waffeln vor.
Ishtar schließt sich in #609060, HAES und Backpacks Anke Gröners Text an.
Meedia ist der Meinung, dass Blogger Normalos hypen und dass sich seit Kurzem auch “dünne” Menschen bei #609060 beteiligen sowie #609060 gedacht war, um sich zu seinen Rundungen zu bekennen. Nunja, knapp am Thema vorbei.
Stern.de hält #609060 für eine Kampfansage gegen den 90-60-90-Wahn , je nach Version (Mobil oder Desktop) mit oder ohne Verlinkung.
Zeit Online setzt #609060 und “Brigitte” begründet Rückkehr der Profi-Models in ein Verhältnis zueinander.
Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt Bloggerin Journelle wehrt sich: Mit #609060 gegen die Modebranche und macht ein entsprechendes Bild vom ganzen Online-Redaktion.
Eines der grandiosesten Bilder zum Hashtag.
Echoblog schreibt über den Tagesspruch: Von fetten Geistern und schlanken Körpern und kommt von der Rückkehr der Brigitte zu professionellen Models über H&Ms aktueller Modekampagne mit virtuellen Models auf das #609060-Mem zu sprechen.
Jörg Schieb mag es groß und spricht von Frauen aus aller Welt, die mir zustimmen wenn er von 60-90-60: Wenn ganz normale Menschen Fotos von sich machen berichtet.
Stefan Domke empfiehlt auf dem WDR Blog die sympathische Netzaktion #609060.
Das Shopbetreiber-Blog fragt sich was sich verkauft bzw. mit welchem Model man verkauft und bezieht sich mit 60:90:60 – Magermodels revisited auf das Mem.
Dino postet oft ihre Outfits und findet #609060 passt gut dazu.
Ein kurzes Interview zum Mem in der Trackback-Sendung vom 08.09.12 auf Radio Fritz. Wie schön, wenn der Sohn (4 Jahre) die Sendung kommentiert mit:
Mama, Du hast ja gar nicht aufgehört zu reden.
Skizzenblog goes #609060 und zeichnet überhaupt ganz grandios.
Frau Spätlese über *** #609060 *** Models, Normalität und (unbezahlbare) maßgeschneiderte Kleidung.
Katrin von Shoppingdiät berichtet am Tag 254: 60-90-60 ihrer einjährigen Shoppingdität vom Mem.
Antje Schrupp steht Morgens vorm Spiegel und bringt viele weitere, neue und vor allem spannende Aspekte zum Thema Kleidung und Selbst-Präsentation aufs Tableau.

Blogzug

Emails dieser Art landen seit einigen Wochen häufiger in meinem Postfach:
Hey,
ein Freund hat Dich und Deinen Blog (http://w***.blogspot.de) zum Blog-Zug eingeladen.
Was ist der Blog-Zug.c**?
Der Blog-Zug ist die Plattform rund um das Thema Blogs. Auf der einen Seite bietet er viele verschiedene Möglichkeiten, deinen eigenen Blog bekannter zu machen, auf der anderen Seite aber auch, interessante Blogs zu finden. Außerdem kannst du beim Blog-Zug viele neue Menschen kennenlernen.
Schau doch vorbei und spring auf den Blog-Zug.
http://blog-zug.c**/?l=700363222229****
Viel Spass

Der Blog-Zug - Mehr Besucher und Leser fuer deinen Blog
---------------------------------------------------------------------
Um keine weiteren Einladungen von Blog-Zug-Passagieren per Email zu erhalten, klicke bitte auf folgenden Link:
http://blog-zug.c**/mail/?was=stop&mail=s***@a**.de
Versprochen werden mehr Leser, mehr Zugriffe, mehr Besucher, mehr Bekanntheit, mehr von allem. :-)), man müsse nur aufspringen, mitfahren und würde dafür Punkte erhalten - wofür auch immer diese gut sein sollen. Weiß das jemand?
Und wer, bitte schön, lädt eigentlich dauernd meine Blogs in den Blog-Zug ein? Ich möchte das nicht!
Ich könnte mich ja abmelden, habe es auch schon einige Male getan, aber interessanterweise funktioniert der Abmeldelink nur für ein paar Tage, dann kommt eine neue mail... DAS IST NICHT LUSTIG!
Ich werde es künftig einfach ignorieren und die mails direkt in den Spam schicken.
LG, Sathiya

