Zenmeditation bedeutet die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, das Erleben von Stille und Leere.
Es bedeutet, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt – es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiere. Die Anhaftung an die Illusion eines Ich jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden (Dukkha). Zen kann diese Verwirrung lösen – zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel. (wikipedia)
Primäre Aufgabe des Zen-Schülers ist die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments, eine vollständige Achtsamkeit ohne eigene urteilende Beteiligung (Samadhi). Diesen Zustand soll der Zen-Schüler nicht nur während des Zazen, sondern möglichst in jedem Augenblick seines Lebens beibehalten.
Auf diese Weise kann sich die Erkenntnis der absoluten Realität einstellen (Satori). Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird aufgehoben; die Kontingenz der eigenen Existenz, das In-die-Welt-geworfen-Sein kann angenommen werden. Vollkommene innere Befreiung ist die Folge: Es gibt nichts zu erreichen, nichts zu tun und nichts zu besitzen. (wikipedia)
Heute habe ich eine website entdeckt, die einem Zen-Sprüche, sogenannte Koans, liefert, über deren Bedeutung man meditieren kann, wenn man möchte. Man gibt einen Begriff ein, und die site wirft einen passenden Spruch aus. Funktioniert auch, wenn man das Feld leer läßt (die passende Antwort käme dann über das sogenannte "morphische Feld").
http://www.zen-koan.de (kein Hyperlink, kursive Texte von da)
Beispiele:
Leben
Aus Leiden kann man Heilmittel machen
tiefergehende Erläuterung: Leid heilt die Trennungs-Krankheit
Versuchen Sie, Leiden von sich fern zu halten? Betrachten Sie Leiden nicht als Problem, sondern als Teil der Lösung. Was lernen Sie ais ihnen? Wie heilen Leiden Sie von der Krankheit der Identifikation mit Ihrem Ego-Ich?
Sind Sie entsetzt über die Unwissenheit und Grausamkeit in der Welt? Stellen Sie sich vor, wir befänden uns alle in einem Krankenhaus und versuchten die Krankheit des Getrenntseins zu überwinden. Überrascht es Sie da noch, dass Sie von lauter Kranken umgeben sind? Legen Sie Ihre Urteile beiseite und konzentrieren Sie sich ganz darauf, sich selbst zu heilen - damit Sie dann irgendwann nicht mehr Patient sondern Arzt sind.
- leer -
Ein Lächeln, und die Welt ist verändert
tiefergehende Erläuterung: Gib dein Glück weiter
Könnte ein schlichtes freundliches Lächeln Ihre Lage grundlegend ändern? Das eigene Glück finden und es dann mit anderen teilen - ein besseres Geschenk können Sie nicht machen.
Empfinden Sie die schlichte Freude des Lebendigseins und teilen Sie diese Freude heute mit allen, die Ihnen begegnen. Machen Sie sich unser gemeinsames Menschsein bewusst und schenken Sie jedem ein wortloses Lächeln des Erkennens, mit dem Sie sagen: "Ich kenne dich nicht einmal, aber ich spüre die Liebe, in der wir alle vereint sind."
Hokuspokus, sinnlose Quacksalberei, fauler Zauber? Wer glaubt denn an sowas?
Sei´s drum - aber es zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen - und ergibt mehr Sinn als jedes Horoskop oder jede Mindstyle-Frauenzeitschrift.
Vor allem - öffnet es den Geist und befreit von quälenden Was-wäre-wenn-Gedanken, ermutigt, stärkt und beruhigt.
Der Weg ist das Ziel. ;-)
In diesem Sinne ein Koan - Hinschauen und mit eigenen Augen sehen - jetzt. Sathiya