Sonntag, 9. September 2012

Sumangali

Bei meiner www-Suche nach Stoffen für indische Kleidung stieß ich auf einen Begriff, der mir zunächst überhaupt nichts sagte: SUMANGALI. Ich recherchierte ein Weichen - und war sprachlos, ungläubig, erschüttert...

Sumangali heißt soviel wie "glückliche Braut". Junge Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren gehen für 3 Jahre in eine Fabrik, arbeiten dort, werden gut ernährt und können sich genug Geld für Aussteuer und Hochzeit verdienen. Soweit die Theorie. Die Praxis in Indien ist allerdings mehr als erschütternd. Defacto leben sie in Sklaverei, erhalten keine sozialen Leistungen, keinen Mindestlohn, erfahren Nötigung, Gewalt, werden um ihren geringen Lohn geprellt, empfinden tiefste Verzweiflung und gehen sogar bis zum Selbstmord. Um Himmels willen, was tun wir westlichen Menschen nur...!
Hier habe ich einige Webadressen gefunden, bei Interesse bitte lesen bzw. die Dokumentation ansehen.
Nach der Lektüre dieser Artikel sehe ich die Stoffe, die ich gern verwende - und natürlich auch mit Blick auf den Preis aussuche - mit völlig anderen Augen. Machen wir normalen Menschen uns an diesen gräßlichen und unhaltbaren Zuständen durch unser Kaufverhalten mitschuldig?

http://www.einslive.de/medien/html/1live/2012/06/21/monitor-kleiderindustrie-indien.xml
Film: Billigmode und Selbstmorde in Indien - Verdammt hoher Preis
Mode soll billig sein - das wollen die Verbraucher, das verlangen die Modefirmen und deshalb wird die Spirale der Ausbeutung von jungen Frauen, die in indischen Nähereien arbeiten, immer weiter gedreht. Für einige von ihnen ist das so unerträglich, dass sie ihrem Leben selbst ein Ende setzen.    (Text von da)
http://weblog.bio-natur.at/2012/04/04/das-sumangali-prinzip-textile-leichentucher-made-in-india/
Minderjährige Sklavinnen im Dienste unserer modischen Eitelkeiten
Auch wenn ich erst vor wenigen Tagen unter “Citius, altius, fortius oder Nike, Puma, Adidas”  (http://weblog.bio-natur.at/2012/03/29/citius-altius-fortius-oder-nike-puma-adidas/)  über den olympischen Geist, der mehr und mehr unter dem Motto “The profits must go on” steht, geschrieben habe, sollte uns alle das folgende Thema mit aller Deutlichkeit vor Augen führen, weshalb die Modebranche und Firmen wie Tom Tailor, Zara, H&M oder C&A zu großen Teilen eine soziale Verantwortung tragen, derer sie jedoch in keinster Weise nachkommen, sondern durch Schweigen, Wegschauen und Handlungsunwilligkeit ein System unterstützen, welches in dieser Form menschenverachtender Knebelung namens Sumangali wohl selten zu finden ist.  
(Text von da, Rechtschreibung modifiziert)
http://www.tdh.de/home/meldungen/maedchen-in-textilindustrie-in-tirupur/hintergrund.html
Kurzinformatione - Kurzinformationen Sumangali Programm
Der Bericht „Captured by Cotton“ wurde vom India Committee of the Netherlands (ICN)
und dem Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) geschrieben.
Der Bericht basiert auf Online-Recherchen und auf Feldrecherchen. Die Feldrecherchen
wurden vom Mai-Dezember 2010 von der Campaign Against Sumangali Scheme (CASS)
durchgeführt und im April 2011 mit 102 Interviews mit früheren Sumangali-Arbeiterinnen ergänzt.
SOMO hat im August 2010 einen Feldbesuch durchgeführt, ICN im März 2011. ICN ist Teil
der Clean Clothes Campaign in den Niederlanden. (Text von da)
Wir als Kundinnen der Textilketten, wir Selbermacherinnen der DIY-Szene, wir Frauen als Kindersachenkäuferinnen haben es in der Hand, diesen Zuständen ein Ende zu bereiten.
Durch unser Kaufverhalten haben auch wir diese Zustände teilweise mit zu verantworten. Leider. Dem sollten wir ins Auge sehen und daran mitwirken, daß es für niemanden mehr attraktiv ist, diese Zustände weiterhin aufrechtzuerhalten.
Dazu gehört natürlich auch, sich von lieb gewordenen Gewohnheiten zu verabschieden - dem Shirt für 6 € beispielsweise, der Jacke für 14,99 €, den Jeans im Doppelpack für noch nicht einmal 20 €. Oder generell keine Stoffe mehr zu kaufen, die pro Meter weniger als 6 € kosten... (das ging an meine Adresse :-)  )

O Gott, ich kriege auch gleich Zustände, so oft habe ich das Wort verwendet, ohne daß mir ein geeigneter Ersatz eingefallen ist. SPRACHLOS, hilflos, das ist es, was ich fühle.   Sathiya

Text vom Blog wiesamtundseide.blogspot.com

Freitag, 7. September 2012

Blog - Disclaimer

Bei der Reise durchs Bloggerversum stoße ich des öfteren auf den folgenden mysteriösen Satz:
(Vorzugsweise im Kleingedruckten am unteren untersten Ende des Blogs, in dunkelgrau auf schwarz... manchmal auch recht gut lesbar, aber mir immer wieder Rätsel aufgebend.)
"Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von den verlinkten Seiten."
Einige Gedanken dazu:

Erstens: braucht man als privater Blog-Betreiber einen solchen Haftungsausschluß?
Über den Sinn eines derartigen Disclaimers läßt sich streiten. Das Landgericht Hamburg hatte gerade in dem zitierten Urteil festgestellt, dass ein pauschaler Haftungsausschluss für die Inhalte, auf die die gesetzten Links bzw. die angegebenen Web-Adressen verweisen, nicht ausreicht.
Man sollte es also vermeiden, einen derart formulierten Haftungsausschluss bzw. Disclaimer in den Blog zu setzen, da er in dieser Form als unsinnig angesehen wird. Man könnte sogar davon ausgehen, dass der Verfasser entsprechender Formulierungen bereits damit rechnete, auf möglicherweise nicht rechtskonforme, fragwürdige Inhalt zu verlinken. Dann würde sich der beabsichtigte Haftungsausschluß des Blogautors unter Umständen umkehren! Da hilft einem auch keine Versicherungspolice weiter, egal, wie hoch die Prämie war...
Zudem stellt es auch ein äußerst widersprüchliches und fragwürdiges Verhalten dar, seinen Lesern eine Seite oder mehrere per Link zu empfehlen, um sich  im nächsten Wort „ausdrücklich“ von deren Inhalten zu distanzieren. Oder?
Zweitens: was passiert denn, wenn man auf Seiten verlinkt, auf deren Inhalte, Gestaltung und Entwicklung man selbst keinen Einfluß hat? Oder gar, wenn die Seite plötzlich den Betreiber/Eigentümer wechselt? Man schaut ja nicht täglich durch alle seine Links, um zu kontrollieren, ob sich ja auch noch alles im Rahmen des Erlaubten bewegt.
Dann hätte man mit einem modifizierten Disclaimer (siehe Adresse unten) zumindest die Möglichkeit, zusammen mit dem allgemeinen Bild der eigenen Internetpräsenz bei den zuständigen Gerichten einen guten Eindruck zu hinterlassen und die Unschuldsvermutung zu untermauern. Falls es tatsächlich zum Fall eines Falles kommen sollte...
Drittens: wieviele Leute kopieren wohl jeden Tag bedenkenlos - und vor allem gedankenlos - den oben genannten Satz, nur um "auf der sicheren Seite zu sein", um allen Schaden von sich abzuwenden, und beten ihn damit vielleicht erst herbei? Ich war auch schon fast soweit, einfach irgendwas von irgendeinem Blog zu kopieren, was nicht allzu lang und juristisch aussah, nur um mich "sicher" zu fühlen. Himmelherrgottnochmal, wie dumm kann man, pardon, frau eigentlich sein?!
Viertens: das Urteil vom OLG und der gesunde Menschenverstand scheinen sich auszuschließen. Für normale private Seitenbetreiber (Bloggerinnen beispielsweise) ist es nahezu unmöglich und kaum zu realisieren, jede Seite, die man gern verlinken würde, bis in tiefste Tiefen nach verbotenen Inhalten zu durchleuchten und gegebenenfalls auch die dortigen Links zu überprüfen. Deswegen wird gern der pauschale Haftungsausschluß angeführt - der allerdings nicht ausreicht. Zum Glück sind auch Richter Menschen - und haben bedacht, daß ein Mensch unmöglich jeden Tag alle seine Links auf Rechtskonformität überprüfen kann. Das heißt, man haftet durchaus für rechtswidrige Inhalte verlinkter Seiten, allerdings erst ab Zeitpunkt der Kenntnisnahme. Dazu gibt es einen netten kleinen Text - der mir allerdings für einen netten kleinen privaten Blog zu weit hergeholt und einfach nur abschreckend juristisch formuliert ist.

Wem das zu krass abgehoben oder zu unverständlich vorkommt, sei die folgende Web-Seite ans Herz gelegt. Mehr Hilfe bzw. einen guten Text für alle Fälle gibt´s auf dieser Seite:
http://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.htm   (kein Hyperlink)

Mein eigener Disclaimer ist vom Typ Eigenbau - Nachahmung nicht unbedingt empfohlen, da ich  k e i n e  Rechtsberatung anbiete! Er ist nur meinem gesunden Menschenverstand entsprungen - und dürfte ausreichen.
Hoffe ich jedenfalls.  :-)))
Liebe Grüße, Sathiya

Donnerstag, 6. September 2012

Online-Shop - ...mit Liebe genäht

Wieder einmal geht es um den Online-Shop auf der beliebten Plattform für mit Liebe gemachte Online-Shops... diesmal zum Thema  "Ideenklau".

Wie frau sich herrlich darüber aufregen kann, daß IHRE IDEE, IHR Herz-Kissen, IHR Kissenbaby frech und unverschämterweise ein zu eins kopiert worden wäre und die Kopistin dasselbe samt Beschreibungstext sogar günstiger als sie anbieten würde. Etikettiert mit "Mitbring/Mitnehm-Kissen" (oder so ähnlich).
Ich habe mir das fragliche Kissen angesehen - und außer der ungewöhnlich uneingängigen Bezeichnung nichts außergewöhnlich Einzigartiges daran feststellen können - so rein vom visuellen Eindruck her. :-)
Das besagte Herz-Kissen - hat außer dem Namen nichts außergewöhnliches. Herzchenform, gerade, zwei unterschiedlich gemusterte Seiten... dick wattiert, kleinere Standardgröße. Keine Bändchen, keine Stickereien. Nichts, worüber man sich aufregen müßte.
Pardon: nichts, worüber FRAU sich aufregen müßte.
Tja, Urheberrecht hin oder her - wer hat denn nun das Urheberrecht für besonders gewöhnliche, mit besonders normaler Liebe genähte Kissen aus billigem Stoff, die jede professionelle Verarbeitung vermissen lassen? (Einschließlich Textilkennzeichnung, Sicherheitssiegel und CE-Zeichen)
Aber: ich bin über die Herstellungsart gestolpert - da stand nämlich zu lesen: "mit Liebe genäht".

Mich gruselt es immer ein wenig, wenn ich bei "Herstellungsart" lesen darf: "mit Liebe genäht". Irgendwie erwarte ich da ( und habe es leider schon zu oft gesehen), daß krumme, schiefe Nähte mit Riesenstichen am Artikel sind, die ein Schulmädchen besser nähen könnte. Dazu kommt eine mehr als laienhafte Auswahl des Materials - wo an erster Stelle das Einsparen steht. Billige Stoffe, billiges Garn, billiges Füllmaterial... und dazu leider noch die billige Verarbeitung.
Pardon - natürlich nicht billig verarbeitet, sondern mit Liebe genäht.
Als wenn Liebe alles, was an handwerklichem Können, Esprit und Einfallsreichtum fehlt, kompensieren könne!
Bitte, Mädels, überdenkt Eure Wortwahl. Liebe ist ja nicht verkehrt, aber besser wäre es, Ihr erwähntet auch sowas ähnliches wie Können, Hingabe, Erfahrung, Virtuosität. Zusammen mit der Liebe...
Leider sind viel zu viele Hobbybastler auf D. unterwegs, die mit viel zu viel Liebe viel zu viele Dinge anbieten, die viel zu viele Leute doch lieber noch nicht mal geschenkt haben wollten.
Und die sich dann wundern, wieso ihr Shop nicht anlaufen will - weil Liebe allein als Qualitätsnachweis eben doch nicht reicht...   siehe oben.
(Sarkasmus Beginn) Mit Liebe genäht zum Online-Shop. Eröffne jetzt gleich Deinen eigenen Shop, in nur drei Schritten bist Du dabei, nur die Liebe zählt, naja, nur ein klitzekleines bißchen Einstellgebühr und Provision, das haben wir aus Liebe gemacht, aber Du nähst ja so tolle Sachen aus Liebe, nicht wahr, die kannst Du gleich liebevoll in Deinem eigenen Shop verkaufen, und damit Du auch immer wieder ganz vorn mit dabei bist, haben wir was (liebes-)Tolles für Dich, auf das Du schon lange sehnsüchtig (und mit Liebe) gewartet hast: den Mit(-Liebe)-einem-Klick-wiedereinstellen-Button.  (Sarkasmus Ende)
Make love not war,  P E A C E , Sathiya

Gesellschaft - Die dunkle Seite der Uni

Ich habe eben ein Web-Tagebuch gefunden, das mich zutiefst erschüttert hat.
Ich bin durch diesen Beitrag darauf aufmerksam geworden:

http://stimmedesopfers.blogspot.de/2012/08/uber-einen-artikel-im-neon-magazin-die.html
(kein Hyperlink)

Es geht um sexuelle Nötigung an der Hochschule, Vergewaltigung durch den Doktorvater, das folgende Strafverfahren und dessen Einstellung, diskriminierende Gutachter, eine verlorene Dissertation und ein beinahe zerstörtes Leben. Es geht um die etablierten Institutionen unserer Gesellschaft - universitäre Allmacht der Professoren, um den Umkehrschluß des "Im Zweifel für den Angeklagten", der logischerweise in der Feststellung "die Vergewaltigte ist selbst schuld" gipfelt (leicht übertreibend formuliert). - Ich bin fassungslos. !!!!!!
Mir fehlen die Worte. Ich habe eben Stunden (gefühlt) im Blog gelesen und kann/will es nicht glauben - so etwas passiert in unserer modernen aufgeklärten Gesellschaft, direkt vor unseren Augen und Ohren.

Da meine eigene große Tochter zur Zeit Studentin ist, habe ich in dieser Hinsicht auch Ängste, hoffentlich unbegründete, und hoffe ganz stark aus tiefstem Herzen, daß ihr sowas, wie im Blog beschrieben, nicht widerfährt.
Den im Blog vorgestellten Artikel selbst habe ich nicht gelesen, nur die Zusammenfassung der Blogautorin. Und dieser Artikel ist schon schlimm genug - obwohl er die Situation, in der sich eine von ihrem Professor genötigte Studentin wiederfindet, geradezu verniedlicht. Grund-Tenor: sie hat mit 1,0 bestanden, dann hat der Vorfall ihrer akademischen Laufbahn also nicht geschadet. Na, ganz toll...!
Empört, und mich gerade sehr hilflos fühlend, Sathiya

Mittwoch, 5. September 2012

Email mystique

Diese Email war gerade in meinem Postfach. Was man jetzt lesen kann, stand NUR im Betreff.
Ich habe sie NICHT geöffnet... und kann das auch keinem empfehlen.
Was ist das nur?
Wenn jemand daraus schlau wird, ohne sich einen Virus oder Wurm oder Bug oder sonstwas einzufangen - ich fiebere einer Erklärung entgegen, immer her damit!
Wir gesperrt Ihrem Konto für sicherheit. Message-ID: <1346836352.13415.qmail
@test.com> From: "Commerzbank" <w2902@ihrebanca.com> Content-Type: text/html <html> <head> <meta http-equiv="Content-Language" content="en-us"> <meta name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 5.0"> <meta name="ProgId" content="FrontPage.Edit
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Drei Fragezeichen im Gesicht, und ich wußte bisher gar nicht, daß man einen derart langen Text in die Betreffzeile schreiben kann, ? ? ? , Sathiya 

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Edit: ich habe aus dem Buchstabensalat einen Text extrahiert:
Wir gesperrt Ihrem Konto für sicherheit.
Message-ID: <1346836352.13415.qmail@test.com>
From: "Commerzbank" <w2902@ihrebanca.com>
Ihr Name: nicht verfügbar Datum: 5/09/2012
Wir gesperrt Ihrem Konto für sicherheit. Aufgrund mehreren fehlgeschlagenen TAN-Code-Eingaben, wurde das Online-Banking-Zugang vorübergehend ausgesetzt. Um Ihr Konto wieder herzustellen, klicken Sie bitte: http://manahaven.com/. Melden Sie sich bei Online-Banking und fahren Sie mit der Überprüfungsprozess. 
Mit freundlichen Grüßen, Marc Bauer Commerzbank Betrugsprävention Team
© Commerzbank AG
Ein eindeutiger Betrugsversuch, meint ihr nicht auch? Bloß nicht die angebene Adresse aufrufen...

Montag, 3. September 2012

Fleischwolf im Forum

Über das Verhalten geschlechtsreifer Großstädterinnen zur Paarungszeit oder Stutenbissigkeit auf einer Verkaufsplattform. 
Wie frau es NICHT machen sollte. 
Eine Lektion in gutem Benehmen?!

siehe hier:   http://de.dawanda.com/topic/6/9430081  (kein Hyperlink)

Ich finde es abgrundtief beschämend, in welchem rüden Ton und auf welche unsägliche Art die Frauen darin miteinander reden und dies auch noch öffentlich machen.
Es würde mich nicht wundern, wenn D. diesen Gesprächsthread löschen würde - so überaus peinlich ist es für mich und andere Unbeteiligte mitanzusehen, wie miteinander umgegangen wird.

Was mich am Gesprächsverlauf am meisten stört, ist die Tatsache, daß sich immer dieselben Zehn oder Zwölf, die auch sonst im Forum den Ton angeben, zu Wort melden und der Meinung sind, es stünde ihnen zu, die Forumspolizei zu spielen: ihre Meinung und nur ihre allein zählte, die anderen erzählten ja sowieso nur Schrott.
Desweiteren werden auf dem Rücken der Fragesteller die eigenen Kämpfe ausgetragen, ohne Rücksicht auf Verluste bzw. die Gefühle der anderen.
Zum dritten scheint für diese Forumsmiliz überhaupt nur dann jemand berechtigt zu sein, Fragen zu stellen, wenn er/sie ein Gewerbe angemeldet hat und wasserdichte rechtliche Texte vorweisen kann. Jeder, der sich im Forum mit einer Frage oder Bemerkung äußert, wird erst einmal einer Shop-Prüfung unterzogen - und wenn diese nicht zur Zufriedenheit ausfällt, wird schnell mal mit den Krallen der modernen Onlineshop-Geschäftsfrau gedroht, mit dem Wörtchen "abmahngefährdet". Dasgleiche ist mir auch schon passiert - und ich wollte nur helfen.
Ich frage mich, wieviele der Damen ihre eigenen Finanzen auf diese Art aufbessern... Konkurrentinnen oder gar Konkurrentinnen-to-be schon vor dem Geschäftsstart in die Schranken zu weisen, einzuschüchtern und auf diese Art den eigenen Kundenstamm am Abwandern zu hindern. (Natürlich ist dies eine Unterstellung, aber genau diesen Eindruck gewinne ich bei der Lektüre!)
Dieses Benehmen ist erwachsener Frauen unwürdig.

---> Im Mittelalter gab es eine Marktpolizei - die sich streitende und verprügelnde Marktweiber in den Stock sperrte oder an den Pranger stellte - bis sie sich beruhigt hatten. DAS wäre mal was...!!!  :-))
Hmm, jedesmal, wenn ich denke, so schlimm war es ja nicht bei D. und ich könnte dem Ganzen doch noch eine Chance geben, lese ich sowas wie den obigen Thread. Das geht gar nicht...

Edit 20:45, selber Tag: und zack, weg ist er, der Thread, gelöscht, spurlos verschwunden. Typisch...!!!

Samstag, 1. September 2012

T-T-Telekom

Die folgende lustig-absurde Geschichte habe ich soeben per Zufall gefunden.
Nun weiß ich wieder, warum ich nie auf die hartnäckigen Versuche der Telekom-Callcenter-Mitarbeiter eingehe, das neueste, beste, schnellste, flatrateste Wasnichtallesmitzusatznutzenundinternettelefonfernsehenradioemailinklusive zu bestellen.
Habe mich eben köstlich amüsiert... !!!
http://kinkerly.blogspot.de/2011/12/die-sache-mit-dem-t.html  (kein Hyperlink, Text von da)

Die Sache mit dem T

Es war einmal, vor wenigen Tagen, da gingen in der Firma K*** die Internetlichter aus. Alle Versuche, wieder online zu kommen, schlugen fehl, und schließlich entschloss man sich schweren Herzens, bei der Servicehotline der Telekom anzurufen.

Der erste freundliche Mitarbeiter erklärte, dass er die Leitung gar nicht finden könne.
Der zweite freundliche Mitarbeiter erklärte, dass von seiner Seite aus keine Störung vorliege, es müsste eigentlich Internet funktionieren. Tat es aber nun mal nicht, also wurde jemand geschickt. (wofür die Firma K*** natürlich gern die Kosten übernahm …)

Der nette T-Außendienst-Herr stellte fest, dass das Modem der Firma K*** defekt ist. Und kann man das bei der Telekom reklamieren? „Nein“, sagte der Herr, „denn das Modem ist ja nicht von der Telekom.“ Aber warum prangt denn ein großes T darauf?!
Nun gut, es wurde also ein neues Modem gekauft, angeschlossen, eingerichtet und mit Zugangsdaten gefüttert. Diese schmeckten dem neuen Modem offensichtlich nicht, es weigerte sich beharrlich, die Daten anzunehmen. Erneut wurde mit zitternden Fingern die Nummer der Servicehotline gewählt.

Der T-Mann am anderen Ende der Leitung wusste glücklicherweise Rat. Er fand heraus, dass die eingegebenen Zugangsdaten nicht mehr existierten. Wie kann das sein? „Nun“, erklärte er geduldig, „Sie haben vor 2 Jahren auf eine schnellere Leitung aufgerüstet, damals bekamen Sie neue Zugangsdaten. Wie ich hier sehe, wurden die noch nie genutzt. Sie haben weiter auf den alten Daten gesurft.“ Die Telekom hatte das nun endlich bemerkt und die alten Daten gelöscht. (Hieß es damals eigentlich nicht, „das mit der neuen Leitung geht ganz automatisch, Sie müssen überhaupt nix tun“ …?) Aber der freundliche T-Mann beruhigte die verwirrten Leute der Firma K***: „Wissen Sie, das kommt häufiger vor. Dann denken die Leute, ihr Modem wäre kaputt …“ (******* *****!! uuuuund einmal tiiiiiiief durchatmen ...)

Nun denn, mit den neuen Zugangsdaten kam die Firma K***schließlich wieder ins Internet. Beim Abrufen der Mails von T-Online gab es jedoch eine Fehlermeldung. Erneut wurde die Servicehotline der Telehaubloßab gewählt.
„Ja, Ihre Mailadresse wurde gelöscht. Sie haben ja vor 2 Jahren den Provider gewechselt.“
Die Mitarbeiter der Firma K*** sahen sich wieder einmal kollektiv verwirrt an. An einen Providerwechsel konnte sich niemand erinnern.
„Dochdoch“, versicherte der T-Mann, „Sie haben ja ihre alte Leitung aufgerüstet. Dadurch wird automatisch der Provider gewechselt. Nein, das wurde Ihnen nicht gesagt, das ist ja auch klar, dass man mit einer schnelleren Leitung einen neuen Provider hat und damit auch die alte E-Mail-Adresse wegfällt …“

Da weinten die Mitarbeiter der Firma K*** bitterlich und fluchten und schimpften, weil das damals von der ***** T**** wohl eher deswegen nicht gesagt wurde, weil dann niemand auf das be***** Angebot eingegangen wäre, über die ****** und inkompetenten ********, die ********* ****** angeblich kaputtes Modem ***** ******** unfreundlichen *******, ******-Zusatzkosten ********* und *******, und überhaupt **** ******** ******-********** !!!!!!!!!!!
Das Leben schreibt die lustigsten Geschichten - es ist nichts besser als Realsatire.
Mit freundlichen Grüßen - und Danke! Sathiya 

Falls ich mich mit der Übernahme des Textes zu weit aus dem Fenster gelehnt haben sollte, entschuldige ich mich hiermit und werde ihn auf Aufforderung wieder entfernen.
Ich fand ihn aber so passend, so treffgenau geschrieben, so real, ehrlich und köstlich, daß ich nicht anders konnte, als ihn auch auf meinem Blog einzustellen.

Freitag, 31. August 2012

Kommentare - Sicherheitsabfrage

Ja oder Nein?
Sollte man oder sollte man nicht?

Darf man - muß man - will man - seine Leser mit einer Sicherheitsabfrage dazu nötigen, zu beweisen, kein Robot zu sein?
Diese Formulierung dazu hat es mir angetan: "Beweisen Sie, daß Sie kein Robot sind".
Nee, oder?! *LOL*
Das würde im Umkehrschluß ja bedeuten - wenn ich die Hieroglyphen nicht nicht zu entziffern vermag, daß ich dann logischerweise ein Robot sein müßte... und es ist manches Mal wirklich ziemlich schwer, in dem Buchstabensalat was zu erkennen.

Ist das der gute Ton im Bloggerversum - oder nicht?
Wen schützt man mit einer solchen Blog-Einstellung - sich selbst vor Spam oder die anderen davor, ihre Meinung unreflektiert überall kundzutun?


Hier einige Beispiele, die ich persönlich besonders schwer zu enträtseln fand.


Also wirklich...!!!
Wer des Rätsels Lösung erkennt, darf sie in den Kommentaren gern reinschreiben und mir vielleicht auch den Zauberspruch verraten, den MEIN Blogger von Euch verlangt hat. Hihi...!

Liebe Grüße - HAVE FUN!    Sathiya